Full text: Newspaper volume (1889, Bd. 2)

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unverständliche, näselnde Sprache des Ange 
klagten aufgefallen, als dieser ihn mit den 
Worten anredete: „Für 15 Penn könnt de 
Jungs nn woll een Packet drägen!" Auch 
die Kleidung des ermordeten Knaben erkennt 
dieser Zeuge als diejenige des größeren Be 
gleiters Ahrens' wieder. Auf Vorhalten des 
Vertheidigers giebt der Lehrer Classen aller 
dings zu, er habe in der Voruntersuchung 
ausgesagt, ein gewisser Schultz aus Helsingör, 
der ebenfalls wegen Verdachts des Mordes 
hcrhastet worden war, habe Aehnlichkeit mit 
jenem Mann, den er und sein Bruder am 
1- April getroffen. Ganz bestimmt endlich 
nkennt der Gastwirth Triepel den Angeklagten 
als denjenigen Menschen wieder, den er etwa 
fünf Minuten von der Mordstelle in Beglei 
tung des kleinen Stcinfatt gesehen habe. „Der 
Angeklagte habe sich an ihm „vorbeidrücken" 
wollen, aber Zeuge habe Ahrens fest in'S 
Auge gefaßt. Während der Angeschuldigte 
diese Begegnung mit seinem hergebrachten 
„Das weiß ich nicht mehr" in Abrede stellt, 
hat er diejenige mit dem Zeugen Classen end 
lich eingestanden, nachdem er sie vorher ge 
leugnet hatte. Belastend für Ahrens ist auch 
eine Aeußerung dem Sergeanten Hansen 
gegenüber: „Wenn sie mich auf Grund meiner 
Aussagen ein paar Jahre ins Zuchthaus 
sperren -— die gehen auch wohl vorüber." 
Nach Schluß des umfangreichen Zeugen 
verhörs begannen die Plaidoyers. Der Ober 
staatsanwalt Dr. Hirsch resumirte nach einer 
cinstündigen Rede seine Ansicht dahin, daß 
der Angeklagte des Mordes mit Ueberlegung 
schuldig zu sprechen sei, wogegen der Ver 
theidiger Dr. Schröder in etwa einstündiger 
Rede für Freisprechung seines Clienten resp. 
Schuldigerkennung des Todtschlags plaidirte. 
Den Geschworenen wurden zwei Fragen vor 
gelegt. Frage 1: „Ist der angeklagte Ahrens 
schuldig, am 7. April 1889 den Knaben 
Cmil Steinfatt vorsätzlich gelobtet und diese 
Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt zu 
haben?" Frage 2: „Ist der Angeklagte 
Ahrens schuldig, am 7. April den Knaben 
Steinsatt vorsätzlich gelobtet zu haben?" 
(Todtschlag.) Nach etwa einstündiger Be 
rathung bejahten die Geschworenen die erste 
Frage, worauf der Angeklagte wegen Mordes 
zum Tode verurtheilt wurde. An 
scheinend gleichgültig nahm Ahrens das 
Urtheil auf. 
Benthien war am Freitag Abend bei 
seinem Rücktransport ins Untcrsuchungs-Ge- 
fängniß höchst aufgeregt und erging sich in 
lauten Schmähungen über die Geschworenen. 
Äm Gefängniß selbst wurde er jedoch bald 
wieder ruhig und höchst gleichgültig. Noch 
zur späten Nachtstunde verlangte er Speise 
und Trank, was ihm auch verabreicht wurde, 
legte sich dann zu Bett und blieb auch gestern 
noch während des ganzen Tages störrisch und 
in sich verschlossen. Er scheint sein ganzes 
Heil von der ihm von seinem Vertheidiger 
in Aussicht gestellten Revision zu erhoffen. 
Die Uebcrwachung des Verbrechers geschieht 
bei Tag und Nacht von zwei Gcfangenen- 
Aufsehern außerhalb seiner Zelle. 
Hamburg, 19. Octbr. Großes Aufsehen 
erregt nach dem „B. T." hier die heute er 
folgte B erh aftu ng eines hochgestellten Ver 
waltungsbeamten, welche mit der Affaire 
des von Newyork zurückgebrachten Lombard- 
schreibers Mügge in Verbindung gebracht 
wird. Die Kaution in Höhe von dreißig- 
lauscnd Mark, welche für den Fall angeboten 
wurde, daß man dem Verhafteten unter poli- 
zn scher Bewachung in seiner Wohnung zu 
blnben gestatte, ist abgelehnt worden. 
Provinzielles. 
<I> Segcbcrg, 19. Oct. Nach der soeben 
veröffentlichten Einladung des Magistrats zur 
50jährigen Jubelfeier der Eröffnung des Se 
minars hierselbst, wird am 14. Nov. Abends 
eine gesellige mit Kommers verbundene Zu 
sammenkunft der Festtheilnehmer in der Har 
monie stattfinden. Am 15. wird Vormittags 
11 Uhr in der Aula des Seminars die Fest 
rede gehalten. Nachmittags 2 Uhr findet 
das Festessen statt und Abends ist Conzert 
und Ball in der „Harmonie". — Infolge 
Ueberweisung van 57,761 Mk. aus den land- 
wirthschaftlichen Zöllen an den Kreis Sege- 
derg, die laut Kreistagbeschluß voll zur 
Deckung von Kreisausgaben verwandt werden 
sollen, wird die in den Etat eingestellte 
Kreissteuer von 10,700 Mk. nicht erhoben 
werden. 
Schleswig, 20 Oct. Justizrath Wein- 
wann Hieselbst plaidirt in einem längeren 
Artikel in den „S. N.", eine» Antrag an 
die Kgl. Staatsregierung zur Erbauung einer 
^senbahn von Eckernförde über 
Schleswig nach Friedrichstadt zum 
Anschluß an die Marschbahn zu richten. 
Flensburg, 20. Oct. Die gerichtliche 
Obduktion der Leiche der verschütteten 
Anna Petersen von hier ergab, daß kein 
Lustmord vorliegt. 
f Rendsburg, 21. Oct. Als am Sonn 
abend Abend im hies. Stadttheater die Auf 
führung des,,Freischütz" zum 2. Male stattfin 
den sollte, passirte dem Herrn Biedenweg 
in seiner Rolle als „Fürst Ottokar" ein 
bedaucrnswerther Unglücksfall. Als näm 
lich derselbe gleich beim Aufgehen des Vor 
hanges den Schuß abgeben will, platzte der 
Gew ehr lauf und riß dem Unglücklichen 
von der linken Hand ein Stück vom Zeige 
finger und ein Stück vom Mittelfinger gänz 
lich weg, ferner zerrissen total die Fleischthcile 
zwischen Daumen und Zeigefinger. Das 
Unglück soll dadurch herbeigeführt sein, daß 
aus Versehen zwei Schußladungen in den Lauf 
gekommen sind. Der Verunglückte wurde per 
Droschke nach dem Krankenhause gebracht, 
während die Vorstellung für den Abend ge 
schlossen werden mußte. 
Klciue Mittheilungen a. d. Provinz rr. 
— Daß die vielgeschmähten „Armen Rei 
senden" doch nicht so schlecht sind, wie im 
Allgemeinen ihr Ruf, beweist, wie die „Marn. 
Ztg." schreibt, Folgendes: In der Nähe von 
Marne wohnt eine Frau, welche durch Krank 
heit wohl in eine recht bedrängte Lage ge 
kommen; zu dieser kommt ein „Monarch" und 
giebt ihr 1 Mark als Unterstützung; er hatte 
seinen Rock verkauft und fand eine Freude 
darin, eine so bedürftige Person zu unterstützen. 
Wie die „Fl. N." vernehmen, beabsichtigt 
man, die zwischen Bredstedt und den Dörfern 
Hügel und Vollstcdt belegcnen Haidelände 
reien aufzuforsten. Zu diesem Zwecke 
waren vor etlichen Tagen einige Herren aus 
dem Haidekulturverein hier anwesend, um mit 
der Vertretung der bezeichneten Dörfer, bezw. 
mit einzelnen Landbesitzern in Unterhandlung 
zu treten, wie auch die Ländereien bezüglich 
ihrxr Lage und Bodenbeschaffenhcit einer Be 
sichtigung zu unterwerfen. Soweit bekannt, 
haben die Unterhandlungen einen befriedigenden 
Abschluß gefunden. 
Vermischtes. 
— Die Mantille. Ein junger Frank 
furter Arzt hatte seiner noch jüngeren, sehr 
hübschen Frau die Sehenswürdigkeiten der 
Pariser Weltausstellung zeigen wollen und 
zu diesem Zwecke kürzlich die Reise in die 
französische Hauptstadt unternommen. In 
ihrer Begleitung befand sich ein Studienfreund 
des Mannes, der die willkommene Gelegen 
heit benutzt hatte, die Ausstellung nicht allein 
besuchen zu müssen, und alle drei waren wohl 
behalten und in bester Laune aus dem Mars 
felde angelangt. Um den Gipfel ihrer Glück 
seligkeit zu erreichen, mußten sie nur noch den 
Eiffelthurm besteigen, und endlich war auch 
der Tag herangekommen, an dem dieses Unter 
nehmen ins Werk gesetzt werden sollte. Sie 
ließen sich die Mühe nicht verdrießen, stunden 
lang Queue zu stehen, und da Beharrlichkeit 
zum Ziele führt, gelang es schließlich auch 
ihnen, per Aufzug die erste Plattform zu 
erreichen. Hier freilich ging dann das Drängen 
und Warten von Neuem los; aber wenn 
man sich in guter Gesellschaft befindet, macht 
man sich wenig daraus, und so kamen die 
drei aus dem Lachen und fröhlichen Plaudern 
kaum heraus, besonders lustig aber war die 
junge Frau, der das Leben und Treiben der 
Riesenstadt gleich vom ersten Tage an sehr 
unterhaltend gewesen war. Eben kicherte sie 
noch, eine ganze Tonleiter — da plötzlich 
blieb ihr der letzte Ton in der Kehle stecken, 
ein jäher Schreck zuckte über ihr niedliches 
Gesicht, sie machte einige unerklärliche Be 
wegungen nach ihren Schultern, drehte sich im 
Kreise herum, blickte nach rechts, blickte nach 
links und rief dann mit dem Ausdruck der 
Verzweiflung: „O Gott, meine Mantille ist 
fort!" Nun verstummten auch die beiden 
männlichen Begleiter. Wirklich, die Mantille, 
die eben noch so malerisch die vollen Schultern 
umhüllt hatte, war verschwunden. „Man hat 
sie mir im Gedränge abgerissen!" jammerte 
die junge Frau, „und sie kostet 80 Francs!" 
Achtzig Francs sind gewiß keine Kleinigkeit 
und eineni Ehemann kann es gewiß nicht 
gleichgültig sein, wenn solch' ein kostbares 
Toilettestück zum zweiten Male auf Rechnung 
gesetzt werden soll. In diesem Falle aber 
theilte der junge Gatte weniger den Schmerz 
seiner Frau, als er darauf bedacht war, die 
so fröhlich verlebten Tage nicht noch zu guter- 
letzt durch eine Wolke des Mißvergnügens 
trüben zu lassen. Getreu seinem ärztlichen 
Spezialberuf — er ist nämlich Homöopath — 
verfiel er sogleich auf das „Similia similibus" 
und war sich klar darüber, daß der eine 
Schmerz nur durch den anderen zu heilen 
sei. Als sich daher sein unruhig umhersuchendes 
Frauchen eben ein wenig von ihnen entfernt 
hatte, zog er hastig seinen Freund ins Komplott: 
„Ums Himmelswillen sag' ihr, Du hättest 
die Mantille scheußlich gefunden und es sei 
ein wahres Glück, daß sie nicht mehr vor 
handen sei. Meine Frau jammert uns sonst 
den ganzen Tag die Ohren voll!" Der ge 
lehrige Freund, der nichts weniger als ein 
Kenner von Frauentoiletten ist und bisher 
die bewußte Mantille überhaupt nicht einmal 
bemerkt hatte, erwartete, der Situation voll 
ständig gewachsen, die mit aufgeregter Miene 
zurückkehrende Gattin seiner Reisegefährten: 
„Gnädige Frau, beunruhigen Sie sich doch 
nicht weiter, oie Sache ist ja wirklich nicht 
der Rede werth. Jetzt, da das Ding fort 
ist, kann ich's Ihnen ja sagen, was ich Ihnen 
schon lange gern gestanden hätte: Ich bin 
sonst immer entzückt von Ihrem vortrefflichen 
Geschmack gewesen, habe jede Einzelheit Ihrer 
Toilette stets gebührend bewundert, aber diese 
Mantille — nehmen Sie mir es bitte nicht 
übel •— diese Mantille ist mir schon längst 
ein Dorn im Auge gewesen; sie steht Ihnen 
durchaus nicht, ja, wenn so etwas überhaupt 
möglich wäre, so wäre sie im Stande, Ihre 
reizende Figur sogar zu entstellen. Also 
danken Sie ihrem Schöpfer, daß sie das 
garstige Kleidungsstück los sind!" Nunsekundirte 
eifrigst der Gatte, sein Freund spreche nur 
seine eigene Meinung aus — das war in 
der That keine Unwahrheit — und auch er 
freue sich, daß er die häßliche Mantille nicht 
mehr an ihr zu sehen brauche. Allmählich 
gelang es so den Beiden, die junge Frau zu 
trösten und zu beruhigen, und man konnte 
daran denken, die zweite Plattform zu be 
steigen. Diese That aber mußte das Ehe 
paar allein ausführen, denn der Freund war 
von der eben gespielten Rolle zu erschöpft, 
als daß er die Restaurants des ersten Stock 
werkes hätte im Stiche lassen können. Er 
verabschiedete sich, nachdem ein Wiederver 
einigungsort für den Nachmittag festgesetzt 
war, und schlug sich seitwärts in einen der 
Pavillons, wo man die werthvolle Aussicht 
auf ein gutes Frühstück und schließlich dieses 
selber genießt. Das Pärchen machte alle Un 
bequemlichkeiten des Aufstieges von neuem 
durch, gelangte dann aber auf die erwünschte 
Höhe. Hier spielte sich eine neue Scene der 
Aufregung ab. Die junge Frau sah vor sich 
eine weibliche Gestalt und bemerkte in deren 
Arm ein schwarzes Bündel. Mit schnellem 
Scharfblick hatte sie ihre vermißte Mantille 
erkannt und war auf die Fremde zugelaufen: 
„Haben Sie diese Mantille gesunden? Sie 
gehört mir!" „Allerdings", gab die Andere 
stotternd und verblüfft zur Antwort, „ich 
wollte sie unten abliefern!" Die glückliche 
Finderin kümmerte sich nicht weiter darum, 
ob sie es mit einer ehrlichen oder unehrlichen 
Person zu thun habe, sondern freute sich 
ihres neu erkämpften Besitzes. Nur ein 
Schatten fiel auf ihr Glück, — und weh 
müthig fragte sie ihren Mann: „Ist die 
Mantille denn wirklich so sehr häßlich?" — 
Und der Gatte schmunzelte und entdeckte ihr 
das Komplott. Stunden waren seitdem ver 
gangen, da trafen sie den Freund wieder. 
Dieser gedachte sogleich des vormittägigen 
Abenteuers und um seinem Freunde zu zeigen, 
daß er auch aus eigener Initiative eine Intri 
gue weiterzuspinnen vermöge, trat er mit ver 
bindlichem Lächeln auf die junge Fran zu: 
„Sehen Sie, gnädige Frau, wozu der Un 
fall heute gut gewesen. Jetzt haben Sie sich 
da ein ganz reizendes Kleidungsstück zugelegt, 
das Ihnen tausend Mal besser steht als die 
dumme Mantille. Ich muß Ihnen gestehen, 
daß ich von diesem Umhang geradezu entzückt 
bin!" — Und er konnte nicht begreifen, 
warum die Beiden ihn so furchtbar aus 
lachten 
— Durch eine verzwickte Testamcnts- 
clauscl ist, wie die „Potsd. Ztg." zu be 
richten weiß, ein verheiratheter Rittmeister 
der Garde, einer alten Adelsfamilie ange 
hörend, gezwungen worden, dem Officiersleben 
Valet zu sagen, um sich als Jurist auszubilden. 
Die Uebernahme der auf den Herrn Ritt 
meister gefallenen Hinterlassenschaft ist näm 
lich in einer Testamentsclausel davon ab 
hängig gemacht wordeü, daß der Erbe vorerst 
das Gerichts-Assessorexamen zu be 
stehen habe. Gehorsam dieser Bestimmung 
hat der Herr Rittmeister seinen Uniformrock 
an den Nagel gehängt und liegt nun eifrigst 
seinen juristischen Studien ob. 
— Völlige Dunkelheit heischte Montag 
Abend in den Hauptstraßen von New-Iork 
in Folge Schließung der Lichtströmungen 
seitens der ElectricitätS-Gesellschaften.^ Die 
Stadtbehörden liegen mit diesen Gesellschaften 
in Streit wegen des gefahrdrohenden Zu 
standes der überirdischen Drahtleitungen, durch 
welche bereits mehrere Personen getödtet 
worden sind. 
Vereinfachtes Telephon. 2n Glasgow 
erregt ein neues „The Pulsion“ benanntes 
Telephon nicht geringes Aufsehen. Der 
Apparat ist kein elektrischer im engeren Sinne. 
Er besteht einfach aus einem mit Gummi 
umgebenen Stahlknopf und einem kupfernen 
Diaphragma. Es sind also keine Batterien 
zur Erzeugung von Elektrizität nöthig. Als 
jüngst der neue Apparat auf eine viertel eng 
lische Meile versucht wurde, erwies sich der 
selbe den besten Telephonen völlig ebenbürtig. 
In den Vereinigten Staaten ist das neue In 
strument schon seit einigen Monaten in Ge 
brauch und natürlich viel billiger, als alle 
übrigen Systeme. 
Die sitzende Lebensweise bei Kaufleuten, 
Beamten und vielen Gewerbetreibenden, Schuh 
machern, Schneidern, Arbeiterinnen in Fabriken, 
zieht in den meisten Fällen eine träge Blut- 
circulation des Psortadersystems nach sich. Es 
entstehen Lcberlciden, Verstopfung, Hämorrhoidal- 
beschwerden, Blntwallungen k., welche, wenn 
sie nicht rechtzeitig bekämpft werden, von den 
nachtheiligsten Folgen sind. Deshalb sollten alle 
Diejenigen, welche in ihrem Erwerbsleben zu 
einer sitzenden Lebensweise gezwungen sind, von 
Zeit zu Zeit ein Mittel gebrauchen, welches auf 
die Blutcirculation wirkt, und hierzu eignen 
sich am besten Apotheker Richard Brandt's 
Schweizerpillen, welche à Schachtel 1 Mk. in 
den Apotheken erhältlich sind. Man sei stets 
vorsichtig, daß man das echte Präparat und 
keine werthlosen Nachahmungen bekommt. 
Die auf jeder Schachtel auch quantitativ an- 
gegebenen Bestandtheile sind: Silge, Muschel 
garbe, Aloe, Absynth, Bitterklee, Gentian. 
Anzeigen. 
V erlobte: 
Caroline Harder 
Johannes Petersen 
Segeberg. Rendsburg. 
Altona, den 20. October 1889. 
Todesanzeige. 
(Statt jeder besonderen Meldung.) 
Heute Morgen 5 Uhr entschlief nach 
schweren Leiden unsere liebe Mutter und 
Schwiegermutter 
Christiane Horn, 
im Alter von 71 Jahren. Die trauernden 
Hinterbliebenen. 
Neumann nebst Frau, 
Steueramtsassistent. 
Rendsburg, den 20. Octbr. 1889. 
Die Beerdigung findet Mittwoch-Nach 
mittag 3 Uhr "vom Sterbehause, Mühlen- 
Wr m.a smtt. 
Danksagung. 
Allen Denen, welche unserer lieben Mutter und 
Schwiegermutter, Ww. Friederike Kolberg, die letzte 
Ehre erzeigt und sie zu ihrer Rubestätte geleitet 
haben, sagen hierdurch ihren herzlichsten Dank. 
Die Kinder und Tchwiegerkinder. 
Neu-Büdelsdorf, den 21. Oct. 1888. 
Danksagung. 
Für die rege Betheiligung bei der Beerdigung 
unseres Eduard Bauer sagen Allen unsern tief- 
gesühlten Dank. Die Hinterbliebenen. 
Auction. 
Am Donnerstag, den 24. October d. I., 
Vormittags von 10 Uhr an, sollen im 
Colosseum hierselbst: 
1 Sopha mit schwarzem Bezug, 1 Kleider- 
secretair, 1 Mahagoni Commode, 1 Spiegel 
schrank mit Spiegel, 1 Sophatisch, vier 
Polsterstühle, 1 Kleiderschrank, 1 Waschtisch, 
1 Nähmaschine und andere Sachen mehr 
öffentlich zwangsweise an den Meistbietenden 
gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. 
Die Auction findet bestimmt statt. 
Der Gerichtsvollzieher 
Heidemarrrn 
Verkauf von Ländereien. 
An Freitag, den 23. Oktober, Bormittags 
10 Uhr, sollen im Hause des Gastwirths 
Joh. Plöhn in Prinzenmoor 
die Ländereien und Gebäude aus dem 
Nachlatz des verstarb. Oberförsters 
a. D. Möller in Prinzenmoor 
im Ganzen oder Parzellenweise unter dm 
zum Termine zu verlesenden Bedingungen 
öffentlich zum Aufgebot gebracht werden. 
Kaufliebhaber wollen sich dort einfinden. 
Wittenbergen, 30. Sept. 1889. 
_ I. Mumm, Bevollmächtigter. 
Forderungen 
werden prompt eingezogen und Schriftstücke 
jeder Art angefertigt von L. A. Krüger, 
Kirchcnstr. 8, vom 18. Oct. cr. ab Löwen- 
ftraße 525 parterre, bei Frau Apetz. 
Geschäft besteht seit 1873.
	        
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