Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

*29. Jahrgang / Nr. 147 / Zweites Blatt 
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Lanbeszoitrrng 
RoidsburserT-seblaL 
Rendsburg, den 26. Juni 1936. 
Jahresversammlung und Jahresbericht 
unserer Feuerwehr 
Die diesjährige Jahresversammlung der 
Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg fand am 
Mittwochabend in Hansens Gasthof statt. 
Aöehrführer Dr. F e n n begrüßte die zahlreich 
erschienenen Kameraden, insbesondere auch 
den früheren Wchrführer Stöbert und den 
langjährigen Brandmeister Langhein. Er 
dankte allen für die Hingabe und Pflichter 
füllung zum Wohle der Allgemeinheit. 
Den Tätigkeitsbericht für die Zeit vom 
l. April 1938 bis 31. März 1936 erstattete der 
Schriftwart Oberbrandmeister D e l f s. Dem 
Bericht sei entnommen: Das Fcuerlöschgesetz 
verlangt eine planmäßige und gewissenhafte 
Schulung jedes einzelnen Feuerwehrmannes. 
Die Schulung erstreckt sich nicht nur auf die 
eigentlichen Aufgaben der Feuerlöschtätigkeit, 
sie soll vielmehr jedem einzelnen Kameraden 
auch die weltanschauliche Auffassung vermit 
teln und ihn in diesen Gedanken erziehen. Die 
Feuerwehr ist nach dem Feuerlöschgesetz in 
eine Feuerlöschpolizei umgewandelt,' ihr kön 
nen gegebenenfalls besondere Aufgaben zuge 
teilt werden. In diesem Rahmen sind von dem 
ProvinzialFeuerwehrführer die weiteren An 
ordnungen zur planmäßigen Ausbildung der 
Feuerwehren erlassen. Die Schulung unserer 
Äehr wird in diesem Sinne durchgeführt. 
Am 15. April 1935 wurde die Wehr auf den 
Führer feierlich vereidigt. Es fanden 30 Ue 
bungen statt. Sie dienten zur Schulung am 
Gerät und Ausbildung im Fußdienst. Ferner 
ivaren 3 Appelle und Vorträge sowie 3 Groß 
alarmübungen. Bei diesen Uebungen wurde 
bte ganze Wehr auf einen angenommenen 
Ernstfall eingesetzt und jeder Zugführer mit 
möglichst selbständiger verantwortlicher Lei 
tung seines Zuges beauftragt. Weitere plan 
mäßige Ausbildung erfolgte durch Souder- 
ausbilüung von Mannschaften im Maschini 
stenkursus und durch Schulungen der Führer 
im Kreisverband. Am 14. Mai 1935 wurde die 
Wehr durch den Lanöesbranddirektor und am 
30. November 1935 durch den Provinzial-Fcu- 
erwehrführer besichtigt. Im Anfang des Be 
richtsjahres wurden 63 Anwärter aufgenom 
men. Hiervon wurden diejenigen, deren halb 
jährige Ausbildung ordnungsmäßig durchge 
führt war, an dem Kameradschaftsabend der 
Wehr im Januar auf den Führer pflichtge 
mäß vereidigt. 
Im Berichtsjahr hatte die Wehr 2 Grotzfeuer 
»nd 8 Kleinfeuer zu bekämpfen. Außerdem 
vurde sie viermal zur Beseitigung von Ueber- 
schwemmungen und einmal zur Hilfeleistung 
gerufen. Weiter wurde die Wehr mit der Aus 
bildung der zum zivilen Luftschutz herange 
zogenen Volksgenossen betraut. Die Zugführer 
der Wehr, soweit sie dem staatlichen Luftschutz 
eingegliedert sind, erhielten für ihre Aufgaben 
besondere planmäßige Schulung. An den 
Uebungen der Wehr nahmen 171 Zugführer 
Und 2184 Mannschaften teil, d. s. durchschnitt 
lich 66 Mann. 
Die regelmäßige Ausbildung einzelner 
Mannschaften stieß insofern auf Schwierigkei 
ten, als ein Teil der Kameraden dauernd oder 
doch längere Zeit auswärts Beschäftigung ge 
funden hatte und daher an den Uebungen 
nicht teilnehmen konnte. Immerhin ist aber 
der Stamm, der ständig zur Verfügung stand 
und sich auch freudig am Dienst beteiligte, so 
stark, daß die S ch l a g k r a f t d e r W e h r in 
jeder Weise gesichert ist. Jeder einzelne Feuer 
wehrmann soll eine so ausreichende Schulung 
erhalten, daß er allen Anforderungen des 
Feuerlöschdienstes gewachsen ist. Es wurden 
4 Marktwachen und 64 Theaterwachen gestellt. 
Hierbei waren 186 Feuerwehrleute tätig. 
Der Mannschaftsbestand der Wehr stellte sich 
zu Anfang des Berichtsjahres auf 90, zum 
Schluß auf 119 Mann. Der Abgang beträgt 38. 
der Zugang 67 Mann. Der Abgang ist in der 
Hauptsache dadurch entstanden, daß die Kame 
raden zur Wehrmacht oder zum Reichsarbcits- 
dienst einberufen wurden oder von Rendsburg 
jortzogen. 
Nachdem der Kassenwart Brandmeister 
Dbitz den Kassenbericht erstattet hatte, wurde 
dem Führerrat, insbesondere dem Kassenwart, 
Entlastung erteilt. Dem Kassenbericht sei noch 
entnommen, daß 76 passive Mitglieder vor 
handen sind. Deren Beiträge bedeuten für die 
Wehr eine erfreuliche Einnahmequelle. 
Brandmeister D e t h l e f s e n gab einen Be 
richt über den Verlauf des Provinzialfeuer 
wehrtages im Mai in Meldorf. Ueber den 
Kreisfeuerwehrtag am 14. Juni in Achterwehr 
berichteten Wehrführer Dr. Fenn und Haupt 
brandmeister Taruow. Der Wehrführer teilte 
mit, daß im Staütctat im wesentlichen 
wieder die für die Feuerwehr notwendigen 
Mittel eingesetzt seien. Eine neue Klein 
motor s p r i tz e, die notwendig ist, sei bestellt 
und werde in etwa 14 Tagen eintreffen. Mit 
einem Siegheil auf den Führer Adolf Hitler 
wurde die Tagesordnung in kurzer Zeit er 
ledigt. Anschließend blieb man noch einige 
Zeit bei Musik und Gesang gesellig beisam 
men. 
wie soll ein Mädel deute aussehen? 
Schlank, sportlich und — natürlich braun- 
gebrannt! Das ist zeitgemäß und 
ein Zeichen von gesunder 
Lebensweise. Und wer schön 
bräunen will, benutzt Nivea- 
Creme oder Nivea-Öl. Es 
schützt und bräunt zugleich! 
Iimgmädel heraus! 
Jetzt beginnt für uns die Zeit, wo wir einen 
Beweis ablegen wollen für das, was wir an 
unseren Turn- und Heimnachmittagen, unse 
ren Staatsjugenötagen uns erarbeitet haben. 
Bald werden über 2000 BDM.- und JM.- 
Mädel aus dem gesamten Untergau 163 zum 
Sportfest nach Rendsburg kommen. 
Da heißt es alle Kraft zusammennehmen. Es 
kommt auf jedes Jungmädel an. 
Darum wollen wir die Vorbereitungszeit 
mit einem großen Standortappell beginnen. 
Am Sonnabendmorgen um 8 Uhr wird der ge 
samte JM.-Standort Rendsburg zum ersten 
Male die Staudvrtfahne vor der Stadthallc 
hissen. Auf hebt unsere Fahnen in den fri 
schen Morgenwind! 
Der Bürgermeister und Ortsgruppenleitcr 
der NSDAP., Pg. Krabbes, wird mit einigen 
Worten der JM.-Standortführerin die HJ.- 
Fahne übergeben. Ein Fahnenspruch. Heißt 
Flagge! Langsam werden die HJ.-Fahne und 
die Fahne des Deutschen Jungvolks am Mast 
emporsteigen. Das Lied „Erde schafft das 
Neue" wird die Fahnenhissung beenden. 
So werden in Zukunft an jedem Staats 
jugendtag gemeinsam von einer JM.-Schar 
und einem Jungzug die Standortfahnen ge 
hißt werden. Gemeinsam werden Jungmädel 
und Pimpfe Wache halten. 
Dann wird jeder, der an der Stadthalle vor 
beigeht, daran erinnert werden, daß die Pa 
role der Jugend an jedem Sonnabend lautet: 
Dienst für Deutschland! 
Wir folgen unserer Fahne! Heil Hitler! 
Jungmädeluntergau 163. 
Verwaltungsakademie 
Die Reihe der Schulungsabende der Ver 
waltungsakademie beschloß gestern Prof. Dr. 
Weinhandl-Kiel mit einem ausgezeichneten 
Vortrag über das Thema: Nationalsozialis 
mus als Umwaüdlung des deutschen Menschen. 
Prof. Weinhandl war den Hörern nicht mehr 
unbekannt, sondern von einem früheren Vor 
trag her noch in guter Erinnerung. Ein Red 
ner, der von Mensch zu Mensch spricht, phra 
senlos und einfach in seinen Darstellungen, 
die des natürlichen Humors nicht entbehren. 
Nationalsozialismus als Umwandlung des 
deutschen Menschen. Wie war das Leben im 
allgemeinen in der Zeit des Marxismus auf 
gebaut? Der Redner gab als Beispiel das 
tägliche Dasein der mittleren Beamten. Zu 
meist fand man Verdrossenheit vor. Der Sinn 
des Lebens bestand in der Sehnsucht nach der 
Freizeit — in der Arbeit um die Pensions 
berechtigung. Wo aber war der Sinn des Le 
bens, wenn der Tod vorher eintrat? Als der 
Nationalsozialismus den Staat umwandelte, 
gingen deutlich innere Veränderungen im Le 
ben des einzelnen vor. Die einen gingen in 
die SA. und lernten die Kameradschaft ken 
nen, die anderen sahen wieder Ziel und ein 
heitliche Richtung in der neuen staatsführendcn 
Gewalt und fühlten sich von den Wirren des 
allgemeinen Tohuwabohus entlastet, zumindest 
aber fühlte jeder, ich habe eine Arbeit, die im 
großen Räderwerk dringend erforderlich ist 
.und ich ziehe an der gleichen Leine wie alle 
Volksgenossen. Dieses Darum-Wissen befreite 
von den Minderwertigkeitskomplexen, die 
durch die innere menschliche Unsicherheit im 
Marxismus begründet war. Erst das Ge 
meinschaftsgefühl in der lebensbejahenden 
Weltanschauung des Nationalsozialismus brach 
die Unsicherheit. Mit den Ausführungen 
über den Kameradschaftsgeist und der Forde 
rung, daß jeder innerhalb seines Pflichtkreises 
das Beste leisten solle, schloß der Redner sei 
nen Vortrag. A 
Willi und Gerhard 
Zwei junge Burschen und ein alter Bösewicht. 
Vor 14 Tagen wurde die Festnahme zweier 
junger Burschen im Alter von 20 und 16 Jah 
ren mitgeteilt. Sie waren wochenlang bettelnd 
durchs Land gezogen und hatten sich hier ob 
dachlos gemeldet: Willi E. aus Hamburg und 
Gerhard W. aus Leipzig. Der Aeltere, Willi, 
stand gestern vor dem Strafrichter, der Jün 
gere kommt vor das Jugendgericht. Beide ha 
ben sich in Wittenberg im Bezirk Halle ken 
nengelernt und sind über Hamburg nach 
Schleswig-Holstein gedippelt. Bevor die Poli 
zei in Rendsburg Interesse an ihnen nahm, 
sind sie in Flensburg gewesen. 
Willi hat trotz seiner erst 20 Jährchen schon 
seine Strafakte. Sein Vater ist im Krieg ge 
fallen, die Mutter lebt in einem Altonaer 
Vorort. Bereits im Jahre 1932, mit 16 Jah 
ren also, wurde er vom Jugendgericht Ham 
burg wegen Diebstahls in zwei Fällen und 
Unterschlagung zu 6 Wochen Gefängnis ver 
urteilt. Die Amnestie vom 7. 8. 1934 befreite 
ihn von der Strafe. 1936 erhielt er in Neu 
ruppin, der märkischen Stadt der Bilderbogen, 
wegen Diebstahls 3 Monate Gefängnis. Weil 
er mit dem 8 175 in Konflikt geraten, wurde 
er 1936 in Hamburg unter Anrechnung der 
Untersuchungshaft zu 3 Monaten Gefängnis 
verurteilt. Neuruppiner und Hamburger 
Strafe wurden zu 6 Monaten zusammenge 
faßt. Am 27. März d. Js. ließ Willi die Ge 
fängnismauern hinter sich. 
Doch dann fing das Zigeunern wieder an. 
Willi wanderte nach Neuruppin und holte sich 
Fahrrad und Koffer, die dort seinerzeit be 
schlagnahmt worden waren. In Potsdam 
stellte er sich zur Musterung,' angeblich hat er 
im Herbst die Einberufung zu erwarten. Von 
Dresden schickte er das Rad nach Hause. Mit 
dem Leipziger begab er sich auf die Landstraße. 
In Hamburg hat Willi den Gerhard einem 
alten Bösewicht von 63 Jahren zugeführt, 
mit dem er sich nach 8 175 strafbar gemacht 
hatte. Der Bösewicht und Jugcndverderber 
ist glücklicherweise bekannt) an den hier im 
Amtsgerichtsgefängnis sitzenden Sechzehnjäh 
rigen schrieb er einen Brief. 
Der Richter redete Willi, der starren Blicks 
und augenscheinlich- etwas dekadent in der 
Anklagebank stand, ins Gewissen: jetzt, wo 
Arbeitskräfte von Dorf zu Dorf gesucht wür 
den, wolle der Angeklagte keine Arbeitsgele 
genheit gefunden haben? Die Zeiten eines 
auf schlechte Gedanken bringenden Herum 
streichens seien vorbei. Anstatt beim Bauern 
zu arbeiten und abends, müde von der Arbeit, 
in Schlaf zu sinken, dabei aber gesund zu blei 
ben, sei er nichtstuend sowie plan- und ziellos 
umhergezogen und habe auch noch den andern 
jungen Mann verdorben. 
Der Amtsanwalt beantragte wegen Bet- 
telns und Landstreichens 3 Wochen Haft und 
Ueberweisung in ein Arbeitshaus nach ver 
büßter Strafe. Das Verhalten des Angeklag 
ten nach Verbüßung der 6 Monate lasse keinen 
günstigen Rückschluß zu. Bis zur etwaigen 
Einberufung in den Reichsarbeits- bzw. 
Militärdienst müsse sich der Verurteilte noch 
an Zucht und Ordnung gewöhnen,' wenn es 
soweit sei, werde das Gericht über seine Ent 
lassung aus dem Arbeitshause zu entscheiden 
haben. Willis Beteuerung, er wolle sich nun 
mehr bessern, kam zu spät. Das Urteil lau 
tete antragsgemäß. Hoffentlich gelingt es, 
aus dem Hamburger noch einen ordentlichen 
Kerl zu machen und ihn von der Arbeitsscheu 
zur ehrlichen Arbeit zu bekehren. Ihn nach den 
paar Haftwochen abermals bummeln zu las 
sen, wäre untunlich. # 
Ein sommerliches Gemeindefest 
findet am kommenden Sonntag um 4 Uhr 
draußen im Nobiskrüger Gehölz statt, wozu 
Bänke im Walde aufgestellt sind. Der Rends- 
burger Männergesangverein „Liedertafel", der 
sich auch in diesem Jahr zur Verfügung stellt, 
wird religiöse Lieder und alte deutsche Volks 
lieder zum Vortrag bringen, und der Posau 
nenchor spielt Choräle und frohe Weisen. Durch 
eine kurze Vorführung beteiligt sich auch die 
Gemeindejugend. Es ist gelungen, als Redner 
Propst Steffens aus Neumünster zu ge 
winnen, der als früherer Marineoffizier und 
als jetziger Propst in vielen Gegenden Hol 
steins bekannt ist. Er spricht über das Thema 
„Fromm vor Gott — treu dem Volk". Das 
Sommerfest, das bei ungünstiger Witterung 
auf der Veranda stattfindet, wird sicher auch in 
diesem Jahr manchen sonntäglichen Spazier 
gänger ins Gehölz locken und ihm eine schöne 
sonntägliche Stunde schenken. 
* # # 
* Verlängerung der Polizeistunde. Die Poli 
zeistunde ist für die Markttage vom 28.—30. 
Juni von der Ortspolizeibehörde allgemein 
bis 3 Uhr verlängert. 
* Kraft-durch-Freude-Sonderfahrt. Für die 
Fahrt am 28. 6. Rendsburg—Hamburg zum 
Derby sind noch einige Karten zu haben. Fahr 
preis hin und zurück 2,60 RM. Abfahrt 7,44, 
Rückfahrt 21,24 Uhr. Karten fürs Derby 50 Pf. 
Freitag, den 28. Juni 1936. 
Gemeinschastssingen des Jungvolks. 
Das gesamte Rendsburger Jungvolk wird 
am morgigen Sonnabend um 20.15 Uhr auf 
dem Altstädter Markt aufmarschieren, um un 
ter Leitung von Musiklehrer Friedrichs ge 
meinsam mit Eltern und Freunden — die zu 
der Veranstaltung herzlich eingeladen werden 
— eine fröhliche Singstunde zu erleben. Sol 
daten- und Jägerlieder aus alter und neuer 
Zeit sollen erklingen und Zeugnis ablegen 
von dem Geist, der schon unsere Pimpfe erfüllt. 
Fanfarenkläuge werden jeden willkommen 
heißen, der an solchem Singen Freude hat und 
darum selber mittun will. 
* * * 
* Um den „Ostseepreis". Der Gau 7, Be 
zirk 1 Schleswig-Holstein, im Deutschen Rad 
fahrer-Verband läßt am Sonntag, dem 28. d 
M., auf der Strecke Kiel—Eckernförde—Schles 
wig—Jagel und zurück den „Ostseepreis" über 
100 Klm. zum Austrag brings. Es liegen 
8 Meldungen vor. : 
* Freundschaftskegeln. Der Bäckermeister- 
Kegelklub „Lat em susen" aus Schleswig war 
am Mittwoch in Rendsburg zu Gast. Nachmit 
tags wurde im Keglerheim „Schweizerhalle" 
zwischen dem Schleswiger Klub und dem Bäk- 
kermeister-Klub „Kerngesund", Rendsburg, 
ein Freundschaftskegeln veranstaltet. Jeder 
Verein stellte 10 Kegler. Sieger wurde Rends 
burg mit 1138 Holz. Die Schleswiger warfen 
1079 Holz. Abends um 10 Uhr fuhren die 
Schleswiger im Auto heim. 
4- * 
Seedienst Ostpreußen 
Um aus Anlaß des Ferienbeginns in 
Hamburg, Bremen und Mitteldeutschland recht 
viele Besucher für Ostpreußen zu gewinnen, 
hat der Seedienst Ostpreußen sente Fahrten 
von und nach Travemünde (Lübeck» und Kiel 
so verdichtet, daß zwischen dem 3. und 11. Juli 
fast täglich ein Schiff von Travemünde (8.20 
Uhr) oder Kiel (6 Uhr) abfährt oder dort (am 
Tage vor der Abfahrt) ankommt. Fünf ver 
schiedene, durchweg große Schiffe mit zahl 
reichen Schlafkammern werden aus diesem An 
laß Travemünde besuchen. 
Die Abfahrtstage von Travemünde sind: 
Dienstag, 30. Juni,' Mittwoch, 1. Juli,' Sonn 
tag, 5.-Juli (über Saßnitz),' Dienstag, 7. Juli: 
Mittwoch, mit erneuter Verstärkung ab 20. Juli 
tag, 10. Juli) Dienstag, 13. Juli) Mittwoch, 
14. Juli,' und so fort jeden Dienstag und 
Dittwoch, mit erneuter Verstärkung ab 20. Juli 
aus Anlaß des rheinischen und süddeutschen 
Ferienbeginns. Außerdem finden jeden Sonn 
abend Fahrten von Kiel aus statt. Die Fahr 
ten Dienstags von Travemünde gehen über 
Warnemünde, Binz, Zoppot und Pillau noch 
weiter nach Memel und Helsingfors, die an 
deren Fahrten über Swinemünde nur bis 
Zoppot und Pillau! Am Sonnabend, dem 27. 
Juni geht auch D. „Tanncnberg" von Kiel ein 
malig bis nach Memel. 
Ueber Travemünde werden einzelne F e - 
riensonderzüge von Hamburg und Köln- 
Ruhrgebiet an den Seedienst Ostpreußen her 
angebracht. 
Immer noch begünstigt die Druckvcrteilung übet 
Mitteleuropa den Zustrom kühler Meeresluftmas- 
sen gegen das Festland. Daher kam es bei stär 
kerer Bewölkung in Norüwestdeutschlanö zu niedri 
geren Temperaturen als in den Vortragen. Im 
weiteren Binncnlandc kam es örtlich vielfach zu 
gewittrigen Niederschlägen. Die gefallenen Regen 
mengen blieben aber im allgemeinen sehr gering. 
Eine wesentliche Aenderung der Wetterlage ist zu 
nächst nicht zu erwarten. 
Wetteranssichten für den 27. Juni 1986 in Nord- 
westdentschland: Schwache bis müßige zwischen 
West und Nord schwankende Winde, wolkig bis be 
deckt,' strichweise leichte Niederschläge in Schauern, 
nur mäßig warm.
	        
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