Full text: Die him[m]lische Academie Des Allerhöchsten/ Welche Er den Seinen/ aus grosser Liebe/ nach diesem Leben

Lhristliche 
in demselben wolversuchte Seelen / und keine andere⸗ 
sind die himlischen Candidaten, so sich dermahleins die⸗ 
ser himlischen Academie zuerfreuen haben. Wil je⸗ 
mand auff einer Academie, als ein Mitglied angenom⸗ 
men werden / der muß vor her auff den niedrigen Schu⸗ 
len sich wol herumbtummeln lassen / viel Unusi / dir 
beit / Muͤhe / Gefahr ausstehen / zum oͤfftern der 
Schul⸗Ruthe sich unter werffen / er muß sich vom fruͤ⸗ 
en Morgen biß in den spaͤten Abend steiff sitzen / muͤde 
lesen / matt schreiben / krafftloß reden / mitaͤuswendig 
Lernen den Kopff zerbrechen / und also rechtschaffen in⸗ 
nen werden / was der Poet davon schreibet? Multa, 
tulit, fecitqᷓ; Puer, sudavit, & alsit: Ein fleißiger Schul⸗ 
Knab muß viel Muͤhe und Arbeit erdulden / des Ta⸗ 
ges offt verschmachten fuͤr Hitze / und des Nachts fur 
Kaͤlte / und kompt wenig Schlaff in seinen dlugen / da⸗ 
mit er nur erst den Grund zur Wissenschafft legen / und 
bey dem ersten Examine Academico sein Specimen able- 
ge moͤge / den er den tudiis sich allbereit er geben und ge⸗ 
widmet habe. So dann auch die himischen Cancidaten 
hier muͤssen sie den Grund des Glanbens legen / und 
Gott nach seinem Wesen und Willen wol erkennen er⸗ 
34. . 20. nen / dabey viel leyden / Verfolgung ausstehen/ 
Matth.c.. . Ohn Anfechtung nicht bleiben / allenthalbeu 
geangstet werden / und dergestalt durch viei 
rob aꝛetr Trubsglins Reich GOttes eingehen. Dadau 
äαα. felig ist der Mann / der die Anfechtungerdul⸗ 
ad.ciæJ det / der die annos probationis wol ausgestanden hat / 
pe. nach dem er bewehretist / wird er endlich geiwal⸗ 
tig
	        
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