Sechsundzwanzigstes Rapitel 407
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ei: er habe selber die Kaiserparade vor der Opera
—D bei Longchamps beigewohnt,
ind das wollte er nur sagen, solchen Soldaten
gegenüber könnten Deutschlands und Rußlands ver⸗
ante Streitkräfte getrost einpacken.
Krieg ist und bleibt etwas Abscheuliches! seufzte
Major Duseberg.
Ja, das kann man wohl mit Grund sagen, ent⸗
gegnete der Rittmeister, aber geben Sie acht, ehe
in Monat um ist, knallen wir los. —
Die Prophezeiung des Rittmeisters sollte jedoch
nicht in Erfüllung gehn.
Es herrschte noch Friede, als der Wald in seinem
ersten Frühlingsschmuck prangte, und an einem
sonnigen Maitage stand der Leutnant in der Zwischen⸗
stunde an einem der Klosterfenster im ersten Stock⸗
werk und sah zum Fenster hinaus.
Sie sehen ja so tiefsinnig aus, sagte Möller,
der vorüberging, worüber denken Sie nach?
Eigentlich über nichts, aber ich glaube, ich habe
Frühlingsgefühle: ich finde, in der Schule und in
der Stadt ist es so warm und schwül, ich bilde
mir ein, die Welt da draußen muß heute so groß
und schön sein!
Im wesentlichen kommt es darauf an, was man
unter Schönheit versteht, entgegnete Möller.
Ja, was ist Schönheit? — Es ist — aber so
sehen Sie doch da hinüber! unterbrach sich der