„So, nun schreiben Sie, bitte, Ihren Namen hier
unter" Tante Dorten seine Feder präsentiert; wo
durch Lei dieser aber die Gegenbitte ausgelöst
wird: „O! Lohn Se dat man gliiks." — „Aber
Frau, Sie sind wohl nicht gescheitst, ich soll für
Cie unterschreiben? Das geht schlechterdings nicht.
Hier heißt es: Selbst ist der Mann, auch wenn es
sich um eine Frauensperson handelt." — „Awer,
ick kann nich schriewen!" — „Nun, dann machen
Sie Kreuze, das geschieht hier nicht zum ersten
mal." Nachdem ihre stumme, mir pantomimisch
übermittelte Bitte, ihr aus der Verlegenheit zu
helfen und für sie einzutreten, durch leises Kopf
schütteln meinerseits abgelehnt worden ist, ergreift
Tante Dorten, welcher selbst das Kreuzmachen of
fenbar auch noch Herzbeklemmungen verursacht, re
signiert die Feder und macht auf dem unbeschriebe
nen Teil der Akte von oben bis unten einen dicken
Strich. „Aber Frau! was machen Sie da," pro
testiert erregt der Herr Rath, „ich mutz da unten
auch noch schreiben, einen Beglaubigungsvermerk
machen. Sie verderben mir ja das ganze Doku
ment." Erschrocken über das, was sie angerichtet,
befeuchtet die Alte ihren Zeigefinger mittels der
der Zunge und wischt mit demselben über den un
glückseligen Strich. — Tableau. u.
— Ueber den Mittagsschlaf finden wir in der
„Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens"
ein recht zutreffendes Gedicht aus der von Pro
fessor Dr. Triller im Fahre 1711 herausgegebenen
„Diätik in Versen", worin es heißt:
Was man vom Mittagsschlaf der Alten,
Und ob er ihnen nützt, zu halten,
Sei kürzlich nur allhier gedacht:
Sie schlafen wenig in der Nacht,
Drum ist es ihnen wohl zu gönnen,
Datz sie, wenn etwas sie gespeist,
Drauf mäßig Ruhe halten können,
Denn sie erquicket Leib und Geist.
Hingegen ist von jungen Leuten
Nicht Matz und Ziel zu überschreiten,
Der Schlaf zu Mittag schadet mehr,
Als daß er ihnen dienlich wär'.
Sie werden an den Gliedern träge,
Sind zum Studieren ungeschickt,
Die Jugendkraft, die frisch und rege,
Wird matt und endlich unterdrückt.
— Gegen die Gerichtslauferei. Ueber eine sel
tene Beleidigungsklage hatte, so schreibt man dem
Hann. Courier aus Berlin, das Potsdamer Schöf
fengericht zu entscheiden. Am 12. September hielt
ein Lehrer'der Eemeindeschule in Nowawes Turn
stunde ab, als auf einem benachbarten Neubau
der Maurer S. die Stimme des Lehrers nachahmte.
Der Lehrer stellte gegen den Maurer Strafantrag
wegen Beleidigung. Das Gericht erkannte jedoch
auf Freisprechung, von der Ansicht ausgehend, daß
das Gericht nicht dazu da sei, unmoralische Ver
stöße zu ahnden, sondern um kriminelle Straftaten
abzuurteilen.
— Der neueste Modetanz. Ueber Nacht ist in
den Pariser Salons und in den Ballsälen der vor
nehmen Gesellschaft ein neuer Modetanz entstan
den, der den berühmten Apachentanz bereits in
den Abgrund der Vergessenheit hinabgestoßen hat
und binnen kurzem wohl seinen Siegeszug durch
Europa antreten wird. Der neue Tanz kommt
diesmal aus Südamerika, eine Art feuriger und
melodischer Habanera begleitet seine Bewegungen,
und jung und alt übt eifrig, um den „Tango Ar-
gentin", den argentinischen Tango, möglichst an
mutig und temperamentvoll zu tanzen. Er besteht
aus einer Reihe von Figuren, die in ihrem phan
tastischen Wechsel die Gelegenheit zu graziösen,
leichten Bewegungen bieten. In bunter Folge
lösen sich während des Tanzes zehn verschiedene
Variationen ab, die sich auf einer geschickten Ver
wendung des Polkaschrittes aufbauen.
— Hauswirtleiden. Ein Hauswirt in Köln
hatte mit seinen Mietern einen Vertrag abge
schlossen, der wörtlich folgenden Passus enthielt:
„Änmieter versichern, datz sie keine eigenen Kinder
haben und auch künftig solche nicht halten wollen;
im Falle der Zuwiderhandlung gegen diese Ver
tragsbestimmung soll der Vermieter nicht nur be
rechtigt sein, von dem Vertrage zurückzutreten,
sondern die Mieter auch eine Vertragsstrafe in
Höhe von 1060 Mark an den Vermieter zu zahlen
haben." Dieser Vermieter wird es im Leben nie
auf einen grünen Zweig bringen, wenn er so we
nig auf seinen Vorteil bedacht ist. Wie wird es
denn, wenn ein Mieter in der Mietwohnung er
krankt, womöglich an einer ansteckenden Krank
heit, oder gar stirbt? Zn allen diesen Fällen wird
der Mietwert der Wohnung verringert, und der
Wirt bedingt sich keine Vertragsstrafe aus? Wie
leichtsinnig! Der größte Schaden aber entsteht ihm,
wenn der Mieter die Wohnungsmiete nicht zahlen
kann. Deshalb sollte er sich für den Fall, daß der
Mieter verarmt und zahlungsunfähig wird, eine
hohe Vertragsstrafe ausbedingen. — (Aus dem
Kladderadatsch.)
— Das Kamel. Es schwankt am frühen Mor
gen ein grüngestrichener Wagen mit gelben Fen
sterläden durch das Dörfchen, und hinterher wer
den von mehreren Zigeunern ein zottiger Bär
und ein großes Kamel geführt, auf dessen beiden
Hökern einige Aefflein thronen. Dergleichen Tiere
haben die Kinder noch nicht gesehen, der Herr Leh
rer begleitet deshalb mit seinen Zöglingen die
seltsame Karawane zum Dorfe hinaus, wo die Zi
geuner ihr Lager aufschlagen und der Lehrer des
Langen und Breiten die Naturgeschichte der frem
den Tiere den Kindern erzählt. Vor allem weiß
er Wunderbares über das Kamel der staunenden
kleinen Zuhörerschaft zu berichten. Die Kinder
sind noch nie so aufmerksam gewesen. Als er aber
mit seiner Schar nach dem Schulzimmer zurück
kehrt — da sitzt auf dem Katheder, finster durch die
Brille blickend, der gestrenge Herr Schulinspektor.
Aufgeregt tritt der alte Lehrer an ihn heran und
sagt: „Seit zwanzig Jahren haben wir kein Kamel
mehr im Dorfe gehabt, und heute mußten gerade
Sie kommen, Herr Schulinspektor." (Guckkasten.)
Gemeîmmtziges.
Wie mästet man die Enten rasch, gut und
billig? Man gibt ihnen Eriebenkuchen und Mohn
kuchen und etwas gequellten Hafer oder Reis. In
10 bis 14 Tagen sind die Tiere dann schon markt-
sählg.
Die Verpaarungsfiihigkeit erstreckt sich bei En
ten über eine längere Spanne Zeit als bei den
Hühnern. Eine Ente ist mit sieben Jahren noch
ebenso kräftig und produktionsfähig wie eine drei
jährige Henne.
Kitts zum Verdichten der Fugen und Sprün
ge in eisernen Oefen werden wie folgt hergestellt:
1. Man rührt fein gepulverten und abgesiebten
Braunstein mit Wasserglas zu einem dicken Brei
an und reibt diese Masse gut in die Fugen und
„Ihre Erzählung war ebenso interessant wie
lehrreich, lieber Doktor, — leider aber aus Kosten
Ihres Ssslenfriedens damals," bemerkte einer der
selben. „Ich bin mehr als begierig, zu hören, wie
es nun weiter kommt."
„In der Tat, Feldner! Und daß Sie uns in
diese Ihre Herzensangelegenheiten schauen lassen,
werden wir Ihnen nicht vergessen! Datz Fräulein
Wanda von Helmhacker sich unsere Achtung zurück
erobern wird in der Fortsetzung Ihrer Geschichte,
bin ich überzeugt, denn sonst würden Sie, lieber
Doktor, nicht so glückverträumt dareinschauen."
Die übrigen Herren stimmten dem Sprecher
zu. Der Doktor blickte versonnen den Sonnen
strahlen zu, die windbewegt, schwebende Streiflich
ter ins Zimmer sandten. Dann lächelte er:
„Urteilen Sie selbst, meine Herren; ich will
fortfahren." Und er begann:
„Im Ende Mürz dieses Jahres führte mich
eine Erbschaftsangelegenheit nach Wien. Zwei
Jahre waren es jetzt her, datz ich zuletzt in Oester
reich war und mich mit Wanda verlobt hatte.
Zwei Jahre — eine lange Zeit. Und doch nicht
lang genug, um die Wunde zu heilen, die eine
Mädchenlaune mir geschlagen. Sie schmerzte noch
immer, die Wunde, geändert an meiner Gesinnung
gegen Wanda aber hatte die Zeit nichts. Ich hätte
zur Stunde gerade so gehandelt, wie ich damals
gehandelt hatte.
Das Herz pflegt einem aufzugehen beim Be
treten der alten Kaiserstadt. Die eigentliche Pra
tersaison hatte zwar noch nicht begonnen, aber
auch ohne sie ist Wien herrlich und die Einsamkeit,
die zur Zeit noch in der Nähe des Lusthauses
herrschte, war für meine Stimmung wie geschaffen.
Denn, ich mutz bekennen, seit ich wieder auf öster
reichischer Erde war, fühlte ich die alte Wunde sich
von neuem öffnen. Um der Erinnerung zu ent
gehen, beschloß ich, sobald meine Mission hier be
endet, die Rückreise anzutreten.
Ich hatte in einem Hotel Absteigequartier ge
nommen. Als ich am ersten Abend mich auf mein
Zimmer begeben wollte, fiel mein Blick auf ein
paar Damenstiefelchen, die vor der Tür des Logier
zimmers, das an das meine grenzte, standen. Ich
warf noch einen zweiten Blick auf die Dingerchen;
nicht, weil ne ausnehmend elegant waren, sondern
weil ich bewundernd an das Füßchen dachte, das
in diese zierliche Behausung paßte. Und dabei
wallte es heiß in mir aus — gerade solch zierliche
Füßchen hatte meine ehemalige Braut.
Ich war am Tage viel herumgestreift und da
her müde. Ich suchte bald mein Lager auf und
schlief ein. Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen
hatte, als ein Laut mich weckte. Schlaftrunken,
wie ich noch war, glaubte ich anfangs, ich hätte
das geträumt. Schon aber wiederholte sich der
Laut. Es war ein Name, der im Zimmer nebenan
gerufen ward, — der Name Rudolf, wie ich jetzt
deutlich verstand. Flehend, verzweifelt, erklang
er. Und dann ein nervenwehes Weinen.
Ich muß gestehen, daß zunächst mein Herz
laut zu klopfen begann. Allerhand Kombinatio
nen wirrten mir durch den Sinn. Dann aber
siegte die Vernunft. Rudolf heißen noch mehr
Menschen, sagte ich mir, der Ruf geht dich gar
nichts an. Die Besitzerin der kleinen Füßchen
aber scheint unglücklich zu sein, oder krank. Lau
schend saß ich aufrecht im Bett. Allmählich ver
stummte das Weinen drinnen. Hin und wieder
ein Seufzer noch; dann ward es ruhig und damit
auch in mir. Ich schlief wieder ein und bis zum
hellen Morgen.
Ich nahm mir vor, den Kellner zu fragen, wer
neben mir wohnte. Doch der Zufall fügte es, daß
es nicht dahin kam. Der Herr Justizrat, der meine
Erbschaftssache führte, lud mich ein, den Tag in
seiner Villa im Kreise seiner Familie zu verbrin
gen und ich nahm dies dankend an. Erst nach Mit
ternacht kehrte ich ins Hotel zurück. Die Zerstreu
ungen des Tages hatten mich meine Zimmernach
barin fast vergessen lassen. Aufgeregt, wie ich war,
vermochte ich nicht zu schlafen. Endlich aber siegte
die Abspannung, die ich fühlte, und ich schlief ein.
Der Morgen graute bereits, als ich durch
einen lauten Schrei aus dem Schlummer fuhr.
Der Ton war nebenan erklungen. Und nun kam
es in abgebrochenen Sätzen: „Rudolf, vergib mir
doch aber du — weißt es ja gar nicht, wie
ich — leide. Und ich — kann — es dir — nicht
sagen, denn du wirst nicht — wiederkommen —
niemals..."
Herzzerreißendes Weinen folgte dem Ausbruch.
Es war, als bebe die Gestalt der Weinenden unter
dem Aufruhr ihrer Gefühle. Mir war ungemein
peinlich zu Sinn, hier Mitwisser des Geheimnisses
eines Mädchenherzens zu werden. Gleichzeitig
fühlte ich meine Erregung wachsen. Eine brennen
de Unruhe, zu wissen, wer meine Nachbarin war,
Risse «In, worauf, um den Kitt zu erhärten, der
Ofen durch schwache Heizung zu erwärmen ist. Der
gleiche Kitt ist auch für gesprungene Herdplatten
sehr gut verwendbar. — 2. Man menge grobe
Eisenfeilspähne mit Lehm und Sand und rühre
das Gemenge mit frischem Rindsblut zu Brei an,
den man zum Ausfüllen der Fugen verwendet.
Wer schlecht schläft, soll unter den bekann
ten Hausmitteln dagegen, welche oft helfen, oft
aber auch nicht, beherzigen, daß, wer oft nach zehn
Uhr zu Bette geht, sich um den schönsten Schlaf
bringt und früh altert! — Kann man oft nichr
gleich einschlafen und beginnt zu grübeln, dann
zwinge man sich zu anderen Gedanken und lege sich
einen Augenblick glatt auf den Rücken. Nächtli
cherweise gefaßte Entschlüsse sind in der Regel un
brauchbar und werden bei hellem Tageslicht mei
stens verworfen. Sie bringen aber um den Schlaf.
Fatale Länge. Der Münchener Jugend schreibt
einer: Seit etlicher Zeit ist mein alter Schulfreund,
Freund O., in meinen Wohnort verzogen. Ein lie
ber, guter Kerl! Und mit seiner Gutmütigkeit
und Liebenswürdigkeit hält nur seine unglaubliche
Körperlänge Schritt. — Er hieß schon als Pennä
ler. „Das lange Laster". — Jetzt kommt er nun oft
zu mir. — Und so gerne meine kleine Frau meine
Freunde sonst bewirtet, — wenn er kommen will,
ist bei ihr alle gute Laune zum Teufel. „Aber
höre mal, Dicke, was hat dir denn der O. getan,
daß dich fein angekündigter Besuch so verstimmt?
fragte ich sie vor kurzem. Und sie: „Ja, weißt du,
er ist ja ein ganz netter Mensch, und er ißt auch
alles, was ich ihm vorsetze, aber (sehr entrüstet):
Wenn er kommen will, muß allemal überall oben
drauf — Staub gewischt werden."
Bittere Wahrheit. „Für meine Kinder jeb
ick aet, und wenn ick mal als Bettler sterben soll
te!" — „Nimm dir man in acht, Justav, bet de nich
man wirst als Bettler leben müssen."
Guter Rat. „Mein Dienstmädchen hat mich
eine Schlampen genannt. Kann ich sie daraufhin
verklagen, Herr Rechtsanwalt?" — „Gewiß, —
aber ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Sie sich
der Gefahr eines Wahrheitsbeweises aussetzen."
Schlau. „Sagen Sie, liebe Freundin, wie Sie
denn das angestellt haben, daß Ihr Mann jetzt gar
nicht mehr ins Wirtshaus geht?" — „Das? Sehr
einfach. Als er einmal wieder um zwei nach Hause
kam, fragte ich, als er an der Tür klopfte: „Bist
du es, Karl? — Nun, und mein Mann heißt doch
Emil."
Der motivierte Hausball. Besuch: „Was, schon
wieder ein Hausball bei Ihnen, Herr Pleischer?
Wozu geben Sie so viel Gesellschaften? Ihre Töch
ter sind doch schon verheiratet? — Pleischer: „Ge
wiß — aber meine Schwiegermutter ist Witwe
geworden."
Hase und Fuchs. (Eine Fabel.) Zu einem
eidwunden Hasen kam Reinecke, der Fuchs. „Meine
innere Stimme sagt mir, daß ich dir beiftehen soll
in deiner letzten Stunde," heuchelte der Schlaue.
„Deine innere Stimme ist das Knurren des Ma
gens!" hauchte das sterbende Wild.
Im WohltätigkeitsSasar. Flügeladjutant:
„Wollen sich Herr Bankier bei der Prinzessin nicht
eine Blume fürs Knopfloch kaufen?" — Veilchen
berg: „Vedaure, Herr Baron, aber fors Knopfloch
beziehen mer von Durchlaucht direkt!"
erfaßte mich und ich war froh, als das Morgen-
lichl rasch zunahm und den Tag verkündete. Doch
betau dieser angebrochen, wurden auf dem Korri
dor Stimmen laut; ein Lausen und Hasten. Je
mand fragte: „Was ist geschehen?" Das Wort:
Erkrankt, fiel und der Ruf: „Ein Arzt mutz geholt
werden — aber sofort." Ich war längst in meine
Kleider gefahren; und nun stand ich draußen in
dem kleinen aufgeregten Menschenhaufen, nannte
meinen Stand und stellte mich zur Verfügung.
Aeußerlich ruhig, war ich doch sichtlich im Innern
der Erregteste von allen, die hier versammelt, denn
eine innere Stimme sagte mir, daß Wanda die
Kranke war.
Eine ältere Dame stellte sich mir als die Ge
sellschafterin des erkrankten Fräuleins vor und
nahm mein Anerbieten als hochwillkommen auf.
Sie erzählte mir, daß sie mit ihrem Schützling
nach Herkulesbad wolle, da das Fräulein, infolge
einer Seelendepression körperlich leidend sei. Was
sich offenbar lange vorbereitet, sei nun bei dem
Fräulein zum Ausbruch gekommen und dieses sei
heute nacht schwer erkrankt. „Die Kranke erkennt
zurzeit niemand," schloß sie, „ich fürchte, das Fie
ber ist groß. Kommen Sie, Herr Doktor, und sehen
Sie selbst."
Und ich kam, meine Herren, ich sah und ich
siegte. Kaum erkannte ich in dem so zart gewor
denen jungen Geschöpf mit dem fieberirren Blick
meine einstige, so blühende Braut wieder. Daß
sie es war, sagte mir nicht allein der Name, den ich
nun von der' Gesellschafterin erfuhr, sondern ihre
Klagelaute in der Nacht hatten es mir verraten.
Ich hatte nicht allein es vernommen, sondern ich
sah es jetzt, was dieses junge Wesen gelitten —
um meinetwillen, und daß sie längst und wahrhaft
bereut hatte. Meine Herren, ich wiederhole: Wer
vermöchte dreist ans Licht zu ziehen, wie zwei Her
zen — zwei schwergeprüfte Herzen sich gefunden
— zum zweiten Mal gefunden? Meine Herren,
es war die höchste Zeit, daß ich gekommen war,
sollte dieses junge Leben nicht zugrunde gehen.
Und ich rettete es, nicht mit Arzneien, sondern
durch Liebe, rettete'ös für brich selbst."
„Bravo!" erscholl es im Kreise, als der Doktor
schwieg, und die Hände der Zuhörer streckten sich
ihm dankend entgegen. Derjenige East aber, der
den Arzt zum Erzählen aufgefordert hatte, flüster
te sinnend: „Aprilwetter des Herzens! Möchten
alle Herzenskonflikte endigen wie dieses" _
-weile Woche.
Drchsffner-Aufgabe.
Zsn i'p ywp teg jmpcke scmienovfsurp lgmpuk
aempe ezmuaemk dcgceoa.
Rösselsprung.
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Scherzfrage.,
Wie schreibt man Wildpret, Fisch und Esels-
geschrer mit emem Wort?
Zlldrr-KŞ.
Magisches Uuabraļ.
a a a a a a 1. Stadt in Spanien,
a a a a a a 2. Altes Volk,
a a e e g g 3. Musikschriftstellerin.
8 I Imran 4. Spanische Provinz,
nnnnoo 5. Stadt m Spanien,
r r r r s o 6. Frucht.
UerierbUd.
Wo ist der erwartete Herr?
Katsei.
Welcher Hochgesang
Ist nur drei Lettern lang?
Auflösungen der 1. Woche.
Auflösung der Schachaufgabe:
1. Ka7—b6
1. To4—d4 2. Se2—c3 matt
1. Te4Xe5 2. Sg4—f6 matt
1. c4—c3 2. Dc8—g8 matt
1. d6Xe5 2. Dc8—d7 matt
1. — 2. Dc8—g8 matt
luflösung des LogogriphS:
Taglicht, Talglicht
Auflösung der arithmetischen Aufgab«:
7b Kisten à 9,— M. = 675 M.
20 Kisten à 12,50 M. — 250 M.
5 Kisten à 15,— M. = 75 M.
— 1000 M.
100 Kisten
Auflösung des geographischen Rätselt
Der Rhein beim Durchfluß durch den Bodens««-
Auflösung des Vexierbildes:
Zu den Füßen der photographierenden DaM«-
Auflösung des Programm-Rätsels:
Die richtige Lösung ergibt sich, wenn ķ»
jedem Konzertstück ben fünften Buchstaben
vorn entnimmt. Abwärts gelesen ergebe» P e *
Franz Lehar. , V, ,/!
s