Dreiundzwanzigstes Rapikel J 341
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mittag frei zu bitten — falls der Herr Rittmeister
nichts dagegen haben; Leutnant Arup will meinen
Dienst übernehmen.
Meinetwegen, lieber Leutnant. Darf man denn
fragen. wohin Sie wollen?
Ich soll zum Kammerherrn kommen. Ich habe
ihm versprochen, ihm beim Abzapfen eines Fäßchens
Sherry behilflich zu sein, das er kürzlich be—
kommen hat.
Das ist doch des Teufels! Sind Sie schon
soweit in der Gunst des Kammerherrn avanciert,
daß Sie in seinen Weinkeller dürfen? — Dahin
komme ich niemals! — Ja, Sie können es wohl
aushalten! Sie sind jung und lebensfroh; Sie
nehmen hin, was das Leben bietet, und verlangen
nichts Unmögliches — denken Sie noch daran. auf
die Kriegsakademie zu gehn?
Nein, offen gestanden, ich glaube nicht, daß —
Was hab ich Ihnen gesagt? Ich sagte Ihnen,
das mit der Energie und ähnlichen Weitläufigkeiten,
das sei eine Kinderkrankheit, die sich hier in der
Provinz schon verlieren würde. Jetzt sind Sie also
nicht um ein Haar besser als wir andern! Sie
sind eigentlich schlimmer, denn ich bin mir doch
klar darüber, daß es ein schreckliches Leben ist, das
man führt, während Sie vollständig zufrieden sind,
mit sich selber, mit dem Dasein! — Nun, wenn
man das sein kann, ist es auch das Vernünftigste,