um
fuͤr
lum
sich
ische
ehrte
ohne
igen,
chon
Vabst
var
hat
onen
eine
der
in
oxdei
Sie
hne
402.
sich
yn zu
tzung
man
caus⸗
riden
adigte
Der
nuth⸗
anter
it zu
3von
gegen
osten,
atte,
ecken
Arche
Vor⸗
og in
ht so
ungen
uͤrtig,
Veit
kayser
Arzt
Sicher⸗
und
waͤren.
m, an
11
Um-
ecuhra-
ili on, Lehrer Germaniens in alter Gelehrsamkeit und Philosophie, empfahl immer
ed em 8 Gebrauche in Geschaͤften des gemeinen Lebens zur Bildung des Ver⸗
andes, Astronomie zur Verehrung des Schoͤpfers, freylich auch, weil er Stern deuterey innerhalb ge⸗
nee iebte. Im ersten Buche seiner Physik sagt ein beruͤhmter Mathematiker, traͤgi er die
We een vor, als die Astronomie unsers Jahrhunderts in vielen Physiken ist vorge⸗
dneen —, Weil der Cyclop beym Homer sich vor den Goͤttern nicht fuͤrchtet, braucht Me⸗
anchton haͤufig Cyclopisch als Benennung von Gottlosen; auch wohl von denen, welche Astronomie
und Astrologie verachten, weil seiner Meynung nach die Gottheit, auch durch die Himmelsbegebenhei⸗
ten, Menschen ermahnt und warnt. Wahrsagung aus den Gestirnen gehoͤrt nach ihm zur Physik, und
i ie Erfahrung bestaͤtigt. —
wird — 233 — zu Thoren in Preussen geboren, wie Junctin sagt 1472 den 19ten
Januar, 4 Uhr 38 Min. nach Mittag. Maestlin aber setzt die Geburtszeit 1473 den ig9ten Februar,
4. Uhr 48 Minuten und hat beym Gassendi mehr Ansehn. Meuler in seinem Leben des —
ziebt beyde Meynungen, traut der letzten, der teutschen Chronologen ihrer, mehr. Stunde 9— i⸗
nute erwaͤhnt Meuler nicht. Damais verlangten die Astrologen so was, und man kann denken, wie
die Nativitaͤten eines und desselben Menschen ausgefallen seyn muͤssen, wenn die Geburtsʒeiten mehr
als ein Jahr unterschieden waren. Vom Copernicus findet sich keine Nativitaͤt vor. Vielleicht haben
die Sterndeuter dieser Bemuͤhung den Mann nicht gewuͤrdigt; dessen Lehre ihren Aberglauben noth⸗
vendig stuͤrzen mußte. Seines Vaters Vorname war auch Nicolaus, er war ein Wundarzt aus
Lrakau, erhielt um das Jahr 1462 das Thornsche Buͤrgerrecht, verheyrathete sich mit Barbara,
Schwester des nachherigen ermlaͤndischen Bischofs Lucas Watzelrodt/ der auch zuweilen Waiisselrodt von
Allen genannt wird. Seine Eltern bestimmten ihn der Arzneywissenschaft. Latein und Griechisch
ernte er zu Hause, denn auf der Crakauer Universitaͤt da beschaͤftigte er sich auch mit Philosophie und
Arzeneykunst, worin er die Doctorwuͤrde erlangte. Albertus Brudzerius iehrte da Mathematik· dessen
Unterricht er sich bediente, und von ihm das Astrolabium verstehen und brauchen lernte. ) Regiomon⸗
anus Ruhm reizte ihn zur Nachahmung. Unter seinen Mitschuͤlern und Miteiferern waren Jacobus
Lobilinius/ der nachher eine Beschreibung des Astrolabii heraus gegeben hat. Vapenius, Nicolaus
Schadeck und Martin Illkusins mit denen er oft in foigender Zeit uͤber die Finsternisse Briefe ge⸗
chselt hat.
ve et dastige⸗ sich auch mit Perspectiv und bey dieser Veranlassung auch mit Mahlerey, und soll
siich selbst vor dem Spiegel abgemahlt haben. Mahlen fand er nuͤtzlich, weil er schon auf Reisen
achte, besonders nach Italien. Dahin ging er im 2gsten Jahre; hielt sich erst zu Bononien auf,
vo Dominicus Maria Ferrariensis die Astronomie seit 12 Jahren mit Ruhm lehrte. Derselbe soll
die Schiefe der Ekliptix im Mittel zwischen Purbach und Regiomontan gefunden haben, 23 Grad
29 Minuten. Dem Copernicus war leicht, dieses Mannes genauen Umgang zu erhalien. Dominicus
nuthmaßte und freute sich dabey uͤber des Copernicus Beyfall, die Polhoͤhe sey nicht ganz unveraͤnder—
ich, seit dem Ptolomaͤus fast in allen Oertern Italiens groͤsser geworden. Er soll auch des Domini⸗
us Gehuͤlfe beym Observiren gewesen seyn. Coperniecus erzaͤhlt selbst eine Observation zu Bonomen
497 Septim. Idus Maii, da der Mond das Palilitium bedeckt. Dann ging er nach Rom und
ind ward fast dem Regiomontano gleich geschaͤtzt. Er lehrte die Mathematik mit grossem Beyfall,
pe und Gelehrte. Er hat zu Roͤm eine Mondfinsterniß 1500 beobachtet, post nonas No-
embris.
Nach seiner Ruͤckkunft fand er sehr geneigte Aufnahme bey erwaͤhntem seiner Mutter Bruder,
er inzwischen Bischof geworden war, und ihn zum Canonicus bey seiner Cathedrale machte. Die
eutschen Kreuzherren waͤren ihm zuwider, doch gelangte er zuletzt zum ruhigen Besitz seines Canoni⸗
ats, wo er sich dreyerley vorsetzte: Den Gottesdienst so viel moͤglich abzuwarten, mit seiner medicini⸗
chen Geschicklichkeit den Armen beyzustehen und alle uͤbrige Zeit aufs Studiren zu wenden. So
iebte er immer die Einsamkeit, und mengte sich nur genoͤthigt in Geschaͤfte des Bisthums oder Ca—
oituls, wo man doch zuweilen seinen Rath und seine Bemuͤhung forderte. So ward er einstimmig
von den Domherrn auf dem Landtag zu Graudenz gesandt. Das Muͤnzwesen war durch die vorigen
Kriege in Verfall gerathen, und noch mehr durch die Kunstgriffe des Heermeisters. Es wurde be
athschlagt, ob man wieder Muͤnze im alten Werth schlagen sollte, oder im damals gewoͤhnlichen, auch
vo man das Silber dazu herbekaͤme, denn die Kaufleute hatten fuͤr Gewuͤrze alles nach Portugall ge⸗
andt, wo der Koͤnig kein⸗ Waaren zu nehmen gestattete, sondern nur ungemuͤnztes Siiber. Man
onnte damals die Berathschlagung nicht endigen, aber Copernicus verfertigte eine Tafel fuͤr die Werthe
iller in allen Provinzen des Koͤnigreichs gangbaren Muͤnzen, die Senatoren verwahrten solche zuin
uͤnftigen Gebrauche.
Albertus de Brudzero, Canonicus und Yrofessor zu Crakau, war des Grosherzogs von Lithauen, Alexander
zagello Mathematirus um⸗ Secretair. Unter mehreren Schriften hat er ulae Coelestium
ind Iutroductorum Astronomorum Cracociensium Gec. hinter lassen.