„Offener BmH
der heiligsten Besprechungen"
„Es gibt wenige Episoden in der Ge
schichte, die die Welt mit größerer Berech
tigung verurteilen wird: ein Krieg, der
zur Verteidigung internationaler Ver
träge geführt ist, hat mit dem offenen
Bruch der heiligsten Versprechungen durch
die Sieger geendet!"
Es gibt viele gebührend strenge, ja vernich-
ļende Urteile. über den Schandvertrag von
Versailles aus dem Munde von Politikern,
Wirtschaftlern, Wissenschaftlern usw. Das oben
Redergegebene aber, vielleicht das treffendste
»on allen, ist gefällt worden von einem Mann,
èer an den Versailler Vorgängen unmittelbar
beteiligt war, nämlich dem bekannten Englän
der Keynes, dem Verhanölungsgegner
Deutschlands auf englischer Seite. Die dies
malige Jährung des unheilvollen Unterzeich-
vungsdatums füllt in eine Zeit, die für einen
beträchtlichen Teil der europäischen Welt be
stimmt ist durch einen eben erst zu Ende ge
gangenen Krieg, ferner durch Kriegsgefahr in
Mehreren Weltteilen und schließlich durch ge
radezu ungeheuerliche Vorbereitungen zu krie
gerischen Ereignissen, vor allem in Gestalt des
französisch-bolschewistischen Einkreisungs
systems, begleitet von einer beispiellosen Aus
breitung der bolschewistischen Hetze in aller
Herren Länder draußen. Mit anderen Worten,
«such die heute noch maßgebliche Generation der
führenden Politiker in zahlreichen Staaten hat
selbst aus dem Weltkrieg und den noch grauen
volleren Auswirkungen des Versailler Dikta
tes für ganz Europa noch immer nichts ge
lernt.
In noch größerem Abstand als schon in den
letzten Jahren stehen wir Deutschen seit der
völligen Wiederherstellung der Reichshoheit
durch die Tat des Führers am Rhein zu alle
dem, was einst die Gesamtheit des Begriffes
von Versailles ausgemacht hat. Am 7. Mürz
wurde wiederum ein Stück jenes für die ehe
maligen Feindbundmächte so schimpflichen Do-
kumentes für alle Zeiten vernichtet. Aber diese
Feststellung kann uns nicht hindern, uns im
mer wieder daran zu erinnern, daß weder die
Kriegsschuldlüge, noch die Koloniallüge von
der Gegenseite zurückgenommen worden sind,
von anderen Dingen zu schweigen. Es fehlt
auch in England und in Frankreich nicht an
einsichtsreichen Männern, die genau so wie
zahlreiche neutrale Politiker und Wissenschaft
ler beide Lügen als gemeine Fälschung und
erlogene Voraussetzung des Diktates erkannt
haben. Aber noch keine Regierung in diesen
beiden Ländern hat die geringe Fairneß und
das geringe Maß an Selbstachtung bisher auf
gebracht, anstandshalber eine Erkenntnis offi
ziell festzustellen, die in ihren Ländern längst
durchgedrungen ist.
Wenn der englische Politiker Keynes sich
heute seines oben zitierten Urteils über Ver
sailles erinnert, dann wird er nur feststellen
können, daß jenes Urteil vor 15 Jahren durch
die Zwischenzeit noch weit überboten wurde.
Tie Geschichte der Abrüstungsfrage ist und
bleibt einer der größten politischen Skandale
der Weltgeschichte, dessen Schuld sich auf die
führenden Versailler, also auf Genfer Mächte
verteilt. Der Skandal hat mit der Umkehrung
der vertragsmäßigen Abrüstungsverpflichtung
in eine riesige Ueberrüstung der Militärstaaten
und vor allem in das Moskau-Pariser An
griffspaktsystem seinen bisherigen Gipfel er
reicht. Nutznießer bleibt draußen der Bolsche
wismus. Deutschlands Frieden aber schützt
heute unser Führer Adolf Hitler.
* * *
Sļagissekreļiic v. Mow wird zu Grabe
geleitet.
DNB. Berlin, 25. Juni. Wiedereinmal we
hen von den Gebäuden in der Wilhelmstraßc
die Fahnen auf Halbmast. Aus einem auf
opfernden, anderthalb Jahrzehnte langen Wir
ken heraus hat der Tod den Staatssekretär des
Auswärtigen Amtes, Dr. Bernhard Wil
helm von B ü I o w, in die Ewigkeit abbe
rufen.
Am Donnerstagmittag nahmen seine Mit
arbeiter im Amt, fast das gesamte Diplomati
sche Korps, zahlreiche Minister, viele Staats
sekretäre und die Amts- und Abteilungschefs
der anderen Ministerien in einer Trauerfcier
in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Ab
schied von dem unermüdlichen Beamten.
Der Führer ehrte durch seine Teilnahme an
der Trauerfeier den Mann, der bis zum letz
ten Atemzuge die Interessen des deutschen
Vaterlandes im Ausland erfolgreich vertreten
hat.
Um 9 Uhr war die sterbliche Hülle des
Staatssekretärs in aller Stille nach der Kaiser-
Wilhelm-Geöächtnis-Kirche übergeführt wor
den.
Bereits um 11 Uhr bildete eine doppelte
Kette SS.-Männer der Leibstanöarte Adolf
Hitler Spalier. Leise klang die Melodie des
Orgel-Präludiums von Bach auf und leitete
über zur Liturgie. Der Geistliche schilderte die
aufrechte, zuverlässige, von innen heraus vor
nehme Persönlichkeit des Verstorbenen. Nach
dem allgemeinen Segen sprach der Führer noch
einmal den nächsten Anverwandten sein Bei
leid aus und verließ, begleitet von Reichs
außenminister von Neurath, die Kirche.
Nach der Trauerfeier in der Kaiser-Wil-
helm-Gedächtnis-Kirche wurden die sterblichen
Ueberreste des Staatssekretärs v o n B ü l o w
nach dem Zwölf-Apostel-Kirchhof nach Berlin-
Schöneberg übergeführt. Acht Beamte des
Auswärtigen Amtes hielten zu beiden Seiten
des Sarges die letzte Ehrenwache. Reichs
außenminister Freiherr von Neu rath,
Staatssekretär Dr. Meißner, der persön
liche Freundeskreis des Verstorbenen und
seine Mitarbeiter im Auswärtigen Amt nah
men auf dem kleinen Parkfriedhof Abschied
von dem Toten und geleiteten ihn mit den
Angehörigen zu seiner letzten Ruhestätte.
*
Deutsche Diplomaten beim Führer.
DNB. Berlin, 23. Juni. Der Führer und
Reichskanzler empfing am Donnerstag den
deutschen Botschafter in Paris Graf Welczcck
und den deutschen Gesandten in Kopenhagen
von Nenthe-Fink.
Montreux. Die Meerengenkonferenz hat am
Donnerstagvormittag ihre vorläufig letzte
Sitzung abgehalten. Der Zeitpunkt der nächsten
Sitzung wird vom Generalsekretär der Konfe
renz bestimmt werden.
Paris. Der Kabinettsrat hat am Donners
tagvormittag beschlossen, Gesetzentwürfe ein
zubringen, die die Bereitstellung eines Kredits
von 1 Million Franken für die Beteiligung
französischer Sportler an den Berliner Olym
pischen Spielen vorsehen.
«erantwortlichcr Hauptschrifttelter unv veraurgever: F e r»
vtnond Möller.
Stellvertreter des HiuptfLrtftleiters: Herbert Puhlmann.
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann,' für den
örtlichen und allgemeinen Teil: Adolf Gregor!,' für
den wirtschaftlichen Teil: Dr. Cl. Bielfcldt,' für den
provinziellen Teil: Karl Müller, alle in Rendsburg.
Viidveranlwortliche: Reifortletter.
âieranlworllichci Änzeigenleiter: Karl Jacobsen, Rendsburg.
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne, Rendsburg.
D-»A. Schleswig-Hollteinifche Landeszcitung lRendsburger
Tageblatt — Hohenwcfledter Zeitung / Die Landpoff
Hanerau-Hademarfchen — Siiderbraruper Tageblatt),
D.-A. V 36 über 13 606 Pl. Nr. 7.
5
Ihre Vermählung geben bekannt
Alfons Orthofer
Oberleutnant im Jagdgeschwader .Horst Wessel*
Elisabeth Orthofer
geb. Bandmann
Lippstadt i.W. Juni 1936 Rendsburg/Audorf
Wir danken herzlich für die vielen Glückwünsche
u. Aufmerksamkeiten zu unserer Silberhochzeit
Brekendorf (Trollbek)
Claus Tams und Frau
Für erwiesene Teilnahme beim Heimgang unseres lieben
Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichen Dank. *
Rendsburg, den 25. Juni 36.
FamiUe Fendesack
Für die vielen Kranzspenden
und ollen denen.die unserem
liehen Entschlafenen das letzte
Geleit gaben, sagen wir unse
ren herzlichen Dank.
Amanda Schmidt
und Kinder.
Nindorf, den 25. Juni 1936.
Für die vielen Beweise herz
licher Teilnahme beim Hin
scheiden unserer lieben Ent
schlafenen sagen wir hiermit
allen unseren herzlichen Dank.
Familie David
Rickert-Kamv.
Danksagung.
Allen denen, die unser am
Tage unserer Hochzeit so
freundlich gedachten, unseren
herzlichsten Dank.
Hinrich LahS u. Frau
Margarethe, geb. Riffen,
Klein-Bennebek, im Juni 36.
G^ohenwestedt
fterztlicher Sonntagsdienst:
Dr.med.Sievars
Fernrul 239
Bekanntmachung.
Während des Sommermarktes vom 28. bis 30. Juni 1936 ist
an jedem Tag von 15 Uhr ab bis zum Schluß des Marktes in
Anwendung des 8 25 der Rcichsstratzenverkehrsordnung und der
dazu erlassenen Äusführungsanweisung das Fahren mit Kinder
wagen, und mährend der ganzen Zeit des Marktes das Fahren
und Schieben mit Fahrrädern auf dem mit Fährbetrieben und
Buden bebauten Teil des Paradeplatzes und der Jungfcrnstieg-
stratze verboten.
Den Anordnungen derPolizeibeamten ist in jedem Falle Folge
zu leisten.
Rendsburg, den 24. Juni 1036.
Der Bürgermeister als Ortspolizeibehörde.
Konserven-Gläser
, Adler >Progress •
Qualitäts- und Markenglas
95 mm weit
1 /2 Ltr. Stück 264,3 Stück 0.75
3 /4 . . 28.4, 4 „ 1.00
1 „ . „ 354, 3 „ 1.00
1V2 , ' » 39 4, 2 „ 0.75
2 „ „ 453 . 125
Passende Gummiringe Stck. 4^
HO mm weit
‘/2 Ltr. Stück 28.4, 4 Stück 1.00
3 /4 B „ 35.4, 3 „ 1.00
1 » » 39 ^, 4 „ 1.50
IV2 „ „ 45.4, 3 „ 125
2 V n 55 ļ), 3 „ 1.50
Passende Gummiringe Stck. 5-J
Beachten Sie meine Schaufenster
H. Ahrens
Altstädtar Markt 2
Fernruf 2661
HMhüllsWliz der Stadt Rendsburg
für das Rechnungsjahr 1936
Auf Grund der §8 82 ff. der Deutschen Gcmeindeordnung vom
13. Januar. 1935 (RGBl. 1 Nr. 6 S. 49) wird, nachdem der Ent
wurf der Haushaltssatzung mit den Gemcinderäten am 1. und 7.
April 1936 beraten worden ist, folgende Haushaltssatzung fest
gestellt:
8 1-,
Der dieser Satzung als Anlage beigefügte Haushaltsplan für
das Rechnungsjahr 1936 wird im ordentlichen Haushaltsplan
in der Einnahme auf 3119 054,— MJt
in der Ausgabe auf 3119 054,— MM
und im außerordentlichen Haushaltsplan
in der Einnahme auf 425 000,— MM
in der Ausgabe auf 426 000,— MM
festgesetzt.
§ 2.
Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden wie folgt
festgesetzt:
1. Grundvcrmögenssteuer sAlthansbesitz und neuester Neuhaus-
bcsitz) 450 Prozent des staatlich veranlagten Grundbetrages,
2. Grundvermögenssteuer lAelterer Neuhausbesitz) 290 Prozent
des staatlich veranlagten Grundbetrages,
3. Gewerbesteuer
a) nach dem Ertrage 600 Prozent des staatlich veranlagten
Grundbetrages,
b) nach dem Kapital 1200 Prozent des staatlich veranlagten
Grundbetrages,
c) bei Zweigstellen an Stelle der Zuschlagsätze zu a und b
zur Gewerbesteuer vom Ertrage 720 Prozent, zur Ge
werbesteuer vom Kapital 1440 Prozent des staatlich ver
anlagten Grundbetrages,
4. Bürgersteuer 400 Prozent des Reichssatzes.
8 3.
Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im Rechnungsjahr 1936
zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Stadtkaffe in Anspruch
genommen werden dürfen, wird auf 200 000,— MM festgesetzt.
Soweit erforderlich und möglich, können hierfür auch Anleihe
bestände, Fonösrücklagen und Kapitalien des Gemeindestiftungs
vermögens vorübergehend in Anspruch genommen werden. Die
auf Grund von Ermächtigungen früherer Beschlüsse in der glei
chen Weise in Anspruch genommenen Kassenkredite werden bis
zum Ablauf des Rechnungsjahres 1935 abgedeckt werden.
8 4.
Der Darlehnsbetrag, der zur Bestreitung von Ausgaben des
außerordentlichen Haushaltsplattes im Rechnungsjahre 1936 die
nen soll, wird auf 140 000,— M,M festgesetzt. Er soll nach dem
Haushaltsplan für den Bau von 40 Stadtrandsiedlungen ver
wendet iverden.
Rendsburg, den 7. Mai 1936.
Der Bürgermeister.
Krabbes.
(L. S.)
Auf Grund des 8 86 der Deutschen Gemeindeordnung vom
30. Januar 1935 genehmige ich für das Rechnungsjahr 1936:
1 die im 8 2 der Satzung festgesetzten Steuersätze,
2. den im 8 3 der Satzung festgesetzten Höchstbetrag des Kassen-
kredits zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Stadtkaffe,
3. die Aufnahme eines Darlehnsbetrages zur Bestreitung von
Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes in Höhe
von 140 000,— MM.
Rendsburg, den 10. Juni 1936.
Der Landrat.
Hamkens.
(L. S.)
Schauburg
Das groBe internationale
Standardwerk!
Der Film mit dem franz. Staatspreis 1935
Veröffentlicht
mit dem Bemerken, daß der Haushaltsplan in der Zeit vom
27..Juni bis 3. Juli 1936 einschl. im neuen Rathause, Zimmer
Nr. 6, zur Einsicht öffentlich ausliegt.
Rendsburg, den 25. Juni 1936.
Der Bürgermeister.
Krabbes.
Si
®n|
jBEii
«\Die
SsMüE-
herrin
«»Libanon
ist ein Spiorage-Großtontilmwerk, das den
Kampf um die Vorherrschaft mit allen Mitteln zwischen
den militärischen Nachrichtenbüros zweier Groß
mächte, deren Interessen sich in Syrien kreuzen, in
eindrucksvollsterWeise zeigt. Es ist ein filmisches
Erlebnis höchster Spannungen, atemrau
bender Geschehnisse und glänzender
Ausstattung S
... und das große Beiprogramm
Anfang: Täglich 8V4 Uhr — Sonntag 4 u. 8'/4 Uhr
I
Jeden Freitag:
Gr. Strandkonzert
mit nachfolgendem Kränzchen
G. BeckHUBS Gaslüof, Westensee
Die bekannte und beliebte Ausflussstätte
Omnibusverbindung Kiel—Brandsbek-Weslensee
Telefon Westensee 21
Am Sonntag, dem 28. Juni 1936
Mübbel
Sportfast
Beginn der Spiele 1 Uhr. — Ab 7 Uhr: Festball
Es laden ein Der Sport- und Spielverein Nübbel
und Gastwirt J. Schnack
Lindenhof, Borgstedt
Zmm&mii
am Sonnabend, dem 27. Juni 1936, abends
nach dem Kindervergnügen ladet freundlichst ein P. Rühmann
ķê Äķ şşŞ Sonntag, den 28. Juni 1936
‘Slingreiteriest
mit PrelsschieBen. Es laden freundl. ein Gastw. Blaas und die Reiter