Full text : Oden

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Ernster, in tieferer Todesbetrachtung meid' ich die Halle
Stets noch, in welche dem Thron Friederichs Truͤmmer entsank!
Denn mir blutet mein Herz um Ihn! O Nacht des Verstummens,
Als die Aussaat Gott saͤte, wie traurig warst du!
Aber warum wank' ich, und saͤume noch stets, zu dem Grabe
Hinzugehen, wo Er einst mit den Todten erwacht?
Ist es nicht Gott, der Ihn in seine Gefilde gesaͤt hat?
Ach, zu des ewigen Tags dankenden Freuden gesaͤt?
Und, o sollte noch weich deß Herz seyn, welcher so Viele,
Die er liebte, verlor, Viele, die gluͤcklicher sind?
Dessen Gedanken um ihn schon viel Unsterbliche sammeln,
Wenn er den engeren Kreis dieser Verganglichkeit mißt,
uUnd die Huͤtten an Graͤbern betrachtet, worinn die Bewohner
Traͤumen, bis endlich der Tod sie zu dem Leben erweckt!
Diese Staͤrke bewafne mein Herz! Doch beb' ich im Anschaun?
Ach! des Todten Gebein! unsers Koͤnigs Gebein! . ..
Streuet Blumen umher! Der Fruͤhling ist wiedergekommen!
Wiedergekommen... ohn' Ihn! ... Bluͤthe bekraͤnze sein Grab!
Daniens schone Sitte, die selbst dem ruhenden Landmann
Freudighoffend das Grab hsaͤhrlich mit Blumen bedeckt,
Sey du festlicher jezt, und streu um des Koͤnigs Gebeine,
Auferstehung im Sinn, Kraͤnze des Fruͤhlings umher!

Sanftes,
            
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