Full text : Die Chronik des Garnisonstädtchens

108 Die Chronik des Garnisonstãdkchens
—— —

die Herren spielen ja Kellner! — Ich bin wirklich
indigniert!
Allmählich war der Hunger gestillt worden, und
Jochumsen verabschiedete sich draußen auf dem
Marktplatz von Möller. Vergessen Sie auch nicht,
daß wir morgen Konferenz haben, rief er ihm nach
und wandte sich unmittelbar darauf mit einem:
Guten Abend, Maalöv, was für Wind haben wir
dennꝰ an den Nachtwächter, der immer aus der
Erde aufzuschießen schien, wenn Jochumsen spät nach
Hause kam.
Es singt sich schwer gegen den Wind an, ant—
wortete der nächtliche Schützer der Ordnung, indem
er die Kapuze lüftete, und man hat ja nicht mehr
jeine Stimme wie früher!
Dann lassen Sie doch das Singen sein — ich
habe heute abend mehr als genug Musik bekommen!
Aber da sind vier Schilling; trinken Sie noch ein
paar Schnäpse, wenn Ihnen der Spiritus auch schon
so hoch im Halse steht wie bei einem Barometer, der
auf,beständig“ steht. Trinken Sie sich einen Rausch
an, dann weiß man doch wenigstens, was man hat,
und danken Sie Ihrem Schöpfer, daß Sie nicht beim
—— gewesen sind! Gute Nacht, Maalöv!
Und damit ging Jochumsen nach Hause und ließ
den Nachtwächter in tiefsinnigen Betrachtungen über
die Mysterien des höhern geselligen Lebens stehn.

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