Full text: Die Chronik des Garnisonstädtchens

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5. 
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Sechzehntes Rapikel 
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dem war es klar, daß er auf furchtbare Rache sann. 
und die blieb denn auch nicht aus. 
Wie haben Sie geschlafen, Möller? fragte Jochum— 
sen seinen Stubengenossen am nächsten Morgen. 
Ach seit vier Uhr habe ich kein Auge zugetan, 
lautete die ärgerliche Antwort. 
O! sagte Jochumsen teilnahmvoll, wie ist denn 
das gekommen? 
Die verwünschten Fliegen haben mich auch nicht 
einen Augenblick in Ruhe gelassen. Sie haben mich 
beinahe aufgefressen! 
So? Mich haben sie nicht geniert! 
Das ist ja unmöglich! 
Ja, entweder bin ich nicht so appetitlich wie 
Sie, oder auch es kommt davon, daß Ihr Bett unter 
dem Fenster steht. 
Was sollte das wohl machen? 
Das weiß ich auch nicht — aber Sie können 
ja hinauf ziehn. 
Möller wollte indessen das Feld noch nicht 
räumen und erklärte, er würde bleiben. Als er 
aber am folgenden Morgen wieder gegen vier Uhr 
geweckt wurde, zog er doch schließlich das Schul— 
zimmer vor, und trotz alles Grübelns und Fragens 
erfuhr er niemals, daß die merkwürdige Erscheinung 
mit den Fliegen, die sich nur zu dem einen Bett 
hielten, ihren Grund darin hatte, daß Jochumsen in 
ebenso schlauer wie diskreter Weise ein wenig Streu⸗
	        
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