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mö. Insel Sylt, 28. «jimt. aöaö Schicksal des
gestrandeten französischen Dampfers hat eine
Sendung dadurch erfahren, daß in der vergan
genen Woche airch der Rest der Besatzung in
die Heimat Zurückgekehrt ist. Bisher haben
immer noch 26 Mann auf der „Adrar" ausge
harrt in der Hoffnung, der Dampfer könne
flott gemacht werden. Die Arbeiten der
.Bugsier", die schon seit Oktober 1935 sich um
Len Dampfer bemüht, werden vorerst noch
fortgesetzt. Weiteres über das Schifft soll sich
in allernächster Zeit entscheiden. — Die Leiche
des Mitte Juni vor List beim Baden ertrun
kenen jungen Angestellten konnte dieser Tage
geborgen werden. Ter Ertrunkene stammte
aus der Kölner Gegend und war bei einer
auswärtigen Baufirma auf List beschäftigt,
wo er nun auch seine letzte Ruhestätte finden
wird. — Schwerer Unfall. Auf einer Hörnu-
mer Baustelle trug durch einen stürzenden
Eisenträger ein Arbeiter einen Schädelbruch
davon, so daß er auf dem Transport ins
Krankenhaus verschied. Ein zweiter Arbeiter
erlitt bei dem gleichen Unfall einen Armbruch
und mußte ebenfalls sofort dem Krankenhaus
zugeführt werden.
Hern sich jetzt ihrem Ende. Nach dem Einram
men der Pfähle mußten rund 7000 Kubikmeter
Erdmassen aus dem Hafen bewegt werden, um
die zwischen Kai und Insel entstandene Bo
denvertiefung aufzufüllen. Durch diese neuen
Hafenanlagen wird genügend Platz für die
Schollenfischer-Flotte geschaffen werden.
85 Jahre alt wurde am 26. Juni die aus
Büsum stammende Frau Lange, die ihren Le
bensabend in Husum verbringt. Ihr 1888 ver
storbener Mann war Tonnenleger in Büsum.
(rg.j
Aus Hûldeài
AB-ftmlsMeswig.
Das dänische Kronprinzenpaar
in Gravcnstein.
Apcnrade, 27, Juni. Der Kronprinz und die
Kronprinzessin von Dänemark trafen dieser
Tage zu Besuch in Gravenstein ein, um das
schloß zu besichtigen, das ihnen als Sommer-
aufenthalt dienen wird.
JUutdscUaļt Anbetn
gs. Schaalby, 27. Juni. Einbruchsdiebstahl.
Bor einigen Tagen wurde eine hiesige Melker-
Familie durch einen Einbruchsdiebstahl arg
geschädigt. Während des Melkens wurde ihre
Wohnung heimgesucht und ein blauer Anzug
sowie Geld und mehrere andere Sachen gestoh
len. Bon den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur.
Erste Kreistagung des Kreises Holstein
im Reichsbund für Leibesübungen.
x. Neumünster, 29. Juni. Unter der Leitung
des Kreisführers Stadtrat Brinkmann-Neu-
münstcr hielt der Führerrat des Kreises Hol
stein im Reichsbund für Leibesübungen im
Rathaus seine erste Arbeitstagung ab. Der
Kreisführer begrüßte die sämtlich erschienenen
Mitglieder des Kreisstabes und forderte sie
auf, ihre gauze Kraft für den Aufbau des
Kreises einzusetzen. Sämtliche Mitarbeiter
erläuterten nach dem Kreisführer ihre einzel
nen Aufgabengebiete, von dellcn die Durch
führung von Schulungstagen und die Errich
tung einer Kreisschule int Vordergrund stan
den. In einem Vierteljahrsplan sind künftig
sämtliche Veranstaltungen der Vereine über
den Unterkreis anzumelden. Im September
ist eine Vereinsführerbesprechung vorgesehen.
Sämtliche Berichte für das Gauvervrdnungs-
blatt gehen durch die Hand des Kreispresse-
warts Elwert-Einfeld. Schließlich wurden noch
einige Unklarheiten, die die Neubildung mit
sich gebracht hat, geregelt. '
ländes und dem Bauziel des Ehrenmals an
passen mußten. Besonderen Dank gebühre dem
Bauherrn, dem NSD.-Marine-Bund, der die
Mittel zur Errichtung bereitgestellt habe.
Architekt Münzer übergab darauf die Schlüs
sel des Hauses dem Gauführer Nordmark des
NTD.-Marine-Bundes, Kontreadmiral a. D.
Klüpfcl, Kiel. Dieser führte aus, daß dieses
Heim mit der Ehrenmal-Anlage ein geschlosse
nes Ganzes darstelle. Rein äußerlich solle die
ser flache Klinkerbau den Ueüergang bilden
vom Häuser- und Villenviertel zu dem gewal
tigen Klinkerbau des Ehrenmals. Aber auch
innerlich nach Geist und Sinn seien die Ju
gendherbergen und das Ehrenmal eng mitein
ander verbunden. Die Jugendherberge solle
der wandernden Jugend eine Erinnerung sein
an unsere Vergangenheit an die 35 000 gefalle
nen Ma r ine-Kame ra den.
Vizeadmiral a. D. Rösing-Bremen vollzog
darauf die llebergabe der Jugendherberge an
die Verwaltung und Betriebsleitung des
Reichsverbandes deutscher Jugendherbergen.
Zum Schluß ergriff in Vertretung des Obcr-
gebietsführer Rodatz-Berlin der Geschäftsfüh
rer des Landesverbandes Nordmark im Reichs
verband der deutschen Jugendherbergen, Hau
sen-Hamburg, das Wort. Er habe den Auftrag,
den Dank des Neichsjugendführer für die hoch
herzige Spende auszn rechen, die die Erbau
ung dieses Hauses ermöglicht habe.
Nach dem Kommando Heiß Flagge wurde
alsdann am Fahnenmast des Hauses die Fahne
der HI. gehißt.
_An den Neichsjugendführer Baldur von
«chirach und den Obergebietsführer Rodatz-
Berlin wurden Telegramme gesandt.
Neichsmusikkammcr. Dirigent des Orchesters
ist der städtische Kapellmeister Will). Hammer,
der durch hervorragende künstlerische Leistun
gen auf dem Gebiete der Orchestermusik be
kanntgeworden ist.
Beim Kindervcrgnügen in Schaalby errang
beim Schießen der Großen Werner Gutthard-
Schaalby die Königswürde. Erna Clausen
wurde Königin. Bei den Kleinen siegten
Werner Petersen und Gerda Brinkmann, (g.)
Aus Dükfnaescken
llebergabe der Admiral Schecr-Jngendherbergc
Laboe.
Kiel, 27. Juni. Im Nahmen einer eindrucks
vollen Feier wurde am Sonnabendnachmittag
die neue, mit Fahnen und Grün geschmückte
Admiral Scheer-Jugendherberge in Laboe vom
NSD.-Marine-Bund an den Reichsverband
deutscher Jugendherberge übergeben. Nachdem
Vizeadmiral a. D. Rösing-Bremen die Front
der aufgestellten Einheiten abgeschritten hatte,
leitete der Erbauer des Marine-Ehrenmals
und der Armiral Scheer-Jugendherberge La
boe, Architekt Münzer-Düsseldorf die Feier
mit einer Ansprache ein. Er sprach über die
baulichen Bedingungen, die diese Jugendhcr-
Die neuen Hafenanlagen in Büsum.
Büsum, 26. Juni. Die Arbeiten an den ļ berge und der Borp'katz'zu erfüllenden""in-
neuen Hasenanlagen ans der Werftinsel nä- I dem sich das Ganze dem Charakter des Ge-
Einsctzung eines Kuratoriums
für das LandeSorchefter Nordmark.
Kiel, 27. Juni. Für das Landesorchester
Norömark, das vor einiger Zeit im Aufträge
der Reichsmusikkammer ins Leben gerufen
worden ist, ist nunmehr ein Kuratorium ein
gesetzt worden, um der wertvollen und rich
tungweisenden Kulturarbeit des Orchesters
eine weitere Grundlage zu geben.
Dieses Kuratorium setzt sich zusammen ans
den Leitern nachfolgender Dienststellen: Lnn-
dcsstelle Schleswig-Holstein des Reichsmini-
stcriums für Volksaufklärnng und Propagan
da, Provinzialverwaltnng Schleswig-Holstein.
Landesleitung der Neichsmusikkammcr Nord
mark, Gaudienststelle Schleswig-Holstein der
91L.-Kulturgemei11dc, Gauwaltung Schleswig-
Holstein der NS.-Gemeittschaft „Kraft durch
Freude", Stadt Altona. Den Vorsitz des Aus
schusses führt der Landesleiter Nvrdinark der
Bürgermeister Daniel-Altona
znm Oberbürgermeister ernannt.
Altona, 27. Juni. Ter Reichs- und Preußi
sche Minister des Innern hat der Berufung
des Bürgermeisters Daniel zum Oberbürger
meister der Stadt Altona zugestimmt. Die Er
nennung ist am Sonnabend, dem 27. Juni
1936, vollzogen worden.
MIjährigcr Dorfkrng abgebrochen.
Tobesfelde, Kr. Scgeberg, 25. Juni. Hier
wurde die zur Gastwirtschaft gehörende Rüu-
chcrkate abgebrochen. Das nahezu 200 Jahre
alte Haus hat eine interessante Vergangenheit.
Schon um das Jahr 1800 befand sich in diesem
Haus eine Gaststätte, in der besonders Fuhr
leute verkehrten, die mit schweren Pferde-
gcspannen aus dem Scgebergcr Forst das Holz
nach Hamburg fuhren. Mit der Gastwirtschaft
war in alter Zeit ein Fuhrwerksprivilcgium
verbunden, das vom damaligen dänischen Kö
nig dem Besitzer des Gasthofes verliehen wor
den war. Seit Jahrzehnten erfüllte das alte
Haus seinen Zweck als Räucherkate.
Kiel, 27. Juni. Aus der Landeskirche. Ein
geführt wurden: der Pastor Edmund Schohl,
bisher in Arnis, als Pastor der Kirchen
gemeinde Rüllschan, der Pastor Karl Heinz
Rumohr als Pastor der Kirchengemein
de Odenbüll, der Pastor Christian K e t e l s e n,
bisher in Thumby-Struxdvrf, als Pastor der
Kirchengemeinde Hattstedt, der Pastor Hans
Martin Bollstedt, bisher Provinzialvikar
im Hilfsdienst in Windbergcn, als Pastor der
Kirchengemeinde Windbergen und der Pastor
Joachim Karl Thiel, bisher Provinzial
vikar im Hilfsdienst in Nenkirchen i. O., als
Pastor der Kirchengemeinde Neukirchcn i. O.
Schrifttum
Sportmedizin und Olympische Spiele 1918. Festschrift
der Sportärzteschaft. Bcrlag Georg Thieme, Leip
zig fl- 1.
Im Rahmen der „Deutschen Medizinischen Wochen
schrift" ist eine amtliche Festschrift der Deutschen Sport-
ärzteschaft anläßlich der diesjährigen Winterolympiade
zur Ausgabe gelangt. Nach Gclcitivorteu des Reichs-
ministcrs des Innern Dr. Frick, des Rcichsärzteführers
Dr, Wagner, des Neichssportführers v. Tschammcr und
Osten und des Sportärzteführers Dr, Kettun werden in
zahlreichen Aufsätzen sportärztliche, bioklimatische, sport-
psychologische, sporthygieuische, klinische und sportliche
Fragen, sowie das Rcttuugswescn eingehend behandelt,
Diilgc, die heute fast alle Aerzte irgendwie interessieren.
— Zu den Berliner Spielen wird eine dem Winterhcft
entsprechend ausgemachte Soinmerfcstschrift erscheinen.
Rordmärkische Industrie- und Gewerbefragen
Beiratssitzung der Industrie- nnd Handelskammer zu Flensburg.
Die Industrie- und Handelskammer zu
Flensburg übermittelt uns über ihre am
21. Juni 1936 in Flensburg abgehaltene Bci-
ratssitzung folgenden Bericht: Präsident Di
rektor Kahle verpflichtete zunächst die neu be
rufenen Beiratsmitglieder Adolf Hansen,
Johannes Rerup, Direktor Franz Schmidt,
sämtlich in Flensburg, und Bankdircktor
Hans Weser-Schleswig auf ihr Amt und ging
dann in lüirgeren Ausführungen
aus die wirtschaftliche Entwicklung
der letzten 3 Jahre ein. Der Aufschwung sei,
wie in Deutschland, so auch im Kammerbezirk
über Erwarten gut. Besonders erfreulich sei
der starke Rückgang der Zahl der Arbeitslosen
gegenüber Ende 1932 (Arbeitsamtsbczirk
Flensburg um 88,3 %, Stadt Flensburg um
87,6%, Arbeitsamtsbezirk Schleswig um
97,7%). Flensburg, das viele Jahre lang hin
sichtlich der Arbeitslosigkeit weit über Reichs
durchschnitt gelegen habe, sei nunmehr mit
16,7 Arbeitslosen auf 1000 Einwohner sogar
unter Reichsdurchschnitt gesunken (22,6). Die
ser günstige Stand sei für einen durch Gebiets
verluste schwer geschädigten Grenzbczirk
außerordentlich bedeutungsvoll, wenngleich im
einzelnen noch immer notleidende Betriebe
und Gcwerbeziveige naturgemäß vorhanden
seien. Insbesondere träfe dieses zu auf weite
Teile des Handels, die nach Nordschleswig ge
arbeitet Hütten. Daher befänden sich unter den
arbeitslosen Volksgenossen in Flensburg noch
immer etwa 300 ältere Angestellte, die wieder
in den Produktionsprozeß einzugliedern wä
ren. Für alle Betriebsführer müsse cs daher
Ehrenpflicht sein, bei Neueinstellungen auf
diesen Personenkreis zurückzugreifen. Durch
die seitens der Kammer im vergangenen Jahre
erfolgte Herausgabe von Richtlinien, wonach
die Zahl der Lehrlinge in einem angemessenen
Verhältnis zu der Zahl der beschäftigten An
gestellten zu stehen hat, werde auch der Zweck
verfolgt, durch Einschränkung der Lehrlings-
züchterei Stellungen für Angestellte freizube
kommen.
Der Präsident berichtet ausführlich über die
Aufbauarbeit seitens der Kammer in den letz
ten Jahren. In erster Linie habe es sich
darum gehandelt, für die stilliegenden oder
mangelhaft beschäftigten Betriebe Aufträge
hereinzuholen, eine Arbeit, die auch von Er
folg begleitet gewesen sei dank der Mitarbeit
der DFA.-Front und der Unterstützung des
Oberpräsidenten Lohse, des Reichswirtschafts-
Mnisters, dem er persönlich über die Verhält
nisse im Grcilzgebiet Bericht zu erstatten Ge
legenheit gehabt habe, der Bezirksausgleich
stelle für öffentliche Aufträge, deren Beirat er
angehöre, sowie anderer Stellen. Nebenher sei
ebenfalls in engster Verbindung mit höheren
stellen an der Planung neuer Industrie-
Unternehmungen im Grenzgebiet gearbeitet
und erne Reihe außerordentlich wichtiger Pro
jekte aufgestellt worden. Hierüber im einzel-
neu zu berichten verbiete sich von selbst. Auch
die in Flensburg errichtete Fischvvllkvnserven-
fabrik und die damit in Verbindung stehende
Schaffung von Kühlhausanlagen sei eine
Frucht dieser Tätigkeit. Hindernd trete bei
dieser Arbeit auf, daß die heimischen, noch
über Kapital verfügenden Kreise über ihre
Spezialbetricbe hinaus nicht den für die Be
gründung neuartiger Unternehmungen erfor
derlichen Mut ausbrächten. Es sei dieses ins
besondere zutage getreten bei der Errichtung
eines nunmehr an anderer Stelle in Deutsch
land zustandcgekommencn Walfangunternch-
mens, sowie weiter bei dem Projekt einer mit
verhältnismäßig geringem Kapital zu errich
tenden Glühlampenfabrik, für welche die besten
Aussichten bestanden Hütten.
Zu den vereinzelt aufgetretenen
Wünschen auf Senkung der Steuern
zwecks noch besserer Rentabilität der Betriebe
verwies der Präsident darauf, daß sich die Un
ternehmer vor Augen halten sollten daß das
Steueraufkommen dringend zur Erfüllung der
übernommenen Aufgaben gebraucht werde.
Das träfe auch zu auf die kommunalen Ge
werbesteuern, da die Städte zunächst ihre
Schulden aus der Systemzeit abtragen und
darüber hinaus Vorratswirtschaft betreiben
müßten, um in Zeiten, in denen Lücken in der
Beschäftigung der Wirtschaft auftreten, mit
ihren Aufträgen einspringen zu können, um
so eine kontinuierliche Beschäftigung sicherzu
stellen. Erfreulicherweise sei es aber der Kam
mer dank sparsamer Geschäftsführung möglich
gewesen, obwohl der Aufgabenkreis eine sehr
erhebliche Erweiterung erfahren habe, für das
laufende Rechnungsjahr den Umlagcbcitrags-
satz von 20 auf 15 vH der Gcwerbestcucr-
Grundbeträge zu senken.
Im Anschluß an diese Ausführungen wur
den von den Beiratsmitgliedern
zahlreiche den Kammerbezirk betreffende
Frage»
zur Sprache gebracht. Sv wurde von dem stelln.
Präsidenten L. Schmuser, Husum, die Frage
der Bereiligung des Einzelhandels an den Lie
ferungen für das Winterhilfswerk, die Schaf
fung eines Zulassnngsverfahrens für die
Ausübung des Hausierhandels, der Eigen
handel einzelner öffentlicher Betriebe, sowie
die Sperrung von Nebenlandstraßen durch
untere Verwaltungsbehörden für Lastkraft
wagen über 4 To. Gesamtgewicht zur Erörte
rung gestellt. Einen breiten Raum der Aus
sprache nahm die von dem Beiratsmitglied H.
Höpner, Flensburg, angeschnittene Frage der
Beseitigung des Entsernnngsznschlags über
den Hindenburgdamm ein. Hier berichtete der
Geschäftsführer Dr. Schirmeister über die zahl
reichen Verhandlungen und Eingaben der
Kammer. Die Reichsbahn stehe nach wie vor
auf dem Standpunkt, daß die Kosten des Dam
mes aus den Einnahmen verzinst und amor
tisiert werden müssen. Die Kammer werde
ihre Bemühungen weiter fortsetzen. Es emp
fehle sich vielleicht seitens der am Verkehr nach
der Insel beteiligten Verfrachter zu prüfen,
ob sie nicht durch einen kombinierten Last
kraftwagen-Schiffsverkehr über Dagebüll, Hu
sum oder Hvyerschlcuse (Transitverkehr) den
Weg der Selbsthilfe mit dem gleichen Erfolg
beschreiten können, wie solches von Hamburg
aus iu der Belieferung der Insel Sylt durch
Einführung von kombinierten Schiffs-Klein-
bahn-Tarifcn bei Verladung über Hörnum er
folgt sei. Unabhängig davon wäre zu prüfen,
ob nicht auch der Sammclladeverkehr der
Reichsbahn mehr als bisher ausgenutzt wer
den könne.
Zahtungsweise einzelner behördlicher Stellen
Erörterungen stattgefunden hatten, berichtete
zum Schluß der Geschäftsführer über Fragen
der Lehrlingsrvllc, insbes. über diejenigen
Betriebsarten, die für die Ausbildung kauf
männischer Lehrlinge als nicht geeignet ange
sehen werden können, sowie über die Lehr
lings - Vergütungssätze. Die aufgestellten
Grundsätze wurden vom Beirat gutgeheißen.
Zu der Frage des Wochenendfrühschlusses
im Einzelhandel (Sonnabendsnachmittagd 6
Uhr) teilte der Präsident auf Anfrage mit, daß
bei den in Flensburg unter Vorsitz der DAF.
stattgefundenen Verhandlungen sich der Ein
zelhandel mit der Einführung eines solchen
einverstanden erklärt habe, wenn sich das ge
samte Gaugebiet an der Regelung beteilige.
Das Veiratsmitglieü Johs. Rerup, Flens
burg, schnitt die Frage der Herabsetzung der
Einlösungsgrenze für Registcrmark-Reise-
schecks von 25 JUt auf 10 JUt an, die für den
Grenzverkehr sehr nachteilig sei, umsomehr,
wenn erst die jetzt gestattete Mitnahme von
60 JUt wegen Erschöpfung der Silberbestände
im Ausland in Fortfall komme. Es wurde mit
geteilt, daß seitens der Kammer eine ausführ
liche Eingabe in dieser Angelegenheit nach
Berlin gerichtet ist.
Nachdem noch über die Wegeverhältnisse in
Angeln, die Zulassung von Personenkraft
wagen (Omnibussen) kommunaler Körper
schaften zum Ausflugs- bzw. Mietwagenver
kehr auf weite Entfernungen ,fowie über die
Bauernfahrt durch den Kreis
Südtondern
ks. Tie Kreisbauernschaft veranstaltete in
Gemeinschaft mit der Landwirtschaftlichen
Schule nnd Wirtschaftsberatungsstelle Niebüll
eine gemeinsame Besichtigungsfahrt durch
Teile der Gest und der Marsch. Etwa 150 Bau
ern aus dem Kreise Südtondcrn nahmen in 5
Autobussen und 10 Privatautos an der Aus
fahrt teil. Nach Besichtigung der Gürten und
Feldanlagen der Landwirtschaftlichen Schule
und der Silofllllung bei Hinrichscn ging die
Fahrt gegen 8 Uhr nach Wraagaard, wo bei
With. Petersen die Hengste vorgeführt wur
den. In Bradcrup wurden die Gräscrgärten
sowie bei Jwersen die Heuwerbung, die Scheu
ne, die Silos und Schnellkompost in Augen
schein genommen. Dagegen konnten in Lex-
gaard weitere Silos, Heuhütten, der Stall-
umbau svivie die Kartvffelsilos eingehend be
sichtigt werden. Ueber Karlum ging die Fahrt
weiter nach Achtrnp, woselbst die gärtnerischen
Anlagen von Petersen bewundert wurden,
auch die Hochanfahrt bei Hansen in Freienwill
fand Beachtung, sowie auf dem Hof Berg der
neue Stallbau, die Maissorten, Flachs, Fut
ter und Futterverwertung,' Jens Thomsen in
Enge zeigte seine verschiedenen Futterkartof
felsorten. Bei Hinrichsen-Sande konnten die
prachtvollen Hengste vorgeführt werden. Nach
der Mittagspause wurde die Fahrt über Lind
holm nach Schäferhallig fortgesetzt, um die ein
gebauten Entlüftungsanlagen in Augenschein
zu nehmen und ,veiler über Waygaard, Fahre-
toft, Blocksberg nach Dagebüllkirche zu fahren
und den neuen Siedlungen im Osewolder Koog
einen Bcsilch abzustatten. Während der Kaffee
tafel im Strandhotel zu Dagebüll wurden
kurze Vorträge gehalten. Thöms von der
Höfebank sprach über Siedlungswescn, Wie
senbaumeister Petersen über Entwässerung
und Gmelin über Anpflanzungen. Ueber Ma
rienkoog und Emmelsbüll wurden auf Hodde-
bülldeich die Entwässerung sowie im Gottes-
kovg außer den Siloanlagen Weideumzäu-
nnng, Anpflanzungen und Wintergerstesorten
und zum Schluß noch die Gärtnerei von
Gmelin in Augenschein genommen.
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