Full text: Die him[m]lische Academie Des Allerhöchsten/ Welche Er den Seinen/ aus grosser Liebe/ nach diesem Leben

Zu⸗Schr ifft. 
J An hat je und allewege es fuͤr billig 
—9 Jerachtet / damit der Ehren⸗, Rahme vortrefflicher 
* 8 Leute / die vor allen aͤus an sich sonderliche Ga⸗ 
ben gehabt / und umb die genieine Wolfarth mu 
ihren grossen Qasitaͤten sich verdient gemachet/ mieht durch 
die undanckbare Vergessenheit moͤchte vergraben werden / 
daß denselben Ehren⸗Seulen auffgerichtet wurden / umb 
sie mit ihrem wolverdienten Lob zu croͤnen / ihr herrliches 
Gedaͤchtniß damit unsterblich zu machen / und sie also gleich⸗ 
samb zuverewigen. So haben zu ailen Zeiten die Homeri 
ihre Lorbeer⸗Craͤntze / die Scipiones ihre Cronen/ die Sehn 
res ihre Triumphen / und alle vortreffliche Maͤnner ihres 
wolerworbenen herrlichen grossen Nahmens unsterbliches 
Ehren⸗Gedaͤchtniß davon getragen / daß sie dergestalt noch 
auff heut / ob sie schon gleich vor langer Zeit zu Staub und 
Aschen geworden / dennoch zum ruͤhmichsten gruͤnen und 
bluͤhen / als wenn sie nie gestorben waͤren. Ja / die alten 
Roͤmer / und andere vernuͤnfftige Voͤlcker / sind auch so wei 
gegangen / daß sie dieß Politicum in Civitate gesetzet und an⸗ 
genommen / ut ne Sutor excellens mercede careret, daß auch 
ein Schuster / wenn derselbe in senem Handwerck und Wis⸗ 
senschafft vor allen andern excellirte / sein Lob vor audern b⸗ 
bontragen solte. Daher Apelli, dem vortrefflichen Mah⸗ 
ler / eine Statua, und Polydeto, dem Sinn und Kunstrei⸗ 
chen Bild⸗Schnitzer ein dimulachrum is mchseschet wor⸗ 
den. Nun
	        
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