20 CObhrisiliche
drh muß Liebe zu seinem præcegtore haben / im
lieben muß auch eine glaͤubige Seele den HErrn Un
muͤglich ists / daß eane glaͤubige Seele nicht auch soile
gottliehend seyn / denn in Christo ASu gilt
nichts / Als der Glaube/ der durch deute
thaͤtig ist; man moͤchte das Licht eher von der Son⸗
nen / ais die Liebe vom Glauden scheiden / denn wẽ der
Glaube / da ist Christus in dem Hertzen / und Christus
ist nichts anders / als lauter Liebe / imo diese goͤttliche
Liebes⸗Flamme entzuͤndet und erfuͤüet das Hertz zur
druͤnstigen Liebe / und machet asso den Glaubẽn glescha
samb sichtbar / daß er sich jedermann zuerkennen gibt /
da er doch im Verborgen mit Gtt handeit / ohn daß
es semand erfahren und wissen kan Zum hochsten abe
ists zu verwundern / daß GOtt solchẽ diebe von uns ha⸗
ben wil / daß er uns durch so viel und offters Befehien
darzu noͤthiget / und antreibet / in dem es heist: Du
solt lieben GOtt deinen hErrn von gantzem
Hertzen / von gantzer Sesle/von gansem ve⸗
muth / und von allen Fraͤfften. Abermahnes
gich eam ist dir gesaget / Mensch/ was gutist / und was
der Err dein GOtt von du fordert / nemb⸗
lich unter andern Stuͤcken des Chrifienthiunbs aug
die Liebe zu uͤben. Und nocheins Wer GOtt /
Soe. wer AEsum nicht liebet / der ist Anathema, Ma-
a n atsa, das ist⸗ verdammet zum Tode⸗ da
wir ohn solchen Befehls von sribsten schuͤsdig weren/
gantz freywillig unser Pflicht der Liebe gegen ihn abzu⸗
siatten · Liebet doch oͤhn Vefehl ein hihd seinen Ba⸗
ber /
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