Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Ausklang in Lübeck 
Für Sie vielen zur Reichstagung der Nordi 
schen Gesellschaft in Lübeck weilenden in- und 
ausländischen Gäste war es am Sonntagnach 
mittag ein besonderes Erlebnis, daß sie dem 
Vorbeimarsch des großen Festzuges, der all 
jährlich airs Anlaß des althergebrachten Lü 
becker Volks- und Jugendfestes stattfindet, bei 
wohnen konnten. Der Festzug, der sich unter 
Mitführung zahlreicher Musikkapellen durch 
die Straßen der im Festschmuck der Neichsta- 
gung prangenden Hansestadt bewegte, bot in 
seiner wogenden Buntheit und Farbenfreuöig- 
keit ein bemerkenswertes Bild eines aus den 
Quellen des Volkstums und der Ueberliefe 
rung schöpfenden Frohsinns. 
Sonnwendfeier des Arbeitsdienstes. 
Auf dem Platz vor dem alten Holstentor fand 
in der Nacht zum Montag die Sonnwendfeier 
des Reichsarbeitsöienstes statt, zu der die Ab 
teilungen der Gruppe 70 nach Lübeck gekom 
men waren. Rings um den Platz hatten Zehn- 
tausende von Volksgenossen Aufstellung ge 
nommen. Auch zahlreiche, aus Anlaß der 
Reichstagung der Nordischen Gesellschaft in 
Lübeck weilende in- und ausländische Gäste 
hatten sich eingefunden. 
Fanfarenstöße leiteten die Sonnwendfeier 
ein. Die grauen Kolonnen der Arbeitsmünner 
marschierten durch den mächtigen Bogen des 
Holstentores hindurch und nahmen in zwei 
Kolonnen zu beiden Seiten des Platzes Auf 
stellung. Generalarbeitsführer Dr. Will 
Decker- Berlin hielt die Feuerrede, in der er 
ausführte: Der Führer hat den Arbeitsdienst 
die Schule der Nation genannt. In ihr soll 
jeder junge Deutsche zur Volksgemeinschaft 
und zur wahren Arbeitsauffassung erzogen 
werden. Wir sind verantwortlich für unser 
eigenes Handeln oder Versäumen, darum ha 
ben wir aus unserem Blut und unserem Glau 
ben den Willen gewonnen, selber zu arbeiten 
und zu schaffen, bis das Oedland Frucht trägt 
und bis die Gemeinschaft der Deutschen sich in 
der gleichen ehrenvollen Arbeit für des Vater 
landes Zukunft fest und unzerreißbar ver 
schworen hat. 
Und so stehen wir, Deutschlands Arbeitssol- 
öaten, in dieser Stunde vor unserem Volk und 
vor der nordischen Welt, um aus unserem 
Geist das Bekenntnis abzulegen, daß wir stark, 
tapfer und fleißig schaffend hinter unserem 
Führer stehen. 
Der Zapfenstreich beendete die Feier. Dann 
ordneten sich die grauen Kolonnen zum Vor 
beimarsch, den Reichsarbeitsführer Hier! ab 
nahm. 
Ire Mrutterung bei den „Terriers". 
Die großen Werbeaktionen für den Eintritt 
in die britische Territorialarmee, allgemein 
„die Terrier" genannt, haben in der letzten 
Zeit endlich die gewünschten Erfolge gehabt. 
Im Mai dieses Jahres haben sich 2000 junge 
Leute für den Dienst in der britischen Heimat 
armee gemeldet, die höchste Zahl seit elf Jah 
ren. Trotzdem bleibt die Territorialarmee 
immer noch um 2000 Offiziere und 43 000 
Mann hinter dem Soll zurück. 
Die „Terrier" haben im Kriegsfall nur im 
britischen Heimatland Dienst zu tun. Einst 
war diese Landwehr gedacht als Schutz vor In 
vasionen, heute liegt ihr erstes Aufgabengebiet 
im Luftschutz. Die Angehörigen dieser Armee 
brauchen keine bestimmte Zeit zu dienen. Sie 
müssen sich nur, solange sie Mitglieder der 
Armee sind, an Sonn- und Feiertagen und in 
den Ferien zur Verfügung halten. Ihre Be 
deutung ist erheblich gewachsen, seit die größte 
Gefahr für die Britische Insel im Kriegsfall 
nicht mehr die stets unwahrscheinlich gewesene 
Invasion, sondern die Luftwaffe ist. 
England im Nittelmeer. 
Daily Expreß meldet: Aus den Beschlüssen 
des englischen Kabinetts über das Mittelmeer 
wird bekannt, daß die volle Stärke der engli 
schen Verteidigungsposition im Mittelmeer bis 
30. September bestehen bleibt, auch wenn der 
Verzicht des Völkerbundes auf Sanktionen er 
folge. Die englischen Verteidigungsstellungen 
im Mittelmeer, Gibraltar, Malta, Cypern und 
Alexandrien, würden ausgebaut werden, wo 
für der englische Etat 105 Millionen Pfund 
anfordere, die sich auf 5 Jahre verteilen wür 
den. Cypern und Alexandrien würden Haupt 
luftstützpunkte der englischen Verteiöigungs- 
basis im Mittelmeer. 
Chemie-Jngcnicur-Kongreß 1936. 
Vom 22. bis 27. Juni findet in London als 
Teiltagung der Weltkraftkonferenz ein 
„Chemie-Jngenieur-Kongreß" statt. Das um 
fangreiche technische Programm, das in einer 
Reihe von Fachsitzungen erörtert wird, sieht 
Aussprachen vor auf dem Gebiete des tech 
nischen Aufbaues chemischer Anlagen, über 
Brennstoff-, Wärme- und sonstige Fragen der 
chemischen Technik, sowie Beratungen über die 
Erziehung und Ausbildung des Chemie-In 
genieurs, über wissenschaftliche und technische 
Betriebsüberwachung, Kostenwesen, Statistik, 
Sicherheit und Wohlfahrt. Deutschland hat zu 
dieser Teiltagung 19 Berichte eingereicht und 
wird durch eine Delegation der Reichsregie 
rung, der Technik, Wissenschaft und Wirtschaft 
vertreten. 
Englische Wandlung auch hier 
Die Forderungen der Türkei 
Aussicht auf Annahme in Montreux 
In Montreux am Genfer See begann gestern 
die sogenannte Meerengen-Konferenz, die über 
die Wiederbefestigung der Dardanellen durch 
die Türkei zu beschließen hat. Soweit offizielle 
Verlautbarungen bis jetzt vorliegen, wird 
man dem türkischen Ersuchen mit aller Wahr 
scheinlichkeit stattgeben. Der Abkvmmensent- 
wurf wurde von dem türkischen Außenminister 
R ü s ch t ü Aras erläutert, der u. a. aus 
führte, daß die Entmilitarisierung der Meer 
engen von der Türkei unter Verhältnissen 
übernommen worden ist, die von den heutigen 
vollkommen verschieden sind. Die Türkei hat 
in den Meerengen ihren verwundbarsten 
Punkt. Ihr Recht ist es, ihn zu schützen. Wir 
schlagen eine Regelung vor, sagte Rüschtü 
Aras weiter, die der vollen Freiheit der 
Handelsschiffahrt Rechnung trügt und die 
Freiheit der Kriegsschiffe unter Berücksichti 
gung der Bedürfnisse der allgemeinen und der 
besonderen Sicherheit der Türkei gewährleistet. 
Italien, das wegen der noch nicht aufgeho 
benen Sanktionen an der Konferenz nicht teil 
nimmt, macht Vorbehalte und will die Be 
schlüsse, die in seiner Abwesenheit getroffen 
werden sollten, nicht anerkennen. Die Vertre 
ter der Balkanstaaten gaben auf der Sitzung 
ihre grundsätzliche Zustimmung zum türkischen 
Vorschlag ab. Der englische Delegierte, Lord 
Stanhope, dankte der Türkei besonders 
dafür, daß sie nicht einseitig vorgegangen 
sei. (!) Die britische Regierung wünsche der 
Konferenz vollen Erfolg. Im Namen Frank 
reichs schloß sich Paul-Boncour der allge 
meinen Anerkennung für die Art des türki 
schen Vorgehens an. Nachdem noch weitere 
Delegierte gesprochen hatten, wurde der Ver 
treter Australiens zum Vorsitzenden der Kon 
ferenz gewählt. Heute findet eine allgemeine 
Aussprache über den türkischen Abkommens 
entwurf statt, die, gemäß einem Antrag des 
englischen Vertreters, nicht öffentlich sein 
wird. 
Auch bei dieser Konferenz zeigt sich, welch 
grundlegenden Wandel Englands Außenpoli 
tik durchmacht. Noch vor 14 Jahren verlangte 
England die unbedingte Offeuhaltung und 
Jnternationalisierung der Meerengen. Heute 
wünscht die britische Regierung, die als erste 
von den Großmächten ihre Bereitwilligkeit 
zur Teilnahme an der Konferenz ausgespro 
chen hatte, der Konferenz vollen Erfolg, was 
also von vornherein der Annahme der türki 
schen Forderungen gleichkommt. -2: 
Dis Nationalflagge 
als „Heraasforderung" 
Mit unerbittlicher Folgerichtigkeit schreitet 
die Bolschewisierung Frankreichs weiter fort, 
nachdem frühere Regierungen Moskau den 
Weg nach Paris bereitet haben und die gegen 
wärtige den mächtig aufgekommenen Kommu 
nisten so gut wie freie Hand läßt. So ist ja auch 
das Ergebnis der großen Massenstreiks eine 
einzige schwere Niederlage für die Regierung 
Blum. Wo sind die sagenhaften Zeiten hin, 
in denen noch ein Laval, nächst Herriot der 
aktivste Förderer des bolschewistisch-französi 
schen Bündnisses, alle paar Monate eine höchst 
peinliche Auseinandersetzung mit dem bolsche 
wistischen Pariser Botschafter hatte, wenn 
wieder einmal — wie beispielsweise oben an 
der lettischen Grenze oder in Elsaß-Lothrin 
gen — Moskauer Regierungskuriere mit dem 
gefährlichsten Hetzmaterial auf dem Weg nach 
Frankreich, also zu der dortigen offiziellen 
Vertretung Rußlands, geschnappt wurden! 
Diese Auseinandersetzungen haben nicht das 
geringste gefruchtet,' schließlich heißt der bol 
schewistische Botschafter in Paris nicht umsonst 
ausgerechnet Potemkin. 
Jetzt ist es also soweit gekommen, daß gegen 
die ersten Versuche der Abwehr gegen fremd 
ländische Staatsunterhöhlung die Polizei 
mobil gemacht, ja, daß sogar das Zeigen der 
Nationalflagge als Herausforderung gegen 
die Volksfront-Negierung hingestellt werden 
darf. Und Polizeibeamte müssen sich dazu 
hergeben, im Dienste Moskaus gegen das Sin 
gen der Nationalhymne und vaterländischer 
Lieder einzugreifen! Diese Vorgänge erin 
nern an eins der schimpflichsten Blätter in der 
Geschichte der Systemzeit m Deutschland, als 
beispielsweise alljährlich am Versailler Ge 
denktag die vaterländischen Kundgebungen der 
Studenten von der damaligen Polizei auf Be 
fehl des jüdischen Polizeivizcpräsidenten 
Weiß bei der Universität mit dem Gummi 
knüppel auseinanöergeprügelt wurden. 
Schlägerei am Pariser Zatzchos 
Sl. Lazar. 
DNB. Paris, 22. Juni. Zwischen Anhängern 
der Volksfront und Mitgliedern der kürzlich 
aufgelösten rechtsstehenden Verbände kam es 
am Montagabend in der Nähe des Bahnhofs 
St. Lazar zu einer schweren Schlägerei. Auf 
beiden Seiten gab es Verletzte. Jede der bei 
den Gruppen zählte etwa 1000 Personen. Der 
Polizei gelang es schließlich, die Ruhe wieder 
herzustellen. Einige Personen wurden verhaf 
tet. 
In gut unterrichteten politischen Kreisen er 
klärt man, daß sich der Ministerrat am Diens 
tag auch mit Maßnahmen zur Vermeidung 
weiterer derartiger Zwischenfälle beschäftigen 
werde. 
Mî Zahnen im Hafen îjoîi Marseille. 
40 Schiffe von Streikenden besetzt. 
DNB. Paris, 23. Juni. (Eig. Funkmeld.» 
In Marseille hat sich der Streik der Seeleute 
den späten Abendstunden des Montags 
in 
weiter ausgedehnt und umfaßt bereits 5000 
eingeschriebene Streikende. Die Zahl der fran 
zösischen Schiffe, die von den Streikenden be 
setzt wurden, betrügt 40. 
Das Syndikat der Handelsmarine von Mar 
seille hat an die Regierung eine Entschließung 
abgesandt, in der es u. a. heißt: „Diese Zwi 
schenfälle sind um so schwerwiegender, als sie 
sich an Bord von Handelsschiffen ereignen, 
die wertvolle Helfer unserer Handelsmarine 
sind." Zum Schluß verlangt das Syndikat der 
Handelsmarine, daß die Regierung die not 
wendigen Anordnungen treffen und die Ver 
antwortung übernehmen möge. 
Auch in dem nordfranzösischen Hasen Rouen, 
wo über 800 Matrosen die Arbeit niedergelegt 
haben, liegen nun 30 Schiffe an den Kais fest 
und sind von den Streikenden besetzt worden. 
Die Offiziere verlassen die bestreikten Schiffe. 
Wie der „Jour" mitteilt, haben die Offiziere 
der unter dem Zeichen der roten Fahne besetz 
ten Schiffe sich entschlossen, die Schiffe zu ver 
lassen, weil die Vertreter der Streikenden eine 
von den Offizieren vorgebrachte Einigungs 
formel nicht angenommen haben. 
M außenpolittsche Regierungs 
erklärung in Paris. 
DNB. Paris, 23. Juni. (Eig. Funkm.) Die 
französische Regierung tritt heute nachmittag 
um 2 Uhr im Elyscke unter dem Vorsitz des 
Präsidenten der Republik zu einem Minister 
rat zusammen, der in der Hauptsache der Prü 
fung der Regierungserklärung über die 
Außenpolitik gewidmet sein wird. 
Wie man hört, wird die Regierungserklä 
rung über die Außenpolitik etwa 13—14 
Schreibmaschinenseiten umfassen. 
I§ la Mm ist zuversichtlich. 
DNB. Paris, 23. Juni. (Eig. Funkm.) Der 
Feuerkreuzler-Führer Oberst de la Rocque hat 
einem Vertreter des Echo de Paris zur Auf 
lösung seines Verbandes einige Erklärungen 
abgegeben. Vor Monaten bereits sei von ihm 
die „Französische Soziale Partei" gegründet 
worden, und fast zur gleichen Zeit Hütte eine 
Anzahl von anderen nationalen Bünden ihre 
Satzungen ebenfalls geändert, um auf diese 
Weise einer Auflösung zu entgehen. Zur in 
nerpolitischen Lage meinte Oberst de la 
Rocque, die Feuerkreuzlcr seien so stark ge 
worden, daß sie nichts mehr zu befürchten 
hätten. Ohne Armut und Verfolgung sei noch 
keine Bewegung zur Macht gekommen oder 
groß geworden. Die Zeit der Armut liege 
bereits hinter der Bewegung. Die Zeit der 
Verfolgung habe begonnen. Sie sei der letzte 
Abschnitt vor dem Siege, und er danke Blum 
und Salengro für ihre Arbeit. 
IMMsche Schmuggler. 
DNB. Peking, 22. Juni. (Ostasiendienst des 
DNB.) Die Zollbehörden in Tsingtau ve- 
schlagnahmten einen japanischen 
dampfer, der 700 Tonnen Motorenbetricv-'^ 
stoff an Bord hatte. Zwischen Tangku un 
Chikou südlich der Hopei-Küste brachte eu 
chinesischer Zollkutter ein japanisches Schmķ 
gelschiff voll Konterbande nach einem Feueu 
gefecht ein. . , 
Die Tientsiner japanische Presse zeigt 
über die Zwischenfälle sehr erregt und behaķ 
tet, daß mehrere Japaner an Bord vcriv""' 
det worden seien. Sie verlangt ein Eingrein 
der japanischen Behörden. 
be- 129. 
Jubiläum Ix. Bumte. , 
Am 2. Juni war der Präsident des Reichs 
geeichtes, Dr. Dr. h. c. Bumcke, 40 Jahre 
Dienste der Justizverwaltung tätig. Aus du'- 
sem Anlaß hat der Führer und Reichskanşş 
ein Glückwunsch- und Anerkennungsschreibck 
an ihn gerichtet. Reichsminister der Just's' 
Dr. Gürtner, hat Bumcke die herzlichste" 
Wünsche der Reichsjustizverwaltung üb^" 
mittelt und in seinem Glückwunschschreibe' 
die Verdienste des Reichsgerichtspräsidente" 
um deutsches Recht und deutsche Rechtspfķ 
hervorgehoben. 
# * * 
TêWŞf-ĢWru im SegelsinWG 
Flugkapitän Helm von der Deutschen Lust" 
Hansa gelang am Montagvormittag eine - 
merkenswerte segelfliegcrische Leistung. Gş 
10.30 Uhr ließ er sich über dem Flughast' 
Tempelhof von einem Sportflugzeug bis a"' 
300 Meter hochschleppen, klinkte dann aus um 
ging nach Erreichung von etwa 2000 
Höhe auf Strecke. Gegen 14.30 Uhr nttķ 
Helm in der Nähe von Gifhorn bei Hannovck 
zur Landung ansetzen, weil ihm ein schmeck- 
Gewitter den Weiterflug unmöglich machst' 
Er hat eine Leistung von 200 Km. in vierstü"" 
digem motorlosem Fluge zurückgelegt. 
* ... * 
Millioueristiftung für Blinde und Arme 
in Dänemark. 
Ein kürzlich verstorbener alleinstehend^ 
Millionär, der frühere Ingenieur 
Theodor Petersen, hat 1 100 000 Kronen 
foha" 
Schaffung eines Legats für Blinde und ķ 
bemittelte Kranke hinterlassen. 
Staatssekretär von Bülvw ş 
Dr. Bernhard Wilhelm von Bülow, Staats 
sekretär im Auswärtigen Amt, starb plôtzş 
an den Folgen einer Lungenentzündung i* 
Berlin. (Selle-Eysler, Ku 
HMtischsr àrzsiM AM h§M§ 
Das belgische Kabinett beschloß, in Genf d^ 
Berlin. Anläßlich des Ablebens von Staats 
sekretär von Bülow sandte der Reichskriegs- 
minister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, 
Generalfeldmarschall von Blomberg, an die 
Mutter des Verstorbenen und an den Reichs 
außenminister ein Beileidstelegramm. 
Der Reichsminister des Auswärtigen Frei 
herr von Neurath und die Angehörigen des 
Auswärtigen Amtes widmeten dem am Sonn 
tag verstorbenen Staatssekretär Dr. von Bü 
low einen Nachruf. 
Washington. Präsident Roosevelt erteilte 
am Montag das Agrement für den neuernann 
ten italienischen Botschafter Fulviv Suvich, 
den früheren Staatssekretär im italienischen 
Außenministerium. Bei dieser Gelegenheit 
wurde jedoch betont, daß dieses Agrement nicht 
etwa die Anerkennung der Annexion Abessi 
niens durch Italien bedeute. 
Der Führer hat dem König von Großbritan 
nien zu seinem Geburtstag herzliche Glück 
wünsche übermittelt. 
Der englische Außenminister Eden erklärte 
im Unterhaus auf Anfrage, die britische Regie 
rung habe nicht die Absicht, auf der kommenden 
Bölkerbunössitzung die Annexion Abessiniens 
anzuerkennen. 
Aufhebung der Sanktionen zuzustimmen. ' 
Die Belegschaft der Straßenbahngesellschai 
und der Omnibuslinien in Brüssel wird am 
Dienstag in den Streik treten. 
Prag. Der diesjährige Geschäftsbericht ^ 
Skoda-Werke weist einen verdreifachten © e * 
winn auf. 
In der Faaborger Förde wurde in eine 
Wassertiefe von 6 Meter von einem Fisķ 
ein 7 Meter langer und 1 Meter breiter allls" 
gehöhlter Buchenstamm gefischt. Man glaubn 
ein Boot aus der ältesten Steinzeit gefunden^ 
haben, das mit dem primitivsten WerkzeU» 
bearbeitet worden ist. 
Verantwortlicher HauptjchrifNeiter und Herausgeber: 3 e 
dtnand Möller. 
Stellvertreter des Hnuptfchriftlelters: Herbert Piihlnw" 
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann, für " ( 
örtlichen und allgemeinen Teil: Adolf Gregori: t 
den wirtschaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfeldt,- für 
provinziellen Teil: Karl Müller, alle in Rends""' ' 
Bild verantwortliche: Ressortleiter. , 
Verantwortlicher Änzeigenleiter: Karl Jacobsen, RendsdĶ 
«erlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg. , 
D-A. Echleswig.Holsteiniiche Landeszeitung tRendsburS, 
Tageblatt — Hohenwcsteüter Zeitung / Die Land", 
(Rendsb 
n*. , 
Tagcblsüü 
Sie müssen zur Olympiade wissen... 
daß das Wort „Turnen" erst im Jahre 1^ 
von dem Begründer des deutschen Bolkstuk" 
nens, dem Turnvater Jahn, geprägt wurde- 
daß Iahn den ersten öffentlichen Turnpşş 
in der Hasenheide in Berlin eröffnete. 
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