Volltext : Die Chronik des Garnisonstädtchens

Zweiunddreißigstes Rapitel

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ums Trinken gehandelt hätte, daun hätte er es
Ihnen wohl zuvor getan, aber so —
Wenn Herr Oberlehrer es schon sagen, so hab
ichs wohl verdient, aber ein Kreuz kann ich nicht
tragen.
Was soll das heißen?
Nun ja, wenn Herr Oberlehrer mich nicht ver⸗
stehn wolhlen: meine Religion und das Kreuz —
nein, das paßt nicht zusammen!
Ach, Sie sind verrückt, Isaak! brüllte Jochumsen.
Nach einer Weile fügte er aber hinzu: Nun, ich re⸗
pektiere natürlich Ihr Vorurteil. Sie besitzen meine
Achtung — hören Sie: ich sagte Achtung!
Ja, ich höre es, Herr Oberlehrer, aber da war
eins, wonach ich gern fragen wollte.
Fragen Sie nur. Wer viel fragt, kriegt viel
Antwort!

Könnte ich nicht mit dem Bande allein gehn —
denn das streitet ja nicht gegen meine Religion.
Ja, gehn Sie nur mit dem Band, Isaak!
Ich danke Ihnen, Herr Oberlehrer!
Keine Ursache! Adieu, Isaak!
Und Isaak ging, aber als er eben glücklich zur
Tür hinaus war, klopfte er wieder an und kam mit
einem: Entschuldigen Sie, Herr Oberlehrer, wieder
ins Zimmer. Ich möchte nämlich gern wissen, ob
die Schildwache auch vor dem Bande präsentieren
wird?

Nein, bewahre; das wird sie nicht tun.
Die Chronik des Garnisonstädtchens. 2. Aufl. 36
            
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