Jahrgang 129. ' Nr. 144
Sportbeilage der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung (Rendsburger Tageblatt)
Dienstag, den 23. Juni 1936
Der Tag der deutschen Jugend in Rendsburg
Einzelergebnisse
des Jungvolks
Jungvolk
Stadtstaffel „Du« durch Rendsburg". Preis:
ei« Kleinkalibergewehr.
1. Sieger: Fähnlein Normannen (Peters).
2. Sieger: Fähnlein Wehrwolf (Brammer).
Platzstasfel. Preis: ein wichtiges Schnlnngswerk.
Sieger: Fähnlein Wiking (Faschin).
Fußball:
Borrunde: Goten 1 — Wiking 1 1:0; Goten 2 — Norman
nen 2 0:0 (Goten 2 als Sieger durch Los entschieden);
Wiking 2 — Musiksähnl. 0:8; Wehrwolf — Normannen 1
3:0.
Zwischenrunde: Goten 1 — Fähnl. Musik 1:0; Goten 2
— Wehrwolf 0:4.
Endrunde: Goten 1 — Wchrwolf 0:0. Das Spiel ist in
derselben Aufstellung auf einen spätere» Zeitpunkt er
neut angesetzt Der Preis, ein Zelt, ist also noch nicht
zur Verteilung gelangt.
Wettkämpfe der Mannschaften
(Fähnleindurchschnitt):
1. Fähnlein Wehrwolf (Brammer) 170,3 Punkte
2. Fähnlein Musik «Bauch) 199,5 Punkte
3. Fähnlein Normannen (PeterS) 104,2 Punkte
4. Fähnlein Wiking (Faschin) 151,9 Punkte
5. Fähnlein Goten ,Thiele, 118.9 Punkte
Die Urkunden des Führers erhielten die besten Jung-
schaften eines jeden Fähnleins:
Fähnl. 11 Jungschaft 2/1/11, Führer Detlefs, 101,4 P.
Fähnl. 12 Jnngschast 8/1/12, Führer Tönsseldt, 171,2 P.
Fähnl. 13 Jungschaft Bereitschaft, Fuhr. Naive, 190 P.
Fähnl. 14 Jnngschast 2/1/14, Führer Steinbach, 179,6 P.
Fähnl. 15 Jungschaft 2/11/15, Führer Vallstedt, 185,6 P.
Die besten zehn Jungschasten des Stammes:
196 Punkte
191.4 Punkte
188.4 Punkte
185.6 Punkte
181,9 Punkte
181.9 Punkte
179.6 Punkte
175 Punkte
174.7 Punkte
174,7 Punkte
172.9 Punkte
1. Bereitschaft Fähnl. 13, Führer Näive,
2. 2/1 Fähnlein 11, Führer Dethlefs,
3. 3/II Fähnlein 13, Führer Schönau,
4. 2/11 Fähnlein 15, Führer Ballstedt,
5. 2/1 Fähnlein 15, Führer Wüster
8. 3/11 Fähnlein 11, Führer Zimmermann
7. 2/1 Fähnlein 14, Führer Steinbach.
8. 1/I1I Fähnlein 14, Führer Görrissen
9. 3/III Fähnlein 13, Führer Feil,
2/III Fähnlein 13, Führer Szill,
10 l/II Fähnlein 13, Führer Raschke.
Insgesamt wurden 44 Jungschasten als Mannschaften
gcioertet.
Eiuzelsiegcr:
1. Rolf Lindenberg 292 Punkte
2. Helmut Klein 284 Punkte
3. Hans Bück« 265 Punkte
4. Erich Thiel 262 Punkte
Rudolf Hecker 262 Punkte
Wolfgang Wenzel 262 Punkte
5. Günter Gries 254 Punkte
6. Werner Hornig 252 Pllnkte
7. Rudolf Stecke! 246 Punkte
8. Edgar Otto 242 Punkte
Werner Lohse 242 Punkte
9. Willi Jvhannsen 240 Punkte
Werner Schröder 240 Punkte
10. Rudi Schönau 239 Punkte
11. Ernst Stcinke 237 Punkte
12. Heinz Schmoll 235 Punkte
Insgesamt konnten 25 vH aller angetretenen Pimpfe
die Siegernadel erringen. Zur Erlangung der Nadel
waren 180 Punkte notwendig.
Mädel.
Gruppcndukchschnitt.
Den vom Stamm Cimbern gestifteten Preis erhielt die
Gruppe, die den besten Durchschnitt der Leistungen er
zielte:
1. Gruppe 12 (Inge Schlothfcld)
2. Gruppe 14 (Irmgard Schlemm)
3. Gruppe 11 (Gcrtr. Dausel)
4. Gruppe 13 (Ingrid Eggers)
175.2 Punkte
173.3 Punkte
163,8 Punkte
161,2 Punkte
Mordball: Gruppe 11 — Gruppe 14 40:13.
Völkerball: Gruppe 11 — Gruppe 12 1:9.
Urkunde des Führers:
Gruppe 11, Schaft 12, Jngr. Sönnichscn,
Gruppe 12, Schaft 3, Jngr. Augustin,
Gruppe 13, Schaft 1, Ulla Ochs,
Gruppe 14, Schaft 2, Hertha Gcsche,
200,7 Punkte
211,6 Punkte
195 Punkte
209,9 Punkte
Einzelsiegcrinnen:
1. W. Fricdrichscn
2. M. Tank
304 Punkte
282 Punkte
273 Punkte
273 Punkte
272 Punkte
271 Punkte
263 Punkte
263 Punkte
258 Punkte
Siegernadcl er-
3. Kate Weiß
G. Bergcmann
4. U. Ochs
5. E. Strohmcyer
6. E. Ditting
Hannel Mensch
7. E. Vogt
Insgesamt konnten 214 Mädel die
ringen. ,
Die Siegerehrung wurde am Nachmittag gegen 18.30
Uhr durch den Stammführer Delfs vorgenommen.
Einzelergebmsse der HI.
Mannschaftssieger der Gef. 1: Kameradschaft Büddig mit
2172 Punkten,
2. Sieger: Kameradschaft Todt mit 1685 Punkten,
3. Sieger: Kameradschaft Böhme mit 1684 Punkten.
Mannschaftssieger der Gef. 3: Kameradschaft Petersen mit
1600 Punkten,
2. Sieger: Kameradschaft Fctzer mit 1583 Punkten,
3. deger: Kameradschaft Storm mit 1567 Punkten.
Mannschaftssieger der Fliegerschar: Kameradschaft Kobelt
mit 1860 Punkten,
Mannschaftssieger der Funkschar: Kameradschaft Klein
mit 1861 Punkten.
Die Mannschaftssieger der Gef. 1 und 8 erhielten dre
Urkunde des Führers.
Die 5 besten Einzelsieger im Nahmen der Mannschaft:
L. gaojii Schulz mit 266 Punkten, Gef. i t
2. Gerd Ochs mit 261 Punkten, Gef. 1,
3. Egon Overbeck mit 254 Punkten, Gef. 3,
4. Hans Steffens mit 246 Punkten, Gef. 3,
5. Hans Grothkopp mit 241 Punkten, Funkschar.
Folgende Jungen der Gefolgschaft 1 erhielten Uber 180
Punkte und damit die Sicgernadel:
Heinz Fugmann, Fritz Kreitz, Harald Schmidt, Horst
Fischer. Franz Spitz, Hans Christensen, Günther Franz,
Helmut Eitel, Werner Grothkopp, Werner Bauch, Erwin
Jäger, Kurt Rohweder, Marius Mohr, Walter Schla-
witzky, Reinhold Wieben, Johannes Böhme, Jg. Gerlach.
Günther Andresen. Wilhelm Jensen. Werner Brisbois,
Detlef Lucht, Hans Büddig, Karl Monski, Erich Knoop,
Johann Kühl, Jürgen Witt, Hans Wittfoth.
Folgende Jungen der Ges. 3 erhielten über 180 Punkte:
Norbert Michalak, Günther Michalak, Hans Mau, Her
mann Kunst, Friedrich Kelcher, Felix Mittag, Fritz
Storm, Heinrich Sönksen, Hermann Tebany, Hans
Rieckcn, Hans Jensen, Heinrich Agge, Kurt Fetzer, Theo
dor Güttmann, Gerhard Jäger, Friedrich Wcndt.
Folgende Junge» der Fliegerschar erhielten über 189
Punkte:
Helmut Martens, Hans Braasch, Hans Kruse, Günther
Ladewig, Ernst Hagenah, Helmut Voß, Kilrt Lohmeyer,
Friedrich Rcmmers, Heinz Kobelt, Willi Hansen, Hans
Schenton, Otto Platzky.
Folgende Junge» der Fuukschar erhielte» über 189
Punkte:
Herbert Bock, Richard Ditting, Hans Fuhlendorf, Fritz
Dreßler, Helmut Schwabe, Günther Bühncmann,
Günther Peters, Hinrich Lüth, Matthias Andresen, Ernst
Schubert.
Die 4mal-100-Metcr-Staffcl gewann die Gefolgschaft 1.
Die Schwedenstaffcl gewann die Gefolgschaft 1.
Das Faustballspiel Gef. 1 gegen Ges. 3 wurde von der
Gef. 1 gewonnen.
Das Faustballspiel Fliegerschar gegen Funkschar wurde
von der Fliegerschar geivonnen.
Das Handballspiel Reichsarbeitsdienst gegen Hitler
jugend konnte die Hitlerjugend mit 19 zu 11 Toren
gewinnen.
-I' 9
Kraft-durch-Freude"-
Leibesiiļmngen
für Frauen und Berufstätige
Jede Frau, jedes Mädchen arischer Abstammung kann
an den Kursen des Sportamtes der NS.-Gemeinschaft
„Kraft durch Freude" teilnehmen. Das neue Vierteljahrs
programm Juli-September sieht für Rendsburg folgende
Kurse vor:
A. Fröhliche Gymnastik und Spiele für Frauen
«nd Mädchen.
Dauer: Die Kurse laufen dauernd wöchentlich einmal
ca. l'/s Stunde.
Gebühr: Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront zahlen
0.20 MM, sonst 0.40 M,M.
Kleidung: Bade- oder Gymnastikanzug, oder Turnhemd
und Turnhose, Turnschuhe.
1. jeden'Mittwochnachmittag von 15'/-—17 Uhr im „Krug
zum grünen Kranze", Schleswiger Straße.
2. jeden Mittwochabend von 20—21V2 Uhr in der Auf
bauschule, Ritterstraße.
Bei gutem Wetter findet der Unterricht auf den an
grenzenden Rasenflächen statt.
U. Schwimmknrse für Frauen und Mädchen.
Dauer: 6 mal 1'/- Stunde, einmal wöchentlich.
Gebühr: Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront zahlen
6 mal 0.30 MM = 1.80 «, sonst 6 mal 0.50 MM = 3.—
MM einschließlich Eintritt.
Kleidung: Badeanzug.
3. für Anfänger: jeden Freitagvormittag von 9—10'/-
Uhr in der Rendsburger Badeanstalt. 1. Uebungsstunde
findet am Freitag dem 3. Juli 1936, statt.
4. für Fortgeschrittene: jeden Donnerstagabend von 19
bis 20V- Uhr in der Rendsburger Badeanstalt. 1. Ue-
bungsstunde findet am Donnerstag, dem 9. Juli, statt.
Vr'
C. Leichtathletik — Rcichssportabzcichcn.
Vorbereitungskursus für Frauen und Mädchen.
Dauer: 6 mal 10- Stunde 1 mal wöchentlich.
Gebühr: Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront zahlen
6 mal 0.30 MM = 1.80 MM, sonst 6 mal 0.50 MM --- 3 MM.
Kleidung: Leichte Turnschuhe, Turnhose und Turnhemd.
5. jeden Dienstagabend von 19'/-—21 Uhr ans dem
RBV.-Sportplatz, Nobiskrüger Allee. 1. Ucbungsstundc
findet am Dienstag, dem 7. Juli, statt
Am Donnerstag, dem 2. Juli 1936, abends 8 Uhr, fin
det eine Vorbesprechung für die Schwimm- und Leicht
athletik-Kurse im Adols-Hitler-Hgus, Bahnhofs«., statt,
zu der alle interessierten Frauen und Mädchen hiermit
eingeladen sind. Nenanmeldungeu werden dort entgegen
genommen.
Handball ans dem RBV.-Platz.
RBB. Liga gegen „Glück Aus" Büdelsdors 8-6.
In einem recht wechselvollen Kampf standen sich obige
Mannschaften aus dem RBV.-Platz gegenüber. Beide
Mannschaften mußten mit Ersatz antreten. DaS Spiel
wurde nicht sonderlich schnell durchgeführt, da die som
merliche Hitze allen Spielern stark zu schassen machte. Bei
der Halbzeit stand die Partie noch unentlchieden 4:4. Der
RBB. konnte jedoch durch sein besseres und energisches
Stürmerspicl das Spiel mit 8:6 für sich entscheiden
Dramatischer Kampfverlauf
Der deutsche Fußballmeister 1936
Nürnberg gewinnt knapp und unverdient.
Es war ein recht harter und spannender Kampf, den
50 000 Zuschauer am Sonntag in Berlin erlebten. Wenn
Fortuna auch einen sehr symbolhaften Namen führt, das
Glück war ihm leider nicht hold, leider deshalb, weil
dem Spielverlaiif nach die Düsseldorfer hätten gcivinncn
müssen. Nach Ablauf der normalen Spielzeit stand das
Spiel noch 4:1. Erst in der letzte» Sekunde der Ver
längerung konnte der 1. F. C. Nürnberg den Sieges
treffer starten. Rund 7000 Fortuna-Anhänger waren nach
Berlin gefahren. Unaufhörlich kamen Sonderzüge aus
Südbentschland an, und bald beherrschten die Bayern das
Berliner Stadtbild. Daß dabei die Westdeutschen kaum
in Erscheinung traten, war klar, zumal Nürnberg als
Favorit angesprochen werden mußte. In der Ehrenloge
sah man neben dem Reichssportführer auch den Fachamts-
leitcr Sinne m a n n und Exzellenz L e w a l d. Kaum
war der Abstoß erfolgt, da führte auch schon
Fortuna mit 1:9.
Der Mittelstürmer Nachtigall konnte den ersten
Treffer landen. Nürnberg fand sich durch diese Ueber-
raschung erst allmählich. Erst in der 34. Minute kam es
zum Ausgleich. Es war eine kraftvolle Leistung E i b e r -
gers, der, nachdem er zwei Mann umspielt hatte, un
haltbar einschießen konnte. Fortuna mutzte dilrch Ver
letzungen einen Wechsel in der Mannschaft vornehmen
und spielte zeitweilig nur mit 10 Mann. Auch in den
Reihen der Nürnberger ivnrde mächtig gehumpelt, so
der rechte Läufer Carolin. Die Westdeutschen liegen
ununterbrochen im Angriff. Wieder ist es Nachtigall, der
seine Mannschaft immer vorwärts treibt. Doch die Nürn
berger Verteidigung leistet ein ausgezeichnetes Abiveyr-
spiel. Im übrigen verhüten nur Wunder Erfolge der
Westdeutschen. Nachtigall setzt einen Schuß nach dem an
deren über die Torlatte der Bayern. Den Torgelegen
heiten nach müßte Fortuna in der ersten Halbzeit mit
5:1 führeil Mit Pechsträhnen geht es so aus beiden Sei
ten bis zum Schluß weiter. Mau machte sich schon in den
Zuschanerrcihen damit vertraut, durch einen neuen Kampf
den Meister zu ermitteln, nachdem auch 29 Minuten der
Verlängerung torlos verliefen. Die Spieler sind restlos
ausgepumpt, keiner hat mehr etwas zuzusetzen. Schon
will der Schiedsrichter abpfeifen, da gelingt es dem
Nürnberger Rechtsaußen Gnßner, durch einen selte
nen Znfallsschnß aus 15 Meter Entfernung den Ball in
die linke untere Ecke zu setzen.
Die bessere Mannschaft ist unterlegen, wenn auch die
Nürnberger in manchen Augenblicken ihre große Schule
zeigen konnten.
*
Ilm gleichen Tage, ebenfalls in Berlin, kämpfte die beste
deutsche Mannschaft, wenn sie Fortuna-Verteidiger im
vorsonntägigen Kampf gehabt hätte —
Schalke 94 gegen Gleiwitz
um den dritten Platz. Es war klar, daß die „Knappen"
trotz ihrer Niederlage gegen de» 1. F. C. sich in bester
Erinnerung im Fußballdeutschland bringen wollten —
und das ist ihnen so gelungen, wie man es kaum erwar
ten durfte. Der vorjährige Fußballmeister erteilte Fuß-
battlinicrrichi und siegle hoch mit 8:i.
Tie siegreiche Mannschaft mit dem Meisterschaftslranz wird vvn jubelnden Menschen
umringt. Ein Bild nach dem Fußball-Finale im Poststadion zu Berlin, wo der
1. 7v. E. Nürnberg nach mehrfacher Spiel Verlängerung im Kampf gegen „Fvrtnna"-
Düsseldorf deutscher Fußballmeister wurde. sLcherl Bilderdienst, K.)
Alfa-Romeo-Sisg von Muvolar»
Der Große Preis mn Angam
Roscmeyer aus Auto-Union belegt den zweiten Platz
Barzi de» dritten.
Das sechste internationale Rennen von 1936, der Erste
Große Preis von Ungarn, ist entschieden. Den Preis
trug diesmal Scuderia Ferrari durch ihren Meisterfahrer
Tazio Nuvvlari auf Alfa-Romeo davon. Wen» wir die
bisher ansgctragcnen Rennen übersehen, so lehrt die
Uebersicht, daß die Rennen in sportlicher Hinsicht nichts
zu wünschen übrig lassen, da nun Auto-Union, Mercedes-
Benz und Alfa-Romeo je zwei Siege erringen konnten.
Mercedes-Benz ist offensichtlich in letzter Zeit vom Pech
verfolgt.
50 000 Zuschauer erlebten im Volkswäldchen von Buda
pest den Start von elf Wagen. Zn Anfang mußten die
Fahrer vorsichtig fahren, da die Reifen vvn der Hitze
(28 Gr. im Schatteni schon sehr mitgenommen waren. Zu
erwähnen ist hierbei, daß unsere Conti-Reifen trotz des
hohen Tempos ohne Wechsel dnrchhielten. Roscmeyer lag
nach der Startrnnde in Führung, dicht gefolgt von Stuck,
Brauehitsch, Carracinla und Nuvvlari. Dieser Stand ver
änderte sich bis zur 8. Runde kaum. Dann aber drehte
Carraciola aus und übernahm für die nächsten 3 Runden
die Führung. Ein heißer Kampf entbrannte zivischcn ihm
und Roscmeyer Mit einer Sekunde Abstand jagte der
junge „Bernd" hinter ihm her, um ihn in der 25. Runde
zu überholen. Inzwischen hatten Stuck und Chiron Pech.
Ersterer ivar über seine Bremsen nicht zufrieden, letzterer
schied wegen Motorschaden aus. In der 29. Runde mußte
Carraciola wegen eines Kompressorschadcns aufgebe».
In der 30. Runde drehte Brauchitsch mächtig auf.
Da ereignete sich denn auch der
ausrcgende Zwischenfall in der Kurve
am Eingang der Zielgeraden. Der Mcrccdes-Benz-Wa-
gen drehte sich, der Fahrer überstand aber die gefährliche
Situation. Währenddessen kan: Nuvvlari auf. Zivar glück
te es ihm erst in der 35. Runde Roscmeyer zu überholen.
Ein harter Kampf entbrannte nun zwischen den zivei
Meisterfahrern. Es war leider Rosemeyer nicht mehr ver
gönnt, die 14 Sekunden Vorsprung Nuvolaris aufzuholen,
und so konnte dieser als sicherer Sieger das Zielband
passieren.
Ergebnis:
1. Tazio Nuvvlari (Alfo-Roinco), 2:13:03 — 111,88 Ki-
lometcrstunden. 2. Bernd Rosemeyer (Auto-Union)
2:14:17 — 400 Meter zurück. 3. Varzi (Auto-Union) 3
Runden zurück.
Großartige Eröffnung
der Derbywoche
Drr Favorit Sturmvogel siegt
im Große» Hansa-Preis
Der Favorit Sturmvogel siegt im Großen Hausapreiö.
Zwar kam der Sieg Sturmvogels crivartet — und
doch war der Sieg erst nach einem überaus harten Kampf
erfochten. Seit Jahrzehnten hat dieses klassische Rennen
das größte Interesse in der Horner Juniwoche bean
sprucht, sind doch die stolzeste» Namen der Vollblutzvcht
immer hier vertreten. Es war noch die Frage, ob es
Sturmvogel wie im vergangenen Jahre jetzt wieder ge
lingen würde. Wenn er auch im Führerring durch feine
Frische bestach, so strotzte sein schärfster Konkurrent Tra
vertin voll Gesundheit. Das Feld wurde vor dev: Ren
nen noch einmal einer genauen Musterung unterzogen.
Der Start erfolgte in der Reihenfolge von innen nach
außen: Travertin, Abendstimmung, Goldtalcr. Wahn-
fried, Jdomeneus und Sturmvogel. Letzter bestach durch
seine Ruhe. Es ist eben ein Ausnahmepferd, das nicht
nur neben Schnelligkeit nur Kampfestreue, sondern auch
Stehereigenschaften besitzt. Wir erinnern uns noch der
Eigenschaften seines Vater Oleander, die sich auf ihn
übertragen haben. Als die Flagge fiel, hatre Abend-
stimmung leicht die Führung vor Travertin, Wahusricd,
Jdomeneus, Sturmvogel und Goldtaler. Diese Reihen
folge blieb bis zum Wandsbeker Tor. Dann kam Traver
tin auf und übernahm die Führung, die er in drr Ge
rade» auch noch behielt. Sturmvogel lag an vierter Stelle.
Jetzt stieg die Erregung der Massen, da von Sturmvogel
nichts zu sehen war. Doch rückte dieser langsam Sprung
für Sprung vor. 50 Meter vor dem Ziel lagen Traver
tin und Sturmvogel in gleicher Höhe. Da setzte dann der
dramatische Endkampf ein, und Sturmvogel siegte niit
Kopflänge Vorsprung vor seinem Widersacher. Ein
Finish, das einen Bcifallsorkan erregte. Das bessere
Pferd, der Triumph der Schlcnderhaner Zucht, hatte ver
dient gewonnen
Neuer deutscher Turuierfieg
Fra« von Opel siegt in Amsterdam.
Am Schlutztage des Amsterdamer Reitturniers im
Olympiastadion holte sich die bekannte deutsche Reiterin
Irmgard von Opel auf ihrem prächtigen Schimmel
Arnim im Amazonen-Jagdspringen den ersten Preis.
Ans Nanuk belegte sie anßerdein noch den vierten Platz.
Jin Jagdspringen um den Preis von Amsterdam kam sie
ebenfalls ins Stechen, konnte dann aber leider mit sieben
Fehlern nur den 5. Platz belegen
Kämpfe auf de» Aschenbahnen.
4X199-Mctcr-Weltrekord unserer Frauen.
Im Kölner Stadion gelang cs der deutschen Frauen-
Nationalstaffel über 4X100 Meter in der Besetzung A l -
bus, Kranß,Dollinger und Winkels mit 46,7
Sekunden einen neuen Weltrekord aufzustellen. Die beste
Leistung bisher gehörte der amerikanischen Nationalstaffel
mit 46,9 Sekunden. Die Deutsche Nationalstaffel startete
kurz nach ihrem Erfolg noch einmal, um ihre Bestleistung
zu unterbieten, was denn auch tatsächlich gelang mit 46,8
Sekunde».
Rekorde in Saarbrücken.
Im bcidarinigen Diskuswurf konnte Obltn. Fritsch
seinen Rekord von 89,39 Meter vor acht Tagen verbes
sern. Er warf rechts 49,02 Meter und links 37,37 Meter.
L a m p e r t holte sich das Kugelstoßen mit 15,20 Meter
vor Schröder iBertin) mit 14,72 Meter. Das Hammer-
«verfen gewann Becker (Saarbrücken) mit 59,06 Meter
gegen Lutz (Wünsdorf) mit 49,40 Meter.
Jnnior-Lcichtathletik-Mcisterschaftskamps
in Stuttgart.
Der Schauplatz der zweiten Leichtathletik-Meisterschaf
ten war die Adolf-Hitler-Kampfbahn in Stuttgart. Im
Diskuswerfen gewann der Königsberger Hilbrecht
mit 46,60 Meter, ebenfalls im Hammerwerfen mit 43,40
Meter. Im Weitsprnng siegte der Hamburger Linde
mann mit 7,61 Meter.