— wristischen, mathematischen und theologischen Kenntnisse, er starb im Jahre 1464 zu Todi
es also nicht, sich von Regiomontanus widerlegt zu sehen. Regiomontanus entwarf
. Calender, in demselben findet man die Laͤnge der Sonne Nuͤruberger Mittag fuͤr 1474 be⸗
ecches ein Schaltjahr war, und er zeigt daraus Laͤngen in vielen folgenden Jahren zu finden.
iee folgenden Jahre lehrt er aus dem Calender den Ort des Mondes finden vermittelst einer
eines beym Calender befindlichen instrumenti nnnaris, wo Scheiben von starkem Papier ge⸗
m. Ferner giebt er Nachrichten von chronologischen Kennzeichen, de intervallo et festis
Tafeln und Regeln zur Osterrechnung und dergieichen. Besonders stark wird geruͤgt die
pͤhnliche Rechnung gebe Ostern nicht dem gemaͤß, was man Beschluß der Nicaeischen Kirchen⸗
e. Der Unterschied wird bey mehr Jahren gewiesen, das erste 1477, das letzte 1531 So
Ou 1484, 1488, juxta usuum ecclesiae 18;3 6. April; juxta decreétum patrum 143 303;
Irss letzte naͤmlich der Ostervollmond gehoͤrig zunaͤchst der Nachtgleiche; die Kirchenrechnung
Rachtgleiche spaͤter an, als solche wirklich damals einfiel.. Regiomentanns hatte des Ge⸗
a apezunzius Uebersetzung von Theons Commentar uͤber den Ptolomaͤus seinen vollen Bey⸗
weshalb er mit demselben in Feindschaft gerieth. Er ging bald darauf nach Wien zuruͤck
tete daselbst eine Zeitlang sein Lehramt, bis Matthias unniades Corvinus ihn nach Ofen
Unruhen in diesem Lande noͤthigten Regiomontanen sich im Jahre 1471 nach Nuͤrnberg zu
Ein dasiger reicher Buͤrger Bernhard Walter, ein grosser Liebhaber der Astronomie, errich⸗
m eine genaue Freundschaft und uͤbernahm die Kosten zur Verfertigung von Werkzeugen und
Truckerey. Regiomontanus leß daher meßingene Regeln ausarbeiten, Hoͤhenmesser, einen
iiroomicum fuͤr Weiten der Sterne, und Armillen zu Beobachtungen, wie Hipparch und
us gebraucht hatten, anfertigen. Beobachtungen 1472 lehrten, was die Tafeln fuͤr Ver⸗
noͤthig hatten. Vom Anfange des Januars bis zu Ende des Hornungs erschien ein Komet,
montanus beobachtete, und wie Kometenbeobachtungen zu brauchen sind lehrte. Er gab
ies asctronomicas fuͤr 1475 — 1506 heraus, wo Scellen der Planeten und dergleichen an⸗
waren. Die von andern in fruͤherer Zeit gelieferten Ephemeriden sind entweder schlecht ver⸗
nicht sehr bekannt gewesen. Pabst Sixtus IV. forderte Regiomontanen nach Rom zur
ug des Calenders, that ihm grosse Versprechungen und ernannte ihn zum Bischoffe von Re⸗
Er uͤberließ es daher Walter die Beobachtungen fortzusetzen und ward in Rom 1475
mpfangen. Aber er starb daselbst bereits in eben diesem Jahre, und ward im Pantheon
nKegiomontanus Tode kaufte Bernhard Walther, er war zu Nuͤrnberg ums Jahr 1430
, esselben hinterlassene Buͤcher und Manuscripte und setzte die Beobachtungen fort. Er hatte
ndeGriechisch getrieben, und da er fuͤhlte daß ihm von dem letzteren noch mehr zu wissen
ey, weil sich viel griechische Manuscripte unter Regiomontans Verlassenschaft befanden, so
es sich ein geschriebenes Lexikon an, welches noch auf der Nuͤrnbergischen Stadtbibliothek vor⸗
n wnter der Aufschrift: Onomastioum Græcum, cura et impeénsis Bernardi Walther,
66.Waluhers Bereitwilligkeit Regiomontans Werke herauszugeben war dem damaligen
wenig willkommen, er machte sie daher weder oͤffentlich bekannt, noch theilte er sie sonst jeman⸗
.Waither wurde bey Verbesserung der grossen Uhr zu Nuͤrnberg im Jahre 1488 gebraucht.
erkte auch, daß die Refraktion der Sterne nahe am Horizont betraͤchtlich sey. Dergleichen
astronomische Refraktion hatten schon Alhazen, Vitello und Baco einigermaßen gekannt, wie die Ge⸗
schichte der Optik lehrt. Walther starb 1504. Er empfahl seine und Regiomontans Verlassenschaft
den Erben und derselben Vormuͤndern, die aber als Ungelehrte wenig darauf achteten, manches ver⸗
zusserten und mehrere Werkzeuge altes als Meßing gertauften, bis endlich der Nuͤrnberger Magistrat
noch einiges rettete.
Roqh zeichnete sich Johann Werner, gleichfalls ein Nuͤrnberger/ geboren 1468, aus. Er uͤbte
sich 1493 zu Rom in Mathematik und observiren, und kehrte 1498 nach seiner Vaterstadt zuruͤck, wo
er diesen Fleiß bey seinen geistlichen Aemtern fortsetzte. Ein Stuͤckgießer zu Nuͤrnberg, Sebald
Sehaim, ließ ihn fuͤr seinen Sohn Euklides Elemente aus dem Griechischen Deutsch uͤbersetzen, und
sedem Stuͤcke ein Exempel beyfuͤgen, wofuͤr Behaim 100 Thaler zahlte. Werner lernte von einem
Kunstschloͤsser Andreas Heinsius eine Vorstellung der Bewegung der Planeten, mit geringen Gewich⸗
len zu Stande zu bringen als zuvor. Er starbe als Pfarrer zu St. Johannis in seiner Vaterstadt
im Jahr 1528.
Johann Schoner, geboren zu Carlstadt 3 Meilen von Wuͤrzburg 1477, ist sowohl durch eigene
astronomische und astrologische Schriften, wie auͤch die Ausgaben die er von Regiomontans und Werners
Nachlaß veranstaltete, bekannt. Er war Prediger zu St. Jacob und Professor der Mathematik zu
Ruͤrnberg, und starb daselbst 1547 den 16. Januar, seinem Geburtstage.
Die Fortsetzung folgt.)