Schleswļg-Holsteînischer Wirtschaftsdienst
Zn eigenen WsrLen
Am 24. Juni beschäftigte
Warum Reform des sich der Verkehrsaus
Reichsbahntarifs? schuß öer Arbeitsgemein
schaft der Industrie- und
Handelskammern mit den von der Reichsbahn für
den 1. 10. geplanten Aenderungen des Gütertarifs.
„Die Wirtschaft glaubt", so lesen wir über diese
Sitzung in Nr. 26 der DWZ., „öer Schaffung einer
neuen Wagenlaöungsklasse H und auch der Einrei
chung von Ausnahmetarifen in den Regeltarifen
zustimmen zu können, soweit Mehrbelastungen da
mit für die einzelnen Verkehrsnützer nicht verbun
den sind,- dagegen hält sie eine Verlagerung des
Schwergewichts öer Tarifführung in den Regel
tarif, erkauft durch die Einreihung weiterer Aus
nahmetarife zu Lasten öer Verfrachter, nicht nur
nicht für notwendig, sonden sic hat sogar Bedenken
dagegen."
Was veranlaßt die industrielle Wirtschaft zu die
sen Bedenken gegen die offenbar für den 1. 10. ö. I.
geplanten Tarifreformmaßnahmen der Reichsbahn?
Beantworten wir zuvor Anlaß und Inhalt (soweit
bekanntst) der angekündigten Neutarifierung.
Die Pläne zu einer Umbildung des Tarissystems
in öer Art, wie sie im Verlauf des vorigen Jahres
mit dem Ziel der Schaffung von Mehreinnahmen
erörtert wurden, sahen u. a. neben der Eingliede
rung von Ausnahmetarifen in den Regeltarif und
der Schaffung von einer oder zwei neuen Wagen-
laöungsklassen eine Erhöhung der Sätze der Wagen-
laöungsklassen G und F vor. Soweit aus den Ver
lautbarungen erkennbar ist, war die Wirtschaft ohne
Bedenken bereit, diese „geringfügige, deshalb aber
nicht unbedeutende" Mehrbelastung zu kragen, hatte
sie doch selbst — mit Unterschieden allerdings — an
einer Bereinigung des finanziellen Statuts der
Reichsbahn das größte Interesse.
Indessen mögen der Reichsbahn die veranschlagten
Mehreinnahmen nicht hoch genug ercheinen, um die
erstrebte Rentabilität zu erreichen. Sie bescherte die
Nenjahrsüberraschung der öprozentigen Güter- und
Tiertariferhöhung, wobei durch Preisbestimmungen
öer Sonderzuschlag möglichst auf den bisherigen
Verkehrsnutzer lokalisiert wurde. Die Wirtschaft
nahm dieses Illb-Mill.-^-ä-Opfer hin, mahnte aber
die Reichsbahn, daß eine weitere Belastung nicht
mehr tragbar wäre, daß deshalb durch Sparmaß
nahmen in der Verwaltung usw. etwaige Fehl
beträge abzudecken seien und nicht durch „Aufhebung
von Ausnahmetarifen mit dem Nebenzweck einer
weiteren Einnahmesteigerung". Die lineare fünf
prozentige Erhöhung müsse vielmehr durch organi
sche Umgestaltung ihrer besonders nachteiligen
Folgewirkungen für den Frachtenzahler entkleidet
werden. Im übrigen habe man an einer Vereinfa
chung der zahlreichen (etwa 640) erweiterten, er
gänzten und geänderten Ausnahmetarife durch or
ganischen Einbau gewisser entbehrlicher Ausnahme
tarife in den Regeltarif das denkbar größte Inter
esse.
Nun ist neuerdings nach Bekanntwerden der für
den 1.10. d. I. angesagten Maßnahmen im Rahmen
der sog. organischen Tarifreform die Diskussion
über das Für und Wider stark angeregt. Wir folgen
einer Darstellung von Dr. Linden über „Güter
tarif-Reform zum 1. 10.?" in der DWZ. vom 25. 6.
Linden nennt folgende für ben 1. 10. geplante
Maßnahmen: a) Die Erhöhung des festen Stück-
gutzuschlages um 6 bzw. 10 Pfg., b) die Bildung
einer neuen Wagenlaöungsklasse H und einer neuen
Nebenklasse für 5 To. der Klasse G, c) die Einrei
hung von Ausnahmetarifen in den Regellauf und
d) die stufenweise Abtarifierung einzelner Güter
unter Beibehaltung des Ausnahmetarifs (zur Ver
minderung des Abstandes zwischen der Tarifierung
im Normaltarif und der tatsächlichen Tarifierung
im Ausnahmetarif). Bei der Neuregelung aber soll,
wie es in einer Vorlage der Reichsbahndirektion
Berlin von 4. 6. 36 heißt, nach Möglichkeit Wert da
rauf gelegt werden, „daß öer Wirtschaft keine we
sentlichen Mehrbelastungen entstehen".
Wir wollen im einzelnen Linden's Stellungnahme
in sachlicher Hinsicht zu den obigen vier Punkten
nicht bringen. Gehen wir vielmehr von seiner Fest
stellung aus, daß die ersten vier Monate 1936 öer
Reichsbahn-Betriebsrechnung einen Ueberschutz von
90 Mill. MM brachten gegen 17 Mill, in öer gleichen
Zeit des Vorjahres und daß nach Ablauf öer ersten
vier Monate in diesem Jahr ein Fehlbetrag von
10 Mill. MM vorhanden ist, während in 1935 das
Defizit bereits auf über 82 Mill, angestiegen war.
Da aber das 1. Vj. stets ungünstigere Ergebnisse
bringt, dürfte, so meint Linden, darauf zu rechnen
sein, „daß bei entsprechender Weiterentwicklung des
Eisenbahnverkehrs am Ende 1936 ein Rückgriff auf
vorhandene Reserven nicht nur nicht nötig, sondern
daß darüber hinaus auch die erforderlichen Rückstel
lungen und Tilgungen vorgenommen werden
können." Daraus und aus den zusätzlichen Fracht
belastungen im Laufe des Jahres (5 vH Erhöhung,
Heraufsetzung öer Kraftwagenfrachten, fortgefallene
Zuschüsse der Reichsbahn an den Rollfuhrdienst)
folgere, daß eine „noch so geringfügige weitere Ver
teuerung" nicht Platz greifen dürfe. Das gelte ge
nau so für den Stückgutzuschlag, mit dem eine
Mehreinahme von etwa 15 Mill. MM erzielt werden
solle, wie für die Einreichung der Ausnahmetarife,
soweit letztere Prozedur nachteilig für ihren Be
nutzerkreis verlause.
Aehnliches lesen wir in Bemerkungen des Deut
schen Volkswirts zur Bahntarifreform. Man be
grüßt dort die geplante Einarbeitung des fünfpro
zentigen Zuschlags in die gängigen Tarife, da dessen
gesonderte Berechnung große Mehrarbeit erfordere
und damit gleichzeitig die Möglichkeit einer Revision
in Richtung einer nochmaligen Erhöhung aus
geschlossen werde. Eine Vereinfachung der Aus-
nahmetarife wird gebilligt, es sei aber zu hoffen,
wo von der gesamten Industrie unbedingte Preis
stabilität verlangt werde, daß alle Pläne auf eine
Aufstockung von Sondertarifen genau so begraben
werden wie die Erhöhung der Stückguttarife. Auf
Grund öer letztmaligen Einnahmeentwicklung der
Reichsbahn bestehe vonseiten öer Finanzlage keine
Veranlassung, „erneut einen Verkehrsbetrieb von
den Verpflichtungen auszunehmen, die öer ganzen
übrigen Wirtschaft übertragen sind". „Und die Bahn
muß wissen", so heißt es zum Schluß, „daß sie kein
Verständnis mehr finden würde, wenn sie etwa
„Reform" sagen, aber eine Erhöhung meinen
würde."
Auslese
Das kommende Reichsgemerbestenergesetz
Auf einer Tagung des Industrie- und Handels-
kammcrverbandes Niedersachsen-Kassel im Bezirk
der Mitgliedskammer für Ostfriesland und Papen
burg, die in Norderney stattfand, befaßte sich öer
Vorsitzende des Verbandes und Präsident der
Industrie- und Handelskammer Hannover, Ewald
Hacker, auch mit der voraussichtlichen Gestaltung
des kommenden Reichsgewerbesteuergesetzes, das
voraussichtlich im Laufe des Herbstes 1936 verab
schiedet werde und naturgemäß für die gewerbliche
Wirtschaft von erheblicher Bedeutung und Trag
weite sei. — Besonders bemerkenswert sei, daß die
gewerbliche Steuer künftig eine reine Gemeinde
steuer sei und daß als Maßstab grundsätzlich nur
der Ertrag herangezogen werden solle. Diese Ver
einheitlichung der Realsteuergesetzgebung lasse sich
in einer Zeit aufsteigender Konjunktur wie heute
leichter durchführen als früher. Zudem seien die
politischen Voraussetzungen dafür nie so günstig
gewesen wie jetzt, nachdem die unbeschränkte Staats
hoheit des Reiches, um die selbst Bismarck vergeb
lich gekämpft habe, Tatsache geworden sei.
Keine Auslandsreisen ohne Reichs
zahlungsmittel
Das Reichswirtschaftsministerium teilt mit: In
der letzten Zeit mehren sich die Fälle, in denen
deutsche Reisende Auslandsreisen antreten, ohne
die Abgabe öer von ihnen bei einem deutschen
Reisebüro oder einer Devisenbank beantragten
Reisezahlungsmittel (Reisekreditbriefe u. dergl.)
abzuwarten. Sie gehen dabei von der Hoffnung
aus, daß ihnen die beantragten Reisezahlungs
mittel alsbald ins Ausland nachgesandt werden.
Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden,
daß der Reichsbank für den Reiseverkehr nach Län
dern, mit denen eine besondere Reiseverkehrsrege-
lung (Reiseabkommen) besteht, jeweils nur be
stimmte Devisenkontingente zur Verfügung stellen.
Da diese fast regelmäßig hinter den Anforderun
gen des deutschen Reisepublikums zurückbleiben,
können die Reisebüros und Devisenbanken keine
Gewähr für eine Zuteilung der bei ihnen bean
tragten Reisezahlungsmittel übernehmen. Es wird
davor gewarnt, die Auslandsreise anzutreten, be
vor nicht die Reisezahlungsmittel tatsächlich von
dem Reisebüro oder der Devisenbank ausgestellt
worden sind. Darüber, ob für Erholungs- und
Urlaubsreifen nach Ländern, mit denen Reiseab
kommen bestehen, im Rahmen der verfügbaren
Reisekontingente Reisezahlungsmittel abgegeben
werden köneN, geben die Reisebüros und Devisen
banken Auskunft. Füllt diese Auskunft negativ
aus, so ist es zwecklos, sich mit Anträgen auf Zu
teilung von Reiseöevisen an die Devisenbehörden
zu wenden.
10 neue italienische Schnellschisse?
Neben der Einrichtung neuer Dienste und der
Regelung der finanziellen Verflechtungen der ita
lienischen Schiffahrtsgesellschaften plant die italieni
sche Regierung, wie verlautet, den Bau von 10
schnellen Motorschiffen, die der Verbesserung der
italienischen Liniendienste, speziell nach den Ver
einigten Staaten und dem Fernen Osten, dienen und
die Konkurrenzfähigkeit der italienischen Gesell
schaften gegenüber den ausländischen Reedereien
stärken sollen. Angeblich sollen diese Pläne mit
Beginn des neuen Jahres wirksam werden.
Preisregelung sür Kaninchenfelle
Trotz dem Ausfuhrverbot sür rohe Hasen- und
Kaninchenfelle vom 19. Dezember 1935 ist eine Ver
knappung dieser Ware festzustellen. Es besteht die
Vermutung, daß — wie das Reichswirtschaftsmini
sterium mitteilt — größere Bestände an Hasen-
und Kaninchenfellen in der Hoffnung auf weitere
Preissteigerungen zurückgehalten werden. Der
Reichswirtschaftsminister hat deshalb Höchstpreise
für Hasen- und Kaninchenfelle öer Nr. 154 des
Deutschen Zolltarifs festgesetzt. Er behält sich vor,
diese Höchstpreise gegebenenfalls noch zu ermäßigen.
Die Landesbank
der Provinz Schleswig-Holstein zu Kiel
erzielte 1935 Zinsen und Verwaltungskostenbei
träge von langfristigen Ausleihungen von 3 689 575
MM, sonstige Zinsen 344 716 MM, Provisionen 40 328
MM. Verwaltungskosten, Steuern und Abgaben
64 613 MM, Abschreibungen 395106 MM, Zinsen für
langfristige Anleihen 3127 603 MM, Verzinsung des
Stammkapitals 296 944 MM. Der Reingewinn be
ziffert sich auf 28 007 MM, der sich um den Gewinn
vortrag von 97 760 MM auf 125 757 MM erhöht.
Der ungarische Handelsminister ist nach Abschluß
seiner Wiener Besprechungen zu ähnlichen Ver
handlungen in Rom eingetroffen. — Die Nieder-
ländische Bank hat erneut den Diskontsatz um 0,6
vH von 4 auf 3,5 vH gesenkt. Nach den zweimaligen
Diskonterhöhungen vom 29. Mai <2,5 auf 3,5) und
vom 3. Juni (3,5 auf 4,5) hatte die Niederländische
Bank am 24. 6. eine Diskontermäßigung auf 4 vH
vorgenommen.
Der Wachstnmsstand des Obstes zu Mitte Juni
liegt bei allen erfragten Obstarten infolge der im
allg. ungünstigen, naßkalten Witterung etwas un
ter der zu Mitte Mai. Süßkirschen 2,9 (Vormonat
2,2): Sauerkirschen 2,5 (1,8): Pflaumen und Zwet-
schen 8,1 (2,5): Mirabellen, Reineklauden 3,6 (2,8);
Pfirsiche 3,7 (3,3); Aprikosen 3,9 (3,6); Walnüsse 3,3
(2,7); Aepfel 3,2 (2,5); Birnen 2,8 (2,2), Eine Vor
schätzung der diesjährigen Ernte an Süßkirschen für
1936 rechnet mit einem voraussichtlichen Durch
schnittsbaumertrag von 21,6 Kg. gegen 6,5 Kg. im
Vorjahr.
Zur Durchführung der pflichtmützigen Milch-
leistungskontrolle sind in Eiderstebt 85 Milch-
kontrollbeamte ausgebildet. Diesen sind ihre Kon
trollbezirke inzwischen zugeteilt. Ihre praktische
Tätigkeit beginnt am 1. 7. Die Ueberwachung dieser
Kontrollbeamten und ihrer Tätigkeit erfolgt durch
Leistungsinspektor Bardenhever, Garöing.
Hamburger Börse
Amtliche Notierung in MM für 100 MM Nennwert
<Ohne Gervhär«
Baake, 29 6.
u-i-'-cysdaat 194.25
DD.-Bank gz oo
Dcesdn. «ant 93.25
Beretnsdant 116.00
L'esth. Bank 126.00
Schü-H. Bant 77.25
Berteyr»-Akt.
pdg. Hochbahn 88 25
Drsch..Ostafrika 41 00
Hapag 15 00
Hvg.-Eübamer. 85.00
Bordd. Äoyd 16.62
Woerm.-Anle 41.00
27.6. Jndustr.-Akt. 29.6. 27 6.
194.00
93 00
93.25
116.00
126.00
77.25
88 25
41.00
15.00
35.00
16.12
41.00
«Ug. El.-D.
Älsen-Tem.
Breitend. Lew
Eldichl.-Br.
Holsten-Br.
Harp. Bgd.-D.
Lchuckerl-El.
Siemens
HLW.
Deutsche Erdöl
ID.-Faiben
Neudesth
Älkbesitz
36.00
151.50
114.00
113.00
155.75
204.87
141.75
126.00
168.25
23 00
111.25
36.00
162.00
148 00
113 00
112.00
126.50
155.50
204.50
141 50
125.50
168.00
23 00
111.25
Zahlen über die Pferdeeinfuhr 1936
«»»»»»
»,»»,»»
» » » » » »
Amtliche Währungskurie.
1 Pfund Sterling ,
> Dollar
inn dän. Kr. . ,
too (ranz. Frank. .......
Peseta
Lira
(Ohne Gewähr!) Geldkurs
Metall. Elektrolytkupfer per 100 Kg.
orompt cit Hbg. od. Breuw Rotterd.
29 6. 26. 6.
12.465 12.465
2.482 2.485
55.66
16.44
34 03
19 53
55.65
16.425
34 02
19.53
29.6. 26.6.
Rcndsburger Johanni-Vieh- und -Pferdemarkt
vom 30. Juni
Die Zutrift an Rindvieh beträgt reichlich 80 Stück.
Der Handel ist langsam, doch wird der Markt wegen
der geringen Zufuhr ziemtich geräumt werden. Es
kosten: Kalbkühe 350—470 MM, Kalbguien 250 bis
3SO MM, Fehrkühe 200—320 MM, IX-jährige Ochsen
230—330 MM.
Die Zutrift an Pferden beträgt rd. 270 Stück.
Der Handel ist langsam, der Markt wird nicht ge
räumt werden. Es kosten: Beste Pferde 1100—1250
MM, gute Arbeitspferde 700—1000 MM, mittlere
Arbeitspferde 500—700 MM, ältere Arbeitspferde
300—500 MM, 3jähr. Pferde 850--1050 MM, 2jähr.
Pferde 800—950 MM, ijühr. Fohlen 400—550 MM.
Flensburger Ferkelmarkt vom 29. Juni
Die neu eingesetzte Preisfeststellungskommission
hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie berichtet:
Preise: 4—6 Wochen alte Ferkel 15—19 MM. Quali-
tütsferkel auch höher bezahlt. Handel: langsam, bei
Notierung noch nicht ganz geräumt. Auftrieb: 328.
Leipziger Viehmarkt vom 29. Juni
138 Rinder, Beschaffenheit der Ochsen und Bullen
gut, der Kühe und Färsen mittel. Bei langsamem
Geschäftsgang 858 Kälber verkauft. 631 Hammel,
Geschäft langsam. Preise unverändert. Rest^von 115
Tieren. Das Angebot von 1949 Schweinen bestand
vorwiegend aus mittlerer Gewichtsklasse,
Die Pjerdeeinfuhr betrug in den ersten fünf Mo
naten 1936 7886 Stück im Werte von 4 823 000 MM.
Es waren vertreten leichte Arbeitspferde (Stuten)
87 (Vorjahre 183), Hengste, Wallache 147 Stück (287),
schwere Arbeitspferde (Stuten) 2433 Stück (2487),
Hengste, Wallache 3786 Stück 15061), leichte Zucht
hengste 2 Stück (5), schwere Zuchthengste 3 (1).
Kutfch-, Reit- und Rennpferde 828 Stück (65), Ab
satzfohlen bis zu iy 2 Jahren 26 Stück (49), Absatz-
whlen von über 1% Jahren 20 Stück (101). Saug-
fohlen 4 Stück (1), Maulesel und Maultiere 298
(228), Esel 7. — Der Gesamtwert der 87 leichten
Arbeitspferde belief sich auf rund 67 000 MM, öer
147 leichten Hengste, Wallache auf 106 000 MM, öer
2433 schweren Arbeitspferde (Stuten) auf 1600 000
Ķ' der 3786 schweren Hengste, Wallache auf
2 527 000 MM, der 2 leichten Zuchthengste auf 4000
MM,, der 3 schweren Zuchthengste auf 3000 MM, der
828 Kutsch-, Reit- und Rennpferde auf rund 483 000
mm, der 26 Absatzsohlen bis zu 1)4 Jahren auf
21000 MM, der 20 Absatzfohlen von über 1)4 Jahren
auf 11000 MM, der 4 Saugfohlen auf rund 1000
MM, der 298 Maulesel und Maultiere auf 223 000
MM, der 7 Esel und Eselfohlen auf 8000 MM,
Von den schweren Arbeitspferden (Stuten) lie
ferten Ungarn 839 Stück, Dänemark 534 Stück,
Belgien 322 Stück, Oesterreich 286 Stück, Jugo
slawien 260 Stück, Holland 123 Stück, Luxemburg
21 Stück. Hauptlieferanten der schweren Hengste,
Wallache waren mit 1854 Stück Dänemark und mit
1087 Stück Ungarn. Es folgen dann Belgien mit
369 Stück, Holland mit 204 Stück und Oesterreich
mit 173 Stück. Das Hauptkontingent an Kutsch-,
Reit- und Rennpferden stellte Ungarn mit 683 Stück,
während USA mit 253 Mauleseln und Maultieren
in dieser Gattung die Lage beherrschte.
Bekanntlich schwanken die Zollsätze bei Pferden
je nach Gattung, Alter und Größe zwischen 10 MM
und 500 MM. So wurden gezahlt bei der Einfuhr
von 2433 schweren Arbeitspferden (Stuten) 20 M.M
«ohne Gewähr» Deutsche Schlachtviehmärkte 29. ^uni 1936
Ksrnrnernotierung Berlin am Markttage. Preise für 1 Pfd. Lebendgewicht in
Markt
1. Ochsen .
2. „
3. . .
4. » .
1. Bullen ..
2. „ -
1. Kühe ..
2. y, » .
1. Kälber..
2* M •*
1. Schafe ..
2. „ ..
1. Schweine
2- .
3- „
1. Sauen ...
Ochs. Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schwein.Sau.
Ochs. Bu.Kü.
Kälber
Schafe
Schwein.Sau.
Chemnilz
44
42
38
42
38
60-65
50—58
38-42
30—36
56
54-55
52
52
162
766
447
239/
verteilt
schlecht
schlecht
verteilt
Dortmnnd
45
43
39
41-43
39
60-65
54—59
45—48
41-44
561/2
551/2
521/2
50—55
44
40
42
38
42
38
60—65
52—60
37—43
34-36
56
54—55
52
52-55
Düsseldorf
45
41
43
39
43
39
58-62
50-55
45
43
39
43
39
65-68
55-62
57 561/2 57
55—55 551/j 55-56
33 521/2 53
51-56 I 55 1 /, 50—56
Auftrieb und Handel auf den Märkten
Prantlnrl/I.
45
43
40-43
36—39
61—65
54—60
h\àm
44
40
42
38
42
38
60—66
52-58
40—42
38-39
56
54—55
52
52-55
193
580
37
2645
zugeteilt
schlecht
ruhig
zugeteilt
144
7SO
804
2994
verteilt
langsam
langsam
schlecht
119
762
3092
verteilt
schlecht
169
74
28
3500
zugeteilt
ruhig
verteilt zugeteilt
244
551
4123
zugeteilt
schlecht
zugeteilt
31
189
136
1560
zugeteilt
mittel
schlecht
verteilt
45
41
43
40-43
35-39
57
55-56
53
53
77
824
zugeteilt
zugeteilt
29.6
Leipziff
22 6.
44
42
38
42
38
57-62
50-56
42-45
36-40
56
54-55
52
50-55
138
631
358
1949
vert.
längs.
längs.
längs.
44
40
42
38
42
38
62-65
55-60
42-45
36-40
56
54-55
52
50-55
132
537
720
2086
vert.
flott
längs.
Zoll bei 163 Tieren, 140 MM Zoll bei 261 Tieren,
500 MM Zoll bei 9 Tieren, bei der Einfuhr der
schweren Hengste, Wallache 140 MM bei 3766 Tieren
und 500 MM bei 20 Tieren. Daaegen ist bei öer
Einfuhr der 828 Kutsch-, Reit- und Rennpferde für
826 Stück höchster Zollsatz (500 MM) erhoben. Die
Maulesel und Maultiere schließen sich an mit einem
Zollsatz von 30 MM.
Hamburger Schweinemarkt
Altona, den 30. Juni 1938
Markiböchüvreise
a 55, bl 54, b 2 53, c 51, d 49, gl 53-54, g2 49-51
Landhöchstvreise für Schleswig-Holstein
a 51, bl 50, b 2 48, c 46, d 43, g 1 48 , g 2 44
o0 ku ^bdņew Auftrieb: 9009+ 95 Beobachiungsiiere
(Ohne Gewahr, Handel: zugeteilt
Hamburger Kälbermarkt
Doppellender ,
beste Mast- und Saugkälber .
mittlere Mast und Saugkälber
geringere Saugkälber ....
aeringe Kälber ...
Auftrieb 985 + 1 Beobachtungstiere
23. 6. 16. 6.
58 - 64 60—66
50 -57 50—58
40—49 40-49
33—38 33—38
Handel: mittel
Berliner Schlachtviehmarkt
Berlin. 30 Juni «Vorberichtl «Ohne Gewähr)
Mitgeteilt von der ReichsviebwertungsgefeMckaft.
Es wurde gezahlt für 50 Kg. Lebendgewicht:
Preise: Auftrieb: Verlauf:
Rinder 20-44 513 glatt
Kälber 35-62 1236 ruhig
Schafe 19—48 3190 ziemlich glatt
Schweine 19083 ziemlich glatt
Schweine Klasse A bis E 48V-—54 Sauen 50 V-—53 V-
Kölncr Viehmarkt vom 29. Juni
233 Rinder, Beschaffenheit gut, zu Höchst- und
Mindestpreisen zugeteilt. 1062 Kälber von mittlerer
Beschaffenheit. Bedarf gedeckt. Geschäft ziemlich be
lebt bei gleichbleibenden Preisen. 4922 Schweine,
gut ausgemästet und überwiegend der schweren Ge
wichtsklasse angehörend, bei ruhigem Geschäft ver
teilt.
Kieler Schlachtviehmarkt vom 30. Juni
Auftrieb: 2274 Schweine. Handel: zugeteilt.
Preise: Kl. a 54,5, bl 53,5, l,2 52,5, c 50,5. d 48,5, gl
52—53,5, g2 60,5. Lanöhöchstpreise für Schleswig-
Holstein: Klasse a 51, bl 50, b2 48. c 46, d 43, gl 48,
fl2 44.