Volltext: Die Chronik des Garnisonstädtchens

rünßehntkes Rapitel 
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aber das waren nur Ausnahmen, denn die Söhne 
verbaten sich in der Regel ihre Anwesenheit. Einer 
der regelmäßigen Beisitzer war Schuster Andersen, 
der es für seine Pflicht hielt, zu erscheinen, sowohl 
in seiner Eigenschaft als Mitglied der Stadtver— 
waltung wie auch als Vormund seiner Pensionäre. Er 
hörte mit der größten Andacht zu, und als der Rektor 
bei Jakob Leths Examen schließlich verzweifelt ausrief: 
Weißt du denn aber wirklich nicht, wie der Konjunktiv 
von eaAl heißtꝰ da schüttelte auch der Schuster den 
Kopf und war sittlich entrüstet, daß eine solche Un—⸗ 
wissenheit überhaupt möglich sei. 
Jeden Tag gab der Rektor den Lehrern und 
Zensoren ein Examenfrühstück, und auch bei dieser 
Gelegenheit war es amüsant zu beobachten, wie sich 
die Individualität der Einzelnen in ihrem Auftreten 
abspiegelte: Major Duseberg tranchierte on amore 
das Rindsfilet und hieb auf den Schinken ein, als 
wiederhole er seine Heldentaten in der Schlacht bei 
Idsted; Jochumsen fühlte sich als Wirt und trat als 
solcher auf, und der bescheidne Herr Engel, der es 
wirklich fertig gebracht hatte, fast allen Bleifeder⸗ 
staub von seinen Fingerspitzen zu entfernen, hockte 
auf der einen Ecke seines Stuhls und aß aus reiner 
Verzagtheit nichts weiter als Schwarzbrot mit sehr 
wenig Butter und einige Radieschen. 
Und dann kam der letzte Tag, und die ,Studenten“ 
zogen, wie sie einer nach dem andern vom grünen 
Tisch zurücktraten, die aus Kopenhagen verschriebne
	        
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