Siebenundzwanzigstes Rapitel 445
Tische suchte er immer an ihre Seite zu kommen,
ja schließlich ging es so weit, daß sie, um Ruhe vor
ihm zu haben, zur Küchentür hinausschlüpfen und
noch obendrein vorher um sich spähen mußte, ob ihr
Anbeter nicht irgendwo im Hinterhalt liege.
Du bist wirklich ein glückliches Mädchen! sagten
die Cousinen im Chor, und sobald Möller sich den
dreien anschloß, verschwanden Mine und Friederike
in der Regel sogleich mit unterdrücktem Kichern
und der halblauten Bemerkung, daß sie nicht stören
wollten.
Hans Peter und Jochumsen ärgerten sich. Hans
Peter wegen seiner nagenden Eifersucht, Jochumsen
bei dem bloßen Gedanken, daß Lise sich von Möller
betören lassen könnte, und auf unzählige Weise suchten
diese beiden stillschweigenden Bundesgenossen — zu
Lises großer Freude — Möller daran zu verhindern,
allein mit ihr zusammen zu sein.
Jochumsen war überhaupt schlechter Laune. Er
ärgerte sich über Möller und vermißte den Leutnant.
Natürlich unternahm er seine regelmäßigen Streif⸗—
züge ins Dorf und in die nächste Umgegend, aber
feine Stimmung wurde deswegen nicht besser, und
als Hans Peter eines Tags als heimlicher Angeber
auf den Abdruck von ein paar ungewöhnlich großen
Füßen unter den Privatstachelbeerbüschen aufmerksam
machte, die nur Möller gehören konnten, da schalt
Jochumsen seinen Kollegen aus wie einen Schüler
aus einer der Vorbereitungsklassen.