Full text: Erwin Rohde

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Prorectorat srede . Dienstreisen . 
Bereicherung , die ihr sein Vortrag gebracht habe , ihren Dank aus und gedenkt der ähnlich gestimmten verschollenen Tage von Triebschen . Auf ihre Veranlassung wurde der Haupt - theil der Rede dann in den Bayreuther Blättern abgedruckt1 . So ist Bolide schliesslich doch noch ihr litterarischer beiter geworden 2 . 
Rohde selbst wollte freilich wenig Gewicht auf diese provisation legen . >Nehmen Sie suo tempore« — schrieb er einmal beiläufig — diese Rede mit Nachsicht auf : sie ist das Werk eines Kranken , der fjttwv éauroù war . . . , daher auch sehr unvollständig und für mich selbst am wenigsten digend ; sie , wie ich wollte , auszuarbeiten für den Druck fand ich weder die Zeit , noch die Lust und Kraft . Nun inuss sie sich so durchdrücken wie sie eben ist . — Wäre nur erst dieser grässliche Bärenwinter vorbei und dies endlose Semester mit seinen unerhörten Plagen und Aufgaben für meine immer noch reducirte Kraft ! Dann werde ich endlich . . . für meine holung etwas Gründliches thun können . Quando ver venit metan ! Also bis auf bessere Zeit —pazienza ! . . . [ Cr . 101 95 ] , 
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Wer Rohde's Amtstätigkeit und schriftstellerisches fen in den nächsten Semestern überblickt , der sollte meinen , die bessere Zeit sei nicht lange ausgeblieben . Den vielfachen Aufgaben , die seine Doppelstellung mit sich brachte , wusste er stets gerecht zu werden . In seinem Wirken für den schulrath war er allmählich aus seiner anfänglichen Reserve 
1 Sie sehreibt u . A . ( Bayreuth 3 III 95 ) : „ Mit Dankbarkeit habe ich 
es empfunden , wieder mit fester Hand in jene Gebiete geführt zu werden , wo wir uns von der Beängstigung der Gegenwart befreit fühlen . . . Ich darf wohl sagen , dass ich diese Ihre Ausarbeitung wie eine Bereicherung in mir aufgenommen habe . Zugleich aber hat sie mich sehr gerührt . Ich konnte nicht anders , als wie von Neuem in Verkehr mit unserem armen , armen Freund mich denken ! Verschollene Erinnerungen tauchten auf , und als ob Nichts uns geschieden hätte , fand ich mich wieder mit ihm im Gespräch und liess mich von ihm belehren über jene erhabenen Dinge , die wie eine Zuflucht der Gedanken bilden . Seltsam genug , ten mich meine Schritte gerade unmittelbar , nachdem ich Ihre Rede lesen hatte , nach Basel , und dort an der Universität vorbei , die einst so viel Leben für uns enthielt . . . " 2 Vgl . oben S . 75 .
	        
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