Full text: Die him[m]lische Academie Des Allerhöchsten/ Welche Er den Seinen/ aus grosser Liebe/ nach diesem Leben

— Leich⸗Predigt. —* 
faͤlliger weise darin vorgehen moͤchten/) und as⸗ gutẽ 
Kuͤnste verwerffen / laͤstern und sagen: Sie sind Roͤrd⸗ 
Gruben / und voll unreiner Geister: Imgleichen 
auch mutwillige Knaben / welche / wann sie soen zur 
Schule gehen / und fleißig lernen / alsdann eutweder 
aus Furcht der Ruthen die Schule vorbeh schleichen / 
nnd auff den Gassen allen Muthwillen treiben / oder 
aber / so sie hineingehen / dennoch nicht fleißig auff⸗ 
mercken / noch den Kopff daran strecken wolien/ daß sie 
was gruͤndliches lerneten / bleiben Johannes in codem, 
und kommen nimmermehr so weit / daß fie nach den 
Academien koͤnnen verschicket werden. So leyder 
finden 65 auch heimliche und oͤffentliche / subtile und 
grobe Epicurer / Atheisten / und GOttes Veraͤchter / 
welche einen Wider taͤufferischen / Weigelianischen / 
Quaͤcker ischen / und Enthustastischen Schwarm imn ih⸗ 
ren Hertzen haben / und also entweder aus verzagter 
Kleinmuͤtigkeit und Furcht der Verfolgung / oder sonst 
aus verdamlicher Nachlaͤßigteit / dder aus falsch ein⸗ 
gebildeter Volkominenheit / bey der sie es nicht mehr be⸗ 
duͤrffen / oder aus uͤbermutigem Stoltz / weil sie als rei⸗ 
che und grosse Leute sich der andern Christen / so gerin⸗ 
gers Standes und Vermoͤgens sind / schaͤmen / die df⸗ 
fentliche Kirch⸗Ver samlung verlassen: Oder aber/ 
im fall sie dieselbe besuchen / es nur zum Schein thun / 
und nach Heuchler Art den Leib dem aͤusserischen Got⸗ 
tesdienst lassen bey wohnen / da die Seeie unterdesfen in 
das Eytele verweckelt bleibet / hoͤren das Wort / lassen 
es aber in ihnen nicht W werden / vcrtune 
2 wir
	        
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