Sonnwendfeier in Rendsburg. Das Gelöbnis:
Deutschland, immer nur Deutschland!
Die schönen, im Zeichen der Kameradschaft
und Gemeinschaft verlaufenen Tage der Wett
kämpfe der Jugend schlossen am Sonntagabend
ab mit der Sonnwendfeier auf
dem Platz an der Viehmarkt-
Halle. Zeitig war schon der große Flammen
stoß geschichtet. Reisig türmte sich über
Scheitholz, und ausgekleidet war der Hügel
des Feuers mit anderen brennbaren Stoffen.
Viele Zuschauer fanden sich ein und warteten
auf die Entfaltung des uralten germanischen
Brauches am Tage des Sommeranfanges, an
dem Lichtgott Baldur den Menschen besonders
wohlgesinnt gewesen. Die geheimnisvolle
Sprache deutschen Blutes regte sich. Im Drit
ten Reich, das wir alle stolz erleben, verbindet
sich mit dem erneuerten Brauch die ganz be
sondere Freude über das völkische Werk des
Führers, das sich darstellt in der Schaffung
einer wirklichen Volksgemeinschaft, und eines
starken Vaterlandes.
Gegen 9.30 Uhr rückten an HI. und BDM.
mit ihren Untergliedernngen Jungvolk und
Jungmäöel, sodann der Reichsarbeitsdienst,
stattlich anzusehen mit geschultertem Spaten,
und ein Trupp der SA. Im Viereck mar
schierte man um deu Feuerstoß auf, die
Fahnen als besondere Abteilung, beim
Nähertreten von allen mit erhobenem Arm
gegrüßt. Fackelträger bildeten einen Kreis
und harrten des Winkes zur Flammenent-
fachung. Als die Dämmerung sachte nieder
schwebte, der Jupiter im Südosten an Farbe
gewann und die feine Mondsichel in der vio
letten Abendborte im Westen hinabsank, gab
ein Hornsignal den Auftakt zu den F l a m -
m e n s p r ü ch e u. Auf Geheiß fuhr ein
Dutzend Fackeln an den gewaltigen Stoß, und
im Nu loderte der Zauber gegen Himmel,
feurigen Bächen gleich und wallenden Fahnen.
Aus den Flammensprüchen wurde die tiefe
sinnbildliche Bedeutung der Sonnwendfeier
klar, der Lichtfeier des längsten Tages und der
kürzesten Nacht. Und das mit dem Licht ver
knüpfte, den Elementen vermählte, der ewi
gen Verbundenheit des Menschen mit Natur
und Erde zugewandte Sinnbild wurde erhoben
zum Bekenntnis und Gelöbnis: Deutsch
land, immer nur Deutschland!
Feierlich erscholl das Lied „Flamme empor!"
und mit edler Begeisterung, die in den Gesich
tern geschrieben stand, wurden Lieder der jun
gen Generation gesungen. Besonders weihevoll
war es, als die Träger von Eichenkränzen
vortraten und mit einem Gedenkwort die
Kränze einzeln in die Flammen warfen. Ge
dacht wurde u. a. der Gefallenen des Krieges
und der Bewegung, der Deutschen in aller
Welt, des einigen Volkes, und der letzte Kranz
war dem Führer Deutschlands und
Weiser in die deutsche Zukunft geweiht, Adolf
Hitler. In kurzer Ansprache des Gefolgschafts-
führcrs Kromann wurde das zweiseitige We
sen der Flamme nach Natur und Sinnbild ge
kennzeichnet. Sie soll das Kranke, Schwache und
Feige vernichten, das Starke und Gute läutern
und stählen. Auch diese Worte endeten mit dem
Schwur an Deutschland. Die Lieder der Nation
erklangen weithin in die Runde und aufwärts
zum Abenühimmel. Noch einige Flammen
sprüche wurden gesprochen, und hin und wieder
ertönte ein Hornsignal oder wurde die Trom
mel gerührt. Bald zogen die Fackeln kreuz
weise ihre Bahn und flogen in den nun be
reits kleiner werdenden Flammenstoß.
Die Fahnen wurden wieder erhoben, und es
wurde ihnen, als sie unter Marschweisen ab
zogen, von neuem mit dem deutschen Gruß ge
huldigt. Die das Deutsche Jugendfest 1936 in
Rendsburg eindrucksvoll abschließende Sonn
wendfeier, der u. a. auch Obersturmbannführer
Giese beigewohnt, hatte ungefähr eine Stunde
gedauert. Eine Feuerwache blieb an dem lang
sam verlöschenden Haufen zurück. Aus einiger
Entfernung erinnerte das Bild an ein Lager
feuer, an dem der Frohsinn einer Schar Pimpfe
noch einmal laut wurde. Eine milde Sommer
nacht, in der gute deutsche Geister walteten,
brach an. In den hohen alten Bäumen begann
nach heißem Tag ein kühler Wind zu flüstern
und zu rauschen. Gegen Mitternacht waren die
letzten Funken verglüht. In den Herzen aller
Teilnehmer der Feier aber lebte und leb:
freudig und glutvoll die Liebe zum ewigen
Deutschland! #
*
Die SS. veranstaltete eine Sonnwendfeier
am Fockbeker See. Während die Flammen sich
Standesamtliche Nachrichten
Kaufm. Angestellter Alfred Robert Otto
Peters, Rendsburg, und die Stenotypistin
Margarete Luise Selma Wittenbecher,
Rendsburg-
Unteroffizier Helmut Peter Detlefsen, Rends
burg, und die Hausgehilfin Christine Pau
line Petersen, Flensburg-
Landarbeiter Karl Rudolf Ernst Clausen,
Bargstedt, und die Hausgehilfin Meta
Klara Rehberg, Rendsburg-
Maurer Christian Max Rau, Rendsburg, und
Frieda Knutzen, geb. Zimmermann, Rends
burg-
Unteroffizier Herbert Franz Martin Willi The
odor Niemann, Rendsburg, und die Haus
tochter Paula Auguste Anna Henriette
Beese, Schwerin.
im stillen Wasser des Sees spiegelten, hielt
Junglehrer Harder die Feuerreöe und meh
rere SS.-Männer sprachen Feuersprüche.
*
Die Ergebnisse der Wettkämpfe vom Deut
schen Jugendfest werden wir nach ihrer Fest
stellung durch die Wettkampfleitung veröffent
lichen.
* * *
Ergebnis der Ausschreibung
von Natzbüggerarbeiten in der Sorge.
Die Naßbaggerung von rund 80 000 cbm
Boden in der Sorge unterhalb der Sand
schleuse war vom Preußischen Neubauamt
Eiöerabdämmung in Rendsburg öffentlich
ausgeschrieben worden. Am Sonnabendvor
mittag fand im Büro des genannten Neubau-
amtes in Rendsburg die Oeffnung der einge
gangenen zwei Angebote statt. Das Ergebnis
ist folgendes:
1. Friedrich Heiötmann, Hamburg, 88 000 JUI;
2. Arbeitsgemeinschaft Theodor Hitzler-Ham-
burg, Claus Rohwer-Rendsburg und P. D.
Loft-Wilster 96 000 JUI.
„Du sähst ober god nt!"
Hoch gingen die Wellen der Wiederschens
freude Sonnabendvormittag 10.48 Uhr, als
91 Knaben und Mädel aus Rendsburg und
Umgebung von ihrer großen Fahrt in den
Kreis Dieburg in Hessen-Nassau zurück
kehrten. Mütter harrten freudig auf dem
Bahnsteig- denn die Trennung von den Spröß
lingen dauerte seit dem 12. Mai. Dann läuft
der Zug ein, und ihm entquillen Jungens,
Mädel, Koffer, Schachteln. In der Luft liegt
emsiges Geraune. „Wie war's?" „Blendend!
Alle sind gesund, haben 8—15 Pfund zuge
nommen und wollten nicht wieder nach Hause!"
Die Gastfreundschaft der Hessen ist vorbild
lich, manche haben das zweite und dritte Kind
aufgenommen. Die Rückreise in einem Zwei
te-Klassewagen ging glatt vonstatten. Aber nun
leuchtet auch die Freudedes Wiedersehens mit
Mutti aus aller Augen.
„Eltern zurück, Kinder antreten!" Der Zug
formiert sich, die Krusesche Kapelle spielt Be
grüßungsweisen. Die lachenden, braungebrann
ten Kinder sind der NSV., die durch ihre Kin
derlandverschickung die ganze Fahrt ermöglicht
hat, Dank genug.
Bereits am Abend vorher kehrten 37 Kinder
aus einem Kinderheim in Reinfeld in Holstein
zurück. O
* * *
* Autounfall an der Kanal-Straßendreh
brücke. Am Sonntagvormittag gegen 8.30 Uhr
hielt ein Hamburger Personenauto vor der
geschlossenen Schranke an der Südseite der
Kanal-Straßendrehbrücke. Beim Wiederanfah
ren nach Schließung der Brücke fuhr das Per
sonenauto gegen die Längsschranke vor der
Brücke, die der Autoführer wegen dreier vor
ihm haltender großer Autobusse nicht gesehen
haben will. Hierbei wurde die Längsschranke
stark beschädigt. Durch den Anprall gegen die
Schranke stieß eine Mitfahrerin aus Hamburg
mit dem Kopf gegen eine Zwischenscheibe im
s Innern des Autos, die zerbrach. Die Frau
erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, eine
stark blutende Schnittwunde über dem rechten
Auge und einen Rißbruch der rechten Speiche.
Die Verletzte wurde ins Rendsburger städti
sche Krankenhaus gebracht.
* Lastauto fährt gegen einen Baum. Am
Sonnabendfrüh gegen 3.30 Uhr fuhr ein Last
auto aus Eckernförde auf der Schleswiger
Chaussee in Richtung Rendsburg. In der Nähe
des Duvensteöter Weges fuhr das Lastauto,
angeblich wegen Versagens der Steuerung,
gegen einen Baum. Das Lastauto ist dann nach
rechts abgerutscht und in den Chausseegraben
gefahren. Der Führer des Autos, Hans Jo
hannes C. aus Eckernförde, der nur durch eine
Fensterscheibe aus dem Auto herauskonnte, er
litt mehrere Rippenbrüche. Er wurde mit dem
Rendsburger Sanitätsauto ins städtische Kran
kenhaus nach Rendsburg gebracht. Vom Last
auto, das später abgeschleppt wurde, wurden
das linke Vorderrad, der linke Kotflügel und
der rechte Verschlag stark beschädigt.
* Fahrraddiebstahl. In der Nacht zum
Sonntag zwischen 2 und 3 Uhr wurde ein vor
einer Wirtschaft in der Richard-Menzel-Straße
hingestelltes Hcrrentvurenraö Marke „Ham
burg" gestohlen.
NSĢ. „Kmft durch Freude".
Für nachstehende Urlaubsfahrten werden
noch Anmeldungen entgegengenommen:
Schwarzwald
UF. 10 vom 26. 6. bis 7. 7. 1936. Preis 46 JLM.
Erzgebirge (verbilligte Fahrt)
UF. 11 vom 2. bis 10. 7. 1936, Preis 23,80 JUI.
Ostsee (Usedom)
UF. 14 vom 10. bis 17. 7. 1936, Preis 33,70 JUL
Bayer. Allgäu (Sonthofen)
UF. 16 vom 10. bis 19. 7. 1936, Preis 43,40 JUL
Bayerischer Wald
UF. 17 vom 18. bis 26. 7. 1936, Preis 42 JUL
Taunus (Usingen)
UF. 18 vom 23. bis 31. 7. 1936, Preis 38,60 JUi.
Anmeldungen für diese Fahrten sofort er
beten bei den Ortswarten oder auf der Dienst
stelle der Deutschen Arbeitsfront, Advlf-Hitler-
Haus, Telephon 2670.
Am Sonntag, dem 28. Juni 1936:
Sonderfahrt nach Hamburg zum
größten deutschen Rennen, dem „Derby"
in Horn.
Ab Neumünster beträgt der Preis für Hin- u.
Rückfahrt 1,8V -JUL
Eintrittskarten zum „Derby" können auf der
Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront,
Rendsburg, zum Preise von 0,50 JUI (sonst
1,50 JUi) empfangen werden.
Anmeldungen sofort erbeten.
*
Sportamt.
„Fröhliche Gymnastik und Spiele"
für F r a u e n.
Jeden Montag von 20—21.80 Uhr in der Auf-
bauschule, Rittcrftraße-
jcdcn Mittwochnachmittag von 13.3V—17 Uhr
im Gasthaus „Grüner Kranz" -
jeden Freitag von 28—21.30 Uhr in -er Auf
bauschule, Ritterstratze.
Anmeldungen in den Kursen bei den Sport
lehrkräften oder auf der DAF.-Dienststelle,
Advlf-Hitler-Haus.
Seide*wLļ-Uôideit*.
Ums Jtmds&ucg.
jj. Alt-Duveuftedt, 22. Juni. Die hiesige
NS.-Frauenschaft machte mit ca. 50 Mitglie
dern einen Ausflug von Rendsburg aus per
Dampfer nach Kl.-Königsförde. Im schönen
Park der dortigen Gastwirtschaft (dem ehe
maligen Gutshause) wurde gemeinschaftlich
Kaffee getrunken. Anschließend wurde dem
Umschulungslager ein Besuch abgestattet. Die
Leiterin des Lagers hielt einen Vortrag über
Wesen, Zweck und Ziel dieser Einrichtung und
zeigte, wie die Großstadtmädel hier praktisch
für den Dienst in der Landwirtschaft vorbe
reitet werden. Mit viel Interesse wurden die
gärtnerischen Anlagen und die Geflügelzucht
besichtigt. Für viele war schon die Dampfer
fahrt ein Erlebnis, zumal sie bei der Nobis-
krüger Werft auch noch Gelegenheit hatten,
einen Taucher in voller Ausrüstung aus dem
Wasser steigen zu sehen.
rb. Langwcdel, 21. Juni. Zwei Radfahrer-
unfälle ereigneten sich am gestrigen Sonnabend
in unserem Ort. Zwei Jungen im Alter von
7 und 12 Jahren stießen auf einem abschüssigen
Fußsteig mit ihren Fahrrädern zusammen.
Dabei wurde der kleinere überfahren und er
litt einen Oberschenkelbruch, während der äl
tere mit dem Schrecken davon kam. Der Ver
letzte wurde sofort mit einem Auto ins Rends
burger Krankenhaus geschafft.
ICceis Scldeswiq.
Auf dem Wege zur Arbeitsstätte verunglückt.
cs. Schleswig, 22. Juni. An der Straßenecke
Gottorfer Damm — Lollfuß — Schleistraße vor
der „Schleihalle" stieß am Sonnabend gegen
9 Uhr ein etwa 26jähriger Motorradfahrer aus
Schleswig beim Einbiegen in den Lollfuß mit
einer auswärtigen Radfahrerin zusammen.
Bei dem Zusammenstoß trug der Motorrad
fahrer, der sich auf dem Wege zu seiner
Arbeitsstätte befand, am rechten Unterschenkel
eine blutende Wunde davon. Der Verletzte
mußte sich sofort in ärztliche Behandlung be
geben. Die Radfahrerin blieb glücklicherweise
unverletzt.
cs. Schleswig, 22. Juni. Sittcuverbreche*
gefaßt? In Schleswig wurde am Sonnabend-
nachmittag ein 42jähriger Wanderbursche au»
Verden an der Aller von der Polizei fest"
genommen. Der Wanderbursche steht im drin
genden Verdacht, im Gehege „Tiergarten" ein
etwa fünfjähriges Mädchen vom Hesterberg
herbeigelockt und sich an ihm sittlich vergan
gen zu haben. Er wurde am heutigen Mon
tagmorgen dem Schleswiger Amtsgerichtö-
gefängnis zugeführt.
Schleswig, 22. Juni. Spitzbuben a«
cs.
Werke. In der Nacht zum Sonnabend wurde
ein im Vorraum des Schleswiger Lichtspiel
theaters „Metro-Palast" aufgestellter Schoko
laden-Automat aufgebrochen und seines I"-
Haltes beraubt. Den unerkannt entkommenen
Tätern fielen dabei zahlreiche Schokoladen,
Bonbons usw. im Werte von mehr als ein
hundert Reichsmark in die Hände. Die polizei
lichen Ermittlungen wurden sofort aufgenom
men.
Aus Hc&is Husum
lb. Hattstedt, 21. Juli. Mit blauem Auge
davongekommen. Zwei sinnlos Betrunkene,
die auf dem Heimwege nach Hattstedt waren,
gefährdeten gestern abend im starken Maße
den Verkehr und ihr eigenes Leben. Sie ver
suchten immer wieder Valancekunststücke auf
ihren Fahrrädern, wobei sie die ganze Hatt-
stcdtcr Chaussee in Anspruch nahmen. Den
einen von ihnen hätte dieses fragwürdige
Vergnügen beinahe das Leben gekostet. Gerade
als ein großer Lastzug in voller Fahrt daher
kam, stürzte der Betrunkene von seinem Rad
und fiel direkt vor die Räder des Lastwagens.
Nur der Entschlossenheit des Wagenführers,
der das Auto noch einen Meter vor dem Ge
stürzten zum Stehen brachte, ist es zu ver
danken, daß hier kein Menschenleben in die
große Liste der Verkehrsunfälle mit tödlichem
Ausgang eingereiht wurde. Als dann die
beiden Todmüden sich die Autostraße als
Ruhestatt erkoren, mußten Passanten sie ihrem
häuslichen Frieden entgegenführen.
Aus Stûfisikâim
ps. Bergenhnsen, 20. Juni. Die diesjährige
Heuernte ist in vollem Gange, in der Treenc-
niederung bereits schon weit vorgeschritten.
Auf richtig und gut gedüngten Wiesen und
Weiden ist der Ertrag sehr gut. Auch in den
niedrig gelegenen Wiesen des Sorgekooges, wo
Kunstdünger wegen der bisher fortwährenden
Ueberflutung noch nicht angebracht ist, kan«
mit einer guten Durchschnittsernte gerechnet
werden. Der Wasserstand in der Sorge ist gaN)
ausnahmsweise niedrig, was' auf die Eideraw
dämmung zurückzuführen ist. Auch im Megger
koog ist man trotz der noch recht frühen Jah
reszeit mit der Heuernte im Gange. Auch hier
ist der Ertrag zufriedenstellend.
Aus hwdļdesttiïiìd
Sängergruppe Nordfriesland gegründet.
kv. Niebüll, 21. Juni. Zum Zwecke eines Zu
sammenschlusses der Nordfriesischen Gesang
vereine hatten sich in Niebüll die Vereinslei
ter der Männergesangvereine Noröfrieslands
zusammengefunden. Da der frühere Nordfrie
sische Sängerbund auf der alten Grundlage
nicht mehr weiterbestehen konnte, wurde zu?
Gründung der Sängergruppe Nordfriesland
geschritten. Zum Gruppenobmann wurde der
frühere Leiter des Nordfriesischen Sängerbun
des, Andresen-Lindholm, beauftragt. DeM
neuen Bund sind alle Männergesangvereine
von Breüstedt bis zur Grenze einschließlich
der Inseln angeschlossen.
Vom Tode des Ertrinkens gerettet.
kr. Niebüll, 21. Juni. Der Klempnerlehr
ling Schüttig-Niebüll war mit seinem Meister
Aus H&UcHW&stedt, Hcutmiu-Uademüssä^m
jumL UmtyCQ€*id
at. Hohenwestedt, 21. Juni. Im Kino „Er
holung" läuft zur Zeit bis einschl. Montag der
großartige Film: „. . . nur ein Komödiant".
Er versetzt uns in die Rokokozeit an den Hof
eines kleinen Fürsten und zeigt uns das
Leben und Treiben an demselben in seiner
leichtfertigen Lebensart und der härtesten
Willkür den Untertanen gegenüber. Rudolf
Forster zeigt sein großes Können in einer
Dvpelrolle, er verkörpert den Herzog und den
Direktor einer herumziehenden Theatergescll-
schaft, die am Hofe spielt. Seine Partnerin ist
die junge Wiener Künstlerin Christi Mardayn,
die in kurzer Zeit eine der meistbeschäftigten
deutschen Filmschauspielerinnen geworden ist.
Sie wird als arme Hofdame zur Herzogin er
koren und weiß durch ihr anmutiges Spiel die
Zuschauer zu erfreuen. Der Gegenspieler von
Rudolf Forster ist Paul Wegener, als Staats
minister von Creven, der alle Launen seines
fürstlichen Herrn unterstützt, um möglichst
ungehindert für eigene Zwecke arbeiten zu
können. Hans Moser bringt den Humor in
das Stück hinein. Hilde von Stolz leiht ihre
Schönheit einer Intrigantin und die fesche
Grit Haid spielt ihre Rolle als Kammerzost
vorzüglich. Wir fühlen uns einmal wieder iü
die damaligen Zustände versetzt und freuet
uns mit dem Volk zu dem guten Schluß,
durch den Komödianten herbeigeführt wird.
ur. Junten, 21. Juni. Erhängt. Am Sonn
abendabend wurde in der Wirtschaft von Hel"
mann Carstens-Böken ein Mann wegen Zşş
Prellerei vom Amtsvorsteher Brammer-Büw
zen festgenommen. Derselbe brachte den Ni a list
zum hiesigen Gendarmeriewachtmeistrr zwecks
Unterbringung in der Gefangenenzelle. DoA
angekommen, sprang er auf das Rad des Amt-'-
Vorstehers und versuchte zu entfliehen. Ei>
Einwohner stellte sich vor ihn, darauf sprawl
er ab und entfloh in die anliegenden GarteW
wurde aber umstellt und wieder eiugefangew
Papiere hatte er nicht im Besitz, er gab aw
Fritz Abraham zu heißen, sei 31 Jahre alt u>w
hätte 12 Jahre in Neumünster gedient. 11,11
ein weiteres Entfliehen zu verhindern, übel
nahm die SA. die Wache. Heute morgen be'w
Abtransport wurde festgestellt, daß der
genommene sich mit seinem Selbstbinder ew
hängt hatte.