Full text : Die Chronik des Garnisonstädtchens

inunddreißigstes Rapikel J 5815

freiwillig feiernden Lotsen und ging dann nach der
Strandbatterie. Hier befanden sich wie gewöhnlich
nur ein paar einsame Schildwachen, und da diese
gerade bei der entferntesten Kanone am linken
Flügel standen, sah Jochumsen nicht ein, weshalb
er sich nicht die ihm am nächsten stehende Kanone
auf dem rechten Flügel einmal genauer betrachten
sollte — es konnte ja ganz amüsant sein, so ein
Ding etwas eingehender zu untersuchen. Gedacht,
getan: Jochumsen erreichte die Kanone, und als die
Schildwache ihn entdeckte und auf ihn zueilen wollte,
um ihn wegzujagen, gab der Unteroffizier ihr einen
Wink, sodaß Jochumsen seine Untersuchungen un⸗
gestört anstellen konnte. Er ging rund um das
— die Lafette, visierte
iber das Korn und machte sich an dem Hinter⸗
ladermechanismus zu schaffen — er fand, daß das
Ganze sehr interessant sei.
Aber er wurde jäh aus seinen artilleristischen
Betrachtungen aufgeschreckt, als ihn eine kräftige
Hand unsanft beim Kragen packte und ihn mit den
Worten: Himmeldonnerwetter, Kerl! Was macht Er
hier? umdrehte und ihn vor sich her nach der Stadt
zu schubbte.
Kerl?ꝰ wiederholte Jochumsen sittlich entrüstet.
Ich bin Oberlehrer am königlichen Gymnasium!
So, das bist dud entgegnete der Unte roffizier.
Na, warte man, bis du vors Kriegsjericht kommst,
da wollen wir dir das schon abjewöhnen! Und
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