Full text: Die Chronik des Garnisonstädtchens

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Nn nüchsten Tage reiste Jochumsen nach Ordrup, 
seinen gewöhnlichen Vorrat an Büchern, Medi— 
kamenten, Angelgerätschaften usw. mit sich führend. 
Der Pastor war mitten in der Heuernte — er war 
selber unten auf der Wiese —, Mine und Friederike, 
die harken und binden konnten, waren in voller 
Tätigkeit, und die Pastorin vertraute Jochumsen 
an, daß sie wohl schwerlich heute abend das letzte 
Fuder hereinbringen würden. 
Gut! erwiderte er, dann mache ich einen kleinen 
Rundgang auf eigne Hand, rekognosziere das Terrain 
und sehe, ob sich etwas verändert hat. Das tue ich 
am liebsten allein. Auf Wiedersehen! 
Und damit ging Jochumsen, und als er nach 
Verlauf einiger Stunden zurückkam, wußte er min— 
destens ebensoviel wie Mine und Friederike, wenn 
sie bei der Küstersfrau gewesen waren. 
Beim Abendbrot stellte es fich heraus, daß außer 
den gewöhnlichen Gästen noch ein paar ältere Tanten 
vorhanden waren — der Himmel mochte wissen, 
Die Chronik des Garnlsonstädtchens. 2. Aufl. 14
	        
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