J Lebens⸗Lauff. 101
Lochter. gegeuget / davon aber die beyden Tochter
und ein Soͤhnchen gleich im ersten Jahre hres Alters
wieder Todes verblichen / der aͤltisse Sohn aber / Nah⸗
mens Johann Georg Wasmuth, nachdemer hiesiges
Orts zum Professore Homiletices von Ihr. Hoch⸗
Fuͤrstl Durchl. gnaͤdigst constitunet / und Awam ein
Jahr lang verwaltet / hat er vergangenen Fruͤhling zu
grossen Leydwesen uusers seelHn. Bouoris dieses
Zeitliche gesegnet / welches wol einer von denen groͤsten
Hertzens Stoͤssen gewesen / der ein grofses zu dieses
seel. Mannes Todes mag geholffen haben / wie er sich
oͤffters vermercken lassen Der einige hinterbliebene
So hn aber ist der Edle / Veste nnd wolgeiahrte Herr
NMatthias Vasmuth Med. Candidatus, wescher nachdem
er einige Jahr hero in Leipzig seinen Studi⸗ oblegen / ist
er auff betruͤbte Zeitung von dem Tode seines lieben
Herrn Vaters hiẽher gekommen / und hat ihm zu sei⸗
ner Ruh⸗Staͤdte anitzo mit vielen Thranen das Ge⸗
leite gegeben: Nachdem es aber dem lieben SOtt ge⸗
fallen / ihme zu grossen Schmertzen sein und seiner da
mals noch hinter bliebenen jungen Soͤhnen seine
Eheliebste 40.1070. von der Seiten zu reissen / und aber
dem seel. Mann bey seiner so schweren Arbeit unmoͤg⸗
lich gefallen / der beschwerlichen Haußhaltungs⸗Sor⸗
ge/ und der Kinder Erziehung selosten vorzusßehen so
hat er nach geendigten Trauer Jahre und fleißigen
Bebethe sich wieder umb nach einen Ehr st ichen e
Gehuͤlffen umbgesehen / und sich mit der damals Wol⸗
Edlen / Groß⸗Ehr⸗und g gendbegabten Aunger
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