Hier auff so sah ich nun / mein Goͤnner / Ihn versehn
Mit soichem hohen Ampt / des Phoͤbi Stelle fuhren /
Mich wunderte gar nicht / dieses war geschehyn /
Daß Er das Musen Vocck solt unparteisch regiren.
Denn was Apollo sonst offt pfleget zu verschencken /
Dasselbekommet Ihmais zur Belohnung zu -
Weil seine Wachsatnfeit und sein gelehrtes Denken |
Bielmehr auf Weißheit geht/als auff vergnügte Ruh.
Drumb schlugin meiner Brust ein warmer Gluth zu
sammen /
Zu feyren dieses Fest / zu ehren diesen Tag.
Er wird Herr Wasmuth nicht die schlechte Pflicht ver⸗
dammen /
Ob ich mit Ambra gleich zu opffern nicht vermag;
Den Roͤm schen Goͤttern war ja Saltz nicht zu geringe /
Er wehrter Goͤnner sey mit diesein auch vergnuͤgt⸗
Und ob ich nicht nach Art der Nachtigalen singe/
Dennoch weil Purpur nun umb seineSchultern liegt!
SomußSein hoherRuhm bey uns so nicht verdunckeliw
Ich wünsche daß Er stets im Seegen möge stehn/ |
Weil dieses Himmels Dach wird hell und prächtig funckelt!
Solang der Sterne Lauff wird unverrücket gehn.
Andreas Boetius, Tundet
S. Theol, Stud, .