Einleitung : Vorgeschichte . 11
tefe es für sich das Siapelrechi , dafj alle deutschen Waren in gorod auf den Markt zum Verkauf kommen mu & ten , wachte eifrig darüber , da { j kein Gästehandel , kein Warenaustausch zwischen Deutschen und Russen von außerhalb Novgorod , an seinem Markte stattfand , und bestrafte Deutsche , die etwa dodi direkt vom schen Lieferanten au & erhalb Novgorod kaufen wollten . 1 )
Der Handel war das eigentliche Element Novgorods , das ! zeigt sich in seinem ganzen inneren wie äufjeren Leben . Die Politik 11 Novgorods gegenüber den anderen Fürsten Ru & lands war bestimmt von seinen Handelsinteresaen . Novgorod , von unfruchtbarem Sumpfland umgeben , war angewiesen auf Lebensmittelzufuhr , sonders von Getreide , von auswärts . Sollte sein gewinnbringender Handel mit den Deutschen nicht stocken , so bedurfte es für ihn audi des Eintreffens der russischen Kaufleute mit ihren Waren in gorod von den verschiedenen Richtungen her . Die wege , die nach Südosten und Süden . konnten aber leidit von den Fürsten für den Verkehr nadi Novgorod gesperrt werden . Und oft genug berichtet uns audi die Novgoroder Chronik , da & in tigkeiten Novgorods mit verschiedenen Fürsten diese kein Getreide nadi Novgorod lie & en , so da & dort Hungersnot entstand . So mujjte
Ies denn das Streben Novgorods sein , sich durch gute auswärtige Beziehungen immer wenigstens einen dieser Zufuhr - und Hoqdels - wege offen zu halten . Dadurch war bei den Streitigkeiten der russischen Fürsten untereinander die oft so wechselnde Haltung Novgorods bestimmt , sein Hin - und Herschwanken zwischen den Fürsten , die ihm den Weg in das Suzdal'er Gebiet nadi Südosten oder in das Dnepr - Gebiet nadi Süden verlegen konnten . Hatten es aber einmal die Novgoroder durch ihre Sdiaukelpolitik mit allen Parteien verdorben , so war eine Teuerung in Novgorod die liche , unausbleiblidie Folge . ' ) Als dann der Siidweg infolge der Beherrsdiung Südrufjlands durdi die Tataren vom dreizehnten hundert an seine alte Bedeutung für Novgorod verlor , und als der Südostweg in das Volgagebiet die Hauptzufuhr - wie Absafestrafje für Novgorod wurde , da begann Novgorod , sidi bald auf die Seite von Tver , bald auf die von Moskau zu neigen . Denn die Fürsten beider Städte konnten den südöstlichen Handelswcg für Novgorod schlie & en , und in den großen Kämpfen zwischen Tver und Moskau , die mit Moskaus Sieg endigten , sehen wir Novgorod abwechselnd die Partei Tvers und Moskaus ergreifen . Die Verträge Novgorods mit diesen Fürsten handeln , wie schon oben kurz erwähnt ist , immer davon , da & die Fürsten den Novgorodem den Weg in das Suzdal'er Land nicht absperren , das Zufahrtstor nach Novgorod nicht schliefen dürfen , da & sie Getreide und jeden fremden Kaufmann nach gorod lassen , keine Kaufleute unterwegs gewaltsam aufheben sollen .
Die Ausdehnung des Novgoroder Gebiets nadl^Nürdosten , die Unterwerfung dieser Provinzen für Novgorod , geschah audi des
1 ) Goetz , Handelsverträge S . 127 f .
2 ) z . B . Novgoroder Chronik S . 131® ( ao . 1137 ) : n no 6o M * pa ct . hmum fnjTbCKOBHiuO , im <n> Cystbjioai>nn , im ct . Cuoasma , eh ct . IIojoiibhu , hh ct . Kuabu . H CT & H Deb JrbTo ocMbH - bxa ncjimafl ho 7 perairb .