Schleswig-Holsteinischer Wirtschaftsdienst
Arbeitstagung der Fachschaft „Molkerei":
Die künftigen Aufgaben der Molkereien
Saut Verhältnis: Privat- und Genoflenschaftsmolkereie« — Keine allzu schematische Absatzregclung.
, lieber die Aufgaben der Fachschaft „Molkereien"
Reichsnährstand sprach Reichsfachschaftsleiter
-^tieö in Goslar. Wir entnehmen der Rede folgen-
e §: In der Fachschaft „Molkereien" sind Privat-
Genossenschastsmolkereien zusammengeschlossen.
^>e Fachschaftsleiter haben daher gegenüber beiden
Ņetriebsformen Objektivität zu bewahren. Allge
mein konnte man feststellen, daß hier die Stellung
nahme in den einzelnen Marktverbänden verschie
den ist. Auf Einzelfälle will ich nicht eingehen. Es
Dürfte Wert darauf gelegt werden, daß die Lan-
"esfachschastsleiter, insbesondere bevor einschnei
ende Maßnahmen bezüglich Einzugsgebiet, Be-
Mebsschließung und Errichtung neuer Betriebe ge
soffen werden, gehört werden.
Die Pflichtmilchliefcrung läßt mancherorts (be-
"nbers in reinen Landbuttergebieten) noch zu wün-
'chen übrig. Die Ursache liegt 1. in dem absoluten
^erkennen der Notwendigkeit der Marktregelung
M manchen bäuerlichen Kreisen, 2. in der Gegen-
der Landbutteraufkäufer, die in ihrem Inter-
Eise die Maßnahmen der Marktverbände zu durch
kreuzen versuchen, 8. in dem teilwcisen Versagen
Zuständiger Aemter, die sich über das Ziel und die
Notwendigkeit der Marktordnung im Interesse des
putschen Volkes aus der eigenen Scholle nicht im
ķļaren sind. Die Durchführung der einmal erlas
sen Anordnung über die Pflichtlieferung ist un-
bläßlich notwendig.
Tn der Lieferung von Qualitätsmilch wird durch
^e Qualitätsbczaylung vieles ereicht, jedoch darf
ņ>cht übersehen werden, daß die Durchführung der-
îUben, besonders in den neu zur Lieferung ver
nichteten Gebieten, langsam und mit Takt vor sich
^hen mutz, um nicht durch zu scharfes Vorgehen
Ueue Schwierigkeiten hervorzurufen. Auch hier wäre
î>ne regelmäßig wiederkehrende Aufklärung der
Ņkilcherzeuger durch Rundschreiben der Milchwirt-
'Haftsverbände recht wertvoll.
Die Banberatungen haben oft schmierige Ausga
bt:, wenn es sich darum handelt, Molkereien zu
darren und umzubauen, wie iie für die örtlichen
Verhältnisse und für die kommenden Milchmengen
^forderlich sind. Besonders die Aufbringung der
Notwendigen Mittel bei Um- und Neubauten be
eilen oft Schwierigkeiten, und es wäre wünschens
wert, wenn den Prtvatmolkereien in gleicher Weise
wie den Genossenschaftsbetrieben Zuschüsse bzw.
^»udarlehen zur Verfügung gestellt würden. Selbst-
^kständlich müssen bei Gewährung von Darlehen
we erforderlichen Sicherheiten vorhanden sein.
Die Versorgungslage auf dem Fettmarkt brachte
îlir die Molkereien in der letzten Hälfte des Jah
res 1W5 Veränderungen in ihren Absatzverhültnis-
şen. Ab 1. Mai d. I. können die Molkereien wieder
îrei verfügen über diejenigen Buttermengen, welche
Durchschnitt des Jahres 1935 pro Woche herge-
ftettt wurden. Es ist den Molkereien empfohlen wor
den, möglichst ihre bisherigen Abnehmer beizube
halten. Wenn den Molkereien von Großoerteiler-
le tte zum Vorwurf gemacht wird, daß sie infolge der
ätzten Anordnungen bestrebt seien, ihre Lieferungen
“n die Kleinverteiler zu vergrößern, so dürfte dies
'ìicht zutreffen und kann zum mindesten nicht ver
allgemeinert werden. In Zuschußgebieten haben im
Trigen Jahre zu verschiedenen Zeiten noch viele
Molkereien Butter zugekauft, um ihre Klcinvertei-
wrkundschaft zu erhalten. Nachdem der Butterzu-
laus für Molkereien unterbunden ist und sie heute
etwaigen Ueberschutz über die Durchschnitts-
wvchenmenge des vorigen Jahres dem Milchwirt-
lHastsverband zur Verfügung stellen müssen, wird
wanchcr Betrieb sogar noch auf die Belieferung von
llleinverteilern verzichten müssen, die er früher be
lfert hat.
Die Beschränkungen beim Käse- und Sahneabsatz
wben keine allzu großen Schwierigkeiten hevorge-
wrfen. Beim Käseabsatz konnte ein Ausgleich in min-
^rsetthaltigen Produkten gefunden werden. Beim
^ohneabsatz war die Beschränkung für die Molke-
^ien im allgemeinen nicht so stark spürbar, weil
"erselbe beim Gesamtumsatz der Molkereien nur
^Ne untergeorduete Rolle spielt.
Ich sehe mich jedoch genötigt, gerade hier auf die
^fahren hinznweisen, welche durch allzu scheina-
nche Absatzregelungen in einzelnen Gebieten ent-
l^hen können. Es liegt nicht im Interesse der Qua-
ştatsfôrderuug und damit im Interesse der Ber-
waucher, mit der Sahnevcrsorgung eines städtischen
Marktes einzig und allein einen ansässigen Betrieb
èw beauftragen und die Lieferung naheliegender
Handbetriebe zu verbieten und ihnen damit ihre
wsherigen Geschäftsverbindungen zu nehmen. Hier-
wrch wirb der eine Betrieb zu Gunsten eines an-
!^en in seiner Leistung zurückgesetzt, ganz abge
ben davon, daß der Stadtbetrieb meist noch durch
°ì>re günstigere Milchverwertung durch die ihm zu-
^wiescne Aufgabe in der Frischmilchversorgung im
vorteil ist.
. Die Marktordnung stellt für den Molkereibetrieb
^8 eigentliches Aufgabengebiet die Be- und Ver
leitung der Milch in den Vordergrund. Es ist jo-
nicht zu verkennen, daß mit der Durchführung
Ablieferungspflicht für Milch die Betätigung
“ e t Molkercibetriebe auf dem Gebiet der Maren-
Steilung umfangreicher geworden ist. Die durch
M gesteigerte Anlieferung angesammelte Ware, die
Nach Betriebsart in Trinkmilch, Sahne, Butter,
^àse oder Quarg besteht, muß im Sinne der Markt-
^î>nnng auf möglichst kurzen Wegen an die Ver
braucherschaft herangebracht werden. In den mei
sten Fällen liegt es am einzelnen Molkereibetrieb,
den Weg für diese Ware zu bestimmen.
Bei Trinkmilch haben die Milchwirtschaftlichen
Zusammenschlüsse die Auswahl des Berteilungs-
weges selbst getroffen und den ausgesprochenen
Trinkmilchbetrieb zum Milchgroßverteiler gemacht.
Die Uebernahme dieser Aufgabe durch die Molkerei
betriebe wurde von seiten des Reichsnährstandes
nie besonders betont, und es wurde sogar im Ge
genteil festgestellt, daß Milchgroßverteiler als wirt
schaftlich unnötig restlos auszuschalten sind. Dies
ändert nichts daran, daß die Molkereibetriebe, wel
che Trinkmilch absetzen, die Milchgroßverteilung
vorzunehmen haben.
Die Zuständigkeit der Molkereibetriebe für die
Milchgroßverteilung ist unumstritten. Anders liegt
es mit der Verteilung der Milcherzeugnisse, wie
Butter und Käse. Verschiedentlich wird die Ansicht
vertreten, daß die Molkereien Butter und Käse nur
herstellen sollen, währenddem die Verteilung der
Ware ein ausschließliches Vorrecht eines besonderen
Verteilungsstandes sei. Diese Ansicht muß für man
ches Gebiet als richtig anerkannt werden. Ich denke
hier besonders an die Molkereibetriebe in ausge
sprochenen Ueberschußgebieten oder solche, die be
sonderen geographischen Verhältnissen unterliegen.
Eine Sennerei in den Bergen kann z. B. keine Ver
teileraufgaben übernehmen, weil jede Gelegenheit
einer Fühlungnahme mit den Abnehmern der Ware
fehlt. Aehnlich liegt es mit den Tilsiter Käsereien
in Ostpreußen und den Buttermolkereien in Meck
lenburg und Pommern, welche nur von landwirt
schaftlicher Bevölkerung umgeben sind, in einem
dünn besiedelten Gebiet liegen und deshalb für die
Verteilung ihrer Erzeugung besonderer kaufmän
nischer Einrichtungen bedürfen, wie wir sic in Ver
kaufsgemeinschaften, Versandbüros und Absatzgenos-
senschaften verschiedentlich antreffen.
In Bezug auf die Verteilungsaufgabcn können
aber diese Betriebe unmöglich denjenigen gleichge
stellt werden, die z. B. in bedeutenden Vcrbrauchs-
gcbieten liegen und dort Fühlung mit den kleinen
Verteilern von Milchprodukten aufgenommen ha
ben. Diese Einschaltung des Molkereibetriebes in
die Warenverteilung wird in der Anordnung über
Butterpreise vom 17. 11. 1984 als bestehend und
richtig anerkannt, wenn dort eine besondere Spanne
für die Abgabe von Butter festgesetzt ist. Die Auf
gaben des Großvcrteilers, wie Mengenausgleich
durch Lagerhaltung, Uebernahme eines Qualitäts
risikos, Umformung des Produktes in verteilungs-
sähige Größen usw., werden in diesen Fällen von
den Molkereibetrieben voll und ganz übernommen,
womit als gerechte Entschädigung durch die damit
verbundenen Aufwendungen und Einräumung einer
besonderen Verdienstspanne gerechtfertigt wird. Es
wäre volkswirtschaftlich kaum zu verantworten,
wenn nur um des Prinzips willen „Die Verteilung
dem Verteiler" zwischen die verbrauchsnahegelege
nen Molkereibetriebe und ihre Abnehmer in Klein-
vertcilerkreisen man noch einen weiteren Großver-
teiler einschalten wollte.
Bordesholmer Bauernbrief
Das Frühjahr 1936 ist keineswegs, was Witte
rung anbelangt, den Wünschen der Landleute ent
sprechend gewesen. Anhaltender Nordostivind und
namentlich scharfe Nachtfröste haben in Niederun
gen den Feldern und feuchten Wiesen Schäden ver
ursacht. Trotz alledem darf aber weder über den
Stand des Getreides noch über Mangel an Futter
geklagt werden. Das Gewitter am letzten Sonntag
brachte neben schwerem Regen auch Hagel, der aber
nur in einem kleinen Bezirk Schaden verursachte.
Der Raps ist in diesem Jahre wieder sehr gut ge
diehen ; wenn alles gut verläuft, ist eine volle
Ernte zu erwarten.
Der Weizen steht wieder gut: ob an Qualität das
Resultat des Vorjahres erreicht werden wird, steht
dahin. Ganz ungleich steht in diesem Jahre wieder
der Roggen. Einmal ist im Herbst teilweise bei feuch
ter Witterung bestellt, zum andern behandelt man
diese Kornart in der Wirtschaft nicht selten zu sehr
als Stiefkind. Dankbar für jede Düngung, sollte
man in der Bordesholmer Gegend dem Anbau des
Roggens mehr Sorgfalt und Pflege zukommen las
sen. — Der Stand der Wintergerste ist sehr gut:
wenn sie auch unter den Nachtfrösten sehr zu leiden
hatte, so wurden die gelben Blattspitzen doch bald
wieder abgeschüttelt. Hier ist wohl mit dem Er
trag des Vorjahres zu rechnen. Der Hafer steht
durchweg gut. Schon in den ersten Apriltagen die
ses Jahres begannen Landleute mit ihrer Aussaat.
Als dann die ungünstige Witterung eintrat,
machte die aufgehende junge Saat keineswegs einen
guten Eindruck. Aber alle Witterungsunbill ist gut
überstanden. Wenn der Stand auch etwas dichter
sein könnte, so ist das Aussehen der Felder doch
ausgezeichnet. Offensichtlich steht jetzt der früh ge
säte Hafer am besten. — Ueber Sommergerste läßt
sich noch nichts Bestimmtes berichten. Sie wird we
gen des Befalls mit Mehltau auch nur wenig an
gebaut.
Die Hackfrüchte stehen gut. Die Runkelrüben sind
bereits verhauen und die Pflanzen verzogen. Mit
dem Setzen des Weißkohls und der Steckrüben hat
man begonnen.
Der schwere Gewitterregen des letzten Sonntags
hat den Klee stark niedergelegt: überall ist man
angefangen zu mähen. Der Ertrag ist groß, trotzdem
der Klee noch nicht in Blüte steht. Hochgelegene
Wiesen bringen auch viel Futter, doch läßt der
Stand in den niederen feuchten Wiesen zu wünschen
übrig.
Die Viehweiden sehen durchweg gut aus, das Vieh
gedeiht zufriedenstellend, Mangel an Futter wird
kaum eintreten. Für die Weiden waren die Nie
derschläge eine Wohltat. Manche Landwirte scheu
ten sich, das Vieh schon vor Mai oder in den ersten
Tagen des Mai auszutreiben, weil die Witterung
zu rauh war. Sie sind im Nachteil geblieben gegen
über ihren Berufskollegen, die trotz schlechter Wit
terung ausgetrieben haben, denn auf manchen
Weiden, namentlich den Wechselweiden, wurde das
Gras zu lang. Die Folge ist ein Minderertrag an
Milch.
Alles in allem: der Bauer sieht mit Hoffnung auf
eine gute Ernte — möge dieselbe gut geborgen
werden. Br. in O.
Freigabe von Sperr- und Sonderkonten
für Reiseverkehr usw.
Durch RE. 154/35 Ziff. 4 ist den Devisenbanken die
allgemeine Ermächtigung erteilt worden, bei Aus
zahlungen für nichtgeschäftlichen Reise-, Kur-, Er-
holungs- und Studienaufenthalt sich ihrer Filialen,
Korrespondenten oder ihrer sonstigen inländischen
Bankverbindungen zu bedienen. Die Devisenbank
hat die auszahlende Stelle mit den erforderlichen
Anweisungen im Einzelfalle zu versehen, ihr ins
besondere aufzuerlegen, die Eintragung im Reise
paß und die in Ziff. 5 des RE. 154/35 vorgesehene
Prüfung vorzunehmen, soweit sie nicht von der kvn-
toführenden Bank vorgenommen werden kann.
Die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung hat
sich damit einverstanden erklärt, daß die kontofüh
rende Zentrale oder die Filiale einer Devisenbank
den Reisenden, die bei ihr ein eigenes Sonderkonto
gemäß Richtl. II, 55 oder Richtl. IV, 48 Abs. 5 oder
ein Sperrkonto unterhalten, das von der Devisen
stelle für inländische Reisen freigegeben worden ist,
Zirkularkreditbriefe aushändigt, die auf die Filialen
der gleichen Devisenbank oder ihre Korrespondenten
zahlbar gestellt sind. Hierbei setzt die Reichsdeviscn-
stelle voraus, daß für die Einhaltung der Bestim
mungen des RE. 154/35 in erster Linie die den Kre
ditbrief ausstellende Filiale oder Zentrale verant
wortlich ist. Sie hat zu prüfen, welche Auszahlungen
nach den persönlichen Lebensverhältnissen des Gläu
bigers und der mitreisenden Personen angemessen
und vertretbar sind, sowie, ob und in welcher Höhe
daneben Registerguthaben in Anspruch genommen
werden lvgl. RE. 154/35 Ziff. 4 und 5). Danach ist
die Höhe des Betrages, über den der Kreditbrief
lautet, zu bemessen. Die Eintragung in den Reise
paß und die Meldung an die Reiscstelle der Reichs-
bank — Abteilung Deutsche Kreditabkommen — ist
Aufgabe der auszahlenden Stelle.
Die Kennziffer der Großhandelspreise
stellt sich für den 17. Juni auf 104,0 (1913 = 100);
sie ist gegenüber der Vorwoche (104,1) wenig ver
ändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten:
Agrarstoffe 105,7 (— 0,8 Proz.s, industrielle Roh
stoffe und Halbwaren 93,3 (unverändert) und in
dustrielle Fertigwaren 120,8 (+ 0,1 Proz.).
Verlängerung der Anordnung
über Beschränkung der Herstellung von Glühlampen
unter 30 Volt
Der Reichswirtschaftsminister hat im Mürz v. I.
im Interesse der Ausfuhr und der hauptsächlich im
Thüringer Notstandsgebiet ansässigen Schwachstrom-
lampenindustrie ein Zwangskartell der Unterneh
mungen dieses Industriezweiges errichtet. Um die
dadurch erreichten günstigen Auswirkungen aufrecht
zu erhalten, hat der Reichswirtschaftsminister die
Geltungsdauer seiner Anordnung über Beschrän
kung der Herstellung von Glühlampen unter 30
Volt vom 2. November 1933 durch eine im Deut
schen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzei
ger veröffentlichte Anordnung bis zum 30. Juni
1940 verlängert.
Konzession für Montage
von General Motors-Automobilen in Polen
Das Wirtschaftskomitee des Ministerrats beschloß
in seiner gestrigen Sitzung u. a., einer Warschauer
Fabrik die Konzession für die Montage von Auto
mobilen zu erteilen, über die Verhandlungen seit
geraumer Zeit schweben. Wie verlautet, handelt es
sich um die Konzession für Erzeugnisse der General
Motors Co.
Handel n«d Wandel
Hcider Marktbericht vom 20. Juni
Dem Heiber Viehmarkt waren 8 Stück Rindvieh
zugeführt gegen 7 Stück in der Vorwoche. Der Han
del war mittelmäßig. Es kosteten: Milchkühe 400
bis 450 MM,, Kalbkühe 400—500 MM, Kalbqnien 300
bis 400 MM, Fehrkühe 250—350 MM, 1jährige Och
sen 120—150 MM, 1^4 jährige Ochsen 150—210 MM,
Rührige Ochsen 210—280 MM und Kälber 40—50
mm baģ Stuck. — Die Hcider Produktenbörse no
tierte folgende Preise: Weizen (76-77 Kg.) 10,45,
Roggen (72-73 Kg.) 8,85 ’MM, Hafer (50-51 Kg.) 8,90,
Wintergerste 9,36, Ackerbohnen 9 MM, Wiesenheu
1,50, Kleehcu 2—2,35 MM, Stroh 0,50—0,60 MM,
Häcksel 1,80, Kartoffeln 3—4,50 MM.
Kieler Ferkelmarkt vom 20. Juni
Preise pro Y Kg. Lebendgewicht 0,65—0,73 MM,
pro Stück 14—24 MM und darüber. Auftrieb 63,
Handel flau.
Jtzchoer Ferkelmarkt vom 22. Jnni
Auftrieb 138. Preise: 75—80. 72—75, 66—72, 62
bis 66. Handel sehr langsam, Markt nicht geräumt.
Der Preis für Kornbranntwein.
In einem Rundschreiben weist der Präsident der
Reichsmonopolverwaltung für Branntwein darauf
hin, daß die Brennereibesiher nicht nur den über
das besondere Jahreskornbrennrecht hinaus inner
halb des erhöhten Jahreskornbrennrcchts hergestell
ten Kornbranntwein, sondern überhaupt nach Ge
nehmigung der Erhöhung des Jahreskornbrenn
rechts trinkfertigen Kornbranntwein 32prozentig
nicht mehr unter 1,58 MM absetzen dürfen. Dies
gilt ohne Ausnahme für den Absatz an trinkserti-
gem Kornbranntivein. Das gleiche gilt ent
sprechend für den Verkauf von Kornbranntwein an
einen zugelassenen Zwischenhändler. Kornbrannt-
n'ein darf in keinem Fall unter 1,47 MM je Liter
Kornbranntwein 32prozentig an einen zugelassenen
Zwischenhändler abgegeben und von diesem nicht
unter 1,58 MM weiterverkauft werden.
Bei den öffentlichen Lebensversicherungsanstalten
wurden im Mai 15 741 Versicherungen mit 24,9 Mill.
mm Versicherungssumme gegen 24 453 Versicherun
gen über 22,7 Mill. ’MM im Mai 1935 beantragt.
Die Ferkelmärkte
in der Woche vom 15. bis 20. Juni 1936
Marktplätze
Gruppe >
Leck ■ , .
Niebüll . ,
Bredstedl > .
Alensdurg.
Durchschnitt
.. Dorw.
Gruppe II
Husum. . .
Schleswig .
Rendsburg
Lckernfürde
Kiei . . . .
Nortori. . .
Neumünster
Preise
in M je 6tü*
4—616—81 üb. 8
ÜB. [ 9B. I W.
19 21
18-20
20-21
19 20
17 20
19-20
14-18
Durchschnitt
1532
1888
Gruppe III
tzadrmarsch.
Heide. . .
Meldoes . .
Itzehoe. . .
Schnelsen .
Altona. . .
Wandsbek .
Durchschnitt
. Borw.
Gruppe IV
Dramsiedi .
Kaltenkirch.
Segeberg .
Oldesloe. .
Ratzedurg .
Mblln . . .
Schwarzenb.
Durchschnitt
„ Dorw.
684
814
14-18
18-20
18 21
16-18
16-18
16-19
17-19
16 19
21-23
20-22
18 22
20 2
18-23
18 23
20 23
21-24
18-22
21-23
25-27
24-26
19 22
23-30
24 28
22-30
t.lVieVikg
leicht I schw.
60-72
73-77
75
65-73
70-75
65-72
78-83
60 72
65 68
64
65-73
70 75
65-72
74-79
1822
20 23
1922
19-22
22-30
22 30
22 26
22-26
Marktverlau!
Handel
langsam
Räumung
geräumt
n geräumt
Mittelmaß
Mittelmaß
gut
langsam
flau
flau
langsam
langsam
flott
langsam
Mittelmaß-
s. schlepp,
lebhaft
l. geräumt
l. geräumt
geräumt
n. geräumt
n. geräumt
f. geräumt
geräumt
geräumt
geräumt
n. geräumt
Hamburger Getreidegroßmarkt
(Frübmarktl vom 22. Juni (Ohne Gewähr)
Getreide [MM fe 1000 Kg.) Tendenz: ruhig
Weizen, Erz.-Pr. Festpr.-Geb. WO ... 209.00
Weizen. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. W 12 . , , 216.Oo
Roggen, Erz -Pr. Festpr.-Geb. KO..,. 173.00
Roggen. Erz.-Pr. Festpr.-Geb. R 12 ... 179.00
Futtergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. 0 9.. 182.00
Fnttergerste Erz.-Pr. Festpr.-Geb. O 12 . . 187.00
Wintergerste, zweizeilig. !. Jndustriezwccke
zirka 70/71 Kg., ab Mecklenburg.... —
Sommergerste frei Hamburg
dto. 68/69 Kg. für Jndustriezw. ab Mecklbg. — • —
Donaugerste kwgķr. verzollt , —
Russengerste 63/64 bzw. 64/65 Kg. kwgfr. verz. — - —
Hafer, Erz.-Pr. Festpr.-Geb. II 12 ... . 173.00
Hafer, Erz.-Pr. Festvr.-Geb. H 16 , , . . 178.00
Futtermittel (MM je 50 Kg.) Tendenz: ruhig
Jnl. Weizenkleie. Grundpr. sofort W9. . . 5.77'/2
Jnl. Roggenkleie. Grundpr. sofort R 12 . - 5.97>/2
Reisfuttermehl, deutsches 24%ia, zirka 6 %
Rohfaser ab Fabrik 5.30
Reissuttermehl, hell. 24 %, max. 6 % Roh
faser, prompt ..........
Leinkuchen, ab Harburg, sofort .....
Leinknchenmehl, dtsch. Mahlg., prompt. . .
Kokoskuchen, ab Harburg, sofort
Manila-Kokoskuchen, ab Harbg.. prompt. .
Palmkuchen. dtsch., ab Harburg, sofort. . .
Erdnußkuchen, ab Harburg, sofort ...» —
Erdnußknchen, 50 %, Bremen 8.45
Erdnußkleie —
Sesamkuchen, ab Fabr. Hamvurg/Harvurg 8.05
Rapskuchen, deutsche Saat, sofort .... 7.10
Rapsschrot, deutsche Saat ....... 7.20
Palmkernschrot, deutsch, prompt ..... 7.80
Sopaschrot, Harburg, sofort . . . . . . .7.75
Baumwoll- Saatkuchenmehl. 48 %, prompt 7.95
Mehle (MM je 100 Kg.)
Weizenmehl, 790, W 16 (Jnlandsweizen)
Weizenmehl, mil 10 % Auslandsweizen
Weizenmehl, mit 20 % Auslandsweizen
Weizenmehl, 790. W g...... .
Roggenmehl, 097, R 12
Roggenmehl. 997, R 15. .......
Roggenmehl, 097. R 9 ...... .
Die Händler-Veröienstspanne wird bis auf Wi
derruf bei Weizenmehl auf 1,80 MM per 100 Kg.
und bei Roggenmehl auf 1,40 MM per 100 Kg. frei
Bäcke^ins festgesetzt.
6.10
8.65
8.70
7.70
28.90
30.40
31.90
28.40
22.40
22.70
22.00