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Zu Berlin wurden im Febr. 1831 promovirt: Siegfried Wohl, aus Altona, zum
Doktor der Arzeneikunst, dessen Dissertat. de hypertrophia (32 S. 8.), und Herman
Koͤster, aus Krempe, zum Doktor der Philosophie, dessen Dissertation de cantilenis
popularibus veterum Graccorum, ebendaseibst (834 S. 8.) gedrukt ist.
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1.
Dem lateinischen Verzeichnis der Vorlesungen wird zu Berlin jezt eine Uebersicht der⸗
selben, nach den Stunden, in welchen sie gehalten werden sollen, in vier, den einzelnen
Fakultaͤten gewidmeten, neben einander gestellten Kolumnen (Scholae ordine temporis
isposit.)/ beigefuͤgt. So auch zu Breslau (Index scholarum —X
Auf aͤhnliche Weise in Jena und Marburg, hier bei dem deutschen Stundenuͤbersicht.“ Eins
der einfachen Mittel zur Erleichterung eines pianmaͤssigern Studiums, welches freilich von jedem
dehrer die bestimte und zuverlaͤssige Angabe seiner Lehrstunden voraussezt. Durch eine vorher⸗
gehende Uebereinkunft der Lehrer, so viel diese, bei weniger besuchten Vorles., statt finden kann,
essen sich auch die oft, besonders fuͤr Huͤlfswissenschaften so stoͤrenden Kollisionen, wenigstens
zum Theil, vermindern. Viel ist schon gewonnen, wenn nur die Lehrer, zumal fuͤr die am
——* besuchten Wissenschaften, ein Semester wie das andere, fest dieselben Stunden
eibehalten.
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Der Prof. Mußmann zu Halle wird, laut einer gedrukten Ankuͤndigung, ein aka⸗
demisches Jahrbuch herausgeben, das jaͤhrlich von dem J. 1832 an, zur Michaelismesse
erscheinen foll. Es wird enthalten: i) Originalabhandlungen uͤber alle das Universitaͤts⸗
wesen betreffende Gegenstaͤnde, uͤber Wissenschaft, Docenten, Studirende; ferner uͤber
das gesezliche oder aͤussere Leben sich verbreiten, soferne dies von der Regierung, von Leh—
rern? von Studirenden ausgeht. 2) —AVD Erscheinungen im
Universitaͤtsleben. 8) Berichte und Mittheilungen von Ereignissen. Die Chronik des Uni⸗
versitaͤtslebens soll alle wichtigen Veraͤnderungen umfassen und die Statistik des Universitaͤts⸗
veßens blos, was in Zahlen sich ausdruͤkken laͤsst, mittheilen.
In den 109 Gymnasien saͤmtlicher Regierungsbezirke des preussischen Stats wur—⸗
ben ig Winter 1830311in den beiden oberen Klassen 6289, in allen andern 17,478, uͤber⸗
haupt 23,767 Schuͤler gezaͤhlt. Von jenen in den ober en Kl. werden/ bei einer Bevoͤlkerung
en 12726, 110 Einwohnern, auf 100,000 derselben 49 Gymnasialschuͤler gerechnet. Die
Zahl in den unteren Kl. wird durch den groͤsseren oder geringeren Mangel an Mittelschulen,
den oͤfteren oder seltenern Gebrauch des Hrivatunterrichts, doch auch durch manche oͤrtliche
mstaͤnde, sehr verschieden bestimt. Im ganzen Stat koͤnnen im Durchschnitt unter tausend
Gyinnasiasten 265 auf Prima und Sekundan 738 in den andern Kl. gerechnet werden. —
Die Pruͤfung der Reife zur Universitaͤt geschieht in Ansehung der Gymnasiasten von den
Symnasien; der durch Privatunterricht vorbereiteten von den Pruͤfungskommissionen der