Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Die neuen FrRhksrtoffel-Erzeugerpreife 
Die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffel 
wirtschaft veröffentlicht zwei wichtige Anordnungen. 
Anordnung Nr. 51 gibt die Erzeugerpreise für deut 
sche Speise-Frühkartoffeln für die Zeit vom 25. 6. 
bis zum 2. 7. 1936 bekannt. Wie ersichtlich ist, sind 
drei Preisgruppen zu unterscheiden, nämlich die für 
lange gelbe Sorten, für runde gelbe Sorten und für 
weiße, rote und blaue Sorten. Für jede dieser Sor 
ten ist ein Mindest- und ein Höchstpreis festgesetzt. 
Der Mindestpreis liegt durchweg um 50 Npf. je Ztr. 
niedriger als der Höchstpreis. Diese Preisunter 
schiede sind also genau die gleichen, wie sie bereits 
aus dem Vorjahre bekannt sind. Neu dagegen ist, 
daß der Preis zunächst einmal täglich um 5 Rpf. 
sinkt. Um ein Beispiel zu nennen: Am 25. 6. 1936 
erhält der Erzeuger für runde gelbe Speise-Früh 
kartoffeln mindestens 6,60 JlJl, jedoch nicht mehr als 
7,10 MJt je 50 Kg. Am 26. 6., also einen Tag spä 
ter, beträgt der Mindestpreis 6,65 MM und der 
Höchstpreis 7,05 MM. 
Im geschlossenen Anbangebiet verstehen sich die 
Preise je Zentner ausschließlich Verpackung wag 
gonfrei Verladestation oder frei Ortssammel- bzw. 
Bezirksabgabestellc. Im nicht geschlossenen, also im 
offenen Anbaugcbiet, gilt der Preis ausschließlich 
Verpackung frei Verladestation oder frei Ueöergabe- 
stelle am Erzeugungsort. 
Da der Begriff „Anlicserungstag" in den Vor 
jahren wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten 
Anlaß gegeben hat, hat die Hauptvereinigung in 
Abschnitt III der Anordnung festgelegt, was als 
Anlieferungstag gilt. Hierbei ist nun zu unterschei 
den zwischen den einzelnen Gebietsformen. In ge 
schlossenen Anbaugebieten ist der Tag der Uebergabc 
der Ware an die Ortssammel- bzw. Bezirksabgabe 
stelle als Anlieferungstag maßgebend» im nicht ge 
schlossenen (offenen) Anbaugebiet der Tag der Ver 
ladung oder der Tag der Nebergabe der Ware durch 
den Erzeuger an den Käufer, im geschlossenen Ber- 
brauchsgebiet bei unmittelbarer Lieferung des Er 
zeugers an eine Auffangstelle gilt der Tag der 
Uebergabe als Anlieferungstag. 
Die Hauptvereinigung gibt in Abschnitt IV be 
kannt, daß die weitere Veröffentlichung der Erzeu 
gerpreise vorläufig wöchentlich erfolgen wird, und 
zwar grundsätzlich mindestens zwei Tage vor deren 
Inkrafttreten. Dadurch ist sowohl den Erzeugern 
als auch den Verteilern die Möglichkeit gegeben, 
sich der kommenden Preisentwicklung rechtzeitig an 
zupassen. 
Die Anordnung Nr. 81 der HB. der deutsche» 
Kartofselwirtschaft. 
I. Für deutsche Speise-Frühkartoffeln werden 
folgende Erzeugerpreise festgesetzt: 
Anlieferungstag: 
Für wei 
blaue £ 
mindestens 
RM. 
ze, rote, 
orten: 
nicht mehr als 
RM. 
Runde gell 
mindestens 
RM. 
ie Sorten: 
nicht mehr als 
RM. 
Lange gel 
mindestens 
RM. 
de Sorten: 
nicht mehr als 
RM. 
25. 6. 36 
26. 6. 36 
27. 6. 36 
29. 6. 36 
30. 6. 36 
1. 7. 36 
2. 7. 36 
6.20 
6.15 
6.10 
605 
6 — 
5.95 
5.90 
6.70 
6.65 
6.60 
6.55 
6.50 
6.45 
6.40 
6.60 
6.65 
6.50 
6.45 
6.40 
6.35 
6.30 
710 
7.05 
7,- 
6 95 
6.90 
6.85 
6.80 
7.- 
6.95 
6 90 
6.85 
6.80 
6.75 
6.70 
7 50 
7.45 
7.40 
7.35 ' 
7.30 
7.25 
7.20 
II. Diese Preise gelten je 50 Kg. netto ausschließ 
lich Verpackung, und zwar im geschlossenen Anbau 
gebiet waggoufrei Verladestation oder frei Orts 
sammel- bzw. Bezirksabgabestelle, im nicht geschlos 
senen (offenen) Anbaugebiet waggonfrei Verlade 
station oder frei Uebergabestelle am Erzeugungsort. 
III. Als Anliefcrungstag gilt: 
a) im geschlossenen Anbaugebiet der Tag der Ueber 
gabe der Ware an die Ortssammel- bzw. Be 
zirksabgabestelle, 
b) im nicht geschlossenen (offenen) Anbaugebiet der 
Tag der Verladung oder der Uebergabe der Ware 
durch den Erzeuger an den Käufer, 
c) im geschlossenen Verbrauchergebiet bei unmittel 
barer Lieferung des Erzeugers an eine Ausfang 
stelle der Tag der Uebergabe. 
Im übrigen gelten die Bestimmungen der Kar 
toffel-Geschäftsbedingungen des Reichsnährstandes 
vom 20. 6. 1935. 
IV. Die weitere Bekanntgabe der Erzeugerpreise 
erfolgt vorläufig etwa wöchentlich, und zwar grund 
sätzlich mindestens 2 Tage vor deren Inkrafttreten. 
Die Berrnahlungsquoten für Juli 
wird auf 9 Proz. des Roggen- und 8 Proz. deS 
Weizengrundkontingentes festgesetzt. 
Für die Mühlen mit einer Tageshöchstleistungs 
fähigkeit von mehr als 2 To., denen nur Naturkraft 
zur Verfügung steht und die ein Jahresgrundkon- ş 
tingent von nicht mehr als insgesamt 3000 To. Rog 
gen und Weizen haben, sowie für die Mühlen von 
mehr als 2 To. Tageshöchstleistungsfähigkeit, deren 
Jahresgrundkontingent nicht höher als insgesamt 
760 Tonnen Roggen und Weizen ist und die über 
wiegend Lohn- und Umtauschmüllerei betreiben, 
wurden für die drei Monate Juni, Juli und Aug. 
1936 22 Proz. des Roggen- und 17 Proz. des Wei 
zengrundkontingentes zur Vermahlung freigegeben, 
ohne Festsetzung einer bestimmten Menge für einen 
Monat. Allen Mühlen, die eine Tagesleistungs 
fähigkeit von nicht mehr als 2 To. haben, wurden 
für die Monate Juni, Juli und August 1936 ins 
gesamt 25 Proz. des Roggen- und 17 Proz. des 
Weizengrundkontingentes zur Vermahlung freige 
geben ohne Festsetzung einer bestimmten Menge für 
einen Monat. 
Lieferungsverträge Aber Feuchtstärke 
und Kartoffelflocken 
(Anordnung Nr, 52) 
I. Der Abschluß von Lieferungsverträgen über 
Feuchtstärke ist bis zum 31. August 1936 verboten. 
Lieferungsverträge, die nach dem 31. August 1936 
abgeschlossen werden, sind von den Herstellern und 
Verteilern der Hauptvereinigung der deutschen Kar 
toffelwirtschaft laufend zu melden. 
II. Der Abschluß von Lieferungsverträgen über 
Kartoffelflocken aus der Ernte 1936 ist bis zum 
31. August 1936 verboten. 
Lieferungsverträge über Kartoffelflockcn aus der 
Ernte 1986, die vor Inkrafttreten dieser Anordnung 
abgeschlossen worden sind, sind von den Herstellern 
und Verteilern der Hauptvereinigung der deutschen 
Kartoffelwirtschaft unverzüglich zu melden. Der 
artige Lieferungsverträge sind den Vorschriften der 
Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft 
anzupassen. 
Lieferungsvertrüge über Kartoffelflocken aus der 
Ernte 1936, die nach dem 31. August 1936 abgeschlos 
sen werden, sind von den Herstellern der Haupt 
vereinigung der deutschen Kartofselwirtschaft lau 
fend zu melden. 
Saatenanerkennung bitterstoffreier 
Lupinen 
Gegenüber früheren Bestimmungen haben sich 
einige Aenderungen hinsichtlich der endgültigen An 
erkennung von anerkannter Saatware alkaloid- 
sreier Lupinen ergeb«. Hiernach darf anerkannte 
Saatware bitterstoffreier Lupinen nur zur Gewin 
nung von Grünfutter in den Verkehr gebracht wer 
den. Die vorläufige und endgültige Anerkennung 
der bitterstoffreien Lupine (Süßlupine) als aner- 
Hambnrg: Donnerstag, 25. Juni 
'5/45: Wetter, Ackerbau. 6.00: Weckruf, Mor- 
genspruch, Gymnastik. 6.25: Wetter. 6.30: 
Stettin: Morgenmusik. In der Pause 7.00: 
Wetter, Nachr. 8.00: Wetter: Allerlei Rat- 
sckläne 8.15: Sendepause. 10.00: Tag des 
deutschen Liedes: Volksliedsingen. 10.30: 
Unsere Glückwünsche. 10.45: Mustk zur 
'19 00: Meldn, der Binnenschiffahrt, Bmnen- 
liands- u Seewetterbericht. 12.10: Mün 
chen: Musik am Mittag. 13.00: Wetter. 
13.05: Umschau am Mittag. 13.1a: Mün 
chen: Fortt der Musik am Mittag. 14.00: 
Nachr. 14.20: Musikal Kurzweil 15,00: 
Börse. 15.20: Schiffahrtsfunk 15.30: Sir 
Thomas Beecham, ein engl. Meisterdirrgent. 
Schallplatten. 
16.00: Bremen: Musik zur Kaffeestunde — 
17.00: Hannover: Et gerht umme ’tt platt-- 
dütsch Spiel na Will). Senze. 17.45: Sun-- 
dertundein Kiebitzei. Tischgespräch um die 
„Getreuen in Jever." Von Rob. Walter. 
18.00: Königsberg: Konzert Ltg.: Bruck 
ner. 18.45: Hafendienst. 18.5a: Wetter. 
19.00: Königsberg: Fortsetzung des Kon 
zerts. 19.45: Das Lied der Hrtleriugend. 
20.00: Meldungen. 20.10: Wir tanzen um 
die Welt. 22.00: Nachr., 22.30: Vom 
Deutschlandsender: Ein antikes Olhmpmfest. 
22.45: Berlin: Tanzmusik. 
.Hamburg: Freitag. 26. Jnni 
5.45: Wetter, Obst- und Gemüsebau. 6.00: 
Weckruf. Morgenspruch, Gymnastik. 6.25: 
Wetter. 6.30: Danzig: Morgenmusik. In 
der Panse 7.00: Wetter. Nachr. 8.00: Wet 
ter: Allerlei Ratschläge. 8.15: Sendepause. 
10.00: Köln: Von der braunen zur weißen 
Kohle. Funkbericht vom Goldenberg-Kraft 
werk. 10.30: Unsere Glückwünsche. 10.45: 
Kiel: Musik zur Werkpause. 
12.00: Meldg. der Binnenschiffahrt, Binnen 
lands- ii. Scewetterbericht. 12.10: Bremen: 
Musik im alten Rathaus. 13.00: Wetter. 
13.05: Umschau am Mittag. 13.15: Bre 
men: Forts, der Musik am Mittag. 14-00: 
Nachr. 14.20: Musikal. Kurzweil. 15.00: 
Börse. 15.25: Futter aus eigener Werkstatt. 
15.40: Schiffahrtsfunk. 
16.00: Deutschlandsender: Emanuel Ram- 
bour spielt. In der Pause 16.45: Künst 
ler in ihrer Werkstatt. Der Maler Werner 
Thiede, Hannover. 17.30: Stettin: Mä- 
ketbörger HeimatstuiUn. Ludwig Karnatz 
liest: „Heimatglocken" und „Königsschuß . 
18.00: Polnische und böhmische Musik. 
(Schallvl.). 18.45: Hafendienst. 18.55: Wet 
ter. 19.00: Inka-Tragödie. Hörspiel um 
die Entdeckung des Chinins. Von W. Scha- 
ferdiek. 19.45: Funk'chau. 
20.00: Meldungen. 20.10: Herz-As! Wal- 
zertrümvfe. 21.20: Aus der Hinterhand. Es 
stechen: Das Kleine Orchester und die Tanz 
kapelle des Reichssenders Hamburg. 22.00: 
Nachr. 22.30: Stuttgart: Unterhaltungs 
konzert. 
Hamburg: Sonnabend, 27. Funk 
5.45: Wetter, landw. Veranstaltungen. 6.00: 
Weckruf, Morgensprnch, Gymnastik. 6.25: 
Wetter. 6.30: Breslau: Fröhlich klingt's 
zur Morgenstunde. In der Pause 7.00: 
Wetter. Nachr. 8.00: Wetter: Allerlei Rat 
schläge. 8.15: Sendepause. 10.00: Stutt 
gart .'.Der Türlenürnis. Hördsiss. dMuàm 
Entscheidungskamvf um den deutschen Rhein. 
10.30: Unsere Glückwünsche. 10.45: Han 
nover: Musik zur Werkpause. 
12.00: Meldg. der Binnenschiffahrt, Binnen 
lands- u. Seewetterbericht. 12.10: Stutt 
gart: Buntes Wochenende. 13.00: Wetter. 
13.05: Umschau am Mittag. 13.15: Stutt 
gart: Buntes Wochenende (Forts.). 14.00: 
Nachr. 14.20: Musikal. Kurzweil. 16.00: 
Wer bastelt mit? Wir weben. 16.20: Ruf 
der Jugend. 15.30: Börse. 15.50: Schiff- 
fahrtsfnnk. 
16.00: Königsberg: Froher Funk für alt un- 
jung. Der heitere Mnsterkoffer des Reichs- 
senders Königsberg. 17.45: Von Insel zu 
Insel. Ein unterhaltsamer Wochenend 
flug von Hamburg über die ostfriesischen 
Nordfeeinseln. Start der In 52 in Ham 
burg, Wangerooge, Langerooge, Norderney. 
Ankunft in Borkum. 
20.00: Meldungen. Wetter. 20.10: Zuguter 
letzt! Unser kunterbunter Wochenkehraus! 
Klingende Welt des Films. 22.00: Nachr. 
22.20: Funkbericht vom Deutschen Spring- 
derby. (Aufn.). 22.40: Leipzig: Und mor 
gen ist Sonntag. Fröhliches Wochenende. 
24.00: Berlin: Tanzmusik. Kapelle Fierke. 
Dcntschlandscudcr: Donnerstag, 25. Juni 
6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! Glocken 
spiel, Morgenruf, Wetter. 6.10: Fröhliche 
Schallplatten. Dazw. 7.00: Nachr. 8.00: 
Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Kin- 
dcrgymnastik. 10.00: Volksliedsingen. — 
10.45: Sendepause. 11.15: Seewetterbe 
richt. 11.30: Der Bauer spricht. — Der 
Bauer hört: anschl.: Wetter. 
12.00: Breslau: Musik zum Mittag. Dazw. 
12.55: Zeitzeichen. 13.00: Glückwünsche. 
13.45: Nachr. 14.00: Allerlei von zwei bis 
drei. 15.00: Wetter, Börse, Programm 
hinweise. 16.15: Deutsche Mütter u. ihre 
Söhne. Hörfolge von Walter Tappe. 16.45: 
Die Seegurke und andere Hexenmeister. 
16.00: Musik am Nachmittag. Es spielt das 
Unterhaltungsorchester des Deutschlandsen 
ders und die Kapelle Emannel Rambour. 
In der Pause 16.50: Spiegel, das Kätzchen. 
Eine Novelle von Gottfried Keller. 18.00: 
Der Kammerchor des Deutschlandsenders 
singt. (Aufn.). 18.20: Lent Riefenstahl 
spricht über ihre Vorbereitungen znm 
Olympin-Film. 18.35: Sportfunk. 18.50: 
Kurt Berendt spricht über das offizielle 
Rundfunkschrifttum. 19.00: Und jetzt ist 
Feierabend. (Schallvl.). 19.30: Waffenträ 
ger der Nation: Die Musik der Luftwaffe. 
20.00: Kcrnsvruch: anschl.: Wetter, Kurz 
nachrichten. 20.10: Aus Stuttgart: Spiel- 
bälle der Fröhlichkeit. Ein bunter Abend. 
22.00: Wetter-, Tages- und Sportnachr.: 
anschl.: Deutschlandecho. 22.30: Ein an 
tikes Olhmpigfest. 22.45: Seewetterbericht. 
23.00: Jose Wolf spielt zum Tanz! 
Dentschlandscnbcr: Freitag, 2«. Jnni 
6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! Glocken 
spiel, Morgenruf, Wetter. 6.10: Fröhliche 
Schallvlatten. Dazw. 7.00: Nachr. 8.00: 
Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Erste 
Reise eines Kindes. Erzählung von Ruth 
Storm. 10.00: Köln: Von der braunen 
zur weißen Kohle. Funkbericht vom Golden 
berg-Kraftwerk. 10.30: Sendepause. 10.50: 
Spielturnen im Kindergarten. 11.15: See- 
wetterbericht, 11.30: Frauenberufe der. Ge-. 
genwart: Die Bibliothekarin. 11.40: Der 
Bauer spricht. — Der Bauer hört. Wie 
steht es mit der Kreditversorgung? Anschl.: 
Wetter. 
12.00: Köln: Die Werkvause. 12.55: Zeit 
zeichen. 13.00: Glückwünsche. 13.15: Köln: 
Musik am Mittag. 13.45: Nachr. 14.00: 
Allerlei von zwei bis drei. 15.00: Wetter, 
Börse, Programmhinweise. 16.15: Kinder- 
liedersingen. 15.35: Mit Musik geht es 
besser. Die Reichssportwartin des BdM., 
Elsriede Zill, spricht über die kommenden 
Untergausportfeste, (Aufn.) 
16,00: Musik am Nachmittag. Es spielt das 
Unterhaltungsorchester des Deutschtandsen 
ders und die Kapelle Emanuel Rambour. 
In der Pause 16.50: Das hinkende „e". 
Und andere heitere Geschichten von Georg 
Brttting. 17.50: Unsere schönsten Lieder. 
Die Rnndfnnkspielschar der Reichsjugend 
führung, (Aufn.). 18.15: Hans Beltz spielt. 
Rob. Schumann: Fantasie C-Dur, op. 17. 
18.45: Ein Gespräch über Möglichkeiten u. 
Freuden der Land-, See- und Luftreise. 
19.00: Und jetzt ist Feierabend. (Schall 
platten). 19.30: Deutsch-finnische Jugend- 
austanschsendung. (Aufn.). 19.45: Deutsch 
landecho. 19.55: Sammeln! Kamerad des 
Weltkriegs. Kamerad im Kampf der Be 
wegung! Wir rufen Dich! 
20,00: Kernspruch: anschl.: Wetter, Kurz 
nachrichten. 20.10: Gluck—Beethoven—Rich. 
Strauß. (Aufn.). 2r.35: Die Brautschau. 
Ein fröhlicher Einakter von Ludw. Thoma. 
(Aufn.). 22.00: Wetter-, Tages- undSvort- 
nachrichten: anschl.: Deutschlandecho. 22.30; 
Fr. Schubert: Sonatine A-Moll ov. 137, 2. 
22.45: Seewetterbertcht. 23.00: Saarbrük- 
ken: Nachtmusik der Kapelle Livschakoff. 
Deutschlandsender: Sonnabend, 27. Jnnî 
6.00: Guten Morgen, lieber Hörer! Glocken 
spiel, Morgenruf. Wetter. 6.10: Fröhliche 
Morgenmusik. Dazw. 7.00: Nachr. 8.00: 
Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Kleine 
Turnstunde für die Hausfrau. 10.00: Von 
Stuttgart: Der Türkenlouis. Hörfolge von 
einem Entscheidungskampf um den deut 
schen Rhein. 10.30: Fröhl. Kindergarten. 
11.15: Seewetterbericht. 11.30: Die Wissen 
schaft meldet: Das Weltall wird ausgemes 
sen! 11.40: 900 Neubauerndörfer entstan 
den in 46 Jahren fridericianischer Bauern 
politik: anschl.: Wetter. 
12.00: Saarbrücken: Musik zum Mittag. Da 
zwischen 12.55: Zeitzeichen. 13.00: Glück 
wünsche. 13.45: Nachr. 14.00: Allerlei v. 
zwei bis drei. 15.00: Wetter, Börse, Pro 
grammhinweise. 15.10: Hitlerjugend singt 
anslandsdeutsche Lieder. (Ausn.) 15.30: 
Wirtschaftswochenschan. 15.45: Eigen Heim 
— Eigen Land. 
16.00: Bunter Reigen. (Schallpl.). '18.00: 
Westfälische Volkstänze und neue Bauern 
musik. 18.45: Sportwochenschau. 19.00: 
Unterhaltungsmusik. Emanuel Rambour 
spielt. 19.45: Was sagt Ihr dazu? Ge 
spräche aus unserer Zeit. 
20.00: Kernspruch: anschl.: Wetter, Kurz 
nachrichten. 20.10: Aus Hamburg: Zu 
guterletzt. Unser kunterbunter Wochenkehr- 
aus. Klingende Welt des Films. 22.00: 
Wetter-, Tages- und Sportnachr.: anschl.: 
Deutschlandecho. 22.30: Eine kleine Nacht 
musik. 22.45: Seewetterbericht. 23.00: 
Wir bitten zum Tanz. 
kannte Saatware, die aus Hochzucht gewonnen 
wird, erfolgt durch die Landesbauernschaft. Für jede 
angefangenen 100 Zentner muß eine Probe gezo 
gen werden, die portofrei an die Samenprüfungs 
stelle zu senden ist. Die Reinheit des anzuerken 
nenden Saatgutes soll mindestens 98 vH., die Keim 
fähigkeit mindestens 05 vH. betragen. Jede Liefe 
rung ist mit einer Sacksahne und einem Einlege- 
zettel zu versehen, die augenfällig den Vermerk tra 
gen: Nur für die Gewinnung von Grünfutter ge 
eignet. Sackfahne und Einlegezettel sind bei der 
Lanöesbauernschaft zu erhalten. 
Die deutsch-ungarischen Wirtschafts- 
Verhandlungen 
haben ihre sechste gemeinsame Tagung vom 18. 
gesamte Gebiet des gegenseitigen Waren- und Zah 
lungsverkehrs. Einige besonders dringliche Fragen 
der ungarischen Ausfuhr nach Deutschland wurden 
in einer den ungarischen Interessen entsprechenden 
Weise gelöst. Auf der anderen Seite wurden zum 
Zwecke des Ausgleichs des beiderseitigen Waren- 
unö Zahlungsverkehrs ungarischerseits neue Mög 
lichkeiten eröffnet, um die deutsche Ausfuhr nach 
Ungarn zu steigern. Für den Reiseverkehr zur 
Olympiade wurde eine Sonderregelung in der 
Weise getroffen, daß ungarische Reisende Reichs 
mark bis zum Betrage von 600 MM im Monat ohne 
das sonst übliche Devisen-Aufgeld erwerben können. 
Die deutschen und polnischen Rcgierungsausschüsse 
haben ihre Sechste gemeinsame Tagung vom 18. 
bis 21. 6. 1936 in Krakau abgehalten. Die Regie 
rungsausschüsse konnten, wie im Vormonat, die 
deutsche Einfuhr aus Polen auf 109 Prozent des 
beim Abschluß des Wirtschaftsvertrages vereinbar 
ten Jahresplanes für den Monat Juli festsetzen. 
Im übrigen haben die Regierungsausschüsse eine 
Reihe von Einzelfragen im Zusammenhang mit 
dem deutsch-polnischen Wirtschaftsverkehr geregelt. 
Wasserwirtschaftstagung in Saalfeld 
Auf der diesjährigen Wasserwirtschafts-Tagung 
des Reichsverbandes der Deutschen Wasserwirtschaft 
in Saatfeld hielt der Reichs- u, d Verkehrsminister 
Freiherr von Eltz-Rübenach eine Ansprache, in der 
er u. a. ausführte: Die Hauptaufgabe der Wasser 
bauämter besteht in der ständigen Pflege der 
Flußläufe und Gewässer, einer Arbeit, durch die 
allmählich unsere Wasserläufe vom verwilderten 
Naturzustand in den Kulturzustanö überführt wur 
den, den wir heute vor uns sehen. Von diesen Ar 
beiten, die ständig in der Stille geleistet werden, 
erführt der Fernerstehende in der Regel wenig, und 
er ist leicht geneigt anzunehmen, die großen Was 
serläufe würden einseitig zu Gunsten der Schiff 
fahrt betreut und ausgebaut. Demgegenüber 
möchte ich betonen, daß die Verkehrsfunktion nur 
eine von vielen Funktionen ist, die den großen 
Wasserläufen oder Wasserstraßen obliegen. Die 
primäre Aufgabe eines jeden Wasserlaufs ist und 
bleibt es, für sein Einzugsgebiet genügende Vor 
flut und damit für die Anlieger günstige Nutzungs- 
möglichkeitcn des Wasserschatzes unter weitgehender' 
Schadensverhütung zu schaffen. Dem entsprechen 
auch die für die Unterhaltung und den Ausbau der 
Wasserläufe vom Reich aufgewandten Mittel; nur 
ein kleinerer Teil wird ausschließlich für Verkehrs 
zwecke, der überwiegende Teil aber für Landes 
kultur in weitestem Sinne ausgegeben. Hier be 
rühren sich die Aufgaben der beiden beim Reich für 
die Pflege der Wasserwirtschaft verantwortlichen 
Zentralstellen. Durch die enge Zusammenarbeit des 
Reichsarbeitsministeriums für Ernährung und 
Landwirtschaft mit meinem Ministerium wird für 
die Allgemeinheit der günstigste Interessenausgleich 
und damit auch der größte Nutzeffekt erreicht. 
Die Preise für Wintcrraps 
und Winterrübscnhochzuchtsaaten 
betragen für Hochzucht: für Mengen von 109 Kg. 
und darüber 28 MMt, je 50 Kg., für Mengen von 
25 Kg. bis 99,9 Kg. 30 MM je 50 Kg., für Mengen 
unter 25 Kg. 85 MM je 50 Kg. Die Preisfestsetzun 
gen treten auch an die Stelle schon laufender Ver 
einbarungen. Die Anordnung hat Gültigkeit für 
alle Verkaufsabschlüsse vou Hochzuchtsaatgut zur 
Aussaatperiode 1936. 
Reichsgruppe Industrie zur Tarifreform 
Der Ausschuß für Berkehrsfragen bei der Reichs 
gruppe Industrie befaßte sich mit den Plänen der 
Reichsbahn für eine Reform des Reichsbahn-Güter 
tarifs sowie mit den Erfahrungen, die seit dem 
1. April d. I. mit dem Reichskrastwagentarif ge 
macht worden sind. Der Sitzung wohnten die in 
dustriellen Mitglieder des Ausschusses der Verkehrs 
interessen bei der Ständigen Tarifkommission der 
deutschen Eisenbahnverwaltungen svwie des Tarif 
beirates für den Güterfernverkehr beim Hteichsver- 
kehrsministerium bei, durch die Gelegenheit gegeben 
ist, die Wünsche der Industrie in den kommenden 
Sitzungen der beiden Gremien zur Sprache zu 
bringen. 
Anleitung zur Prüfung der Schankgeräte 
Auf Grund der Ausführungsverordnung zum 
Matz- und Gewichtsgesetz vom 20. Mai 1936 wurde 
für die Durchführung der polizeilichen Nachschau 
der Schankgefäße in den Schankwirtschaften eine 
Anleitung zum Prüfen der Schankgefäße erlassen. 
Die Ueberwachungsstelle Chemie untersagt in 
einer Anordnung vom 27. Mai 1936 die Verwen 
dung von Terpentinöl zur Herstellung von Möbel- 
unö Fußboöenpflegemitteln. Die Verwendung von 
Lösungsmitteln, die mehr als 69 vH Terpentinöl 
enthalten, ist zur Herstellung von Schuh- und 
Lederpflegemttteln verboten. Die Beschränkungen 
gelten aber nicht für Mittel, die für die Ausfuhr 
hergestellt werden; die hierfür benötigten Mengen 
von Terpentinöl sind der Ueberwachungsstelle 
Chemie zu melden. Im übrigen ist auch die Lager 
haltung von Terpentinöl beschränkt.
	        
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