Mädchen hallen die Passage nach Rio de Janeiro mittelst deS TampfbootS frei . Die Wittwe war in besonders traurigen Vcr - haltnissen . Auf der Fahrt von Hamburg nach Rio war ihr Mann gestorben ; sie klagte bitter über den Kapitain und dessen Benehmen . Am Mueuri verlor sie ihr Kind , und wohnte bei ihrem Bruder , der angefangen halle , Landbau zu treiben . Nun starb der auch , und sie war wieder allein , — daS ist der Lebenslauf einer Emi - grantin , die erst vier Monate in Brasilien war . ( In Rio traf ich sie 7 Wochen darauf im Hoöpital wieder . ) Und doch , wie glück - lich war sie noch gegen andere LeidenSgenossen ! Wohl halle der alte Vicar von EaravellaS , den ich dort traf , Recht , wenn er beim Wegreiten die ganze Scene am Uferstrand deS Muturi bei St . Jozü do Porto Alegre eine Carnificina , eine Schlächterei nannte ! —
Nun die Elsasser ! Ein juugeS Ehepaar war dort , ein junger , rüstiger Mann von 25 Jahren und eine leidend aussehende , hübsche junge Frau von 26 Jahren , die offenbar einige Erziehung hatte , dazu eine Schwester deö ManneS nnd zwei kleine Kinder ; zwei andere waren bereits gestorben .
Tiefe armen Leute , die sich in Rio de Janeiro vollkommen gut , ja mit Aussicht auf Wohlhabenheit hätten ernähren können , saßen am Ufer ohne einen Heller Geld , also auch ohne daö Passagegeld nach Rio . Die blasse , tief gebeugte Frau , weinte und rief , nachdem sie ihre Leidensgeschichte erzählt hatte , auö : Oh , si mon püre savait tout cela , il allait inourir !
Ich versprach der Familie die Passage nach Rio , einmal , damit aus diese Weise 5 Menschen auö dem Elend kämen , ders aber auch , damit sie in Rio die Hülfe des französischen Eon - sulö , deS Herrn Tonnay , für ihre Landöleute anrufen möchten , für eine ganze Reihe von Leidensgefährten , die noch in der Kolonie sich befanden , und einen mit mehreren Unterschriften versehenen