Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

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Kampf der Gefahr! 
Gewitter-Gefahr. 
Bon Beratendem Ingenieur V. B. I. 
Dr. Rudolf Blochmann V. D. I. 
Die Gewitterzeit hat in diesem Jahre in der 
Nordmark schon recht zeitig eingesetzt- So wird 
aus dem Kreise Schleswig berichtet: „Bei einem 
Fruhlingsgewitter wurden in Jübek drei 
Jungtiere auf der Weide vom Blitz erschlagen. 
Die Tiere hatten bei dem aufsteigenden Un 
wetter an dem Einfriedigungsdraht einer Kop 
pel Schutz gesucht, in den plötzlich der Blitz ein 
schlug." 
Alljährlich gehen im Deutschen Reiche durch 
die Einwirkung von Blitzschlägen noch Werte 
verloren, die viele Millionen Mark betragen. 
Erfreulicherweise läßt sich aber in der deut 
schen Norümark ein Absinken der Blitzschäden 
wahrnehmen: dank der durch die Schleswig- 
Holsteinische Landesbrandkasse betriebenen 
Aufklärungsarbeit und den von ihr getroffenen 
und empfohlenen Vorbeugungsmaßnahmen. 
Um sich gegen irgend eine Gefahr im voraus 
schützen zu können, muß man zunächst die Ur 
sachen erforschen und auf Grund der dabei ge 
wonnenen Erfahrungen Vorsorge treffen, sol 
che Ursachen zu bekämpfen, am besten ihr Vor 
handensein ganz zu beseitigen. 
So stellen die Drahtzäune, die vielfach Weide 
koppeln in ununterbrochenem Zusammenhange 
umgeben, eine ganz erhebliche Vermehrung der 
Gefahr für das auf den Koppeln grasende Vieh 
dar. Wenn irgendwo an beliebiger Stelle ein 
Blitz in den Draht oder auch nur in der Nähe 
des Drahtes — etwa in einen Baum — ein 
schlägt, so verbreitet sich die Blitzwirkung im 
selben Augenblicke über den ganzen Draht. Um 
dies zu verhindern und dadurch die Blitzgefahr 
für das auf der Koppel verteilte Vieh zu ver 
mindern, ist es geboten, die Umzäunung nicht 
mit Metalldraht zu bewirken, zumindest aber 
den Draht nicht fortlaufend im Ganzen auszu 
spannen, sondern Teilabschnitte eintreten zu 
lassen, die nur aus Holz gebildet sind. An den 
Enden solcher Abschnitte sind die Ausläufer des 
Drahts am Pfahle tief in die Erde einzustek- 
ken, so daß sie möglichst das Grundwasser er 
reichen. Dann wird ein bei einem solchen Teil 
abschnitte des Zaunes einschlagender Blitz seine 
Wirkung nicht außerhalb dieses Abschnitts äu 
ßern können,' und dadurch wird die Gefahr um 
den Bruchteil vermindert, der der Anzahl der 
Unterteilungen entspricht. 
Im Jahre 1935 ist noch viel Vieh auf den 
Weiden und Fennen durch Blitzschläge getötet 
worden,' und zwar gerade sehr häufig in der 
Nähe der Drahtzäune. Die zur Verminderung 
der Blitzgefahr für das Weidevieh vorgeschla 
gene Maßnahme ist leicht und ohne große Ko 
sten durchzuführen. Deshalb sollte sie überall 
da, wo noch nicht in der angegebenen Weise 
verfahren ist, durchgeführt werden,' und zwar 
in den nächsten Wochen, noch vor dem Eintritt 
größerer Gewitterhäufigkeit. 
Es ist ein falscherTrost, wenn der einzelne etwa 
meint, er sei seinerseits durch Versicherung 
gedeckt. Jedes durch Blitzschlag getötete Vieh 
stellt eine Verminderung des deutschen Bolks- 
vermögcns dar, sollte also auf jeden Fall ver 
hütet werden: denn Gemeinnutz geht vor Ei 
gennutz! 
Kaum unö Volk der deutschen Nordmark. 
Haupthema der studentischen Facharbcit 
im W.-Ş. 1936-37. 
Kiel, 24. Juni. Die studentische Facharbeit 
im Winter-Semester 1936-37 wird unter ein 
großes Hauptthema gestellt, das den Titel 
„Raum und Volk der deutschen Nordmark" 
trägt. Alle Fachabteilungen arbeiten im Rah 
men ihres Fachgebietes mit an dieser Aufgabe, 
deren Ziel und Zweck es ist, die Studenten, die 
aus allen Gauen Deutschlands nach Kiel kom 
men, fest mit der Landschaft zu verknüpfen, 
aus der die Kieler Universität hervorgegan 
gen ist. Die Studenten sollen bei ihrer Arbeit 
ins Volk und in den Raum der Nordmark hin 
eingeführt werden. Die studentische Facharbeit 
wird somit zum politischen Einsatz. Wir 
greifen einige Punkte heraus: Die kultur- 
wissenschaftliche Facharbeit wird sich u. a. mit 
der germanischen Gemeinschaftsform in der 
Nordmark, der nordisch-dramatischen Kunst in 
der Nordmark usw. beschäftigen. Die medi 
zinische Facharbeit gliedert sich in zwei Teile: 
Allgemeine Hygiene eines Dorfes in der Nord- 
mark und Patenschaft der medizinischen Fach 
schaft für einen Arbeiter-Wohnblock in Kiel- 
Gaarden. Die juristische Facharbeit sieht u. a. 
Ausführungen über die Auswirkungen des 
Nationalsozialistischen Arbeitsrechts in einem 
Kieler Betrieb vor (Zusammenarbeit mit 
DAF. und HI.) sowie die Betrachtung über 
ein schleswig-holsteinisches Bauerndorf unter 
dem alten Recht und in der neuen bäuerlichen 
Ordnung. 
Hceis Rendsbucq. 
Vom Wage« gestürzt und schwer verletzt. 
gg. Bokel, 24. Juni. Als die 19jährige El- 
fricde H., die bei einem hiesigen Bauern in 
Diensten steht, und die 8jährige Martha M. 
aus Bokel, am Dienstag gegen Abend mit 
einem Milchwagen von der Meierei in Bokel 
zurückkamen, scheute das Pferd unö rannte mit 
dem Wagen davon. Dabei fielen zunächst die H. 
und nachher auch die kleine M. vom Wagen. 
Die M. ist vermutlich auch vom Wagenrad 
überfahren worden. Beide 'wurden schwer 
verletzt, während ein weiteres etwa lOjähriges 
Mädchen, das auf dem Wagen war und eben 
falls herunterfiel, mit Hautabschürfungen da 
vonkam. Der 8jährigen M. wurde der rechte 
Unterschenkel völlig zertrümmert. Außerdem 
erlitt sie eine Gehirnerschütterung und eine 
Kopfverletzung. Die 19jührigc H. zog sich einen 
Wirbelsäulenbruch und innere Verletzungen 
zu. Die beiden Schwerverletzten kamen ins 
städtische Krankenhaus nach Rendsburg. Die 
kleine M. mußte sofort operiert und ihr das 
rechte Bein abgenommen werden. 
Von einem Pferd geschlagen u. schwer verletzt. 
gg. Ehlersdorf, 24. Juni. Der 15jährige 
Heinrich K. aus dem Rheinland, der bei einem 
Bauern in Ehlersdorf in Diensten steht, wurde 
am Dienstag gegen Abend beim Zaumabneh- 
men von einem Pferd vor den Leib geschlagen. 
Er erlitt eine Darmzerreißung. Der schwerver 
letzte Landhelfer wurde in der Nacht mit dem 
Rendsburger Sanitätsauto ins städtische 
Krankenhaus nach Rendsburg gebracht. 
* * * 
gg. Jevenstedt, 24. Juni. Erhängt. Der 24- 
jährige Bruno Gutschau aus Dortmund, der 
sich auf Wanderschaft befand, hat sich am 
Dienstag in einem Knick bei Jevenstedt er 
hängt. Der Grund der Tat ist unbekannt. 
R. Nortorf, 24. Juni. Unfall. Der Holz 
arbeiter Franz L. aus Nortorf wurde im Ge 
hölz Brammerau von einem herabstürzenden 
Ast am linken Auge ziemlich schwer verletzt. 
Er mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. 
Um Haaresbreite wäre daS Auge verloren 
gegangen. — Eine tolle Fahrt machte der Land 
mann Johannes M. aus Groß-Bollsteöt am 
Mittwochmorgen gegen 10 Uhr in unserer 
Stadt. Am Markt scheuten plötzlich die beiden 
Pferde, Nt. der auf dem Wagen saß, neben ihm 
seine noch nicht schulpflichtige Tochter, verlor 
die Gewalt über die Pferde und konnte ihrer 
trotz aller Anstrengungen nicht wieder Herr 
werden. Die Fahrt ging durch die Große 
Mühlenstraße, welche gerade einen großen 
Verkehr aufzuweisen hatte, bis nach dem vier 
Kilometer entfernten Ellerdorf, wo die Pferde 
gegen einen Gartenzaun anrannten. Der Be 
sitzer flog bei dem Anprall zwischen die Tiere 
und kam ohne Verletzungen davon. Auch die 
kleine Tochter, auf die M. sein ganzes Augen 
merk gerichtet hatte, kam mit dem Schrecken 
davon, ebenfalls ist den Pferden nichts passiert. 
Hceis SMeswiy. 
Starker Besuch aus dem Auslande, 
cs. Schleswig, 25. Juni. Die alte Schlei- 
tadt Schleswig hat in diesem Sommer wieder 
um einen starken ausländischen Besuch auf 
zuweisen. Fast jeden Tag weilen zahlreiche 
Dänen, Schweden, Norweger, Engländer, 
Franzosen und Holländer in Schleswig, um die 
vielen Sehenswürdigkeiten der historischen 
Stadt in Augenschein zu nehmen. Ganz be 
sonders stark ist immer der Besuch aus dem 
benachbarten Dänemark, von wo die Ausflüg 
ler meistens in großen Omnibussen nach 
Schleswig kommen. Während des Aufent 
haltes in Schleswig werden hauptsächlich der 
Dom, die Oldenburg, das Danewerk, der 
vs. Holstenniendorf, 24. Juni. Aus Ame 
rika eingetroffen sind der Sohn der Ww. Ka 
tharina Mußseid, Hermann Mußfeld und 
Frau. M. gedenkt mit seiner Frau zwei Mo- 
nate in Deutschland zu bleiben, 
ai. Hohenwestedt, 23. Juni. Wieder ein Ver- 
Königshügel und der Runenstein bei VusSorf 
besichtigt. Die Ausflügler kehren stets sehr 
befriedigt über ihre Erlebnisse in ihre Heimat 
orte zurück. 
Aus StûļietUôhn 
Friedrichstadt, 24. Juni. Den hiesigen Fi 
schern sind wiederum fünf Störe ins Netz ge 
gangen. Der Fang dieser Fische ist in diesem 
Jahr sehr ergiebig, weil die Störe infolge der 
Eiöerabdämmung nicht weiter kommen kön 
nen,' sic schwimmen hin und her, um Laich 
plätze zu suchen, unö geraten vor der Eider- 
aböämmung in die Netze. Bis jetzt konnten 
auf diese Weise 27 Störe gefangen werden. 
Aus ICceis Husum 
Verkauf eines Bauplatzes. Die Witwe Thom 
sen in Schwabstedt verkaufte einen mitten im 
Dorfe Schwabstedt gelegenen Bauplatz an den 
Bauern Fritz Hansen in Holbüllhuus, der sich 
dort ein Wohnhaus errichten wird. Kaufpreis 
unbekannt. (Hz.) 
Aus êideededt 
Benzinkocher verursacht Küchcnbraud. 
he. Garding, 24. Juni. Am Dienstagabend 
entstand bei der Schneidermeisterin A. Dziach 
in der Fahrtstraße durch einen Benzinkocher 
ein Brand in der Küche. Versuche, das Feuer 
durch Ueberwerfen mit Decken und Mänteln 
zu löschen, mißlangen, da diese ebenfalls in 
Brand gerieten. Einige schnellentschlossene 
Männer holten aus dem Spritzenhaus den 
Handlöscherwagen und gingen dem Feuer er 
folgreich zu Leibe, so daß die Feuerwehr nicht 
mehr alarmiert zu werden brauchte. Während 
noch eine große Anzahl Neugieriger auf der 
Straße stand, ertönte plötzlich ein Bersten unö 
Krachen. Ein großer Lastwagen mit Anhänger 
aus Karolinenkoog fuhr beim Einbiegen in 
die enge Fahrtstraße gegen ein offenstehendes 
Fenster des gleichen Hauses und zerstörte die 
ses vollkommen. 
Aus Hôedļäesland 
500 Jahre Westerland, 
mo. Westerland, 23. Juni. Das Nordseebad 
Westerland will sein 500jähriges Ortsjubilä 
um in Form einer Heimatfeier am 8. und 9. 
August festlich begehen. Ein besonderer Aus 
schuß bereitet unter dem neuen Festleiter der 
Badeverwaltnng, Fleischer, diese Veranstal 
tung vor. Man beabsichtigt durch ein kleines 
Festspiel, den Untergang der alten Siedlung 
„Eidum" im Jahre 1436 und die daraus er 
wachsene Neugründung der Siedlung „Wester-' 
löon — dem heutigen Alt-Westerland" darzu 
bieten und außerdem alte Heimatbräuche in 
das Festprogramm hineinzuflechten. Führun 
gen durch die heimatgeschichtlichen Abteilun 
gen des Westerländer Museums und durch 
Alt-Westerland wird „Käpn Corl" überneh 
men. 
'Î* H T» 
Dagebiill, 25. Juni. Eine wunderbare Luft 
spiegelung bot sich am Sonnabendnachmittag 
den Bewohnern und Gästen von Dagebiill. 
Ganz deutlich spiegelten sich am südwestlichen 
Horizont die Inseln Pellworm und Nord 
strand wider. Man konnte sogar die einzelnen 
Häuser unterscheiden. Es sah so aus, als wenn 
sich die im Vordergrund liegenden Halligen 
Oland und Langeneß gesenkt hatten,' sie waren 
nur ganz schwach sichtbar. Das sehr schöne 
Schauspiel dauerte im ganzen nur etwa 10 
Minuten. Eine Luftspiegelung (Fata mor 
gana) kann man in unserem Küstengebiet hin 
und wieder einmal im Laufe des Sommers 
beobachten, doch ist die Klarheit verschieden. 
AU-Hoedsdtleswi# 
Eiu Ehrenmal für die Gefallenen des Welt 
krieges in Nordschleswig? 
Apenrade, 24. Juni. In Kollund an der 
Flensburger Förde fand die Jahresverbands 
tagung der Vereine ehemaliger deutscher Sol 
daten statt, die jetzt 850 Mitglieder zählen. Im 
Jahresbericht wurde erwähnt, daß der alte 
Kamerad Olesen-Hadersleben als Anerken- 
kehrsunfall. Auf der Chaussee zwischen Rem- 
mels und Barlohe wollte ein Autofahrer um 
wenden. Beim Rückwärtsfahren stieß er mit 
einem Radfahrer zusammen, der ziemlich stark 
verletzt und dessen Rad erheblich beschädigt 
wurde. 
nung seiner großen Verdienste um den Ver 
band ein Handschreiben des Führers des Kyff- 
häuserüunöes mit einem Dank für seine treue 
Arbeit erhalten habe. Auf Einladung der 
NS.-Kriegsopferversorgung in Deutschland 
werden 40 Kameraden aus Nordschleswig vom 
7. bis 17. August an einer kostenlosen Fahrt 
nach Krummhübel im Riesengebirge teilneh 
men. Zur Instandsetzung der Kriegsgräber, 
die der deutsche Konsul in Apenrade mit be 
treut, soll eine Umlage von den Mitgliedern 
erhoben werden. Angeregt wurde ferner die 
Schaffung eines Ehrenmals für die deutschen 
Gefallenen des Weltkrieges in Nordschleswig,' 
der Vorstand wird die Anregung weiter ver 
folgen. Als Ort für die nächstjährige Ver 
bandstagung wurde Apenrade bestimmt. 
Aus DäUttooesekef* 
Uuglücksfall in der Brunsbüttelkooger 
Schleuse. 
gb. Brunsbüttelkoog, 24. Juni. Beim Ein 
laufen des polnischen Passagierdampfers 
„Pulaski" ereignete sich ein aufregender Un 
glücksfall, den eine über 60 Jahre alte Frau 
Hiegel, wohnhaft in Hamburg, erlitt. Die 
Frau wartete bereits seit drei Tagen auf den 
Dampfer, der von Buenos Aires kam, um 
ihre als Stewardeß an Bord befindliche 
Tochter zu besuchen, die durch die Korriöorab- 
tretung polnische Staatsangehörige geworden 
war. Die Frau lief aufgeregt auf den Schleu 
senanlagen neben dem einlaufenden Dampfer 
entlang, achtete nicht auf die etwa 80 Zenti 
meter breite Tornische und stürzte aus einer 
Höhe von 10 Meter in die Schleuse. Der Ver 
unglückten, die noch auf den Kleidern trieb, 
wurden sofort Leinen zugeworfen, die sie je 
doch nicht ergreifen konnte. Kurz entschlossen 
sprang der Jachtmatrose Voß aus Itzehoe, der 
mit der i n Itzehoe beheimateten Jacht im 
hiesigen Hafen lag und sich zufällig auf der 
Schleuse aufhielt, der Frau nach und ergriff 
sie, um dann die Leinen zu ersassen. Die Ge 
rettete hatte einige Verletzungen davon 
getragen, war jedoch bei Besinnung und 
konnte der herbeigeeilten Tochter noch die 
Hand geben. Von der hiesigen Sanitäts 
kolonne wurde die Verunglückte dem Kranken 
haus zugeführt. 
Eiserne Hochzeit. 
Das seltene Fest der 65jährigen Ehegemein 
schaft feiern am 9. Juli d. Js. die Eheleute 
Wilhelm Jürgens in Schülpexweide in Nor- 
deröithmarschen. Die Jubilare erfreuen sich 
nach einem arbeitsreichen Leben guter Gesund 
heit und geistiger Frische, (rg.) 
3 Beim Baden ertrunken. 
fp. Albersdorf, 25. Juni. Von einem har 
ten Geschick wurde die Familie Karl Thomsen 
in Schrum bei Albersdorf getroffen. Sonn 
tag abend ging der 1414jährige Sohn des Th. 
nach einem dort in der Nähe befindlichen Teich 
zum Baden und ertrank. Er konnte nur noch 
als Leiche geborgen werden. 
Aus Holdem 
Gewitterschäden über Ostholstein. 
Eutin, 24. Juni. Ueber Ostholstein tobten 
am Dienstag starke Gewitter. In mehreren 
Orten zündete der Blitz und verursachte 
Feuersbrünste. So zündete vormittags der 
Blitz in einem Wirtschaftsgebäude in Middel 
burg, welches vollständig niederbrannte. Ein 
kalter Schlag zerstörte einen Teil der Brand 
mauer und des Ziegeldaches des evangelischen 
Kindergartens. Nachmittags zog ein zweites 
schweres Gewitter über Eutin, diesmal mit 
sintflutartigem Regen und haselnußgroßen 
Eisstücken. In Feld und Flur wurde großer 
Schaden angerichtet. 
In das bei Ottcndorf liegende Gehöft Kling 
biel schlug der Blitz und zündete. Das Haus 
brannte völlig nieder und von dem Inventar 
wurde nur wenig gerettet. In Bergfeld und 
Mönchneversdorf schlug der Blitz in das 
Transformatorenhaus. In Schönwalde wur 
den einige Fernsprechgeräte und Radioappa 
rate zerstört. 
„Fest der Rose" in Uetersen. 
Uetersen, 23. Juni. Uetersen, das idyllische 
Städtchen in Holstein und Mittelpunkt der 
chlcswig-holsteinischen Rosenzucht, feiert vom 
11. bis 13. Juli sein traditionelles „Fest der 
Rose", verbunden mit einer großen Schnitt- 
blumenschau in der Ausstellungshalle des 
Rosariums des Vereins Deutscher Rosen- 
reunde. Umfangreiche Vorbereitungen werden 
getroffen, um dieses Fest zu einem Erlebnis 
werden zu lassen. Hauptfesttag ist der 12. Juli 
mit dem Kinderrosenfestzug, der im vergan 
genen Jahr über 400 Kinder vereinte. 
* * 
x. Neumünster, 25. Juni. Erfolgreiche Wie 
derbelebungsversuche retteten einem in Ncu- 
münster wohnhaften jungen Mädchen, das 
Aus UoUeHwtsUdi, Heutecau-HademaestkeH 
und Um$efyei%d
	        
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