Full text: Erwin Rohde

Zu S . 106 ff . 129 . 131 . 
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Zu S . 129 . 
An Riihl schreibt Rohde ( T . 26 V 78 ) : »Ueberhaupt aber zeigt Ihnen wohl auch mein " ¡¿ - ¡ova , wie wenig Heil ich von solchen gemeinen Gesetzen erwarte : wiewohl ich selbst mich mit diesen Dingen , in allen Richtungen , vielfach herumgeschlagen habe , finde ich es nicht einmal nach durchforschtem Détail nützlich — oder überhaupt ausführbar , solche Thesen aufzurichten für Suidas , dessen Angaben nur den letzten Rest einer völlig unbestimmbaren Reihe von Ueberlieferungsschichten darstellen : v o r der Untersuchung der Einzelheiten solche Dictate wie ein xrjXauysj Tipóaumov aufzupflanzen , überlasse ich lieber den grossen Männern der Berliner Pepinière ; sie verblüffen und verblenden , helfen nichts und können Viel schaden . Ihre Vorstellung von den 2 Quellen trifft für einzelne Fälle zu ; ich selbst habe ja eben dieses . . . nachgewiesen : und so ist sie denn bei Ilavûaoïç richtig , freilich auch längst beobachtet ; schon bei XoipiXoç hat sie Sie verblendet — denn sonst hätten Sie in diesem felten Artikel gewiss mehr als 2 Einflüsse erkannt , und sicli wohl überhaupt gehütet , über Näke weit hinausgehn zu wollen ; bei Xápuv vollends verführt Sie diese Vorstellung zu einem . . . haltlosen Rathespiel . . . Der Möglichkeiten sind eben bei Suidas stets so viele , dass sich nothwendig selbst verblendet , wer überall Ein Re - cept anwenden will . So glaube ich auch von Ihren . . . Meinungen über Theopomp und Ephoros bei Suidas eigentlich nichts . An lo d o r zu denken bei der Lücke zwischen Ptolem . VII und August ist natürlich auch mir in den Sinn gekommen ; ich habe aber diese Vermutliung nicht einmal erwähnt , weil 1 ) der Endpunkt nicht nau stimmt , 2 ) aber namentlich , weil die gleiche Erscheinung einer Lücke zwischen der àvapx'a 'A & rjvaitov und Philipp , Nero und Trajan sich doch nicht aus Ap . 's noch einer andern ähnlichen Quelle Ein - fluss ableiten lässt , vielmehr ein gemeinsamer Grund für solche Lücken zu suchen ist , und dieser in der Abwesenheit eines Hauptkerls , um den sich die Uebrigen synchronistisch gruppiren liessen , ausserordentlich einfach und für einen Kenner des Suidas sehr einleuchtend sich darbot . « 
Zu S . 131 . 
Ueber Th . Zielinskis 'Gliederung der altattischen Komödie' ( Leipzig , Teubner 1885 ) schreibt Rohde an \V . Hörschelmann [ bingen 19 XI 85 ] : 
»Ich stehe nun gar nicht an , Z . 's Untersuchungen über stehung und Zusammenfügung der einzelnen , nicht rein dialogischen Theile der attischen Komödie ein erhebliches Verdienst nen . Schon dass er den Standpunkt einer entschiedenen Abtrennung der Komödie , ihrer Anlage nach , von der Tragödie in seiner trachtung eingenommen und festgehalten hat , zeugt von richtigem Blick ; unzweifelhaft werden wir nur auf diesem " Wege jemals zu einer richtigen Einsicht . . . gelangen . Dass er also die , wie er sie nennt , epirrhematische Composition mit Energie als die eigentlich bezeichnende Komödienweise festhält und ihr überall nachspürt , ist 
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