V. Hinter-Asicil.
(China und Japan.)
1. China.
a) Naturcharakter, b) Die Lößbildungen.
a) China, bekannt wegen der außerordentlichen Zahl und
Dichtigkeit der Bevölkerung und berühmt durch seine uralte,
selbständige und höchst eigenartige Kultur, zerfällt in zwei von
einander durchaus verschiedene Abteilungen, eine nördliche und
eine südliche. Die Scheidung wird durch den Kuenlün und
seine östliche Fortsetzung bewirkt. Dieser gewaltige Gebirgszug
scheidet Nordchina von Südchina, das Stromsystem des Hoangho
von dem des Jantsekiang, die lößbedeckten Länder des Nordens
von den lößfreien des Südens; Regionen mit kontinentalem,
durch zwei bestimmt gesonderte Jahreszeiten ausgezeichnetem
Klima von solchen, in welchen ein größerer Wechsel stattfindet.
Im N. ist die Landschaft einförmig; die schroffsten Gebirgs-
formen werden vielfach durch den Löß ausgeebnet, der in sanften
Mulden von Kamm zu Kamm zieht. Die Gebirge sind waldlos,
weil das Lößland dem Baumwuchs nicht günstig ist; man baut
hauptsächlich Weizen, Baumwolle und Hülsenfrüchte. Im S.
dagegen zeigen, wegen des fehlenden Löß, die Gebirge ihre Ge
stalt unverhüllt und häufig das nackte Gestein. Sie sind tief
durchschluchtet, und wo die Flüsse Weitungen betreten, breiten
sich fruchtbare Alluvialthäler aus, während das immergrüne
Kleid einer üppigen, naturwüchsigen und blütenreichen Strauch
vegetation die Gehänge überzieht. Hier baut man hauptsächlich
Reis, Thee, Zuckerrohr, pflanzt den Tungöl- und den Maul-