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Bilder vom Reit- und Fahàenîer
Obltn. Neckclmann auf dem bewährten Hannoveraner „Raubritter"
Aufnahme: F. Repenning
ļjEjk-feit
Obwm. Ramm auf dem 7j. braunen Wallach
„Nordmark"
Aufnahme: F. Repenning.
H. I. Ahlmann (SA.-Reiterstandarte 15)
aus dem 5j. Fuchs „Sonnenstrahl".
Aufnahme: F. Repenning,
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Hauptmann v. Foris u. Forissalois und GruP-
pcnreiterfnhrcr Milbcrg bei ihrem Richteramt
Aufnahme: F. Repenning.
Oberst Ästüllcr und Major Richter
bei der Eignungsprüfung
Aufnahme: F. gîepenning,
Tas Ende eines Aben- rny;'
teners.
Vor einiger Zeit ist be
kanntlich der kleine engli
sche Fischkutter „Wirf Pat"
von seiner Mannschaft ent- s \
führt worden, die mit ihm 'tes*-
angeblich ans die Schatz- MEÄ
suche gehen wollte. Nach kîDà.'
einer abenteuerlichen Fahrt
tst das Schiff nunmehr ürvrX":. -
vor Georgetown (Britisch-
Guayana) gesichtet worden,
wo es auch von einem Ne-
gierungsdampfcr gestellt werden konnte. Die vier Mann seiner Besatzung, darunter der
Kapitän, wurden völlig abgerissen und halb verhungert aufgefunden.
Unser Bild wurde von dem Kapitän eines französischen Schiffes an der Küste von
Guayana aufgenommen. Es zeigt das hilflos liegende Schiff, das Notsignale gesetzt hatte.
Interessant ist der Weg des Bildes. Es wurde im Flugzeug nach Newyork gebracht, von dort
nach London gefunkt, und von der englischen Hauptstadt wieder mit dem Flugzeug nach
Berlin weitergeleitet. (Presse-Photo, K.)
Generalstreik in Kownv.
In Kowno hatte ein Arbeiter seinen jüdischen Arbeitgeber erschossen und darauf
Selbstmord begangen. Bei der Beisetzung des Arbeiters kam es zu Zusammen
stößen mit der Polizei, die schließlich zum Generalstreik führten. (Weltbild, K.)
und Graf Bruggstein streckt den weißen Kopf
heraus.
„Bist da, Toni? Kannst nicht schlafen, gelt?
Wart, ich leiste dir Gesellschaft."
Gleich darauf kommt Graf Bruggstein aus
der Kammer und hat erne Flasche Enzian,
zwei Gläser und eine Spielkarte. Er setzt sich
zu dem Jäger an das Bett und schenkt ein.
„Man soll zwar für gewöhnlich keinen
Schnaps trinken", sagt er, „aber vielleicht geht
die Nacht dann schneller herum."
Und so karten und trinken der alte Vdann
im weißen Haar und sein junger Jäger, der
sein Herz gebrochen wähnt, die Nacht hin
durch.
Der Jäger wird wohl nicht mehr ganz nüch
tern sein,' denn einmal steht er plötzlich auf,
tritt mit dem vollen Glas an das Fenster und
sagt lachend:
„Prost, Monika!"
Graf Bruggstein zieht ihn zurück auf das
Lager, legt die Karten beiseite und beginnt
mit einer sonderbar dunklen Stimme dein
Jungen zu erzählen.
Kein Licht brauchen die beiden. Nur det
Mond erleuchtet das kleine Gemach.
Vom Krieg erzählt der Graf seinem Jäger,
vom heldenhaften Sterben junger Menschen-
Sein Gesicht sieht sonderbar aus dabei, hart,
wie aus Stein gemeißelt.
Und so vergeht die Nacht und der Morgen
schickt sein junges Licht über die Bergspitzen
in die Jägerstube herein.
Nach Jahr und Tag.
Ein Jahr ist inzwischen vergangen.
Am Rande des Buchenwäldchens steht eine
weiße Villa, um die der Zaggler Toni immet
einen großen Bogen macht, wenn er vom Berg
herunterkommt.
Er will einer unter keinen Umständen be
gegnen, die seit zwei Wochen mit ihrem Gat
ten in Sintsbach weilt: Monika.
Er hat nie und niemand nach ihr gefragt
Und doch kommt es ihm zuweilen zu Ohresi,
daß es ihr gut gehen soll, und glücklich soll şş
auch sein.
Der Jäger glaubt nicht recht daran. Abet
immerhin, mag es sein. Er ist es auch am
seine Art.
Er hat einen strengen Dienst, viel Arbeit
vom frühen Morgen bis in die späte Naķ'
Und das ist gut so. Arbeit und Gesundheit sib"
doch die höchsten Glücksgüter.
Nur eine Sorge lastet auf ihm: die Sorgt
um seinen Herrn.
ĢMŞmêĢ
Hütte, wo man durch eine Lichtung in das Dorf
sieht. Eine brennende Unruhe wühlt in ihm:
Monikas Hochzeitsglocken!
Als er von der Frühpirsch heimkam, hat der
Westwind die Glockentöne heraufgetragen in
seine Einsamkeit. Später drangen daun auch
die lärmenden Geräusche einer Bauernhochzeit
an sein Ohr, die abgerissenen Töne eines
Ländlers, das Juchhu der Burschen... Nein,
es war kaum auszuhalten.
Immer sieht er die Monika vor sich. Er sieht
sie als Braut im weißen Kleid an der Seite
eines andern. Plötzlich springt er auf und will
fortrennen.
Da gellt ein scharfer Pfiff hinter ihm her.
Graf Bruggstein steht unter der Tür der
Luisenhütte.
„Zu mir her, Toni!"
Gehorsam kehrt der Jäger um und steht nun
vor seinem Herrn. Der legt ihm beide Hände
auf die Achsel und rüttelte ihn.
„Was fällt dir denn ein? Willst wohl nun-
terlaufen ins Dorf?"
„Einmal wollte ich sie noch sehen, Herr
Graf."
„Nimm Vernunft an, Toni. Du hast ein
heißes Blut. Da gibt dir einer ein unrechtes
Wort, vielleicht der Bräutigam oder die Braut
selber, und das Unglück ist geschehen. Mußt
nicht glauben, daß ich nicht weiß, wie dir ums
Herz ist. Aber solch ein Schicksalsschlag will
einen ganzen Mann. Und das willst du doch
sein, Toni? Leg dich schlafen jetzt. Morgen
schaut sich die Welt wieder anders an."
An Schlaf war freilich in dieser Nacht nicht
zu denken. Ruhelos wälzt sich der Toni von
einer Seite auf die andere und kann die quä
lenden Bilder nicht los werden.
Der Mond schickt Lurchs Fenster sein mil
des, weiches Licht. Man könnte durch das
Fenster steigen und ins Dorf eilen, denn es
wird um die Zeit sein, wo der fremde Mann
aus der Stadt sein junges Weib nach Hause
bringt. Man könnte sich hinstellen vor die
beiden, mitten in den Weg, damit wenigstens
Monika wisse, daß der Toni Zaggler auch mit
zerbrochenem Herzen weiterlebt.
Aber er wird es nicht tun. Er wird auf dem
Strohsack liegen bleiben und in die Fäuste
beißen, denn der fremde Mann könnte ihm ein
böses Wort geben und er müßte ihm ins Ge
sicht schlagen, nicht allein des bösen Wortes
wegen, sondern weil er ihm Monika genom
men hat.
Es öffnet sich die Tür des Nebortgemachs .
Hochîarrdsromnn von Hans Ernst
Da weicht Monika erschrocken zurück. Wie
konnte Juta den Namen Toni überhaupt noch
in den Mund nehmen, sie, die ihr doch das
Herz des Toni entführt? Mitleid mit dem
Toni? Natürlich, aus einem verliebten Her
zen steigt gern das Mitleid auf. Und sie fragt
tonlos:
„Noch eine Frage, Juta, bevor wir für im
mer auseinander gehen: Was ist zwischen dir
und dem Toni? Brauchst mir nichts mehr
verschweigen heute. Denn seit ich euch beide
beieinander sitzen sah an jenem Samstag
abend am Waldrand, und, ohne daß ich es
wollte, dein Geständnis hörte, weiß ich, daß du
ihn ins Herz geschlossen hast..."
Nun ist's heraus! Juta steht einen Augen
blick überrascht, dann färbt eine leise Röte
ihre Wangen, als sie langsam erwidert:
„Heute kann ich es dir ja sagen, Moni: ein
mal habe ich den Toni geliebt. Aber er wußte
nichts von dieser meiner Liebe, weil du damals
schon sein ganzes Sinnen und Denken aus
fülltest. Und weil ich fühlte, daß meine Liebe
sinnlos sei, und daß der Toni dir gehört, ver
ließ ich meine Heimat. Er sollte nicht irre wer
den, der Toni, an seiner Liebe. Ich selber
habe es überwunden, und jenes Beisammen
sein war der Abschied von meiner Jugend
liebe. Erst jetzt erfuhr der Toni, wie es einmal
um mich stand."
Juta zögert einen Augenblick, weil sie sieht,
wie jedes ihrer Worte das Herz der anderen
martert. Dann führt sie in herzlichem Tone
fort:
„Und jetzt geht doch jedes von euch beiden
seinen eigenen Weg und mein Opfer war um
sonst. Ich sehe es an deinen Augen, Moni, du
bist nicht glücklich. Aber eines kannst du sein:
tapfer und opfermutig. Dann ist dein schweres
Opfer nicht umsonst gebracht. Wenn du einmal
eine Hilfe brauchst, dann komm zu mir,' mein
Haus steht dir immer offen. Und nun leb wohl,
Monika!"
Noch ein letzter Händedruck, dann ist die
Braut allein. Aufgewühlt im Innersten geht
sie langsam in den Saal zurück. Ja, dem Toni
hat sie vieles abzubitten. Aber was wäre aus
dem Vater geworden, wenn sie ihre Jugend
liebe nicht rechtzeitig begraben hätte? Und was
nützt jetzt alle Reue: es gibt für sie kein Zurück
mehr...
Urheberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Manz,
München.
41) Nachdruck verboten.
Nach der Kirche geht es ins Postbräu zur
weltlichen Feier. Die Tische biegen sich unter
der Last der Speisen, die aufgetragen werden.
Und am andern Tag versichert der Postwirt
seiner Ehehälfte, daß noch in keiner Hochzeit
soviel Wein getrunken worden sei wie dies
mal.
Der Wein brachte es vielleicht auch zuwege,
daß Monika im Laufe des Nachmittags ein
wenig munterer wurde. Auch der Brandl kam
in Stimmung. Aber da sah er das kleine, gol
dene Kreuz an Monikas Hals. Ihre Blicke be
gegneten sich, und der Brandl senkte den Kopf.
Nun weiß er es bestimmt, daß sich sein Kind
für ihn geopfert hat.
Die Klarinetten jubeln hell in den Nachmit
tag hinaus, und am Abend kommt die tanz
lustige Jugend auch in den Saal.
Auf einmal betritt auch Juta von Brugg
stein den Raum. Sie geht auf den Herrgotts
winkel zu, wo das Brautpaar sitzt, und drückt
Monika die Hand.
„Ich wünsche dir alles Glück der Welt, Mo
nika", sagt sie mit seltsam nachzitternder
Stimme, und legt ein kostbares Armband auf
den Tisch. „Trag es als Andenken an deine
Kindergespielin."
Es ist ein sonderbarer Blick, mit dem Juta
von Bruggstein die Braut umfaßt. Monika
wird nicht klug aus diesen vorwurfsvollen
Augen. Ist es möglich, daß diese Augen lügen,
denkt Monika einen Herzschlag lang. Kann
ein so herzlicher Glückwunsch aus einem fal
schen Herzen kommen? Oder hat vielleicht gar
sie selber den beiden, der Juta und dem Toni,
schweres Unrecht getan?
Moni beginnt an allem irre zu werden und
ist fest entschlossen, dem Geheimnis auf den
Grund zu gehen. Klarheit und Wahrheit muß
sein, ehe sie in ihr neues Leben eintritt.
Als Juta sich jetzt verabschiedet, begleitet
die Braut sie hinaus.
„Sag mir, Juta, warum du mich so vor
wurfsvoll angeschaut hast."
Juta nimmt Monikas Gesicht in die Hände
und sagt leise:
„Wie ich dich neben einem andern sitzen sah,
mußte ich an Toni Zaggler denken. Ich habe
ehrlich Mitleid mit dem Toni,"
Toni Zaggler sitzt unweit von der JagdNo full text available for this image
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