Full text : Die Chronik des Garnisonstädtchens

290 Die Chronik des Garnisonstädkchens

Das war Hans Peters Ultimatum; Lise bezahlte,
und er ging.
Aber der Rektor war sehr besorgt, als er er—
fuhr, daß Hans Peter auf dem Fiord rudern wolle;
er machte Lise Vorwürfe, daß sie dem Vetter Geld
zum Rudern gegeben habe; es gab nämlich nichts
auf der ganzen Welt — den Oberschulrat nicht
ausgenommen —, wovor der Rektor so bange war
wie vor der See, und häöäufig zitierte er:

IIli robur et aes triplex
Circa pectus, erat, qui fragilom truci
Commisit pelago ratom
Primus —

Als dann einige Minuten über die Zeit ver—
strichen waren, wo er Hans Peter zurückerwartet
hatte, war er fest überzeugt, daß der Junge er—
trunken sei, und stellte sich schon alle die Qualen
vor, die ihm bevorstünden, wenn man die Leiche
fände, wenn er, der Rektor, für das Begräbnis
sorgen und mit dem Propst sprechen müßte —
nein, sein Schwager würde natürlich selbst die
Leichenrede halten —, aber die Schule mußte doch
natürlich frei haben. und — aber da kam ja Hans
Peter!

Es traf sich sehr glücklich, daß zugleich mit ihm
Möller ins Haus trat, um den Abend dazubleiben;
nfolgedessen wurde nichts aus den Ermahnungen.
Nach Tische bat der Rektor seinen Gast, ihn
eine halbe Stunde zu entschuldigen, er habe noch
            
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