Full text: Traur- und Trost-Schrifft Auff den seeligen Abschied/ Deß Weiland Wolgebohrnen und Groß Mannhafften Herrn/ Herrn Adolph Philip von der Wisch/ Auff Wittemoldt Erbherrn/ Dero zu Dennemarck/ Norwegen [et]c. Königl: Maj. Christiani IV. Glorwürdigster Gedächtnüs/ und der Krohn Schweden gewesenen Rittmeisters. Welcher gebohren den 19. Junii 1595. Im Herrn entschlaffen den 20. Aprilis 1668. Und darauff den 27. Maij dieses Jahres in Ploene/ bey grosser Versamlung/ Hoch Adelichem Gebrauche nach/ beerdiget worden.

Vodes⸗Dedancken. 
Anngreunde gehen ab⸗ gedencken wir zu stillen 
Worngee egene so mit Creutz nach GOttes Willen 
Beleget worden seyn: Doch sag Ich / daß der Todt 
Fuͤr In Viel Gutes schaffen kan / und hilfft auß aller Noth. 
Vn Ihm entsezen sich der dnenschen Haut und herzen / 
Anfangs solten nicht esnpfnden Angst und Schmertzen / 
Wiezorng aber Er zu allen stuͤrmet ein / 
w lieblich trostet Er die / so un Elend seyn. 
dias sind wir Menschen dochz ein Hauß voli staub und Erdẽ / 
in Unflath uͤberall? Ein Hoͤle / da wir werden 
Gefuut mit Stanck und Koth. Wir sinden Dompff und 
Wind / 
Der sich im Augenblick zerstreuet gantz geschwind. 
d beibe — der Sarg ist unser Bette 
Auns stets ist bereit. Ist einer / der errett 
Sich von der Sterbligkeit? Wir bleiben wie das Heu / 
M bald wird abgehaut / wir flehen weg wie Spreu. 
Ven Tdr aͤnen wer den wir in diese Wel geschet 
Mutter Leibe an¶ So einen je er geʒet 
In Tag der Frewdund Lust / wie manche lange zeit 
Lodergehet / da uns nur beschweret Hertzeleid. 
—— ———— 
Mißgunst/ dalst hei/Hein ime immerdar degleiten/ 
det ann daeß Freund / wie bald verleurt er sich/ 
v ann ungiͤck dringt herein / und haͤlt gar selten stich. 
uͤhn sorcher Triegeret kan uns der Zodt oß machen / 
nnmmet weg die Plag: Er wendet ale Sachen 
Uenem guten End Hier sind wir stuͤndlich schwach / 
aber leget doct ins Grab viei Ungemach. 
Was
	        
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