Hoch ⸗Ehrwuͤrdiger / Hoch⸗Edler und Hochgelahrter
Herr Docros und PRÆbposxrꝑE,
Hoͤchst⸗Geehrter Herr Gchwager!
S mag der zoste und letzte Tag des Lust⸗ hollen Ro⸗
sen⸗Monats Junii in diesem Jahr bey Ew. Hoch⸗ Ehr⸗
3 und Dero Hochgeehrtestem Hause wohl ein
rechter Tag der Freuden heissen / indem Dieselbe mit Freu⸗
den Dero Wolgerathenen eintzigen Herrn Sohns Hoch⸗
zeit an demselben machen / und Dero Hoch ⸗werther Herr
Sohn sich aber seiner Hoch⸗ Tugendbelobten Braut / mit
Der Er durch das erwuͤnschte Ehe⸗ Band vom Himmel aufs
festeste verbunden wird / von Hertzen erfreuet. Indessen / da meine Pflicht und
Schuldigkeit erfordert / hiebey meine hertzliche Mit⸗Freude und ergebenste Gratu-
lation abzustatten; Und aber mein itziges Fuͤnff und Sechtzig⸗ jaͤhriges Alter so wol /
als die kurtze Zeit / etwas geschicktes in gebundener Rede zu entwerffen / mir nicht
erlaubet; auch die in meinem Hertzen wallende Freude sich in keine Fessel der Reimen
—XEOV—— Rechtswe⸗
gen auch sondderbahre Gedancken erfordert / Ew. och⸗ Ehrwuͤrden folgende
schlechte und ungereimte Schrifft uͤberlieffern / und anneben bey dem erwehnten
frohen Hochzeit⸗ Festis meinen wolmeinenden hertzlichen Wunsch an Ew. hoch,
Ehrwuůrden und Dero Geehrteste Frau Ehe⸗Liebste / wie auch an die Hoch⸗
wertheste neu⸗ angehende Ehe⸗Leute in verpflichtester Ergebenheit kuͤrtzlich
fuͤgen wollen.
So offt ich die sonderbahre Gnade / welche der grosse GOtt Ew. Hoch⸗Ehr⸗
wuͤrden Gottseeligen Eltern erwiesen / betrachte / so offte erfreue ich mich hertz⸗
lich / und preise des Allerhoͤchsten Guͤte inniglich. Wann der gelehrte Autor, wel⸗
cher das Leben der Gelehrten / so in Teutschland von Anfang des 17 10ꝛen Jahres die⸗
ses Zeitliche gesegnet / mit Fleiß angemercket / Dero Hochberuͤhmten Wohl⸗seeligen
Serrn Vaters / als Hochverdient⸗ gewesenen SEXITORIS Mixisr r de
Och⸗