Leich⸗Predigt.
tet ihr mich lieb / so wuͤrdet ihr euch freuen/ joh.e.i4v.
daß ich zum Hater gehe. So gar nein unfehi⸗ev.
barer Schiuß / wer die Seinen rechtschaffen liebet/ der
erfreuet sich auch hres Wolstandes/ undedg so viel
hertzlicher / je herrlicher der selbe ist / solte es auch init sei⸗
ner Ungelegenheit geschehen. Darumb wollen wir
die Heyden trauren lassen / die keine Hoffnung ha⸗
ben / wir wollen die ihre Todten beklagen lassen / de⸗
ren Theil ist in dem Pfuel / so von Pech und Schwe⸗
fel brennet / wir aber wissen / wo die Unsrigen hinge⸗
kommen / nemblich zu dem HErrn in seinẽ himische
cademie, wir sind versichert daß ihnen / ais deren
Ende im HErrn / deren Busse in Reu und Leyd / de⸗
ren Geduft in so grossem Creutz / und deren sehnliches
Verlangen nach dem Hummel wir gesehen und gehoͤ⸗
ret haben / der Seeien nach eher der HErr schon gutes
thut / sie sind schon gewiß gus dem Tode / und ihr Aug
von Thraͤnen / und ihr Fuß vom Sleiten/ sie wan
demn asd schon fuͤr demm HErrn im daubeber Leben⸗
digen / darumb hoͤren wir billig auff mit Trauren und
Klagen / ob den Todten ceyd zuů tragen / er ist gestor⸗
u ein Christ / sein Todt ein Gang zuin Le⸗
en ist.
Und das war der grosse Trost und die herrliche
Zufriedenheit / worin unser in GOtt ruhender Herr
Doctor so selig einschlieff. Sein Hertz war voll Got⸗
tes / und sein Rund vol himlischer Reden von der ewi⸗
gen Liebe GOttes / von seinem Seelen⸗Braͤutigamb
JESU / von dem Lande der Lebendigen/ F
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