Drewitz, Berlin-Friedenau, über das Thema
„Der nationalsozialistische Rassengedanke". Am
23. Oktober 1935 konnte die Verwaltungsaka
demie der Nordmark ihr lOjähriges Bestehen
feiern. Im vergangenen Wintersemester wur
den neben der Hauptanstalt Kiel 5 Zweigan
stalten in Flensburg, Itzehoe, Neumünster,
Rendsburg und Schleswig eröffnet. Der
Erfolg des ersten Semesters der Zweiganstal
ten übertraf bei weitem die Erwartungen. In
systematischem Aufbau soll in den weiteren
Semestern ein geschlossenes Bild des deutschen
Rechts- und Wirtschaftslebens gegeben wer
den. Durch geschichtliche und weltanschauliche
Vorlesungen wird dieses Bild abgerundet und
vertieft. Am Schluß der sechssemestrigen Kurse
werden Prüfungen veranstaltet, an denen die
Vollhörer sich beteiligen können. Die Vorlesun
gen werden auch im Sommersemester wieder
von Professoren der Kieler Universität gehal
ten, und zwar von Prof. Dr. Hermann Vente
über Volkswirtschaftslehre, von Prof. Dr. Paul
Strack über deutsche Geschichte und von Prof.
Dr. Friedrich Schaffstein über Strafrecht. Wie
bisher, werden die Vorlesungen durch eine
nationalpolitische Vortragsreihe ergänzt. Au
ßer dem erwähnten Eröffnungsvortrag finden
im Verlauf des Sommersemesters folgende
Vorträge statt: am 23. April „Stellung und
Aufgabe des Beamten im nationalsozialisti
schen Staat" von Gauredner Karl Rinkleff,
Berlin-Rosenthal, am 14. Mai „Der National
sozialismus als Umwandlung des deutschen
Menschen" von Prof. Dr. Weinhandl-Kiel, am
11. Juni „Nationalsozialistische Wirtschafts-
unü Finanzpolitik" vom Präsidenten des Lan-
öesfinanzamts Nordmark, Dr. Hillmer, Kiel,
und am 23. Juni „Neubau des deutschen Staa
tes" von Dipl.-Volkswirt Bischofs, Lehrer an
der Gauschule der NSDAP, in Vordesholm.
Es werden ferner in den Städten Bad Ol
desloe, Neustadt (oHlstein), Eutin, Eckernföröe,
Meldorf, Ratzeburg, Husum, Brunsbüttelkoog,
Kappeln, Tönning, Plön, Heide, Pinneberg,
Bad Segeberg, Elmshorn und Glückstaüt von
den Ortsgruppen des Reichsbundes der deut
schen Beamten Vortragsreihen veranstaltet,
für welche die Verwaltungsakademie der
Nordmark die Vortragenden stellt. In diesen
Vortragsreihen sollen einzelne Grundfragen
unseres völkischen Lebens anschaulich und klar
behandelt werden. Der gesamten Beamten-
und Behördenangestelltenschaft wird dadurch
die Teilnahme an der Arbeit der Beamtenhoch
schulbewegung ermöglicht.
* * *
* Glockengeläut. Auch in unserer Stadt er
tönten gestern mittag von 12 bis 1 Uhr die
Kirchenglvcken gemäß Anordnung des Rcichs-
kirchenausschusses. Das Geläut sollte der
Freude über das große Bekenntnis des Vol
kes zu seinem Führer noch einmal Ausdruck
geben. Es galt der Friedenssehnsucht und dem
Werk, einen Frieden der Würde, Freiheit
und Wohlfahrt zu sichern und zu bewahren.
* Die NS.-Volkswohlfahrt, die als tragende
Organisation das WHW. durchführte, wird mit
dem 1. April ihre Sommer arbeit beginnen.
Diese richtet sich vor allem auf die Gesundung
des deutschen Volkes. Um nun den Beginn
dieser Arbeit, die außerordentliche Bedeutung
für die Nation und somit für die Aufbauarbeit
des Führers besitzt, sicherzustellen, veranstaltet
die NS.-Volkswohlfahrt am 4. und 3. April
eine Sammlung. Es wird erwartet, daß alle
Volksgenossen das nötige Verständnis für die
Wichtigkeit der Arbeit der NSV. aufbringen
und jeder sein Mögliches tut, wenn der NSV.-
Walter ihm die Sammelbüchse hinreicht.
* Die Lehrerschaft des Deutschen Reiches
führte als Abschluß des Winterhilfswerks im
Monat März eine Sondersammlung (Hans-
Schemm-Sammlung) unter den Mitgliedern
des NSLB. durch. Die Sammlung ergab für
die Kreisgruppe Rendsburg 350 JlJl, die dem
WHW.-Beauftragten überwiesen wurden.
* Jubiläen von Lehrpersonen. Am heutigen
Tage begeht die Lehrerin Marie Möller von
der Altstüdter Mädchenschule ein Doppel-Ju
biläum, nämlich ihr 30jühriges Dienst- und
zugleich Ortsjubilüum. Vor 30 Jahren, am
1. April 1906, trat sie an der Altstädter Mäd
chenschule in den Schuldienst der Stadt Rends
burg ein und ist während der 30 Jahre stets an
dieser Schule tätig gewesen. Sodann kann
heute der Lehrer Jürgen I e b e von der Alt
stüdter Mädchenschule auf eine 25jührige Tä
tigkeit im Schuldienst der Stadt Rendsburg
zurückblicken. Von Nübbel kommend, wo er
einige Jahre als Lehrer tätig gewesen, trat er
am 1. April 1911 eine Lehrcrstelle an der Alt
städter Mädchenschule an.
* Tein 25j8hriges Arbeitsjubiläum im
Dienste der Stadt begeht am Freitag, dem
3. April, der beim Stadtbauamt beschäftigte
Steinsetzer Klaus Maschmann.
* Alter treuer Mieter. Am 1. April d. I.
wohnt der pensionierte Werkmeister Otto Dorst
20 Jahre in dem Hause des Johann Peters,
Alte Kieler Landstraße 104. Dorst ist trotz sei
nes hohen Alters von 86 Jahren noch recht
rüstig.
* Gchilfenprüfttng. Der Konditorlehrling
Werner Nissen, gebürtig aus Kiel, beim Kon
ditormeister Wilhelm Schulze (Kaffeehaus
Albert) in Rendsburg in Lehre, bestand vor
der Handwerkskammer in Flensburg die Ge-
hilfenprüfung im Theoretischen und Prakti
schen mit Sehr gut.
* Der Angel - Sportverein Petri - Heil zu
Rendsburg hielt in Meins Gesellschaftshaus
seine Pflichtversammlung ab. Für Sonnabend
und Sonntag wird in Zukunft allgemein Ver
einsangeln angesetzt. Ausweispapiere hat jeder
Angler stets bei sich zu führen, auch das Ver
bandsabzeichen zu tragen. Die Mitglieder wur
den aufgefordert, Wildangler zur Meldung zu
bringen, damit endlich Ordnung geschaffen
werde. Ferner wurden die Schonzeiten im
Kanal bekanntgegeben. Bezüglich der Ausge
staltung der Jugcndgruppe wurde vom Ver
einsführer Jochimsen gebeten, daß besser ge
stellte Mitglieder die Patenschaft für bedürf
tige Jugendliche übernehmen. Die Patenschaft
umfaßt Ausstattung des Jugendlichen mit
einfachem Geschirr, Beitragszahlung und Aus
bildung am Fischwasser. Jährlich sollen die
Patenjungen ihre Paten wechseln, damit sie
die vielseitigen Interessengebiete kennenler
nen. Bekanntgegeben wurde, daß die Fisch-
l e i t e X in der Wehrau fertiggestellt ist. Der
Vereinsführer hob hervor, daß die Aufwen
dungen für Verbesserung der Fischgewässer
durch Besatz usw., die der Rendsburger Ver
ein gemacht hat, an erster oder zweiter Stelle
geschafft. Wer das seltsame mit drei Flossen
Mitglied für Fischbesatz aufgebracht worden.
Die Fahrtkosten für das Pfingsttreffen der
Sportangler in Kassel hin und zurück stellen
sich auf rund 20 JiJC. Teilnehmer können sich
noch melden. Sportfreund Ranft hielt einen
Bortrag über Anglererlebnisse in Norwegen.
Ranft hat sich längere Zeit in Norwegen auf
gehalten und dort Land und Leute kennen
gelernt. Er schilderte die prächtige Landschaft
mit ihren unzähligen kleinen Seen und Bächen
und stellte Episoden aus dem Anglerleben
heraus. Verdienter Beifall wurde ihm zuteil.
Der Abend wurde verschönt durch Musikvor
träge der Hauskapelle.
ScUletwity-UolsUif*
Reiterschein-PrLsvnse»
Wiederholung der Fahrer-Prüfung.
Erfahrungsgemäß haben die Reiterschein
prüfungen ergeben, daß die Kenntnisse im
Fahren größtenteils noch sehr schwach waren.
Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahr-
ausbilöung hat daher eine Wiederholung der
Prüfung im Fahren angeordnet.
Als Wieöerholungsplätze für Fahrerprü
fungen bestimme ich die Städte Flensburg,
Schleswig, Lübeck, Eutin, Kiel, Elmshorn, Itze
hoe und Rendsburg. Als Prüfungstermine
sind festgelegt:
Flensburg, Mittwoch, den 22. April 1936,
10 Uhr vormittags, Flensburg, Reitbahn
Mühlenholz 20.
Schleswig, Mittwoch, den 22. April 1936,
15 Uhr nachmittags, Schleswig, Reitbahn
Schloß Gottorf.
Lübeck, Donnerstag, den 23. April 1936, 9 Uhr
vormittags, Lübeck, Reitbahn Eschenburg
straße 29.
Eutin, Donnerstag, den 23. April 1936, 13 Uhr
nachmittags, Eutin, Reit- und Fahrschule.
Kiel, Donnerstag, den 23. April 1936, 18 Uhr
nachmittags, Kiel, Reitbahn Prüne 51.
Elmshorn Freitag, den 24. April 1936, 10 Uhr
vormittags, Elmshorn, Reit- und Fahr
schule.
Itzehoe, Freitag, den 24. April 1936, 10 Uhr
nachmittags, Itzehoe, Reitbahn Art.-Regt.
20, Gr.-Baaschburg.
Rendsburg, Sonnabend, den 25. April 1936,
10 Uhr vormittags, Rendsburg, Reitbahn
Kaserne Art.-Regt.
Zu diesen Wiederholungsprüfungen stellen
sich alle diejenigen Jung-Reiter, welche im
Reiten bestanden haben. Eine Liste über die
für die Wiederholung in Frage kommenden
Jung-Reiter ist den Führern der in den be
treffenden Kreisen liegenden SA.-Reiterstür-
mc zugegangen und durch diese in Erfahrung
zu bringen.
Der Beauftragte des Reichsinspckteurs für
Reit- und Fahrausbildung für die Prü
fungen zur Erlangung des Reiterscheines.
Mielberg, SA.-Sturinbannführer.
Heels Tlendsbucfy
ge. Timmaspe, 31. März. Einen schweren
Unfall erlitt der Lehrer i. R. Petersen aus
Gnutz. Kurz vor der Straßcngabelung mitten
im Ort geriet er, als er zwei aus beiden
Richtungen kommenden Kraftwagen aus
weichen mußte, mit seinem Kleinkraftrad an
den Kantstein und stürzte aufs Pflaster. Bei
dem gefährlichen Fall trug er erhebliche Kopf
verletzungen, besonders am rechten Auge da
von. Daneben verletzte er sich das rechte
Handgelenk und beide Kniegelenke. — Die
Verkehrsecke, an der sich der Unfall zugetragen
hat, ist eine der gefährlichsten in weiter Um
gebung. An dieser Stelle ist die Ortschaft dicht
geschlossen gebaut und alle drei Straßenzüge
machen unmittelbar vor ihrer dreifachen Ein
mündung starke Kurven, so daß die Uebersicht
schlecht ist. Die ungünstige Lage läßt indessen
Verbesserung dieser Gefahrenzone ohne Um-
gehungsbau nicht zu.
gn. Gnutz, 31. März. Sie können kerne
Freunde werden, nämlich unser standorttreüer
Storchvatcr und Bruder Steinkauz, ein eben
falls seit Jahren standorttreues Brutpaar. Um
die Zeit der Storchenheimkehr läßt das Käuz
lein seinen Lockgesang los und hockt dabei auf
Dachfirst und Leitungsmasten, sucht aber
„aus Schikane" mit Vorliebe nächste Nachbar
schaft vom Meister Adebar und unkt ihn,
wenn der schlafen will, egal mit seinem „Huitz"
an. Der hat an so etwas keine Freude, streicht
an und verjagt den Frechdachs. Lange dauert
es nicht, dann blockt der wieder an einer her
vorstechenden Stange der Heidekrautfirst auf,
an deren anderem Ende der Storch steht.
„Huitz!" Adebar schnellt das lange Philo
sophengesicht herum. „Huitz!" Segelt an.
Bruder Kauz duckt sich. Beim zweiten Mal
muuvt er auf die Spitze eines Leitungsmastes.
Hier muß der Große Ruhe geben. „Huitz! —i
Huitz!" „Pack", denkt Adebar und streicht
mit weiten Schwingen fernab in die stillen
Gebiete der Fuhlenau. — Im Winter hat der
Kauz sein Domizil regelmäßig im Kamin
eines dann unbewohnten alten Verlehns-
hauses, von dessen Rand er täglich Umschau
hält, eine kleine, putzige Vogelkugel.
es. Bordesholm, 1. April. Eine alte hand
werkerliche Sitte, das Gautschen von Jung-
üuchdruckern, wurde am Montag bei den Bor-
Reue Deiche - neue Köge - neues Land
Der gegenrvKrtrgo Stand der LandgeWinnungsarbeiten an der fchlesnrrg--holsternrfchsn Westküste
Ueber den gegenwärtigen Stand der großen
Landgewinnungsarbeiten und Bedeichungen
an der schleswig-holsteinischen Westküste wird
gemeldet:
Neuland auf Sylt
Vor der Insel Sylt wird durch den dem
nächst in Angriff genommenen Wattendeich
Morsum-Rantum neues Siedlungsland in
einer Größe von etwa 2000 Hektar gewonnen
werden. Der neue Damm wird sich quer durch
das Wattenmeer erstrecken. Der Neichs-
arbeitsdienst wird mit diesem Dammbau
wieder ein großes Werk fördern helfen.
Während man hier und anderswo bemüht
ist, neue Deiche um neugewonnene Köge zu
schließen, schreitet der Anwachs neuen Landes
weiter fort und läßt schon für die nächsten
Jahre neue große Erfolge erwarten. Sowohl
nördlich wie südlich des Hindenburgdammes
zeigt der Landanwachs verblüffende Fort-
chritte, so daß hier schon in kurzer Zeit zwei
neue Köge eingedeicht werden können. Südlich
des Dammes sind bereits fünf Millionen
Kubikmeter Schlick angelandet.
Landgewinnnngsarbciten
vor dem Marienkoog
Weiter südlich bis Horsbüll, vor dem
Marienkoog, ist das Anwachsrecht auf den
Staat übergegangen. Die Gemeinde, deren
Anwachsrecht noch auf einem Vertrag mit
Dänemark aus dem Jahre 1853 beruhte,
konnte wegen Mangel an Mitteln die Land
gewinnungsarbeiten nicht selbständig weiter
führen, so daß hier trotz bester Voraussetzun
gen ein Landanwachs nicht zu verzeichnen war.
vielmehr das Borland erheblich in Abbruch
geriet. Man hat eingesehen, daß die Lasten
der Landgewinnungsarbeiten auf die große
Schulter gelegt werden müssen und daher das
Anwachsrecht an den Staat abgetreten. Jetzt
werden vor dem Marienkoog die Landgcwin-
nungsarbeiten aussichtsreich weitergeführt,
und schon die ersten Anfänge haben zumuten
Ergebnissen geführt.
Bor dem Marienkoog liegt auch der Galms-
büller Sommerkoog. Hier sind Arbeiten zur
Verstärkung des Sommerdeiches im Gange,'
sie werden vom Rcichsarbeitsdienst aus
geführt. Der Koog wird bald der Bebauung
dienstbar gemacht werden können. Vor dem
Koog ist schon der neue Landanwachs in den
Anfängen erkennbar. Durch die Verstärkung
des Sommerdeiches, der durch das Herantreten
des Küstenstromes bis an den Deichfuß gefähr
det und fortgesetzt im Abbruch begriffen war,
ist diesem Ucbelstand abgeholfen worden.
1000 Hektar Vorländereien
werden eingedeicht
Südlich des Dammes Festland—Hallig Öland
bis hinunter nach Bongsiel sind, die Verhält
nisse ganz besonders günstig. Hier liegen be
reits große Vorländereien, und zwar sowohl
zwischen Dagcbüll-Kirche — Broderswarft —
Jönswarft, als auch nördlich von Bongsiel.
Die Neulandflüche vor dem Blumenkoog ist
bereits durch einen Sommerdeich geschützt. In
absehbarer Zeit wird hier ein neuer Koog von
etwa 1000 Hektar mit einer Deichlänge von
acht Kilometer gewonnen sein.
Der Osewoldter Koog
Das Vorland bei Dagebüll-Kirche ist in
zwischen eingedeicht worden. 170 Hektar wur
den mit einem 2,5 Kilometer langen Deich um
schlossen. Dieser neue Koog erhielt erst kürz
lich den Namen „Osewoldter Koog". Hier sind
schon Siedler auf bestem, altem Land an
gesetzt
In 25 Jahren nener Koog —
doppelt so groß wie der Adolf-Hitler-Koog
In dem Abschnitt südlich Bongsiel bis zur
Arlauschleuse, vor Ockholm, dem Sönke-Nissen-
Koog und dem Ceeilienkoog sind die Anlan
dungsverhältnisse ebenfalls außerordentlich
günstig. Vor dem Cecilienkog, der erst 1906
eingedeicht worden ist, und dem Sönke-Nissen-
Koog, der 1925 landfest wurde, befinden sich
schon wieder große Vorlandflächen. Der An
wachs macht hier rasche Fortschritte, und um
fangreiche Landgewinnungsarbeiten sind be
reits ausgeführt und auch weiterhin gegeben.
Der Damm nach der Hamburger Hallig und
der erst vor zwei Jahren ausgebaute Damm
nach Nordstrandischmoor haben die Anlandung
hervorragend gefördert. Nach Ablauf von
etwa 25 Jahren wird hier ein neuer Koog von
etwa 3000 Hektar, also von mehr als der
doppelten Größe des Adolf-Hitler-Kooges,
eingedeicht werden können. Dagegen dürfte
das Vorland zwischen Dagebüll und Bongsiel
erst in einem Zeitraum von 30 bis 40 Jahren
deichreif sein.
Die Auswirkung des neuen Dammes
Festland—Nordstrand
Sehr gut fortschreitende Anlandungen sind
auch nördlich des neuen Dammes Festlanö-
Noröstrand einem der gewaltigsten Bauwerke
der letzten drei. Jahre, festzustellen. Hier wird
man günstigenfalls- schon in dem kurzen Zeit
raum von etwa zehn Jahren den ersten neuen
Koog eindeichen können.
Erste Ernte im Finkhaus
und Padelack-Kovg
Vor Husum ist der neue Deich um den Koog
auf der Finkhaus- und Padelack-Hallig bereits
geschlossen, der Bau der Siedlungen ist in An
griff genommen. Hier kann in diesem Jahre
schon die erste Ernte hereingebracht werden.
Bei diesem Koog hat man ähnlich wie im Ker-
mann-Göring-Koog und dem Sönke-Nisscn-
Koog den Versuch unternommen, noch nicht
deichreifes Land mit einzubeziehen, um es
nachträglich in Kultur zu nehmen. Es wird
auf diesen Flächen noch eine planmäßige Ent
wässerung und Entsalzung des Bodens vor
genommen werden müssen. Die Einwirkung
von Luft und Sonne wird ein übriges tun.
Besiedlung des Uelvesbüller Kooges
Nördlich der Eider wurde der Uelvesbüller
Koog eingedeicht. 107 Hektar werden hier
bereits besiedelt. Vor dem Neu-Augusten-
Koog ist guter Anwachs zu verzeichnen. Von
Westerhever-Tetenbüll, von Simonsberg bis
Tetenbüllspieker bieten sich in absehbarer Zeit
neue Beüeichungsmöglichkeiten. Nach Ablauf
von 25 bis 30 Jahren werden hier zwei schöne
Köge gewonnen sein.
Der Pflug geht über Neuland
Der 660 Hektar große Osterhever Sommer
koog erhält bereits Winterbcöeichung. Eine
Million Kubikmeter Boden werden hier be
wegt. Der Koog kann im Oktober gepflügt
werden.
Vom Reichsarbeitsdienst ist inzwischen der
Deich um den Sophien-Sommerkoog so ver
stärkt worden, daß Ueberflutungen nicht mehr
eintreten können und das Land gepflügt wer
den kann.
Weitere Landgewinnung
vor der Küste Eiderstedts
Vor dem Hermann-Göring-Koog in der
Tümlauer Bucht und nördlich davon bis
Westerhever-Sand werden Arbeiten zur Ge
winnung neuen Landes ausgeführt. Auch am
Nordufer der Eider bei Kating kann alsbald
wieder ein neuer Koog der Besiedlung er
schlossen werden. In zehn bis fünfzehn Jah
ren wird dieser Koog hinter einem neuen
Deiche liegen. Die Vorländereien erstrecken
sich hier weit hinaus. Die „Grüne Insel" ist
bereits landfcst.
Tausend Hektar Neuland
werden eingedeicht
Ein neues Projekt sieht die Sommer
bedeichung des Oldensworter Vorlandes von
Tönning aufwärts vor. Weiter südlich wird
demnächst vom Hedwig-Sommerkoog bis zum
Wesselburencr Koog Neuland von rund 1000
Hektar zur Bedeichung kommen können.
Insgesamt 13 000 Hektar Neuland
in Arbeit
Zur Zeit sind in dem Gebiet von der däni
schen Grenze bis hinunter nach Büsum 4000
Hektar Vorland, 6000 Hektar Watten, 4000
Hektar mit Queller bestandene Flüchen, zu
sammen also 13 000 Hektar zukünftigen Neu
landes« tu Arbeit.