Full text: Die Chronik des Garnisonstädtchens

xrünfundzwanzigstes Rapilkel 397 
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die größte Lust, gar nicht zu antworten, aber ant— 
worten mußte er doch, und so entfuhr es ihm denn: 
Der Vater des Kindes, natürlich! 
Ach, ich glaube gar! Sie sind nicht recht bei 
Trost! rief der Major. Ich — 
Aber haben Sie denn nicht selber gesagt — 
begann Jochumsen ganz niedergeschlagen. 
Was habe ich gesagt? 
Daß der Vater hier in der Stadt sei — und 
Maijor ist er ja doch — 
Ich habe vielleicht eingeräumt, daß er hier ge— 
wesen ist — 
Hier in der Stadt? 
Ja, hier in der Stadt! 
Ach so, sagte Jochumsen, und damit brach sein 
ganzes künstlich aufgebautes Geheimnis mit einem 
Schlage zusammen. Einen Augenblick dachte er 
daran, einen Tauschhandel mit dem Major zu unter— 
nehmen und diesem vorzuschlagen, daß er mit dem 
Namen des Vaters herausrücken solle, wogegen er, 
Jochumsen, ihm mitteilen wollte, wo und wer das 
Kind sei, aber ein Blick auf den Major, der ganz 
gegen seine Gewohnheit undurchdringlich war wie 
eine Sphinx, sagte ihm, daß die Sache aussichts- 
(os sei, und so gab er denn gleich seinen Plan 
wieder auf. 
Der Leutnant, der ein paar Schritte hinter den 
andern gegangen war, kam jetzt heran und wollte sich 
verabschieden. Wo wollen Sie hin? fragte Jochumsen.
	        
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