Einleitung.
\
§ 1. Die mittelhochdeutsche Dichtung „Mai und Bgaflör“ ist
uns, nachdem zuvor nur wenige Verse der Dichtung probeweise
aus den Handschriften in Aretins „Beyträgen“ IX, 1199 ff. J ) und
in Hagen und Büschings „Grundrifs“ S. 200 f. abgedruckt worden
waren, zugänglich geworden durch den „Ersten Druck“, welcher
Lpz. 1848 als 7. Band der „Dichtungen des deutschen
Mittelalters“ erschien. Der ungenannte Herausgeber war
Frz. Pfeiffer z ) im Verein mit A. Vollmer * 2 3 ).
Leider giebt aber dieser „Erste Druck“, ganz abgesehen
von zahlreichen Ungenauigkeiten im einzelnen, in dem
vorausgeschickten Vorwort gar nichts Näheres über die
einzelnen Handschriften und ihr Verhältnis zu
einander.
Als ich daher, durch Herrn Prof. Dr. Fr. Vogt zu Be
schäftigungen mit dieser Dichtung angeregt, bald erfuhr, dafs
U vgl. Bragur IV, 2, 196.
2) 1. R. von Raumer „Geschichte der germanischen Philologie“ S. 707.
2. Germania XIII, 253.
3. „Briefwechsel zwischen Joseph Frhrn. von Lassberg und
Ldw. Uhland“ lirsg. von Frz. Pfeiffer. S. XLVII. XCV.
3 ) ebendaselbst S. XXXIV.