Full text: Newspaper volume (1936, Bd. 2)

öen Eichinspektor Wilh. Brand gemachten Vor 
würfe nicht aufrecht erhalten. Insbesondere 
kann ich den Vorwurf nicht aufrecht erhalten, 
daß Br. bei Prüfung von Waagen solche des 
halb beanstandet habe, um die alsdann erfor 
derlichen Reparaturen dem Waagenbaumeister 
Föh zuzuschanzen. Ich kann auch den Vorwurf, 
daß Br. bei Prüfung von Waagen nicht vor 
schriftsmäßig verfahren sei, nicht aufrecht er 
halten. Ich nehme diese Vorwürfe mit dem 
Ausdruck des Bedauerns zurück und verpflichte 
mich, an die NSB. in Flensburg als Buße 
einen Betrag von 800 JUL zu zahlen, und zwar 
in zwei Raten von je 130 JUl am 1. August 
und 1 September 1936. Ferner verpflichte ich 
mich, die Kosten des Verfahrens zu tragen und 
die Kostenrechnung alsbald nach Empfang zu 
begleichen." 
Der Staatsanwalt beantragte daraufhin 
Vertagung und erklärte, daß er die Zustim 
mung des Oberpräsidenten einholen wolle. 
Der angegriffene Eichbeamte war mit den Er 
klärungen einverstanden. Falls der Oberpräsi- 
dent seine Zustimmung nicht geben oder der 
Angeklagte die übernommenen Verpflichtun 
gen nicht erfüllen sollte, wird ein neuer Ter 
min anberaumt. 
Bemerkenswert ist, daß W. H. sich schon ein 
mal wegen Beschuldigungen des Amtsvorgän- 
gers Brands zu einer zufriedenstellenden Er 
klärung bereitfinden mußte. Sein Bruder hat 
den Brief vom 23. 2. geschrieben, und er hat 
unterzeichnet. 
BellkaWMietzk!, te fttisüerüaife 
RkiMmg Des WWuimm 
Das diesjährige Wettkampfschießen des 
Kreisverbanües Rendsburg im Deutschen 
Reichskriegerbund (Kyffhäuserbunö) um den 
Reinhard-Pokal und die Hindenburg-Wander- 
plakette des Kreisverbandes Rendsburg nahm 
am Sonntag unter Leitung des Kreioschieß- 
warts Overbeck-Rendsburg auf den Kleinka- 
tibcrschietzstünden des Schützenvereins Rends 
burg im „Schützenheim" seinen Anfang. Zum 
Schießen in Rendsburg waren 20 Kamerad 
schaften mit 187 Schützen angetreten. Jede 
Mannschaft bestand aus 4 Schützen, die nach 
3 Proüeschüssen je 5 Schutz liegend, stehend und 
kniend oder sitzend freihändig auf die 12er- 
Ringscheibe abzugeben hatten. Geschossen wur 
de von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr abends mit 
einer kurzen Mittagspause. Sieger in Rends 
burg wurde die 2. Mannschaft der Militärischen 
Kameradschaft Büdelsdorf mit 617 Ringen 
i Heinrich Kock 125, Christian Kock 132, Jürgen 
Nickels mit 149 und Heinrich Freiberg mit 111 
Ringen). 2. 1. Mannschaft Büdelsdorf mit 
608 Ringen, 3. 3. Btannschaft Büdelsdorf mit 
607 Ringen, 4. 1. Btannschaft der Mil. Kame 
radschaft ehem. 85er mit 604 Ringen, 
5. 1. Mannschaft ehem. 84er mit 603 Ringen, 
6. 8. Mannschaft ehem. 85er mit 467 Ringen, 
7. 1. Mannschaft Mil. Kameradschaft Wcster- 
rönfeld mit 462 Ringen, 8. Mil. Kameradschaft 
Bovcnau mit 457 Ringen, 9. 1. Btannschaft 
ehem. 86er mit 457 Ringen, 10. 6. Mannschaft 
Büdelsdorf mit 446 Ringen, 11. 2. Mannschaft 
der Reserve- und Lanöwehrkameradschaft 
Rendsburg mit 437 Ringen, 12. 2. Mannschaft 
der Mil. Kameradschaft Osterrönfelü mit 434 
Ringen, 13. 2. Mannschaft der Mil. Kamerad 
schaft von Schülldorf und Umgegend mit 433 
Ringen, 14. 1. Mannschaft der Reserve- und 
Lanöwehrkameradschaft. Rendsburg mit 428 
Ringen, 16. 2. Mannschaft ehem. 85er mit 422 
Ringen, 16. 4. Mannschaft Büdelsdorf mit 421 
Ringen, 17. 1. Mannschaft Osterrönfelü mit 
416 Ringen, 18. 1. Mannschaft Mil. Kamerad 
schaft von Jevenstedt und Umgegend mit 414 
Ringen, 19. 3. Mannschaft der Btil. Kamerad 
schaft Osterrönfeld mit 400 Ringen. 
Beste Einzelschützen sind: 1. Jürgen Nickels- 
Büdelsöorf mit 140 Ringen, 2. Kameradschafts- 
führer Karl Braasch-Westerrönfeld mit 147 
-Gingen, 3. Claus Boß, ehem. 85er Rendsburg, 
mit 143 Ringen, 4. Heinrich Neuhof-Büöels- 
dvrf mit 139 Ringen, 6. Hans Petersen-Bü- 
delsdorf mit 138 Ringen, 6. Friedrich Passig- 
Westerrönfeld mit 136 Ringen, 7. Johannes 
Petersen-Büdelsdorf mit 135 Ringen, 8. Hein 
rich Steen, ehem. 86er Rendsburg, mit 134 
Ringen, 9. Gustav Riehus-Büdelsdorf mit 134 
Ringen, 10. Ludwig Sothmann, ehem. 86er 
Rendsburg, mit 133 Ringen. 
Das Wettkampfschießen wird am 19. Juli in 
Hademarschen, am 2. August in Nortorf und 
am 9. August in Hohenwestedt fortgesetzt. 
Die Mannschaft, die nach Abzug der ange 
ordneten „Schützenvereins-Prozente" inner 
halb des Kreisverbandes die höchste Ringzahl 
erreicht, erhält den Titel „Meistermannschaft 
1936 des Kyffhäuser-Kreisverbandes Rends 
burg" und einen Preis von 1000 Patronen. 
Diese Mannschaft fährt Ende August auf Ko 
sten des Landesverbandes nach Kiel zum Aus- 
scheidungskampf. Die Hindenburg - Wander 
plakette des Kreisverbandes erhält die Mann 
schaft, die ohne Prozentenabzug die höchste 
Ringzahl erreicht. Der beste Schütze im Kreis- 
verband nimmt Ende August auf Kosten des 
Landesverbandes am Ausscheidungskampf in 
Kiel teil. Alle Schützen sind nach den Wett 
kampf-Bestimmungen in 3 Klassen eingeteilt. 
Dem besten Schützen wird der Titel „Meister- 
schütze im Kleinkaliber-Schießen Klasse l, ii 
oder ui 1936 des Kyffhäuser-Kreisverbandes 
Rendsburg" verliehen. Die zwei besten Schlit 
zen in jeder Klasse innerhalb des Kreisver 
bandes bekommen je einen silbernen Löffel. 
An 6 Proz. aller Schützen, getrennt nach Klas 
sen und Schießorten, werden Ehrenurkunden 
verliehen. 
Ter Schützenverein Rendsburg veranstaltete 
gleichzeitig ein Preisschießen um Ehrenpreise 
mit der Wehrmannsbüchse aufgelegt auf 175 
Bieter und 300 Meter. 
Nachstehend die ersten Preisträger: 
a) Wehrmannsbüchse 175 Meter 3 Schuß 
29er Ringscheibe. 
1. Bergemann-Rendsburg mit 67 Ringen, 
2. Jürgen Otte-Altenkattbek mit 67 Ringen, 
3. Wirth-Büdelsdorf mit 66 Ringen, 4. Steen- 
Büdelsdorf mit 66 Ringen, 6. Brauer Rade/R. 
mit 66 Ringen, 6. Fritz Traulsen-Rendsburg 
Reiherjagd im Hamdorfer Gehölz. 
hn. Hamdorf, 27. Juni. Die Zeit des Flügge 
seins der Jungreiher ist gekommen und mit 
ihr brach auch der Schreckenstag für die Kolo 
nie heran. Am Sonnabend hatten sich die Jä 
ger der Umgebung zum alljährlich einmaligen 
Reiherschießen cingefunden. Eine Anzahl aus 
wärtiger Gäste war erschienen, u. a. Landrar 
Hamkens, Rendsburg. Für diesen Tag hatte 
das Gehölz aufgehört, eine Freistatt unserer 
Reiher zu sein. 
In strahlendem Nachmittagssonnenschein 
liegt die Neiherkolouie vor uns. Während wir 
bei früheren Wanderungen dorthin gewohnt 
waren, schon von weitem Reiher aus allen 
Richtungen herbeirudern zu sehen und schon 
aus der Ferne ihr Gekreisch wahrnehmen 
konnten, verhält sich heute alles still. Weit und 
breit ist kein Reiher zu sehen. Es scheint als 
hätte eine trübe Ahnung des bevorstehenden 
Schreckenstages sich der Kolonie bemächtigt. 
Am Gehölz angelangt, sahen wir eine Reihe 
Kraftwagen am Waldrand stehen, die Jäger 
haben sich schon versammelt: es wird noch be 
kanntgegeben, daß Reiher nur im Fluge ge 
schossen werden dürfen, und dann gehts ins 
Gehölz hinein. Die Jäger verteilen sich auf 
ihre Plätze. Einige Reiher sind infolge des 
ungewohnten Geräusches aus der Tiefe schon 
aufgestiegen. Aengstlich umkreisen sie in nie 
driger Höhe ihre Horste, um die Vorgänge 
unter sich zu erspähen. Aber schon ertönt das 
Hornsignal, die Jagd ist freigegeben. Der erste 
Schuß hallt durch den Wald, ein Reiher ist ge 
troffen und poltert krachend in die Tiefe. Alle 
Reiher sind jetzt aufgescheucht und überfliegen 
angstvoll ihre Horste. Auf allen Seiten fällt 
jetzt Schuß auf Schuß, krachend und dröhnend 
hallt das Echo durch den Wald, ein Reiher 
nach dem andern stürzt polternd durchs Geäst 
in die Tiefe. Jungs schleppen sie zum Sam 
melplatz. Dort liegt nach einer knappen Stun 
de schon eine Strecke von etwa 60 Reihern. 
Allmählich fallen auch die Schüsse seltener. Die 
Reiher sind von diesem Schreckensort geflüch 
tet oder umkreisen die Hölzung in so großer 
Höhe, daß sie das tödliche Blei der Jäger nicht 
mehr erreicht. Eine Pause muß eingelegt wer 
den, damit die Reiher wieder zur Ruhe kom 
men. Eine Schenke unter freiem Laubdach la 
det die Jäger zu kühlem Trunk ein. Jäger 
humor und Jägerlatein kommen jetzt zu ihrem 
Recht und füllen die Pause zünftig aus. Dann 
beginnt die Jagd von neuem, um bei anbre- 
chendem Abend zu enden. 
Insgesamt wurden 67 Reiher zur Strecke 
gebracht. 
* * 
Schacht-Audorf, 29. Juni. Die NS.-Frauen- 
schaft Schacht-Audorf machte am Mittwoch mit 
drei großen Omnibussen bei herrlichstem Wet 
ter einen Ausflug nach Baumgarten. In mun 
terer Fahrt gings durch unsere schöne Heimat 
am Witten- und Bistensee vorbei. Nach ge 
meinsamer Kaffeetafel wurde der Aschberg be 
sucht, auf dem der Bismarck des Knivsbergs 
steht. Selbst Frauen mit über 70 Jahren ließen 
es sich nicht nehmen, den steinigen und sandi 
gen Weg hinaufzuklettern. Nachdem man den 
herrlichen, weiten Blick über holsteinisches 
Land genossen hatte, verkürzten muntere 
Spiele und fröhlicher Gesang die Zeit bis 
zum Abend. 
xt. Hohn, 29. Juni. Rege Bautätigkeit. Ein 
Beweis, daß die Landwirtschaft durch die 
jetzige Regierung wieder lebensfähig ist, wird 
durch die rege Bautätigkeit bewiesen. Tie Bau 
arbeiter von hier und Umgebung sind alle 
beschäftigt, und es gibt keinen Arbeitslosen 
mehr. Es werden hier 3 Wohnhäuser, 6 Scheu 
nen oder Ställe, 2 große Umbauten usw. ge 
baut. 
Ringreite«. Am Sonntag hielt der Ring- 
reiterverein in Bokclholm, vom schönsten Wet 
ter begünstigt, sein diesjähriges Ringreiterfest 
ab. Es stritten 7 Reiter um die Königswürde. 
König wurde Willi Bolls aus Wacken mit 5 
Ringen und beim Topfwerfen der jungen 
Mädchen wurde Frl. Rathmann aus Mehlbek 
Königin, (vs.) 
Beim Vogelschießen der zweiklassigen Schule 
in Alt-Duvenstedt wurde bei öen Wettkämpfen 
der Knaben Hans Johansen und Herbert Jo- 
hannsen König bzw. Kronprinz, und Else Arff 
und Amanda Geweke bei den Mädchen erste 
und zweite Siegerin, (jj.) 
mit 66 Ringen, 7. Wamser-Rcndsburg mit 66 
Ringen, 8. Johs. Holst-Schülp/R. mit 55 Rin 
gen, 9. Otto Gloger-Rendsburg mit 65 Rin 
gen, 10. Christian Pöhls-Bargstedt mit 55 Rin 
gen. Im ganzen wurden 21 Preise verteilt, 
b) Wchrmannsbüchse 3vü Meter 3 Schutz 
24er Ringscheibe. 
1. Fritz Traulsen-Rendsburg mit 64 Ringen, 
2. Johs. Lütje-Westerrönfeld mit 63 Ringen, 
3. Christian Pöhls-Bargstedt mit 62 Ringen, 
4. Johs. Holst-Schülp/R. mit 62 Ringen, 
6. Greve-Schülp/R. mit 61 Ringen, 6. Töns- 
fcldt-Jevenstedt mit 60 Ringen, 7. Scharfen 
berg-Rendsburg mit 60 Ringen. 
few idtunftkcU 
Gettorf, 28. Juni. Einen schweren Unfall 
erlitt heute nachmittag der Schlosser Gustav 
Adolf Suyr, der zu Besuch bei seiner Mutter 
weilte. Er wollte auf dem Giebel der ver 
pachteten Stellmacherwerkstatt einige Risse 
ausbessern und kam dabei der Starkstrom 
leitung zu nahe. Er muß dann von der Leiter 
abgestürzt sein. Der Chauffeur einer benach 
barten Firma fand ihn am Boden liegend mit 
schweren Verbrennungen im Gesicht, am Hals, 
an Brust, Bauch und Armen auf. 
Beim diesjährigen Kindcrvcrgnügcn in 
Bargstedt errangen die Köuigswürde Erika 
Dittmann und Kurt Heinrich Prüß jaus der 
1. Klasse) und Renate Ahrens und Arthur 
Karls saus der 2. Klasse). Leider konnte Kurt 
Heinr. Prüß das Kindervergnügen in diesem 
Jahre nicht mitfeiern, da er z. Zt. sich im 
Städt. Krankenhaus in Rendsburg befindet. 
(Die Königswürde wurde von Claus-Werner 
Haar für Prüß geschossen.) 
diu StofidkMtn 
hr. Erfde, 27. Juni. Preisschietzen. Das seit 
dem 1. Juni an jedem Sonntag stattfindende 
öffentliche Preisschießen, veranstaltet von der 
hiesigen Kameradschaftlichen Bereinigung 
Kyffhünserbund, fand gestern ans dem SA.- 
Schießstand bei Schmökels Gasthof unter reger 
Beteiligung seinen Abschluß. Der von Anfang 
an der Spitze stehende Kamerad Klaus Jebe, 
der es auf 60 Ringe gebracht hatte, konnte trotz 
größter Anstrengung seiner Kameraden nicht 
besiegt werden. Er erhielt den 1. Preis (ein 
Fahrrad). Drei weitere Schützen erreichten die 
Ringzahl 59, die übrigen Gewinne liegen 
zwischen 64 und 68 Ringen. Im ganzen wur 
den 700 Lose verschossen. Jedes Los enthielt 
5 Schuß mit Kleinkalibergewehr auf 12er 
Ringscheibe 60 Meter Entfernung. Abends 
fand in Eckmanns Hotel eine kleine Nachfeier 
statt, wo Kameradschaftsführer Lehrer Koch 
in seiner Ansprache der Gründung des Kyff- 
häuserbundcs vor 150 Jahren gedachte. Dann 
ai. Hohenwestedt, 29. Juni. Ausflug des 
Kindergottesdienstes. 180 Kinder versammel 
ten sich am Sonntag vor unserer Kirche, um 
mit Pastor Krohn und den Helferinnen ihren 
Sommerausflug zu machen. Eine ganze An- 
zahl Mütter hatten sich angeschlossen, und so 
zog ein stattlicher Zug mit frohem Gesang 
durch unsern Ort nach Tappendorf. Nach kur 
zer Ansprache von Pastor Krohn kam der Ma 
gen zu seinem Recht, mit Kakao und Kuchen 
wurden alle Kinder bewirtet. Sogar Kasperle 
war mit draußen und machte den Großen und 
Kleinen soviel Freude. Im Tappendorser 
Bookelieth herrschte dann ein lustiges Trei 
ben. Bei dem herrlichen Wetter und in der 
wunderschönen Landschaft war es nicht schwer, 
fröhlich zu sein. Bei kleineren Wettspielen 
und allerlei lustigen Unterhaltungen liefen 
die Stunden für die Kinder viel zu schnell. 
Noch einmal sammelte Pastor Krohn in Tap- 
pendvrf seine Schar um sich. Er dankte allen, 
die mitgeholfen haben, den vielen Kindern 
diesen wunderschönen Nachmittag zu ermögli 
chen. Daun kam der Heimweg, vor dem Pasto 
rat ging man auseinander, nachdem gemein 
sam der 1. Vers des Liedes: „Nun danket alle 
Gott" gesungen war. 
s. Hademarschen, 30. Juni. Treffen ehemali 
ger Schülerinnen. Am Sonnabend und Sonn 
tag fand in der Landwirtschaftlichen Frauen 
schule ein Treffen der ehemaligen Schülerin 
nen aus Albersdorf und Hademarschen statt. 
Zu diesem Treffen hatte sich eine stattliche Zahl 
ehemaliger Schülerinnen, sowie Gäste und 
Freunde eingefunden, u. a. die Frauenschafts- 
lcitcrin, Bürgermeister, Amtsvorsteher, die 
ehemalige Leiterin, Frl. Orth usw. Bei einer 
mit Feldblumen geschmückten Kaffeetafel hieß 
die Leiterin der Schule, Frl. Plambeck, alle 
Erschienenen herzlichst willkommen. Bald griff 
eine lebhafte Unterhaltung Platz. Am Abend 
fanden Aufführungen, „De Deerns ut'n Dörp- 
krog", ein Jahresfestspiel und ein Schwank 
statt, wobei die Darsteller mit ihrem vorzüg- 
I wurde von hiesigen jungen Leuten ein kleines' 
! Theaterstück aufgeführt. Jochen und Trina auf 
Reisen. Ein darauf folgendes Kränzchen be 
schloß den Abend. 
Aus iCads Umum 
Heimatforscher-Tagung in Husum. 
Husum, 29. Juni. Der Heimatbund Nord 
friesland in der NS.-Kulturgemiende hatte 
zum Sonnabend und Sonntag zu einer Hei 
matforschertagung in Husum geladen. Zahlrei 
che Forscher,die sich mit öen Problemen Nord 
frieslands beschäftigten, waren dem Rufe ge 
folgt. Der Leiter der Arbeitsgemeinschaft für 
friesische Heimatpflege, Rektor i. R. Johann- 
sen, Flensburg, begrüßte die Teilnehmer und 
Gäste, die sich in der Aula des Hermann-Tast- 
Gymuasiums versammelt hatten und verkün 
dete als Leitwort der Tagung Landverlust, 
Landgewinn, die beiden Worte, in denen das 
Schicksal Nordfrieslands beschlossen ist. So 
dann ergriff der Bauer Andreas Busch, Nord 
strand, der Entdecker Rungholts, das Wort zu 
einem Lichtbildervortrag über „Kartographie 
Nordfrieslands im Mittelalter". 
Der zweite Redner, der von Pellworm stam 
mende Regierungsbaurat Lorenzen, Ober- 
präsidium Kiel, sprach über „Wissenschaftliche 
und technische Probleme der Landgewinnung 
in Nordfriesland". Als die großen Aufgaben 
des einheitlichen Gesamtplans auf weite Sicht, 
dessen sämtliche Maßnahmen aufeinander ab 
gestimmt sind, bezeichnete Lorenzen die Ver 
teidigung des Landes und des Menschen gegen 
das Meer, die Entwässerung der Marsch und 
die Wiedergewinnung des durch die Nordsee 
entrissenen Landes. Eindringlich forderte er. 
daß der Gesamtplanung sich auch alle privaten 
Forscher, insbesondere Heimatforscher, deren 
Hilfe unentbehrlich ist, einzuordnen haben. 
Auf engste Zusammenarbeit zwischen den 
staatlichen Stellen und der Heimatforschung 
wird größtes Gewicht gelegt. 
Nach einer Mittagspause besichtigten die 
Teilnehmer unter Führung des Museumslei 
ters Dr. Tidelski das Ludwig-Nissen-Haus, 
dessen Eröffnung für das nächste Frühjahr 
vorgesehen ist, und sahen öen Film „Trutz, 
blanker Hans!", zu dem Regierungsbaurat 
Lorenzen eine kurze Einführung gab. Sodann 
fuhr man in Autobussen nach Nordstrand. Auf 
Nordstrand vereinigten sich die Teilnehmer 
in dem gastlichen Hause des Bauern Andreas 
Busch, Morsumhafen, zu gemeinsamer Kaffee 
tafel. Anschließend durchfuhr man, von Busth 
geführt, die Insel. 
Der Sonntag brachte dann noch unter Füh 
rung von Andreas Busch eine von schönstem 
Sommerwetter begünstigte Fahrt nach Rung 
holt. . 
* 
Eine bedeutungsvolle Neuerung in der 
Verwaltung der Westküste 
tritt am 1. Juli in Kraft. Das Wasserbauamt 
in Husum, das Domänenrentamt, das Kultur 
bauamt und die staatliche Forschungsstelle der 
Westküste werden zusammengefaßt zu einem 
neuen Amt, das den Namen Marschen- 
b a u a m t trügt. Die Belange, die bisher vom 
Reich betreut wurden, unterstehen künftig dem 
lichen Spiel ungeteilten Beifall fanden. Wäh 
rend des Abendessens wurden verschiedene 
Ansprachen gehalten und bei Eintritt der 
Dunkelheit war das ganze Haus illuminiert. 
Ein Fackelzug durch den Garten, Spiele, Lie 
der usw. füllten den Abend aus. Auch am 
Sonntag gab es unter den ehemaligen Schü 
lerinnen noch viel zu erzählen, dann wurden 
Spaziergänge gemacht und die Naturschönhei 
ten des Ortes in Augenschein genommen. Von 
den schönverlebten Stunden des Treffens und 
der gastlichen Aufnahme begeistert und befrie 
digt, kehrten die Erschienenen am Sonntag 
nachmittag zurück in ihr Heim. 
s. Hanerau, 29. Juni. Sommcrfest der NS- 
Frauenschaft. Bei herrlichstem Wetter hielt am 
gestrigen Sonntag die NS.-Frauenschaft, Orts 
gruppe Hademarschen, im Gasthof „Zum Zolln" 
ihr diesjähriges Sommerfest ab. Ein schönes 
Gartenkonzert, Spiel und Tanz waren die 
Veranstaltungen der gut besuchten und harmo 
nisch verlaufenen Feier. 
ur. Jnnien, 29. Juni. Zwei Jagdhunde spur 
los verschwunden. Seit einigen Tagen sind den 
Jagdpüchtern Max Rave und Hans Pries aus 
Jnnien ihre beiden Jagdhunde, auf die Namen 
Dussel und Waldmann hörend, verschwunden. 
Letzterer hat seine Jagdprüfung mit gut be 
standen. Da beide Hunde das Dorf nie ver 
lassen haben, bleibt es ein Rätsel, wo die Tiere 
geblieben sind. Man bittet um Angabe über 
den Verbleib der beiden Hunde. — Standes 
amtliche Nachrichten Gemeinde Büken. Die Ehe 
wollen miteinander eingehen: der Arbeiter 
Ernst Willi Richard Greicr aus Neumünster 
mit der Hausangestellten Rosa Auguste Grahl 
in Neumünster. 
Zum Dr. phil. mit dem Prädikat „sehr gut" 
promovierte au der Universität in Hamburg 
der Lehrer am deutschen Gymnasium in Sofia 
jBulgarien) Sophus Elend, Sohn des Lehrers 
i. R. Ferdinand Elend in Merzen, (ai.) 
Sddejwify-Uolsteite 
Hem JleHdti&ueg, 
Am UüheHw&siedt, tim%uau~UademaescUcf% 
M4td UtitĢ&gend 
,1
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.