TĢM Zaggler /
Urheberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Mauz,
München.
46) Nachdruck verboten.
Auch Monika hat das Wild gewahrt und hebt
die Waffe. Doch plötzlich läßt sie die Hände sin
ken und sagt:
„Ich mag net. Das ist doch keine Arbeit für
ein Weiberleut."
Sie wirft das Gewehr wie im Ekel von sich,
schlägt die Arme vors Gesicht und beginnt bit
terlich zu weinen.
Toni starrt mit zusammengebissenen Zähnen
auf die zuckenden Schultern. Dann reißt er alle
Kraft zusammen, steht auf und geht ein Stück
von ihr weg.
Eine halbe Stunde später ertönt das Zeichen
zum Abbruch des Treibens.
Bei der Luisenhütte trifft man zusammen.
Und als Toni und Monika dort ankommen,
fragt Herr Kerber senior sogleich:
„Was ist bei euch gefallen?"
„Es ist kein Wild kommen bei uns", antwor
tet Monika errötend.
„Natürlich. Ein Bock nahm ja direkt Rich
tung nach eurem Stand." Kerber wirft einen
Blick in Tonis Gesicht. Dann lacht er. „Du
wirft ihn halt gefehlt haben. Na, tröste dich
nur. Morgen klappt es vielleicht."
„Morgen mag ich nimmer", antwortet Mo
nika und setzt sich wie an allen Gliedern ge
brochen auf die Bank.
„Du wirst dir doch die Freud nicht verderben
lassen, wenn es einmal daneben gegangen ist",
scherzt Herr Kerber. „Aber wo ist denn Ru
dolf? Bei dem hat es in aller Frühe schon ge
kracht."
Niemand kann darüber Auskunft geben.
Toni mustert der Reihe nach das Wild, wel
ches zur Strecke gebracht wurde. Ein Pracht
hirsch ist darunter und Kerber kommt mit
strahlendem Gesicht zu Toni:
„Was sagst du zu dem Hirschen, Toni? Mit
ten im Sprung hat ihn meine Kugel umgelegt."
„Ein schöner Schuß", antwortet Toni und
bückt sich zu der Wunde nieder. „Ich gratulier,
Herr Kerber."
Die Sonne ist schon hinter den Felsen ver
schwunden und Rudolf ist immer noch nicht bei
der Luisenhütte eingetroffen.
„Weinöl, schaun Sie doch einmal nach, wo er
bleibt", befiehlt Kerber dem Jäger. „Ich glau-
Hochlaudsromarr vo» Ha«» Ernst
bc, der ist wahrhaftig eingeschlafen auf seinem
Stand."
Der Jäger macht sich auf den Weg. Und als
er zwei Stunden später mit mauerbleichem
Gesicht die Hütte wieder betritt, bringt er eine
Schreckensbotschaft.
Rudolf ist erschossen!
Monika stößt einen gellenden Schrei aus und
klammert sich an den alten Kerber. Tonis Ge
danken sind wie erloschen. Er starrt in das
flackernde Herdfeuer und schüttelt ein über das
andere Mal den Kopf.
„Die Treiber sollen heimgehen", sagt Herr
Kerber gebrochen. „Für morgen und die näch
sten Wochen ist ausgejagt."
Er tritt noch in selber Stunde mit Monika
den Weg ins Dorf an.
*
Mirl sitzt in der Hütte, hat die Hände zwi
schen die Knie geklemmt und blickt ratlos vor
sich hin. Neben ihr lehnt Bartl am Ofen und
nagt an der Unterlippe.
Es ist am frühen Morgen und die Sonnen
strahlen spiegeln sich in dem Milchgeschirr auf
der Herdbank.
Mit einem tiefen Seufzer erhebt sich die Sen
nerin, bindet die Schürze fester und beginnt
mechanisch zu arbeiten.
„Nein", sagt sie, „wir zwei sind fertig mit
einander. Wie hast dich denn soweit vergessen
können!"
„Jetzt fangts schon wieder an", antwortet
Bartl ärgerlich. „Was ge'schehn is, is g'schehn.
Dein Jammern macht den Toni auch nimmer
lebendig."
„Du nimmst es schon wirklich leicht, Bartl.
Wenn's aufkommt, was is dann?"
„Geh, du Angsthas. Wer will mir denn was
beweisen? Du mußt halt dabei bleiben, wcnns
drauf ankommt, daß ich bei dir war. Am
gescheitsten würs g'wesen, ich hätt dir gar nix
g'sagt."
„Mit einem Mörder will ich nix zu tun
haben."
Bartl klopft wütend mit dem Schürhaken
in die aufgestapelten Scheiter vor dem Ofen.
„Ich hab ihm Rache g'schworen und ich hab
weiter nix tan, als mein Schwur g'halten."
„Bor unserm Herrgott gilt er net, der
Schwur."
„Dös is ganz gleich. Kreizteifi, du machst
mich grantig mit deinem ewigen Gewinsel.
Denk lieber an dich! Wenn er mich net hinter
Schloß und Riegel bracht hätt, dann wärn wir
zwei heut schon verheirat' und wärn ein glück-
lichs Paar. Also, g'scheit sein, Mirl."
Er geht zu ihr und schlingt seinen Arm um
ihre Hüfte. „Jetzt wird aber ernst g'macht.
Morgen fang ich's Arbeiten an im Holzschlag.
Und im Herbst werd g'hcirat. Jetzt tu ichs
nimmer anders. Dös Ledigsein wird mir sel
ber schon bald zuwider."
Die Mirl weint herzerbrechend in die Schür-
zu, so daß der Bartl glaubt, sie beruhigen zu
müssen:
„Sei doch net kindisch. Wie leicht hätt's sein
können, daß ich unter der Erden lieg."
„Dann würs wenigstens ein ehrlicher Wil
derertod g'wesen. Aber du hast den Toni von
hinten her erschossen. Bartl, ich kann nix da
für. Aber wenn ich dich so betracht, dann möcht
mich ein Grausen überkommen."
„Jetzt is recht", trumpft er beleidigt auf.
„Dös is also dei ganze Liab? Da hab ich mich
ja schön täuscht in dir."
Mirl schüttelt den Kopf.
„Nein, du hast dich net täuscht in mir. Aber
daß i mit dir no glücklich werden kann, glaub t
heut nimmer. Da steht der Zaggler Toni zwi
schen uns"
Mirl nimmt den Milcheimer und trügt ihn
vor die Hütte hinaus in die Sonne zum Trock
nen, während der Bartl mit der Pfeifenspitze
nachdenklich seinen Schnurrbart streicht.
„Da muß ich andere Saiten aufziehen", über
legt er. „Rasend muß ich sie machen vor Liab,
dann is sie wieder die alte Mirl, die durch dick
und dünn geht für mich."
Ein leiser Schrei vor der Hütte läßt ihn her
umfahren und zum Fenster treten. Nur einen
kurzen Blick wirft er hinaus, dann prallt er
entsetzt zurück.
Draußen aus dem Weg steht der Zaggler
Toni. Hinter ihm tragen ein paar Männer eine
Bahre, darauf ein lebloser Körper liegt.
Es ist nicht der Tote, der dem Bartl das
Blut erstarren macht, sondern der Lebendige:
der Zagger Toni! Das kann nicht mehr mit
rechten Dingen zugehen! Ganz deutlich hat er
doch am vergangenen Morgen im Stadel des
Postwirts versteckt mitanhören können, daß der
Zaggler Toni allein den Stand in der Heindl-
schlucht einnehmen sollte.
Er war gerannt wie noch nie in seinem Le
ben, um noch rechtzeitig in die Nähe des Stan
des zu kommen. Aber bis er unter Moos und
Steinen seine Büchse ausgegraben hat und
endlich über eine Felswand in die Nähe der
Heindlschlucht kam, war der verhaßte Jäger
schon an Ort und Stelle. Halb verdeckt von
Fichtenästen hat er von seiner Höhe aus die am
Boden sitzende Gestalt gewahrt und aufs Korn
genommen. Getroffen hat er, denn der Auf
schrei drang bis zu ihm herauf. Und dann war
es still.
Auf Schleichwegen ist er dann in Mirls
Hütte geflüchtet und hat sich den ganzen Tag
versteckt gehalten, ohne Reue oder Gewissens
bisse zu empfinden.
Und NUN geht der Zaggler Toni heil und ge
sund vor der Leiche eines anderen her.
Mirl erscheint unter der Hüttentüre. Ihr
Gesicht hat keine Farbe mehr. Sie muß sich mit
den Händen an der Mauer stützen und ihre
Stimme hat jeden Klang verloren, als sie sagt:
„Bartl, was hast du ang'stellt?"
„Wer ist es denn?" fragt er gespannt und
man merkt, daß er absolut nicht so sicher ist, wie
er sich den Anschein geben will.
„Der junge Kerber! Der Brandl-Monika
ihr Mann!"
„Der?" Bartls Gesicht erhellt sich. „Gut geht
alles, Mirl. Kein Mensch wird auf mich einen
Verdacht haben, Nur g'scheit sein, Weiberl!
Und von nix ebba's wissen, wenns drauf an
kommt. Verstehst?"
Aber die Mirl hört schon lang nicht mehr aus
ihn. Sie lehnt an der Stiege und schluchzt zum
Gotterbarmen.
Heimweh.
Graf Gruggstein lebt sehr einsam in seinem
Jagdhaus am Patryasee, zwei Stunden von
Budapest entfernt. Er will es sich nicht ge
stehen, daß sein Herz krank sei. Und auf ein
mal kommt ihm der Gedanke, daß sich der Arzt,
der ihn damals in München untersuchte, auch
geirrt haben könnte. Zum mindesten hat er
übertrieben, denkt Graf Bruggstein. Also sucht
er einen andern Arzt in Budapest auf.
Der Arzt ist ein höflicher Mann und nimmt
es genau mit der Untersuchung. Seine Aus
kunft klingt auch viel gefälliger und schonen
der, als die seines Münchener Kollegen. Aber
immerhin sagt er:
„Da ist nicht viel zu machen, mein Herr. Sie
müssen sich durchaus schonen."
„Und auf einen Berg kann ich nicht mehr
steigen?" fragt Graf Bruggstein.
„Warum nicht? Einen kleinen Hügel, bei
mäßigem Tempo "
„Ach was! Kleine Hügel", unterbricht ihn
Bruggstein gereizt. „Auf Berge will ich steigen,
auf richtige Berge, so wie früher, wie vor zwei
Jahren noch, eh dieser verdammte Stier "
Der Arzt zuckt die Achseln.
(Fortsetzung folgt.)
von dem Blutzoll, den Deutschland im
Kriege geleistet hat.
Nun ist der Friede wieder gekommen, und
das Volk ist wieder gewachsen. Aber mit
Schrecken sehen wir, daß von unserem
Jungvolk nur zwei da stehen, wo drei sein
sollten. Wer soll die Lücken decken, die da
offen sind? Es gibt nur eine Hilfe: Zwei
müssen jetzt leisten, was sonst von dreien
geleistet wurde! Der einzelne von heute
gilt gleich eineinhalb von früher! —
Darum achtet auf euren Wert! Uebt die
Kraft und Geschmeidigkeit eurer Glieder in
Spiel und Sport! Stählt die Körper gegen
Wind und Wetter, auf Wanderfahrt zu
Wasser und zu Lande. Scharfe Sinne tun
euch not in dieser Zeit der schnellaufenden
Näder. Von eurem sicheren Blick und von
der augenblicks gehorsamen Entschlußkraft
eures Geistes hängen oft Leben und Ge
sundheit ab.
Ihr sollt auch eure Schönheit pflegen. Sic
ist ein edles Geschenk. Aber verfallt nicht
in Eitelkeit und Geckerei. Ihr irrt, wenn
ihr Schönheit für das Beste haltet.
„Das Beste bleibt ein starker Wille,
der, unbeirrt von Fleisch und Blut,
fest und getreu in Sturm und Stille
das Gute, weil es gut ist, tut."
Bon euch darf nicht einer verlorengehen:
denn es ist keiner übrig. Drum hütet euch
vor Verführungen! Sie kommen mit Becher
und Flasche, sie locken mit giftigen Büchern.
Laßt eure Seele nicht besudeln. Bewahret
euch Reinheit und Jugend, weil ihr die Ju
gend seid, die unseres Volkes Hoffnung ist!
Ein Volk ist soviel wert, wie seine
Jugend wert ist. Wendet euch ab von allem,
was gemein und niedrig macht. Auf die
Höhe richtet den Blick! Seid eures Wertes
euch bewußt! Borgerau.
*
Obige Zeilen wurden vor dem politischen
Umbruch geschrieben. Sie haben aber auch
heute noch ihre Berechtigung. Nur daß die
Jugend sich heute nicht mehr selber über
lassen ist im Tasten und Suchen, sondern
die feine Organisation des Jungvolks und
der Hitler-Jugend hat, die bewußt die
Werte pflegt, die oben mit Recht gepriesen
werden. So könnte die vorstehende Mah
nung heute dahin zusammengefaßt werden:
„Hinein ausnahmslos in die nationalsozia
listische Jugendbewegung und dort wacker
seinen Mann gestanden! Dann werdet Ihr
rechte dcntsche Jungen und Mädchen, wie
unser Volk sie braucht." I. K.
Der 1. Mar in Ievenstedt
Seit drei Jahren feiert das ganze deutsche
Volk unter der Führung Adolf Hitlers den
1. Mai als nationalen Feiertag. Auch in
Ievenstedt wurde der Tag festlich begangen.
Schon einige Tage vorher hatte man viele
Vorbereitungen getroffen. Man hatte
Ehrenpforten mit kleinen Hakenkreuzfahnen
errichtet. Auf dem Festplatz waren viele
Hakenkreuzfahnen gehißt. Am Morgen hat
das Jungvolk und die Hitlerjugend die
Uebertragung der Jugendkundgcbung im
Berliner Stadion gehört. Der Rcichs-
jugendführer Baldur v. Schirach meldete
dem Führer, daß bereits über 90 vH. der
gesamten deutschen Jugend organisiert und
damit die Zukunft des deutschen Volkes ge
sichert sei. Als der Führer mit einem drei
fachen Sieg-Heil auf unser deutsches Vater
land die Kundgebung geschlossen hatte, for
mierten wir uns zu dem Umzug durch
Ievenstedt. Voraus marschierte die SA.,
die Hitler-Jugend, der BDM. und das
Jungvolk. In der Mitte marschierte eine
kleine Musikkapelle, Daun kamen der
Kricgerverein und die Politischen Leiter.
Den Schluß bildeten die SS. und die nicht
organisierten Bauern, Landhclfer und son
stigen Handwerker.
Als um 11.30 Uhr der Ummarsch beendet
war, ging es nach Hause zum Mittagessen.
Von 12.30 bis 1.30 Uhr sprach dann der
Führer. Nach seiner Rede ging es wieder
zum Festplatz. Hier war schon reges Leben
und Treiben. Wir Schulknaben mußten
rückwärtslaufen. Von den Kattbeker Kna
ben war Hans Eggert der erste. Ich wäre
bald vor ihm gekommen, wenn Max nicht
hingefallen wäre. Ich konnte ihn ja nicht
sehen und purzelte über ihn. Dadurch ge
wannen die andern Knaben einen Bor
sprung, der sich nicht wieder aufholen ließ.
Erster der ganzen Knaben war Helmut
Tönsfeldt. Er bekam meine Federtasche mit
Inhalt. Ich gewann einen Bleistift mit
Radiergummi. Nach dem Tauziehen der
SS. und SA. begann das Ponyreiten.
Sieger wurde Hans Timm. Rudi, unser
Jungzugführer, hat auch mit geritten. Er
gab seinem Gaul Kartusch, bumms lag er in
dem Brommbeerbusch. Kurz nachdem er
das Ziel passiert und damit den 2. Preis
erworben hatte, fiel er in den Sand. Er
hatte sich nicht gestoßen, saß gleich wieder
auf dem Pferd und brachte es in den Stall.
Dann folgten noch viele Belustigungen. Um
6.30 Uhr bin ich dann mit den Kattbeker
Knaben nach Hause gefahren.
Kreuzkoppel. Heinrich Butenschön.
Rätsel
1. Quadraträtsel.
(Eingesandt v. Hertha Runge-Keitum a. S.)
Die Buchstaben ddeeeeeeffk
l l t u u sind so in ein Viereck mit 4X4
Feldern einzuordnen, daß waagerecht und
senkrecht gleichlautende Wörter entstehen,
welche bezeichnen: 1. Kletterflanze, 2. Stück
Land, 3. Mädchennamen, 4. deutschen Kunst
flieger.
(Eingesandt von Anne Sievers-Bargstall.)
Der Maurer hat sich nutzlos aufgeregt,
weil bei der Arbeit er ein Werkzeug hat
verlegt.
Wenn er ein r nur diesem hätte angebun
den,
so hätte er im neuen Worte es gefunden.
3. Vergänglich.
Im Garten hatte einsam ich gewacht.
Zu einem Wort mit i schaut' ich empor,
Das herrlich leuchtete wie nie zuvor. —
Mit leisen Schritten kam die Mitternacht.
„O schöner Abend, nimmer doch vergeh!"
Rief ich —da hört' ich's leise zwölfe schlagen.
Auch diesem Tag crging's wie andern Tagen:
Er ward verwandelt in das Wort mit e.
4. Sommerfreuden.
Man legt ins Erste gerne sich hinein,
Wenn's trocken ist und warmer Sonnen
schein.
Doch tut man's, kommt das Zweite, ganz
erpicht
Auf süßes Blut, herbei und quält und sticht.
Das Ganze, daß ihr es nur wißt,
Ein feiner kleiner Vogel ist.
Auflösung der Rätsel ans Nr. 8: 1. El
berfeld-Barmen. 2. Schneeball. 3. Preis,
Reis, Eis, Ei. 4. Literatur.
Richtige Lösungen sandten ein: Christine
und Claus Harbeck-Föhrden bei Kelli ng-
husen (Kann mir denken, daß Pfannkuchen
Euer Leibgericht sind. So erging's mir als
Jungen auch. Aber es mußten Buchweizen
pfannkuchen sein, schön braun in Speckfett
gebraten. Und meine selige Mutter ver
stand sich großartig darauf.),' Else Sievers-
Elsdorf (Sag mal, Else, was ist eigentlich
Lietartur? Du hättest doch etwas die Buch
staben umstellen müssen — vgl. unter Nr.
4)' Grete Nau-Hademarschen (Ingrid Hin-
richsen wird sich sehr freuen, wenn sie Dei
nen Brief bekommt, und Dir sicher ant
worten. Nur dauert eine Antwort von
jenseit des großen Teiches lange. Gratu
liere zum Radfahr-Sportabzeichen! Kann
mir denken, daß dabei aus dem Rau-Kops
ein Rot-Kopf geworden ist.),' Erika Greve-
Ascheffel (Wenn Mutter mit dem Groß
reinmachen fertig ist, freut sich die ganze
Haushaltung und nicht zuletzt der Haus
herr, obwohl ihm auch sein Geldbeutel rein
gemacht wurde.),' Heinrich Butenschön-
Kreuzkoppel (Die Probe, die Du gemacht
hast, bestätigt, daß ich die Rechenaufgabe
richtig gestellt habe.),' Erna Ketelsen-
Füsing (Du hast ganz recht, meine Tochter
war bei Herrn Max Tönnsen-Schaalby als
Haustochter, und wir sind auch verschiedent
lich in dem gastlichen Hause auf Besuch ge
wesen.),' Jürgen Jans-Tielen (Kann mir
denken, daß Du die ganze Zeit beim Ring
reiten zugeguckt hast, denn das ist ja so
recht was für Jungen. Geev't denn ok'n
Blindsteker un'n Sandrüter? Oder weet's
Du gar ni, wat dat is?),' Herta Runge-
Keitum (Du bist im Irrtum, ich heiße nicht
Jakob Erichsen — ich habe den ganz ge
wöhnlichen Vornamen Hans. Herr Erich
sen, der mit mir zusammen im Rundfunk
sprach und vom Kühehüten erzählte, ist Rek
tor in Schleswig. Ich habe die lustigen Ge
schichten aus d.r Schule erzählt.),' Johann
Rathmann-Steenfeld (Nein, es ist kein
Druckfehler, aber ein Rechenfehler — das
heißt von Dir. Also mal wieder bei und
einen Tag abgelassen.); Anneliese Wieben-
Wettersberg (Du bist diesmal ja mächtig
kurz ab. Das sind gewiß die Schatten des
Großreinmachens.),' Jngeborg Kröger-
Bargstedt (Du willst von mir wissen: „Wat
is en Klüten, en Düten un en Ei?" Das
weiß ich nicht, Jngeborg,' das mußt Du mir
nüchstesmal verraten.),' Werner Thiede-
mann-Hohn (Du bist gewiß ein Bruder vou
Elfriede. Die mußte gewiß feudeln und
schrubben und hatte so zum Schreiben keine
Zeit.): Mathilde Groth-Hamdorf (Ja, aus
Vergnügen geht niemand zum Zahnarzt.
Aber in Notfällen ist's doch gut, daß einer