129. Jahrgang
Schleswig
129. bahrgang.
Renösdurger Tagedlott
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Nach Jahren des Kampfes die Anerkennung. — Der Einsatz des Fnhrerkorps im Reichsarbeitsdienst war entscheidend für den Erfolg.
Konstantin Hierl, der Schöpfer des Arbeitsdienstgedankens nationalsozialistischer Prägung. — Warum Erziehungsfchule der Nation?
Grundsätzliche Worte von Reichsarbeitsführer Hierl und Generalarbeitsführer Dr. Will Decker. — Ein stolzer Tag in der Geschichte der Nation
schaffen hat. Selbstverständlich steht d i e
Arbeit im Mittelpunkt alles Geschehens.
Aber der Begriff Arbeit hat ein ganz anderes
Gepräge und einen neuen Inhalt erhalten.
Der Begriff Arbeit verband sich
mit dem Begriff Ehre, das gemeinsame
Schaffen im Arbeitsdienst wurden zum Ehren
dienst an der Nation, und nur der kann wahr
haft Mitglied unserer Volksgemeinschaft sein,
der diesen Ehrendienst dem Volke geleistet hat,
nur der kann die Rechte unseres Staates
für sich beanspruchen, der auch seiner Pflicht
im Arbeitsdienst genügt hat. Denn es wird
nicht irgendeine Arbeit geleistet, sondern
d i e Arbeit am deutschen Boden, d i e Arbeit,
die dem deutschen Volke die Nahrungsfreiheit
sichern soll, und die neue fruchtbare Provinzen
schafft ohne Kriege. Solch Schaffen aber ist
schon alleine ein Erziehungsfaktor von un
schätzbarem Wert. Hinzu kommt die Kame
ra d s ch a f t im Lager, die alle ohne Ausnahme
umfaßt, und in der sich der Führer eben nur
behaupten kann durch sein Vorvild und durch
seinen eigenen Einsatz. Darum mußte die Aus
lese des Führerkorps so hart sein, denn mit
dem Führer der Abteilung steht und füllt der
Erfolg aller Arbeit. Neben der Erziehung zum
geadelten Begriff der Arbeit und zur Kame
radschaft steht die nationalpolitische
Schulung. Hier erhält der junge Arbeits
dienstmann sein Wissen um den nationalsozia
listischen Neubau unseres Volkes und Staates.
Er lernt die großen Männer unserer Geschichte
kennen, lernt aus der Geschichte unseres Vol
kes, warum es für uns nur noch den einen
Weg gab, den uns der Führer gezeigt hat, und
den wir alle freudig mit ihm beschritten haben.
Er wird gefestigt hier in der Weltanschauung
des Nationalsozialismus. Aber damit erschöpft
sich noch nicht die Aufgabe, die der Reichsar
beitsführer Hierl sich und seinen Mitarbeitern
gestellt hat. In der Gestaltung der Frei
zeit erhält der Arbeitsöienstmann — vielleicht
zum ersten Male in seinem jungen Leben —
Verbindung mit deutscher Kunst, deutscher
Kultur, mit der deutschen Heimat und den kul-
turschaffenden Kräften, die in der Heimat und
im Volkstum verwurzelt sind. Und so mancher
junge Mensch hat hier in der Freizeitgestaltung
sich selbst gefunden, hat seinen Weg gemacht
-2- Nun ist es ein Jahr
WMi her, daß der Arbeits-
M dienst vom Führer durch
» das Neichsarbeitsdienst-
■ Ş : gesetz zur Pflicht erho-
I Ş Ņ Int ben wurde. Es ist ein
« ş ; ’0/ Tag stolzer Erinnerung
M * „ - V nicht nur für die Füh-
ņ J j rer im Arbeitsdienst
Ml iT' J und für den Schöpfer
Hk des Arbeitsdienstgedan-
|p r : v ' 1 lens nativnalsozialisti-
F/€á scher Prägung, Oberst
a - D. K vnstantin
Ww. Hierl, sondern dar
über hinaus für unser
ganzes Volk. Wir haben damit der Welt ein
Beispiel gegeben, das einzig dasteht, und das
besser als Worte es vermögen den friedlichen
und starken Aufbauwillen unserer Nation un
ter Beweis stellt. Für die Verfechter des Ar
beitsdienstgedankens aber bleibt dieser Tag ein
Meilenstein in der Geschichte eines zuerst ent
sagungsvollen und aufopfernden Kampfes.
Dem Arbeitsdienst ist n i ch t s v o n s e l b st in
den Schoß gefallen, alles mußte schwer erkämpft
und errungen werden. Erst das Berständ-
n i s für die neue Idee, dann die Anerken
nung im Volke und vor allen Dingen in der
Jugend und zuletzt das Gesetz, das dip
Pflicht schuf für Deutschlands Jugend. Der
Arbeitsdienst ist von untenher gewach
sen, hat sich allen Widerständen zum Trotz
durchgesetzt und steht darum auch fester da, als
wenn ein einfaches Gesetz ihn geschaffen hätte.
War es doch etwas unerhört Neues, daß der
junge Deutsche nicht nur mit der Waffe, son
dern auch mit dem Spaten sein Volk und seine
Heimat verteidigen kann!
1932 bildete noch ein
ķàw. f winzigerNaum in einer
I şş kleinen Wohnung in
i Eckernförde die Gau-
ļr »ķ .sï dienst stelle des NS.-Ar-
Ş V beitsdicnstes, fast nur
«î- ja freiwillige oder nur gc-
ring besoldete Helfer
standen unserm jetzigen
ÆÆj' Arbeitsgauführer
/, t Oberstarbeitsführer
Triebe! zur Verfü-
feidyfr, gung, auf dem Fahrrad
waren seine Krcisbe-
auftragten ehrenamtlich unterwegs, um die
ersten Grundsteine für den späteren gewaltigen
Bau zu legen. Und auch mit der Machtüber
nahme wurde es nicht viel anders, kam auch
nicht sofort das Gesetz. Zwei Jahre lang mußte
der Reichsarbeitsführer mit seinen Getreuen
noch unermüdlich weiterarbeiten, bis alle Kin
derkrankheiten der kommenden Organisation
überwunden waren, bis der Arbeitsdienst
durch seinen eigenen Einsatz gezeigt
hatte, daß die Zeit reif war für ein Gesetz,
welches den Arbeitsdienst zur Pflicht erhob.
In diesen Kampfjahren waren es hauptsächlich
die Führer, deren Einsatzfreudigkeit und
Opferbereitschaft wir das verdanken, was heute
aus dem Arbeitsdienst geworden ist. Aber die
Füyrerfrage ist eben für den Reichsarbeits-
dienst und seine Zweckbestimmung das Ent
scheidende. In diesen harten Jahren fiel ab,
was ungeeignet, was nur eine Versorgung für
sich im Arbeitsdienst gesehen hatte. Die an
deren aber, die den Gedanken begriffen und
von der Aufgabe beseelt waren, wurden fester
und härter, wurden die brauchbaren Mithelfer
am großen Werk.
Die große Erziehungsschule der Nation wird
der Reichsarbeitsdienst genannt. Und tatsäch
lich gibt es keine ähnliche Einrichtung, die so
wie der Arbeitsdienst auf allen Gebieten un
seres völkischen Lebens neue Werte g e -
zur Künstlerschaft. Unzählige Kunstwerke sind
aus dem Arbeitsdienst hervorgegangen, Kunst
werke, die uns erkennen lassen, wieviel Gesun
des noch in unserem Volke schlummert, wie
viel brachliegende Kräfte aufschießen, wenn sie
nur geweckt werden.
Auch im Ausland hat der deutsche Arbeits
dienst eine wachsende Zahl von Bewunderern
gefunden. Längst sind die Verächtlichmachungen
aus den führenden Blättern verschwunden. Ich
erinnere mich noch eines Besuchs eines däni
schen Journalisten, der mir nach einer Besich
tigung einer Abteilung im Jahre 1934 sagte:
„Das müßte man auch bei uns einführen, un
sere Jugend gebraucht das genau so wie Ihre
Jugend, und unser Volk würde großen Nutzen
davon haben." Auf der diesjährigen Dritten
Reichstagung der Nordischen Gesellschaft in
Lübeck hatten die dort anwesenden 700 Aus
länder aus dem Norden Gelegenheit, eine be
sonders eindrucksvolle Feierstunde des Arbeits
dienstes mitzuerleben. Vor dem altehrwürdi
gen Holstentor fand in Gegenwart des Neichs-
arbeitsführers Hierl die Reichssonnenwenö-
feier des Reichsarbeitsdienstes statt. Das ein
drucksvolle Bild der Fackelträger, des brennen
den Holzstoßes mit dem schönen Tor und den
alten Salzspeichern als Hintergrund, die Worte
und Lieder haben den nordischen Gästen einen
wenn auch kurzen Einblick in das Wesen des
Arbeitsdienstes gestattet. Vor allem aber wa
ren es wohl die Worte, die einer der Besten im
Arbeitsdienst, Generalarbeitsführer Dr. Will
Decker als Fcuerrede sprach: „Heldentum of
fenbart sich nicht nur auf den Schlachtfeldern
des Krieges, sondern vielmehr und ganz erst
auf den Kampfplätzen, auf denen V ö l k e r ge
boren werden. Völker aber werden nicht auf
Schlachtfeldern geboren, sondern s i e gewinnen
Gestalt in den Glaubens kämpfen um ihre«
inneren Wert. Diese Glaubenskämpfe aber
werden ausgetragen auf dem Boden, der die
Heimat ist, und in der Arbeit für das Ziel, daß
dieser Boden Heimat bleibt. Da schweigt das
Wort, die Phrase, die Berechnung. Da muß der
einzelne hinein in die Feuerprobe der Be-
währung seines Willens. Da muß jeder zeigen,
ob er Held sein kann oder nur Händler ist. Da
muß er nicht nur wissen, daß seine Ahnen ein
mal Bauern waren. Da muß er selber wieder
wollen, Bauer zu sein!
Und so stehen wir, Deutschlands Arbeitssol
daten, in dieser Stunde vor unserm Volk und
vor der nordischen Welt, um aus unserm Geiste
das Bekenntnis abzulegen, daß wir nicht
schwach, sondern stark, nicht feige, sondern tap
fer, nicht faul, sondern fleißig, nicht ichbetont,
sondern wirverpflichtet, nicht berechnend, son
dern gläubig, nicht von fremden Welten ge
stempelt, sondern aus eigener Art uns entfal
tend, nicht prahlend, sondern schaffend hinter
unserm Führer stehen. Söhne und Töchter sei
nes Volkes, die willens sind, sauber zu leben
und saubere Ahnherren kommender Geschlech
ter zu werden."
Vom Reichsarbeitsdienst, Gau VII, Kiel, gehl
uns folgender Bericht zu:
Heute vor einem Jahr, am 26. Juni 1933,
wurde der Arbeitsdienst durch das Reichsar
beitsdienstgesetz zur Pflicht erhoben. Damit
hatte der jahrelange Kampf uni die Einfüh-
rung der Arbeitsdienstpflicht sein Ende, ein
nationalsozialistischer Erziehungsgeüanke staat
liche Anerkennung gefunden. Eine Einrichtung
der Partei war zu einer Einrichtung des
Staates geworden, das neuartigste und in der
Welt beispiellose Erziehungsmittel national
sozialistischer Prägung zur Schule der Nation
aufgerückt. Der Arbeitsdienst, in seiner heuti
gen Form, ist das Werk des Reichsarbeits
führer Konstantin Hierl.
1930 zuerst durfte der Oberst a. D. Hierl, da
mals Organisationsleiter II der Partei, dem
Führer seine grundsätzlichen Auffassungen über
den Sinn und Zweck des Arbeitsdienstes aus
führlich vortragen. Von da ab begann das mit
nationalsozialistischer Zähigkeit geführte Rin
gen um die Verwirklichung seines Begriffes
vom Arbeitsdienst.
Ihm bedeutet der Arbciksdienst „etwas an
deres, viel Größeres als eine aus der Not der
Zeit geborene vorübergehende Aushilfe zur
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
Die Idee der Arbeitsdienstpflicht bedeutet
die folgerichtige Fortführung und notwendige
Ergänzung der Gedanken, die zur allgemeinen
Schulpflicht und allgemeinen Wehrpflicht ge
führt haben.
Nicht nur im Kriege mit der Waffe, sondern
auch im Frieden mit dem Werkzeug soll der
Deutsche seinem Volke dienen. Jeder Deutsche
soll Arbeiter und Kämpfer für sein Volk sein."
Dieser Grundsatz wurde durch das Reichsar
beitsdienst-Gesetz vom 26. Juni 1935 verwirk
licht.
Und all das war nur möglich durch den An
klang, den der Gedanke des Dienstes am Volk
und Boden durch Arbeit in einer Zeit tiefsten
wirtschaftlichen und sittlichen Verfalls in der
deutschen Jugend gesunden hatte.
Mit Freude und Stolz sieht der Reichsar
beitsdienst an der Schwelle des zweiten Jahres
seines Bestehens als staatliche Einrichtung auf
das bisher Geleistete zurück.
Dem zielstrebigen Willen des Reichsarbeits
führers, dem nie ermüdenden, selbstlosen Ein
satz einer ideal gesonnenen deutschen Jugend
und dem Entschluß des Führers, den national
sozialistischen Arbeitsdienst nach einer Zeit der
Probe und Bewährung zur staatlichen Einrich
tung zu erheben, ist es zu verdanken, daß heute
der Reichsarbeitsdienst, diese hohe Schule zur
Arbeit und Pflicht, als eine Säule des natio
nalsozialistischen Staates vor uns steht.
Der 26. Juni 1935 aber wird als ein Tag
von höchster Bedeutung in die deutsche Ge
schichte eingehen, da an diesem Tag, nachdem
die allgemeine Schul- und Wehrpflicht bereits
bestand, unserem Volke nun auch die Arbeits-
Reichsarbeitsführcr Hierl vor der Bczirksführerschule Ende Januar 1936.
Rechts von ihm der Leiter der Schule, Oberarbeitsführer S t e i n b a ch , ganz linki
der Führer des Arbeitsgaues 7, Obcrstarbeitsführer Triebel, daneben General
arbeitsführer Freiherr von Löffel Holz-Cvlberg,- Oberstfeldmeister T h v t
dienstpflicht gegeben wurde als Ehrenpflicht
der deutschen Jugend und als Dienst an Volk
und Boden.
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