Volltext : Die Chronik des Garnisonstädtchens

Erstes Rapikel

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Bild eines kartenspielenden Landsknechts, wie sie
Caravaggio gemalt hat.
Plötzlich erhob sich der Rittmeister, kam auf ihn
zu und sagte: Jetzt müssen wir aber etwas zu leben
haben, lieber Herr Leutnant, und heute abend sind
Sie mein Gast. — Petersen! Ist der Tisch ge—
deckt? — Das ist recht! Und Sie haben nicht ver⸗
gessen eine frische Flasche Ol für den Hummer zu
besorgen? Die letzte war ranzig. — Na, dann
wollen wir nur zu Tische gehn! — Jund, ici!
Der Rittmeister und der Leutnant begaben sich
in das nebenan gelegne Speisezimmer, und während
sie der guten kalten Küche, namentlich dem Hummer
Gerechtigkeit widerfahren ließen, erhielt Juno am
Büfett einen Teller mit Knochen.
Na, willkommen in diesem Hundeloch von Stadt!
sagte der Rittmeister, indem er das Schnapsglas
erhob und in einem Zuge leerte. Ein ganz trink⸗
barer Kognak, nicht wahr? Ich habe Petersen
veranlaßt, ihn zu verschreiben. Wenn ich Ihnen
einen guten Rat geben darf, Leutnant Paulsen,
so ist es der: Niemals schlechten Kognak trinken!
Das bereut man allemal hinterher; und wenn Sie
ungeheuer vernünftig sein wollen, so enthalten Sie
sich auch des guten; den ersten Rat habe ich immer
selber befolgt, den zweiten leider nicht. — Noch einen,
wie? — Ach so, Sie haben Grundsätze! Nein das
erlauben mir meine Verhältnisse nicht, in meinem
Alter! — Aber jetzt, wo der erste Hunger gestillt ist—
            
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