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meinungen beurtheilen muͤsse (), mit vieler Munterkeit, sondern disputirte arch
1714. als Verfasser unter dem Vorsitz des Hrn. Professers Wichmanshausen
uber Ef Frr. vbon dem Taumel- Kelch des goͤttlichen Grimmes () mit
grossem Beyfall. Dieser Disputation ist von itzt gedachtem Professer der mor
genlaͤndischen Sprachen eine Zuschrift an den Herrn Vater des Wohlseligen
beygefuͤgt, worin derselbe seinen Fleis, und gute Auffuͤhrung ungemein růh⸗
met, und bezeuget, daß man sich von ihm die beste Hofnung machen lonne
Wie er hierauf nach Leipzig kam/ ließ er sich auch, weil er nicht wissen komu⸗
wie er sein Brod verdienen muͤßte, in solche Uebungen ein, worauf —
Leute bey einem geschickten Studenten zugleich sehen. Nuͤnmehro nahete de
Zeit heran, daß er nach dem Willen seines Vaters das geliebte Deuschon⸗
verlassen mußte, welches in dem vierten seiner akademischen Jahre gescbah
Als er nun von Leipzig gesund und wohl nach Hause gekommen war— ver
etch seine Eltern eine nicht geringe Freude, besonders, weil sie sahen, d
er Zeit und Unkosten sehr loͤblich angewandt hatte. Allein er verweilete .
lange in dem Hause seiner Eltern, sondern reisete noch in eben demselben 3
re 1715. nach Kopenhagen; hierauf aber nach Fridriehsburg, und trat
selbst, weil eine stete Arbeit seine Lust war, bey dem Herrn Feld⸗ Probst
Hoff die bestimmte Informations-Verrichtung an, wo er fuͤnf —
nachbero in Kopeunbagen um bey der Universitaͤt seyn zu koͤnnen, junge 9
te in Sprachen und Wissenschaften unterrichtete, bis er sein cheologis
Examen nahm, in welchem er mit vielem Ruhme den besten Ehoaratter et
erhielte. In diesen letzten Jahren hoͤrete er nicht nur die beruͤhmten atad
mischen Lehrer in Kopenhagen, sondern auch die beiden grossen Redner Co —
radi und Hersleb, mit grosem Mutzen; im Jahre 1724. aber mußt⸗ *
auf den Wink der Vorsehung wieder nach Hause, uͤnd ward durch die o
de des Koͤnigs, Friderich des Vierten, Majestaͤt, glorwuͤrdigsten Anden
kens, seinem nunmehro seligen Vater zum Gehuͤlfen und Nachsolger g
ben. Bey dieser Gelegenheit besuchten seine vier Bruͤder das Haus bu
Eltern, welche sich denn mit ihren fuͤnf Soͤhnen ungemein freueten/ und
reizend muß nicht das Vergnuͤgen gewesen seyn, welches sich in dem Gemi
diehr sieben Personen ausbreitete? Die Eitern sahen den Segen ihres *
—5 — ihrer grosen Erʒiehungsmuͤhe in und an ihren Kindern zum —
rbat nenden Liebe GOttes, wie koͤnnten sie dennanders, als sich freug
) de eriterio veritatis in voluntate non quaerendo.
de faece calicis suroris, oder, de irae et tremoris calice.
Characterem laudabilem.