Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

Tag fit Wort und Bild 
Mensch - Arbeit — Freizeit 
Der gSWaltige Festzng irr Hamburg 
Schon früher betonte man in Deutschland die 
Notwendigkeit einer kulturell hochstehenden 
Freizeitgestaltung,- aber erst seit drei Jahren 
wurde hier Vorbildliches geschaffen. Den 
Menschen dieses Reiches wurde Freude ge 
bracht, froher denn früher können sie zur 
Arbeit schreiten, froher kehren sie nach der 
Arbeit heim. In ihren Alltag trug man Licht 
und Sonne. So ist es denn verständlich, daß 
man die Durchführung des großen Weltkon 
gresses für Freizeitgestaltung und Erholung, 
der vom 23.«bis 30. Juli in Hamburg stattfin 
det, der Deutschen Arbeitsfront und ihren 
Männern anvertraute. Sie hat als Organi 
sation gerade auf dem Gebiet der Erholung 
und Freizeitgestaltung durch „Kraft durch 
Freude" und „Schönheit der Arbeit" für alle 
Länder Beispielhaftes geschaffen, wenn auch 
noch keineswegs das gesteckte Ziel erreicht 
-worden ist. 
f „So ist das Verlangen nach Freizeit Grad 
messer und Denkmal der geistigen Höhenent 
wicklung eines Volkes", lese ich in einer 
Werbeschrift, die in den Zimmern des 
deutschen Organisationsausschusses 
üusliegt. Hoch oben im 7. Stock des Olympia- 
hauses in Berlin hat Pg. Rentmeister mit 
şeinen Mitarbeitern eine Arbeitsstätte gefun 
den. So langsam auch der Paternoster in diese 
luftige Höhe fuhr, so schnell wird man vorge 
lassen und sitzt dann bei dem Mann, der für 
die gesamte Organisation des Weltkongresses 
verantwortlich ist. Man tagt wegen 'dieser 
Fragen zwar nicht das erstemal (1032 hat man 
sich bereits in Los Angeles zusammengesetzt) 
doch in diesen Ausmaßen gibt es nirgendwo in 
der Welt ein Vorbild. Wieder einmal sind es 
nationalsozialistische Tatkraft und Organi 
sationstalent, die eine derartige Veranstaltung 
Möglich machen. 
Bei allem was der Organisator spricht 
schwingt die Freude eines Mannes mit, der 
stolz auf die ihm anvertraute Aufgabe ist. 
Verwirrend die Fülle der Darbietungen im 
Nahmen dieses Kongresses, der unter dem 
Leitgedanken 
Mensch, Arbeit, Freizeit 
am 23. Juli in Hamburg beginnt und am 
■4. Juli in Berlin endet. In Vortrügen, Aus 
sprachen und Arbeitsgemeinschaften werden 
lührenöe Einzelpersönlichkeiten ihre Erfahrun 
gen über den Stand und Fortschritt der Frei 
zeitbemühungen austauschen. „Freizeit und 
Erholung, Freizeit und Arbeit, Freizeit und 
Heim, Freizeit und Gesellschaft" werden die 
Hauptthemen des Kongresses sein. Aber all 
dies interessiert uns jetzt noch nicht, wir wollen 
vielmehr unser Airgenmerk richten auf Dinge, 
die sich der breiten Oeffentlichkeit darbieten 
werden. 
Da sehe ich zwischen den Bergen von Papier 
ein besonders dickes Aktenstück: 
„Olympiafestzug des deutschen Volkes" 
steht oben. Und nun wird mein Interesse wach. 
Der Gedanke dieses Festzuges stammt von 
Rentmeister, und ihm liegt der Wunsch zu 
grunde, den im Juli in der Hansestadt weilen 
den Ausländern ein Gesamtbild des deutschen 
Lebens zu geben. Vergangenheit, Volkstum 
vnd Arbeit sind die Gesichtspunkte, die jedem 
wau Anhalt gaben, seine Gruppen entsprechend 
Anzurichten. Insgesamt werden 20 000 Men 
gen und über 200 Festwagen sich in einem 
zwölf Kilometer langen Zug 
durch die Straßen Hamburgs bewegen. Jeder 
^au hat seinen Stolz darein gesetzt, das Beste 
ch bringen. Und so wird denn kräftig und flei 
ßig überall gearbeitet, nur wirklich Vollende 
rs dem kritischen Auge des ausländischen 
Mastes zu zeigen. Der weltberühmte Münche 
ner Faschingszug wird hier vielleicht zum er- 
>>en Male einen Meister finden. Besondere 
Anstrengungen macht man bei den historischen 
Gruppen. Trachten, marschierende Männer 
Md Frauen sowie Festwagen werden durch 
ste Straßen ziehen. Dazu spielt die Musik, es 
'Nird gesungen, gescherzt und gelacht,' denn es 
stlt, jedem hier gewiß werden zu lassen, wieviel 
Wsendfältige Kräfte dem deutschen Volke 
wnewohnen. 
^Da ist der Aufbruch der Nation von 1813 in 
Schlesien, der Einzug Dessauers in seine Stadt, 
Heinrich der Löwe, Jäger von Soest, Wieder- 
^ufer, alles nur Namen für eindrucksvolle 
leilausschnitte aus dem Festzug. Der West- 
Wische Friede wird versinnbildlicht. Wir sehen 
stsi Sängerkrieg auf der Wartburg, Potsdam 
Wiege der preußischen Erziehung und des 
Soldatentums läßt alle Uniformen vom An- 
,^ng bis zur Jetztzeit vorüberziehen. In der 
Wuppe der Arbeit gibt es zwölf Wagen des 
putschen Handwerks, acht vom Reichsnähr- 
4Nd, Festwagen der deutschen Industrie, die 
Weltgeltung Deutschlands auf diesem Gebiet 
vgenfällig zeigend. 
ļ Dazwischen erscheint Danzig mit dem Kran- 
W als Wahrzeichen auf einem Wagen, Würz 
ig zeigt sein Schloß, die Goethestadt Frank 
st macht ihrem Ruf alle Ehre, Nürnberg 
stellt die alte der neuen Stadt gegenüber. Die 
Weinstraße wird sich bewundern lassen. Man 
kann kaum etwas herausgreifen aus der Viel 
zahl der Dinge, die letztlich alle gleichwertig 
sind ... Es spricht hier 
die Landschaft, das Volkstum, 
die Rasse — all jenes, was zusammenklingt in 
der großen Symphonie vom Lob der Heimat. 
Meinen wir, schon am Ende zu sein, dann wird 
unser Auge erfreut durch die prächtigsten 
Farben, die man sich denken kann. Zwischen 
dem Meißener Porzellan und München als 
Kunststadt, zwischen dem Solinger Stahl, alles 
prächtig symbolisiert, bestaunen wir die sinnig 
verstreuten Trachtengruppen. 
Königsberger Handelsfrauen, Fischer aus 
Rosittcn, Gruppen aus dem Fläming, Schrei 
berhau und Schönwald, dazwischen schreiten die 
Fahnenschwinger aus dem netten Städtchen 
Ruhla, Halloren kommen heran, Bergknappen 
aus St. Ingbert folgen, das Jsenberger Jod 
lerquartett wird die Zuschauer erfreuen, Boch 
olter Tanzgruppen zeigen ihre Künste, die 
Radschläger aus Düsseldorf dürfen natürlich 
nicht fehlen ebenso wie die Winzergruppe aus 
dem Gau Koblenz-Trier,' herrliche Trachten 
bringt Norderney. Der Schwarzwälder Hoch 
zeitstanz, die Markgröniuger mit ihrem 
Schäfertanz, die Württemberger, die Schwein 
furter Spinnstube — sie alle werden da sein. 
Neben der Flößergruppe Kronach und den 
Kötzinger Pfingstreitern wird eine oberbayeri 
sche Trachtenkapelle ihre Landsleute aus Mies 
bach, Berchtesgaden usw. begleiten. 
Der Festzug, für den Pg. Witte verantwort 
lich zeichnet, wird für Hamburg im Rahmen 
des Kongresses, der dieses Auge Deutschlands 
in seinem Ruf weiter stärken wird, das Er 
eignis auf Jahre hinaus sein. Hamburg wird 
während des Kongresses dadurch noch ein be 
sonderes Gepräge erhalten, daß die Straßen, 
die der große Festzug passiert, in 
„Straßen der Nationen" 
umgewandelt werden. Jede dieser Straßen 
wird ausschließlich durch Fahnen und Emble 
me eines der beteiligten Länder geschmückt 
sein, so daß die eine Straße nur englische, eine 
andere nur französische, belgische, italienische 
Fahnen usw. aufweisen wird. Bis zum Ab 
schluß der Olympiade wird das festliche Ge 
präge beibehalten werden. Ein Gruß — ein 
Händedruck. Ich verabschiede mich von einem 
Plann, für den der Tag 50 Stunden haben 
müßte, wie er mir lächelnd mitteilt. Freude 
und Friede sind die Leitworte für die Julita- 
6ung in Hamburg, die abgehalten wird im 
Schatten der XI. Olympiade. Sie ist der Auf 
takt für die uralten Spiele, erneut Deutsch 
lands Willen zur Bereitschaft einer friedlichen 
Verständigung dartuend. Gert Sachs. 
Zusammenstoß Meter Züge in spanischem Tunnel 
18 lose, 36 Beilegte. 
DRV. Madrid, 23. Juni. Am Dienstagvor 
mittag ereignete sich ein schweres Eisenbahn- 
nnglück in der Nähe von Bembribrc in der 
Provinz Leon. Der von Madrid kommende 
Schnellzug stieß zwischen den Stationen Ron- 
ferrada und San Miguel de Duenas inner 
halb eines Tunnels mit einem Güterzng zu 
sammen. Ein Hilsszug mit Aerzten und 
Sanitätsmatcrial wurde an die Unglücks stelle 
gesandt. Es sind bei dem Unglück 18 Personen 
ums Leben gekommen und 36 zum Teil schwer 
verletzt worden. Ein Wagen dritter Klasse 
und der Gepäckwagen des Schnellzuges sowie 
die Lokomotive» der beiden Züge wurden 
vollständig zertrümmert. Die Bergungs 
arbeiten stießen auf große Schwierigkeiten. 
Unter den Toten befinden sich der Lokomo 
tivführer des Schnellzuges sowie der 
Lokomotivheizer des Güterzuges. Das 
Unglück wird auf Fahrlässigkeit des Dienst 
personals zurückgesührt; das Haltesignal soll 
überfahren oder gar nicht gezeigt worden sein. 
Zer Prozeß in Gtoß-Hermgen. 
DNB. Grotz-Heringen, 23. Juni. Vor Fort- 
etzung der Zeugenvernehmung am Dienstag 
wurde von dem Verteidiger des Angeklagten 
Bande beantragt, dessen Vorgesetzte, den Vor 
land des Reichsbahnmaschinenamtes Berlin, 
Reichsbahnrat Witte, sowie den Reichsbahn- 
amtmann Teichert, als Zeugen dafür zu laden, 
daß Bande stets als vertrauenswürdiger Loko 
motivführer auch noch nach dem Unfall von 
Groß-Heringen gegolten habe. Der Antrag 
des Verteidigers wurde vom Gericht abge 
lehnt. 
Von besonderem Interesse mar die Aussage 
des Fahrdienstleiters Kaden, der am Unglücks 
tage auf dem Bahnhof Groß-Heringen Dienst 
1 tat. Er legte eingehend seine Maßnahmen 
zur Bewältigung des starken Verkehrs dar. 
Danach hatte der Personenzug 825 (der Un 
glückszug) ^ bis 1 Minute Zeit zur Ausfahrt 
auch bei Ueberfahren der Haltesignale durch 
D 41. Beide Signale für D 44 hätten auf Halt 
gestanden. Unmittelbar vor dem Unglück habe 
ihm der Stellwerkswärter zugerufen: „D 44 
überführt die Signale. D 44 hält nicht!" 
Es wurde eine Reihe weiterer Bahnbeamter 
vernommen, die alle bestätigten, daß die 
Signale richtig gestanden haben. 
Im weiteren Verlauf der Zeugenverneh 
mung erklärte der Hilfsweichenwärter Böhm, 
der Angeklagte Dechant habe ihm nach dem 
Unfall zugerufen: „Geh' weg, Kamerad, ich 
habe das Signal überfahren!" 
Reichsbahuoberinspekteur Paul Richter- 
Weißenfels gibt an, daß ihm Dechant als 
äußerst sympathischer Fahrer bekannt sei. Er 
zeige viel Interesse für den Dienst, sei eifrig, 
impulsiv und tatkräftig. 
Der Sachverständige, Lokomotivführer i. R. 
K r ü p e - Berlin, der Leiter der Rechtsbera 
tungsstelle der Fachschaft Lokomotivführer, 
glaubt, daß der D 44 eine größere Geschwindig 
keit als 95 Stundenkilometer gehabt habe. Er 
kommt zu dem Ergebnis, daß die diesbezüg 
lichen Angaben Dechants richtig sind, daß er 22 
Sekunden vor dem Zusammenstoß bei einer 
Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer 
gebremst habe. 
Die Verhandlung wird am Mittwoch im 
Landgericht Naumburg fortgeführt. 
* * * 
Luftschiff „Hmdeuburg" auf «fahrt. 
DNB. Lakchurst, 24. Juni. (Eig. Funk 
meldung.) Das Luftschiff „Hindenburg" ist am 
Mittwoch um 4,25 Uhr MEZ. zur Rückfahrt 
gestartet. Nach dem Aufstieg zog das Schiss 
über der Marinestation eine Schleife und flog 
dann nach Norden weiter. 
„Hindenburg" überflog auf feiner Rückfahrt 
um 5,15 Uhr MEZ. die Stadt Newyork. 
Luftschiffhafen Rhein—Main. 
DNB. Frankfurt a. M., 24. Juni. (Eig. 
Funkm.) Die Weihe des Luftschiffhafcns 
Rhein—Main durch Gauleiter Sprenger ist 
auf den 8. Juli festgesetzt worden. Aus diesem 
Anlaß werden beide Luftschiffe in Frankfurt 
am Main sein. 
s{* *** 
MŞge in jiMnhischer Schule. 
In der Bürgerschule in Biborg in Jütland 
sind 1v Kinder in der zweiten Unterrichts 
stunde an Hitzschlag erkrankt. Schon bei der 
Morgenandacht fiel ein Kind in Ohnmacht. 
Die Temperatur in den Klassenzimmern war 
auf über 30 Grad angestiegen. 
* 
Dieser Fall zeigt zu seinem Teil, wie nötig 
es ist, an Tagen mit großer Hitze den Schul 
unterricht ausfallen zu lassen. „Hitzefrei" — 
ein Wunschwort für Schülerohren, aber auch 
ein notwendiger Begriff für die Voraus 
setzung eines ungefährdeten Schulbetriebs. 
Namentlich in reichlich gefüllten Klasscn- 
räumen (auch in Rendsburg gibt es noch 
Klassen mit annähernd 60 Schülern) pflegt an 
heißen Tagen eine unerträgliche Temperatur 
zu entstehen. # 
* H -!- 
Grotzfeuer in Mittelschweden. 
In früher Morgenstunde ist in dem großen 
Dampfsägewerk Hostaholmen bei Hudiksvaü 
im mittleren Schweden ein Brand ausgebro- 
chen. Innerhalb von zwei Stunden waren alle 
Abteilungen der großen Werksanlage zerstört. 
Der Schaden wird auf drei Millionen Kronen 
geschätzt. 
Opfer des Straßenverkehrs. 
Neue Mjiumg. 
Es schien, so heißt es aus dem Verkehrs- 
ministerium, als ob die Bekanntgabe der 
Unfallzahlen eine Besserung herbeigeführt 
hätte. Die Wochenzahlen an Toten waren 
seit Beginn der Bekanntgabe 147 — 134 — 110 
— 88. Diesmal ist die Todeszahl wieder um 
43 emporgeschnellt. Haben die Zahlen ihren 
Schrecken bereits verloren? 
Kraftfahrer, fahrt vorsichtiger! Radfahrer, 
bleibt scharf rechts und fahrt in belebter Straße 
grundsätzlich einzeln! Fußgänger, überquert 
die Straße schnell und auf dem kürzesten 
Wege! Und ihr, Gespannführer, auch gegen 
euch kommen jetzt viele Klagen. 
Die Australier sind da. 
Als erste geschlossene Olympiamannschaft sind die Australier in Stärke von 38 
Köpfen in Berlin eingetroffen, die, soweit es Männer sind, bereits im Olympischen 
Dorf Quartier bezogen haben. Die Australier haben auch ihr „Glückstier" nicht 
vergessen, ein Kängeruh, das sehr schnell ein Liebling des Olympischen Dorfes wurde. 
(Scherl Bilderdienst, K.) 
SuehliAhurger Festtage. 
DNB. Berlin, 23. Juni. Am 2. Juli sind es 
1000 Jahre her, daß König Heinrich I., der 
Schöpfer des ersten deutschen Volksreiches und 
erste wahrhaft deutsche König, seine Augen für 
mmer schloß. Aus Anlaß dieses Gedenktages 
ünöet am 1. und 2. Juli in Quedlinburg, der 
alten Pfalz Heinrichs des Voglers, eine große 
Gedenkfeier statt, die von den Schutzstaffeln 
der NSDAP, veranstaltet wird. Zu der Feier, 
an der der Reichsführer der SS. und Chef der 
deutschen Polizei, Himmler, teilnimmt, ist der 
Qucdlinburger Dom mit der Heinrich-Krypta, 
m der Heinrich I. mit seiner Gemahlin 
Mathilde bestattet wurde, würdig hergerichtet 
und umgestaltet worden. 
Anwetter in Paris 
DNB. Paris, 24. Juni. (Eig. Funkm.) Ein 
am Dienstag über Paris niedergegangenes 
Unwetter, in dessen Verlauf der „Baum des 
Friedens" in einem Park durch Blitzschlag zer 
stört wurde, hat im Pariser Stadtgebiet ganz 
beträchtliche Schäden verursacht. Hunderte 
Keller wurden überschwemmt. Große Wasser 
mengen drangen in verschiedene Untergrund- 
bahnschächte ein, wodurch der Verkehr strecken 
weise mehrere Stunden lang lahmgelegt wur 
de. Verschiedentlich mußte die Feuerwehr ge 
rufen werden, um Fahrgäste aus über 
schwemmten Untergrundbahnhöfen herauszu 
holen. Zahlreiche Bäume wurden durch die 
Gewalt des Sturmes abgeknickt. In manchen 
Straßen stand das Wasser bis zu einem Meter 
hoch. Im Walde von Vincennes konnten etwa 
10 Personen, die mit ihren Kindern von den 
Wassermassen eingeschlossen waren, nur mit 
Hilfe der Feuerwehr befreit werden. Bei 
einem Bruch der Straßenbahnoberleitung er 
litten drei Personen durch Kurzschlußstich 
flamme leichtere Brandwunden. 
Mit gewaltigem Krach stürzte der „Baum 
des Friedens" auf einen Musikpavillon, in 
dem viele Frauen und Kinder vor dem Regen 
Schutz gesucht hatten. Der Pavillon brach zu 
sammen. Unter den Trümmern wurden etwa 
50 Frauen und Kinder verletzt. Sie wurden 
von der Feuerwehr in Krankenhäuser ge 
bracht, aus denen sie jedoch größtenteils nach 
Anlegung von Notverbänden entlassen werden 
konnten.
	        
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